Warum du zuerst in dich selbst investieren solltest [Teil 2/2]

Warum du zuerst in dich selbst investieren solltest [Teil 2/2]

Willkommen zum zweiten Teil meines Artikels über Wissensbereiche, die für den Vermögensaufbau wichtig sind.

Im ersten Teil bin ich darauf eingegangen, welche Rolle Form, Inhalt und Wert einer Beschäftigung beim Geld verdienen spielen.

Und warum es nicht schaden kann, seine berufliche Laufbahn flexibel zu gestalten sowie an der Diversifikation von Einkommensströmen zu arbeiten.

In diesem zweiten Teil mache ich zwei Themen zum Gegenstand meiner Betrachtungen, die auf den ersten Blick scheinbar wenig mit Vermögensbildung zu tun haben:

  1. Wissen darüber, wie man Gesundheitsrisiken minimiert und
  2. Wissen darüber, wie man das Leben genießt

Klären wir daher zunächst, in welchem Zusammenhang diese beiden Aspekte mit deinen Finanzen stehen …

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Gesundheit, Geld und Lebensfreude

Ein naheliegender Grund, sich um die Minimierung von Gesundheitsrisiken zu kümmern, ist äußerst banal: Krankheit kostet Geld.

Denn wer nicht gesund ist, ist nur bedingt leistungsfähig. Was sich limitierend auf berufliche Ambitionen und damit auf die Einkommensentwicklung auswirkt. Diese wiederum bestimmt über die Ressourcen, die bei der Vermögensbildung zur Verfügung stehen.

Auch in der Ruhestandsphase wirkt sich ein angeschlagener Gesundheitszustand nicht gerade vorteilhaft auf das bis dahin gebildete Vermögen aus.

Sich darauf zu verlassen, dass sämtliche Aufwendungen für Arztbesuche, Medikamente, Operationen, Physiotherapie, Pflege etc. von (gesetzlichen) Versicherungen übernommen werden, erscheint wenig realistisch.

Betrachten wir die Sache noch aus einem anderen Blickwinkel: Was habe ich von einem großen Vermögen, wenn ich im Ruhestand krank und gebrechlich bin?

Sicher, man kann sich die besten Ärzte und Pflegekräfte leisten. Aber irgendwie stelle ich mir schönere Dinge vor, für die ich mein mühsam angespartes Vermögen später einmal ausgeben will.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Schicksalshafte Erkrankungen sowie folgenschwere Unfälle lassen sich durch eine gesunde Lebensführung natürlich nicht ausschließen. Auch körperliche Behinderungen schränken die (finanziellen) Möglichkeiten ein, ohne das dies dem oder der Betroffenen anzulasten wäre.

Auf den allgemeinen Gesundheitszustand und die körperliche Robustheit bzw. Widerstandskraft lässt sich allerdings sehr gut Einfluss nehmen. Dafür lohnt es sich, Zeit, Geld und Know-How in die folgenden sechs Lebensbereiche zu investieren:

1. Schlafen

Etwa ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir in der Horizontalen. Welche Bedeutung diese Phasen der Inaktivität für uns haben, merken wir häufig erst dann, wenn es an erholsamem Schlaf fehlt.

Die Konsequenzen des chronischen Schlafmangels sind vielfältig. Unter anderem steigt das Risiko für Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Unfallwahrscheinlichkeit ist durch mangelnde Konzentrationsfähigkeit erhöht, was die Lebenserwartung logischerweise verkürzt.

Dabei leisten zwei gesellschaftliche Trends dem Schlafmangel weiter Vorschub: Zum einen das Phänomen der Schlaf-Prokrastination, dem willkürlichen Aufschieben des Schlafengehens (um mehr “vom Tag zu haben” bzw. vom Fernsehprogramm).

Zum anderen die Glorifizierung des Frühaufstehens als Wesensmerkmal beruflich besonders erfolgreicher Menschen.

Gibt man bei Google “früh aufstehen lernen” ein, finden sich unzählige Tipps und Ratschläge, wie aus under-performenden Morgenmuffeln begeistert-erfolgreiche Frühaufsteher werden sollen. Wobei man bezweifeln darf, ob das wirklich eine gute Idee ist.

Sinnvoller als an der genetisch festgelegten Chronobiologie zu drehen scheint mir, sich auf ausreichende Quantität sowie die Optimierung der Schlafqualität zu konzentrieren.

