Warum du Vermögen bilden willst – Gedanken zum Leben im Hamsterrad

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In meinen Texten betone ich immer wieder, wie sinnvoll es ist, Vermögen zu bilden. Also, Geld zu vermehren mit dem Zweck, in der Zukunft ein angenehmes Leben zu führen.

Dieses Geld muss selbstverständlich erst einmal verdient werden – und zwar heute.

Für viele Menschen bedeutet das allerdings Tristesse in der Gegenwart, sagt mein heutiger Gastautor Markus Cerenak.

In seinem Artikel hinterfragt er kritisch die Motive für Vermögensbildung und reitet dabei den ganzen Parcours finanzieller Versprechungen, angefangen vom „passiven Einkommen“ über „finanzielle Unabhängigkeit“ bis hin zum „Ruhestand“ ab.

Das mag nicht jedem gefallen, aber ich freue mich über Markus´ mitunter provokante Gedanken. Denn Lebenskunst besteht für mich darin, auch bei der Vermögensbildung die goldene Mitte zu finden zwischen einem erfüllten Leben im Hier und Jetzt und dem Glück in der Zukunft.

Diesen Artikel als Podcast hören

Ein Artikel von Markus Cerenak:

Der Alltag gibt dir nicht sonderlich viele Möglichkeiten innezuhalten. Oftmals geht es einfach darum, zu bestehen. Die vielen Bälle, mit denen du jonglieren musst, irgendwie davon abzuhalten, auf den Boden zu fallen.

Deshalb kommst du nur selten dazu, dir elementare Fragen zu stellen, geschweige denn, dir elementare Antworten zu geben.

Somit frage ich dich einfach mal: Warum will nahezu jeder in der westlichen Hemisphäre Vermögen aufbauen?

Ok, die Spatzen pfeifen es von den Dächern:

Deine Eltern haben dir erzählt, dass man etwas für „schlechtere Zeiten auf die hohe Kante legen“ sollte.

Die Werbung für sämtliche Finanzdienstleistungen predigt gebetsmühlenartig die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen.

Und egal welches Massenmedium (Print, Radio, TV) du regelmäßig konsumierst, „genug Geld haben“ wird überall als absolutes Ideal dargestellt.

Nur warum ist das so? Welche Motive werden mit „Geld haben“ eigentlich befriedigt?

Motive hinter der Vermögensbildung

Eines ist ganz klar und offensichtlich: Mit dem Wunsch „Vermögen zu bilden“, ist der Wunsch nach Sicherheit verbunden.

Genug Geld für „später“ zu haben, dann „wenn man es braucht“ oder wenn „schlechte Zeiten kommen“, ist der Wunsch, die Kontrolle nicht abzugeben.

Der Wunsch, dann wenn es mal nicht so läuft, zumindest finanziell „alles im Griff“ zu haben, um nicht „auf der Straße“ zu landen.

Du bemerkst, ich bin ein wenig zynisch und arbeite absichtlich mit klischeehaften Phrasen.

Der Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle ist ja durchaus nachvollziehbar und hat eine gute Intention. Er hat nur einen Nachteil:

Sicherheit und Kontrolle sind ein Irrtum.

Beides ist nicht möglich. Beides ist wie das Streben nach dem Perpetuum mobile oder der Wunsch, das Gegenstände nicht zu Boden fallen, wenn man sie loslässt.

Alles schöne Gedanken. Nur eben nicht möglich und uns vom System – dem Hamsterrad, wie ich es gerne nenne – so richtig schön mit Werbebotschaften und sonstigen Kniffen vorgegaukelt.

Das Motiv für Arbeit

Warum man arbeitet, ist klar: In erster Linie, um Geld zu verdienen. Erst danach kommen Faktoren wie: „sich selbst verwirklichen“, „Herausforderungen annehmen“, „Karriere machen“, „etwas zu erschaffen, das Bestand hat oder worauf man Stolz sein kann“ etc.

Leider haben wir dieses eigenwillige Entlohnungssystem, das sich auf externe Faktoren wie Geld oder Motivation stützt.

Daher wollen wir ja auch eine ordentliche Entlohnung, also Schritt für Schritt mehr verdienen, weil wir unsere Zeit gegen Geld tauschen. Zeit, die du vermutlich, wenn du es dir aussuchen könntest, anders verbringen würdest.

Etwas zu tun, weil man es aus sich heraus gerne tut, scheint nicht zu funktionieren, also lediglich ein Traum zu sein. Ähnlich wie der Traum von finanzieller Unabhängigkeit …

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Warum wollen wir finanzielle Unabhängigkeit?

Was bedeutet denn streng genommen finanzielle Unabhängigkeit? Meiner Ansicht nach bedeutet es, genug Geld zu haben, um nicht von anderen abhängig zu sein.

„Die anderen“ können sein: Arbeitgeber, Chef, Familie, Partner, Freunde, der Staat, das soziale System aber euch Kunden, Klienten etc.

Also bedeutet finanzielle Unabhängigkeit, einfach nur genug Geld haben, um damit das Leben bestreiten zu können. Oder so viele verschiedene Einnahmequellen zu haben, dass sich keine Abhängigkeit von der einen oder andern dadurch entwickelt.

Nur wenn wir einen Schritt weiter denken, was wäre, wenn du finanzielle Unabhängigkeit erreichen würdest. Was tätest du dann?

Die Antwort liegt nahe: Natürlich das tun, was du willst, worauf du Lust hast, was dir Spaß macht etc. All die Dinge, die du jetzt nicht tun kannst, weil sie keine Kohle bringen oder dein Job dir keine Zeit dafür lässt.

Nur der Weg zu völliger, echter finanzieller Unabhängigkeit ist lang. Eine Zwischenstufe dazu ist das legendäre, sich in aller Munde befindliche, passive Einkommen.

Passives Einkommen – Ein Mythos?

Passives Einkommen bedeut kurz umrissen: Nichts aktiv tun und Geld verdienen. Automatisiert. Über das Internet. Klingt cool. Ist möglich. Aber auch ein langer Weg.

Weil zuerst, wie bei allen Möglichkeiten Geld zu verdienen, etwas ziemlich Unangenehmes steht: Arbeit.

So ein System mit automatischen, passiven Einkommensströmen muss aufgesetzt und positioniert werden, dann müssen Menschen dafür organisiert werden (man nennt es im Fachjargon „Traffic“), und dann wird solange an diesem System herum geschraubt, bist es von selbst läuft. Und das kann durchaus dauern.

Und eines ist klar: Auch das ist Arbeit. Viel davon. Auch das ist Hamsterrad, auch das ist weder sicher noch kontrollierbar, auch das ist Abhängigkeit, weil irgendjemand muss das Ding ja kaufen.

Also auch nicht perfekt. Und sollte wirklich passives Einkommen erreicht werden, was passiert dann? Natürlich hättest du dann endlich Zeit das zu tun, was du möchtest…

Aber vielleicht ist ja Ruhestand der Weisheit letzter Schluss?

Das ultimative Ziel: Ruhestand

Das gibt es nämlich regelmäßig Geld (wobei ich mir bei keiner Generation, die jetzt noch im Berufsleben steht, da so sicher wäre) und du kannst tun und lassen was du willst, weil losgelöst von deiner Leistung Monat für Monat Geld kommt.

Und dann kannst du so richtig mit der Seele baumeln und endlich das tun, was dir Spaß macht, wofür du brennst, all das was du schon immer tun wolltest und wofür nie Zeit war.

Nur, ganz ehrlich:

Ist es sinnvoll, 40 Jahre und mehr etwas zu tun, was nicht so prickelnd ist, nur um dann ein paar Jahre das zu tun, was man will?

Wäre es nicht besser, jetzt das zu tun, was dir Spaß macht, jetzt sich dem zu widmen, was deine Berufung ist?

Ist es wirklich klug und vernünftig, den Großteil des Lebens damit zu verbringen, sich auf die Zeit zu freuen, wo man endlich das tun kann, was man will?