Letztere wird zum einen beeinflusst durch die Beschaffenheit der “Hardware”, also von Bett, Lattenrost, Matratze, Bettdecke, Kopfkissen und Bettwäsche. Wobei der Matratze sicher die Hauptrolle unter all den genannten Komponenten zufällt.

Apropos: Wie alt ist deine Matratze?

Zum anderen spielen diverse “weiche Faktoren” für die Schlafqualität eine Rolle, mit denen man sich unbedingt beschäftigen sollte. Dazu zählen unter anderem Raumgestaltung, Zimmertemperatur, Luftqualität, Schlafbekleidung, Beleuchtung und Körpertemperatur.

2. Ernährung

Ein schwieriges Thema, ich weiß. Die Vehemenz mit der diverse Ernährungsreligionen wie Paleo, Vegetarismus, Veganismus, Rohkost – und was es sonst noch so alles gibt – behaupten, den einzig wahren Weg zur gesunden Nahrungsaufnahme des Homo sapiens gefunden zu haben, ist ja schon beeindruckend.

Für ihre Richtlinien können sich die Experten der jeweiligen Glaubensgemeinschaft auf eine Vielzahl ernährungswissenschaftliche Studien berufen, die sich lustigerweise alle gegenseitig widersprechen.

Während Veganer propagieren: “Fleisch ist böse, aber Kohlenhydrate sind ok”, behaupten Paleo-Jünger doch glatt das Gegenteil.

Ja, was denn nun? Was soll, kann, darf man denn heute überhaupt noch essen?

Food Rules: An Eater's ManualDafür liefert das Buch Food Rules: An Eater’s Manual (*) von Michael Pollan sympathische weil völlig undogmatische Anregungen.

Es gibt das Buch zwar auch in einer günstigen Taschenbuch-Edition, aber ich empfehle dir wirklich die gebundene Version, in der jede “food rule” mit einer liebevoll gestalteten Illustration der Künstlerin Maira Kalman visualisiert wird.

So macht das Lesen einfach mehr Spaß und man nimmt diesen Ratgeber immer wieder gerne zur Hand.

Klar ist: Du bist, was du isst.

Daher lohnt es wirklich, sich eine zeitlang mit dem Thema Ernährung zu befassen und ein für dich passendes Konzept zu erarbeiten.

Falls es dich interessiert: Nach langer Recherche bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass eine proteinreiche und relativ kohlenhydratarme Ernährung der beste Weg für mich ist.

3. Haltung & Bewegung

Philosophiefrage: Ist der Körper dazu da, dein Hirn durch die Gegend zu tragen? Oder ist das Hirn dazu da, verantwortungsvoll mit deinem Körper umzugehen?

Natürlich beides, denn bekanntlich wohnt ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.

Trotzdem verhalten sich viel Menschen insbesondere in “denkenden” Berufen so, als wäre das Gebilde, auf dem ihr Denkapparat thront, nichts anderes als ein lästiges Anhängsel. Und dementsprechend nachlässig gehen sie damit um.

Dass ausreichende Bewegung bzw. körperliche Belastung gesundheitsfördernd ist, ist ja nun keine bahnbrechend neue Erkenntnis.

Wenn es nur nicht so anstrengend wäre, oder?

Dabei muss man sich gar nicht stundenlang im Fitness-Studio abplacken oder ewig lange Dauerläufe vollführen. Überhaupt sollte Laufen (neudeutsch: “Cardio-Training”) die Kür, Krafttraining aber Pflicht sein. Ja, auch für Frauen.

Natürlich ist Laufen oder anderes Ausdauertraining gut für das Herz-Kreislaufsystem. Das was unseren Körper aber zusammenhält und ihm seine Beweglichkeit verleiht, sind Muskeln.

Und die haben die ungute Eigenschaft, mit dem Alter stetig weniger zu werden. Der genetisch bedingte Schwund an Muskelmasse führt zu einer schlechteren Stabilisierung von Knochen, Bändern und Gelenken und damit zu kostspieligen Volkskrankheiten wie “Rücken”, “Hüfte” und “Schulter”.

Krafttraining ist aus meiner Sicht deshalb ein No-Brainer, sprich es gibt keinen vernünftigen Grund, es nicht zu tun.

Fit ohne GeräteAm einfachsten geht das zuhause mit dem zeitsparenden “Fit ohne Geräte”-Programm (*) von Mark Lauren.

Die passende App dazu ist auch sehr zu empfehlen (gibt es für iOS und Android).