Ich verstehe beim besten Willen nicht, dass es nicht schon viel mehr Rebellen und Meuterer gegen dieses System gibt, dass nicht schon viel mehr Menschen ihrer Bestimmung folgen und damit ihr Leben bestreiten.

Ich weiß schon, das kann nicht jeder, nicht jeder ist dafür gemacht und unser System lässt das auch gar nicht zu. Unser jetziges System funktioniert eben nur so, wie es funktioniert.

Aber ich gebe eines zu bedenken…

Das Hamsterrad-System

Das, was wir heute als Wirtschafts- uns Sozialsystem sehen und als völlig selbstverständlich erachten, ist gerade mal ein wenig über 100 Jahre alt. Es kann nicht die Krone der Schöpfung sein, das Endgültige.

Ich gehe davon aus, dass man in 100 Jahren herzhaft lacht über das, was wir heute so tun.

Und ich gehe davon aus, dass jeder einzelne, der in seinem Job unzufrieden ist, seinen Teil dazu beitragen kann, am Hamsterrad zu rütteln. So lange zu rütteln, bis es Schritt für Schritt auseinander fällt.

„They may say i’m a dreamer, but i’m not the only one“

– John Lennon

Ich mag diesen Gedanken, mein Leben mit etwas zu bestreiten, das ich gerne tue. Das Bedeutung hat für mich und für andere Menschen und worauf ich mit Stolz irgendwann zurück blicken kann.

Es gab kaum eine Zeit, wo es soviel Möglichkeiten dazu gab wie heute.

Alternativen zum Hamsterrad

Der Blog, den du jetzt liest, ist ein gutes Beispiel dafür. Ich nehme mir kurz die Freiheit heraus, meine Sicht auf das zusammenzufassen, was Holger mit zendepot tut:

  1. Holger ist für etwas begeistert, nämlich Finanzen
  2. Holger hat für sich selbst dieses Thema geklärt und die Probleme herum für sich gelöst
  3. Holger ist davon noch immer begeistert
  4. Holger möchte das, was er weiß an andere weiter geben und zwar weil er es wertvoll findet und anderen hilft
  5. Seine Leser finden das auch gut, sehen ihn als Experten und vertrauen ihm Schritt für Schritt
  6. Holger verdient langsam aber sicher Geld damit und tut das, was er gerne tut

Großartig! Feuerwerk! Korkenknallen! Frenetischer Jubel der Menge!

Ganz offen: Das ist weder Atomphysik, Raketenwissenschaft oder sonst eine abgehobene Fähigkeit. Es ist einfach aus dem, was man gerne tut, ein Business machen.

Wenn Holger und ich das können, kannst du das auch. Mich würde freuen, wenn auch du deiner Berufung folgst, dein Hamsterrad verlässt und von dem lebst, was du gerne tust.

Einfach mal starten. Wenn es deine Leidenschaft ist, kommt der Rest von selbst.

Lass es dir gut gehen!
Markus

 
Wie gewichtest du dein Schaffen zwischen Gegenwart und Zukunft? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

Markus Cerenak ist Blogger, Trainer, Blog-Consultant, Online Marketer und Entrepreneur.
 
Mit seiner Webseite unterstützt er Menschen dabei, das berufliche Hamsterrad zu verlassen und mit ihrer Leidenschaft erfolgreich zu sein.
 
Sein wöchentlicher Podcast „Erfolg mit Leidenschaft“ handelt vom Mut, seinen eigenen Lebensstil zu kreieren und weitgehend unabhängig von Ort und Zeit erfolgreich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Links zum Podcast

Bildquellen:
Pixabay (bearbeitet), lizensiert unter CC0 1.0
Portraitfoto Markus Cerenak: © Jolly Schwarz

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{ 34 Kommentare… add one }
  • Lars 14. August 2014, 09:51

    Sehr schöner Beitrag! Vielen Dank dafür. Ich bin schon länger ein stiller Beobachter dieses Blogs und möchte hier nun gerne einmal schreiben, dass ich es wirklich toll finde das sich hier dem Thema langfristigem Vermögensaufbau angenommen wird. Gerade in Deutschland haben wir ja nun auch nachgewiesener Maßen einen extremen Nachholbedarf in Sachen Aktienkultur, etc.

    Das Sparbuch und die Lebensversicherung sind immer noch des Deutschen liebstes Kind obwohl wir alle wissen, dass hier unter den momentanen Gegebenheiten das Vermögen teilweise eher vernichtet wird!

    Somit kann man es nur begrüßen wenn es Blogger wie Dich/Euch gibt die sich diesem Missstand angenommen haben. Macht bitte weiter so. Ich komme hier immer wieder gerne vorbei um zu lesen was es Neues gibt.

    viele Grüße
    Lars

    • Holger Grethe 14. August 2014, 13:42

      Vielen Dank für dein nettes Feedback, Lars!

  • Olaf Schwantes 14. August 2014, 10:14

    Vielen Dank, da spricht er mir aus dem Herzen … irgendwie ist es doch immer so, wir wollen uns vom einen trennen und suchen uns was Neues … wenn das Herz dabei ist, es die eigene Leidenschaft weckt, kann es der Ausstieg aus dem Hamsterrad sein 😉

    Da bin ich gerade für mich dran … Klasse, das du Holger hier auch solche Artikel mit einbindest!

    • Holger Grethe 14. August 2014, 13:46

      Hallo Olaf,

      freut mich, dass dir der Artikel gefällt, auch wenn er sicher ein wenig aus der Reihe tanzt. 😉

  • anonymer mitleser 14. August 2014, 10:33

    Ich bin seit vielen Monaten stiller Mitleser und finde dein Blog sehr, sehr lesenwert. Du konzentrierst dich auf Inhalte und denkst pragmatisch.

    Der Gastartikel ist leider nur heiße Luft, ohne Substanz und will provozieren. Wirklich schade. Ich hoffe, dass du dich nach dem „Sommerloch“ wieder auf die Stärken deiner Seite besinnst, sonst würde etwas fehlen.

    • Holger Grethe 14. August 2014, 13:54

      Ich freue mich über dein Lob, finde aber ausgesprochen schade, dass du in dem Artikel nichts außer „heißer Luft“ entdecken kannst. Das sehe ich selbstverständlich anders, denn sonst hätte ich den Artikel ganz sicher nicht veröffentlicht.

      Es gibt auch kein „Sommerloch“, denn da sprechen die stetig steigenden Besucherzahlen der letzten Monate eine ganz andere Sprache. 😉

      Das Themenspektrum auf zendepot ist für einen Finanzblog sicher sehr weit gewählt und da liegt es in der Natur der Sache, dass nicht jeder Artikel bei allen Lesern gleich gut ankommt. 😉

    • Markus 16. August 2014, 09:37

      Hi Anonymer Mitleser, wäre cool, wenn du näher erläuterst, inwiefern es sich um heiße Luft handelt, würde mir die Antwort darauf erleichtern… 😉
      lg m

  • Michael 14. August 2014, 13:54

    Oha, jetzt wird’s philosophisch! 😉
    Aber danke euch beiden für diesen Artikel.

    Ich denke, so wie Geld ist auch der „gesicherte Ruhestand“ im Grunde immer nur das, was wir, was jeder einzelne darin sieht und damit verbindet. Ein Wunsch, eine Vorstellung.

    Und so wie unser „Schuld“Geld selbst keinen Wert hat – außer den Wert des Metalls oder des Papiers (besser gesagt Baumwolle was den Euro betrifft) – ist auch die Vermögensbildung nur der Spiegel unserer Arbeit und folgt unserem Wunsch nach einem Gefühl von Sicherheit.

    Das Gefühl zu erleben, mir das leisten zu können, was mir wichtig ist/scheint: Haus, Auto, Urlaub, Familie, Hobbys, Ausbildung der Kinder, etc.