Jede Trainingseinheit dauert ca. 30 Minuten, derzeit trainiere nach diesem System zwei bis drei mal die Woche und gehe zusätzlich ein bis zwei mal Laufen. Macht in Summe maximal 3 Stunden Sport die Woche, verteilt auf vier bis fünf Tage.

Du hast keine Zeit für Sport? Hab ich auch immer gedacht. Ist aber alles eine Frage des Selbstmanagements …

Zusätzlich habe ich mir angewöhnt, im Wechsel sowohl sitzend als auch stehend zu arbeiten. Denn die gesundheitlichen Gefahren des Dauersitzens am Schreibtisch sind nicht zu unterschätzen.

Ausprobiert habe ich das Ganze zuerst an einem Stehpult und mir vor gut zwei Jahren dann einen höhenverstellbaren Schreibtisch gekauft. Seitdem gehören schmerzhafte Nacken-Verspannungen der Vergangenheit an.

4. Stress-Kontrolle

Ein kaum hinterfragter Konsens in unserer Gesellschaft lautet: Wir haben alle zu viel Stress.

Das ist richtig und falsch zugleich. Denn das Problem an Stress besteht nicht darin, dass er überhaupt auftritt.

Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werdenIm Gegenteil: Erst unter Stress lösen sich neuronale Verknüpfungen in unserem Gehirn, was neue “Verschaltungen” im Sinne einer Lern- bzw. Anpassungsreaktion erleichtert.

Mehr dazu erfährst du in dem lesenswerten Buch Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden (*) von Gerald Hüther.

Das Problem an Stress ist vielmehr, dass er für viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen zum Dauerzustand geworden ist.

Weil sie nicht Nein sagen können, weil sie zu perfektionistisch sind, weil sie sich unerreichbare Ziele setzen, weil sie nach Macht und/oder Geld streben und so weiter und so fort …

Es geht also nicht darum, Stress grundsätzlich zu vermeiden – ein hoffnungsloses Unterfangen, was wiederum selbst Stress verursachen dürfte.

Sondern darum, Stress nicht als krankmachenden Dauerzustand zu akzeptieren und für Phasen der Entspannung und Regeneration zu sorgen.

Der erste wichtige Schritt in diese Richtung ist, (wieder) auf seinen Körper hören, um die Warnsignale wahrzunehmen, die dieser sendet. Und wenn es mal wieder zu viel wird, beherzt auf die Bremse zu treten und sich eine Auszeit zu nehmen.

Meine Empfehlung: Auf seiner Website zeigt dir mein Blog-Kollege Markus Cerenak, wie du berufliche Ambitionen und Momente der Entspannung sinnvoll unter einen Hut bekommst. Ein guter Einstieg ist sicher dieser Artikel mit 20 Achtsamkeitsübungen für Gestresste und Vielbeschäftige oder Markus´ Kurzanleitung für eine 5-Minuten-Meditation.

Apropos Meditation: In Zeiten mit hohem Stresslevel habe ich ich früher bewusst viel meditiert und so für eine Stresskontrolle gesorgt.

Über die Jahre habe ich mein Arbeitsleben Stück für Stück immer mehr dahingehend gestaltet, dass längere Stressphasen gar nicht erst auftreten. Zudem bin ich immer besser im Nichtstun geworden und habe das Gefühl, Meditation im Moment nicht wirklich zu brauchen (kann sich wieder ändern).

Mittlerweile kann ich einfach so auch mal eine Stunde entspannt rumsitzen und dabei weder Pläne schmieden noch To-Do-Listen im Kopf durchgehen. Das hätte ich noch vor einigen Jahren keine 5 Minuten durchgehalten …

Sitzen

5. Soziale Kontakte

Der Mensch ist ein Herdentier und damit sind soziale Kontakte immens wichtig für unser Wohlbefinden. Das gilt sowohl auf privater wie auf beruflicher Ebene.

Freunde kann man sich aussuchen, die Familie nicht und die Kollegen nur bedingt. Wobei es grundsätzlich keinen Grund gibt, auf Dauer für bzw. mit Arschlöchern zu arbeiten. Ein Bekannter von mir, der Wiener Photograf Christian Anderl, hat diese Einstellung (“Don´t work with assholes”) gar zum Prinzip erhoben.

Sicher kennst du die Weisheit, dass man sich dem Durchschnitt der fünf Menschen angleicht, mit denen man die meiste Zeit verbringt.