    Und so kann Vermögensbildung auch bedeuten, in die eigene Bildung und die eigene Persönlichkeit zu investieren, sich selbständig zu machen oder auch den spirituellen Weg zu suchen und sich von den schnöden weltlichen Dingen loszusagen.

    Jeder so, wie er meint. In jedem Fall jedoch arbeiten, um sich selbst zu verwirklichen und Erfüllung zu finden und nicht um Geld zu verdienen. Dann folgt Geld in der Regel der Arbeit, dem Dienst, den ich erbringe.

    Das darf dann für manch einen auch im Angestelltenverhältnis sein.

    LG Michael

    • Holger Grethe 14. August 2014, 19:00

      Herzlichen Dank für deinen Kommentar, Michael!

      „Und so kann Vermögensbildung auch bedeuten, in die eigene Bildung und die eigene Persönlichkeit zu investieren, sich selbständig zu machen oder auch den spirituellen Weg zu suchen und sich von den schnöden weltlichen Dingen loszusagen.“

      So ist es. Es gibt unzählige Optionen, sich selbst zu verwirklichen. Das darf ruhig für jeden eine andere sein.

      Markus vertritt eine für manche Leute vermutlich „radikal“ anmutende Position, aber das ist immer eine Frage des Blickwinkels. Es schadet aber nicht, diese Position wenigstens einmal zur Kenntnis genommen zu haben. 😉

  • Jochen 14. August 2014, 17:49

    Dies ist mein erster Beitrag. Erst einmal möchte ich sagen, dass ich, wie viele andere auch, sehr angetan bin von Zendepot und damit auch von der Arbeit von Holger.

    Ich finde den Beitrag von Markus Cerenak interessant, weil ich mich, evtl. altersbedingt mit Anfang 40, auch mit dem Thema Hamsterrad und Selbstverwirklichung befasst habe.

    Ich bin für mich zu dem Schluß gekommen, daß wir hier über ein absolutes Luxusproblem sprechen, wenn gesagt wird, daß fast jeder das machen kann wovon er schon immer geträumt hat und dann auch davon leben kann. Die Generation vor uns hat das gemacht, was die Eltern für sie entschieden haben. Die Generation davor war froh, wenn Sie ein, oder zwei Weltkriege überlebt hatte.

    Heute wird einem suggeriert, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Das ist mir ehrlich gesagt zu einfach gedacht. Ohne entsprechende Ausbildung und Startkapital etc. kannst Du Dir nicht so leicht aussuchen was Du im Leben machen möchtest. Die Kassiererin im Supermarkt hat evtl. auch andere Träume und kann sie eben nicht mal eben so umsetzen, wenn das Einkommen für die Ernährung von 2 Kindern und die Miete gebraucht wird.

    Klar gibt es andere Beispiele, die ich sogar aus meinem Freundeskreis kenne, aber das sind dann doch eher die Ausnahme.

    Um noch ein etwas blödes Beispiel zu bringen…, kann man sich auch diese Auswanderer-Shows ansehen. Viele von denen haben auch ihren Traum versucht zu verwirklichen und fallen dabei meistens schrecklich auf die Schnauze, weil eben eine adequate Ausbildung und/oder das Kapital fehlen.

    Mich stört in erster Linie der den Ausführungen von Markus Cerenak zugrunde liegende Gedanken, daß im Endeffekt jeder selbst Schuld ist, der nicht aus dem Hamsterrad heraus kommt.

    Grüße
    Jochen

    • Lars 14. August 2014, 18:42

      Hallo Jochen,
      und ein entschiedenes JEIN! Natürlich hast Du Recht wenn Du sagst, dass es nicht jedem vergönnt ist einfach mal so los zu laufen und nur noch Dinge zu tun die Ihm Spaß machen. Selbstverständlich leben wir auch in einer Welt wo nicht jeder die gleiche Ausgangssituation hat. Aber auch die Kassiererin im Supermarkt kann wenn Sie wirklich will etwas ändern.