Es lohnt sich wirklich, an dieser Stelle einmal genauer hinzusehen …

Jede Investition in eine gute Freundschaft hingegen wird früher oder später mit einer hohen “emotionalen Rendite” belohnt. Übrigens: Gemäß eines portugiesischen Sprichworts macht es glücklicher, Freunde mit einer Yacht zu haben, als die Yacht selbst zu besitzen.

6. Das Leben genießen

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Nicht jeder wird zum Genussmensch geboren. Zudem ist der Einfluss der protestantischen Arbeitsethik (“erst die Arbeit, dann das Vergnügen”) auf die Genussfähigkeit in unserer Gesellschaft nicht zu unterschätzen.

Aber ich weiß auch: die Fähigkeit zum Genuss lässt sich erlernen.

Zum einen indem man es sich selbst erlaubt, ohne schlechtes Gewissen zu genießen und zum anderen, indem man sich bewusst auf den jeweiligen Genuss konzentriert.

Stichwort: Achtsamkeit.

Wenn man will, findet sich Genuss in unzähligen Momenten. Bei Grundbedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlafen oder Sex, bei künstlerisch-kreativen Tätigkeiten wie Musik, Fotografie, Malerei oder Literatur, bei Naturerlebnissen wie Spaziergängen, Ausflügen und Reisen und in vielen anderen Situationen mehr.

Wer nicht genießen kann, bringt sich letztlich um den Lohn seiner Mühen.

Wozu all die Arbeit, all das Geld, all die Besitztümer, wenn man sich an den kleinen Dingen des Lebens nicht freuen kann?

Natürlich kann man nicht immer nur genießen.

Ab und zu muss auch mal hart gearbeitet werden, um Sachen vorwärts zu bringen. Das kann stressig sein und alles andere als Spaß machen.

Die Kunst des Lebens ist es eben, zwischen Anstrengung und Entspannung, zwischen Arbeit und Genuss hin- und herzupendeln und damit keinem der genannten Pole ein dauerhaftes Übergewicht einzuräumen.

Keine Garantie

All die genannten Maßnahmen sind selbstverständlich keine Garantie für ein langes Leben ohne Krankheiten und Zipperlein. Sie erhöhen allerdings die Wahrscheinlichkeit, (finanziell) leistungsfähig zu bleiben, bei guter Gesundheit alt zu werden und somit sein Vermögen zu schonen.

Aber was noch viel wichtiger ist: Investitionen in die sechs genannten Lebensbereiche steigern dein Wohlbefinden umgehend im Hier und Jetzt.

Sich vor allem ein langes Leben zu wünschen, ist absolut legitim. Letztlich handelt es sich dabei aber um ein sehr eindimensionales Ziel.

Wichtiger ist mir ein erfülltes Leben, möglichst ohne gesundheitliche Einschränkungen und mit Spaß am Genuss.

Sollte ich auf diese Weise 100 oder älter werden: fein. Falls nicht, habe ich zumindest nichts zu bereuen.

Paradoxerweise ist ein langes Leben finanziell gesehen gar keine Chance, sondern ein Risiko.

Das sogenannte Langlebigkeitsrisiko beschreibt die Gefahr, dass am Ende des Geldes noch Leben übrig ist. Mit einer langfristig angelegten, passiven Anlagestrategie lässt sich dieses Risiko allerdings minimieren.

Ansonsten gilt: No risk, no fun.

 
P.S.: Selbstverständlich konnte ich im Rahmen dieses Artikels all die genannten Themen nur an der Oberfläche streifen. Es ging mir allein darum, dir ein paar Denkanstöße in die eine oder andere Richtung zu geben.

Wenn du dich tiefergehend mit all diesen Sachen beschäftigen und einmal über etwas anderes als total expense ratio, tracking error und Kapitalertragssteuern nachdenken möchtest, habe ich ein paar Empfehlungen zum Weiterlesen für dich:

Meine Blog-Empfehlungen:
Thema: Entspannt erfolgreich —> Markus Cerenak
Thema: Selbstmanagement —> selbst-management.biz von Thomas Mangold
Thema: Fitness und Ernährung —> Marathonfitness von Mark Maslow

Meine Buchempfehlungen (*):
Food Rules von Michael Pollan
Fit ohne Geräte von Mark Lauren
Core Performance von Mark Verstegen
Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden von Gerald Hüther
Brain Rules von John Medina
Happy Money: So verwandeln Sie Geld in Glück von von Elizabeth Dunn und Michael Norton

Mehr lesenswerte Sachbücher findest du auf meiner Buch-Tipps-Seite.

Bildquelle: Pixabay (bearbeitet), lizensiert unter CC0 1.0

  • Miri 11. September 2016, 12:56

    Ganz toller Artikel!!!
    Vielen Dank :-)

  • Jens 11. September 2016, 15:00

    Vielen Dank für die zahlreichen Denkanstöße!
    Mark Laurens Fit ohne Geräte kann ich auch sehr empfehlen!

  • LunaLaBelle 12. September 2016, 10:01

    Gut, wie Du ganzheitlich in die Finanzbelange die wichtigen anderen Lebensbereiche eingebettet hast und die finanziellen Auswirkungen vor Augen geführt werden.Letztlich fördert die Beachtung auch die Resilienz (vgl. Z.B. Mourlane) und Lebenszufriedenheit. Danke.

  • Lars 12. September 2016, 14:09

    Danke!

  • Wolfgang 12. September 2016, 18:29

    Hallo Holger,

    vielen Dank für deinen Artikel.

    Ich habe deine Worte mit Vergnügen gelesen. Du hast mich an Punkte erinnert, die ich schon lange mal wieder angehen wollte :) vor allem das Thema Ernährung.

    Einen Punkt sehe ich kritisch in deinem Text. Wenn du von Langlebigkeitsrisiko redest, dann würde ich persönlich auch kurz eine Leibrente ansprechen. Gerade wenn man lange lebt, ist aus meiner Sicht nicht immer eine wertpapierförmige Lösung im Ruhestand ideal.

    Aber das nur am Rande ;)

    LG Wolfgang

  • Matthias 13. September 2016, 10:41

    Veganismus ist nicht einfach eine weitere Ernährungsreligion. Es geht darum, die Tiere und letztlich die Erde nicht verrecken zu lassen.
    Und nach gemäß kommt der Dativ.

  • Annette 13. September 2016, 18:20

    Hallo Holger,

    guter Artikel, mit einer Einschränkung: Den Begriff “Ernährungsreligionen” finde ich abwertend und geringschätzend. Es sind – wenn man sich für eine Ernährungsform aus gesundheitlicher Sicht entscheidet – verschiedenen Diät-Konzepte und mehr nicht. Wenn es um die ethische Überzeugung geht, wie bei vielen, aber nicht allen Vegetariern oder Veganern, steht die Gesundheit nicht notwendigerweise im Fokus. Und die Gesundheit ist doch, um was es Dir in diesem Abschnitt geht, oder? Zitat: “Klar ist: Du bist, was du isst.”

    Viele Grüße

    Annette

    • Holger Grethe 13. September 2016, 20:36

      “Den Begriff „Ernährungsreligionen“ finde ich abwertend und geringschätzend. Es sind – wenn man sich für eine Ernährungsform aus gesundheitlicher Sicht entscheidet – verschiedenen Diät-Konzepte und mehr nicht.”

      Wenn es wirklich nur verschiedene Diät-Konzepte wären, dürfte man sich an satirisch angehauchten Begrifflichkeiten wie “Ernährungsreligion” nicht weiter stören, oder? ;-)

  • Oliver 6. Oktober 2016, 10:23

    Hallo Holger,

    schöner Artikel, der einige wichtige Punkte anschneidet.

    Was das Propagieren von “weniger Schlaf ist besser” anbelangt, bin ich ganz besonders bei dir. Für mich persönlich habe ich ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass ein 7-8 stündiger Nachtschlaf schwer verzichtbar ist. Andernfalls fehlt es mir am Folgetag an der notwendigen Leistungsfähigkeit.

    Merken tue ich das dann immer spätestens abends im Gym, wenn plötzlich nur noch 80-90% des sonst möglichen Gewichts bewegt werden können. :-)

    Viele Grüße

    Oliver

  • Jens 14. Oktober 2016, 22:43

    Sehr schön. Mit der Matratze hast du gleich meinen wunden Punkt getroffen. Die ist schon über 10 Jahre alt und meine immer wiederkehrenden Rückenschmerzen sollten mir eigentlich Tritt genug in den Hintern sein, mal in mich zu investieren. Stattdessen hab ich mir ein iPhone gekauft, das auch noch Ergebnisse für Daumenarthrose fördert… manchmal handeln Menschen echt unlogisch… ;-) Aber ich werde deine Ratschläger beim nächsten Smartphone im Hinterkopf haben. :D LG! Jens