      Es würde schon reichen wenn man ein paar Dinge verändert um sich in seiner Haut wieder wohler zu fühlen. Die meisten Menschen scheitern aber in erster Linie an Ihrer Bequemlichkeit, beschweren sich aber permanent über irgend etwas und das ist eigentlich inakzeptabel.

      Wenn man unzufrieden ist muss man etwas ändern und das ist oftmals auch mit harter Arbeit, Mut und vorläufigen Einschränkungen verbunden. Da finde ich es grundsätzlich gut, wenn es Menschen gibt die einem den richtigen Weg oder besser gesagt den Anfang dieses Weges aufzeigen, weil das vielleicht der nötige Anstoß ist der noch gefehlt hat.

      viele Grüße

      Lars

    • Holger Grethe 14. August 2014, 18:51

      Hallo Jochen,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar!

      Du sprichst von einem Luxusproblem, weil andere Generationen vor uns es schwerer hatten. Aber genau das ist ja das Verblüffende: obwohl heute vielleicht nicht alle, aber zumindest einige machen könnten, was sie wollen, ist z.B. die Bereitschaft unternehmerisch tätig zu werden in Deutschland nur sehr gering ausgeprägt.

      Man scheut das Risiko, ob bei der Geldanlage oder im Berufsleben. Und wägt sich dabei in einer Sicherheit, die in Wahrheit so gar nicht existiert.

      Der Anknüpfungspunkt zum Thema Vermögensbildung besteht für mich darin, dass es einfach schade ist, wenn Leute sich gedanklich die Zukunft herbeisehnen, in der sie endlich „finanziell unabhängig“ sind und darüber vergessen, ihr Leben heute zu genießen.

      Außerdem muss es ja gar nicht immer die Selbständigkeit als berufliche Alternative sein, wie der Karriereberater Bernd Slaghuis in diesem lesenswerten Artikel schreibt.

    • Markus 16. August 2014, 09:41

      Hi Jochen
      ich sage nicht, dass es jeder kann, ich behaupte eher, dass es viel zu wenige versuchen. Und die Auswanderershows als Beispiel zu nehmen hinkt ein wenig. Denn somit wäre alles was es an „Doku-Soaps“ gibt als Beispiel für das „echte Leben“ zu nehmen. Und wir wissen beide, dass was wir diesbez. sehen nicht viel damit zu tun hat. Ich möchte damit nicht mehr oder weniger, als das man einmal darüber nachdenkt, dass es Alternativen gibt. Nur mal den Gedanken zulassen. Sogar das verbieten wir uns ja mittlerweile.

  • Capri 15. August 2014, 07:45

    Hallo,

    guter Artikel bei dem die Quintessenz schlicht weg „Balance““ heißt und der Weg dahin so individuell wie der Mensch selbst ist. Ich sag mal so, EINE seiner Leidenschaften zum Beruf werden zu lassen, sollte das Ziel sein. Jedoch behalte ich mir vor DIE Leidenschaft, die mein Herz zu 100% erfreut für meine Erholungsphasen beizubehalten. Würde mir nicht im Traum einfallen, dass für Geld zu Opfern. Momentan bin ich in der glücklichen Situation, dass mir mein Job zu 80 % Spaß macht. Und ich denke selbst Holger hat genügend Aufgaben im Blog bei denen er nicht immer Spaß empfindet. Arbeit macht NIE zu 100 % Spaß. Das ist eben so und muss ich akzeptieren. Irgendwas ist immer.

    Für schlechte Zeiten sparen & im hier und jetzt Geld ausgeben, DASS sollte das Ziel sein. Und das ist gar nicht mal schwer, wenn Du & Ich einfach nicht der Konsumgesellschaft hinterherrennst. Holger hat diesbezüglich bereits Artikel geschrieben.

    Das Credo „Geld für Erlebnisse“ auszugeben und sich auch bewusst zu werden, dass LEBEN nun mal RISIKO bedeutet, ist für mich schlicht weg die Lösung eine realistische Perspektive auf mich und meine Finanzen zu werfen!

    Grüße,

    Capri

    • Holger Grethe 15. August 2014, 15:05

      Volle Zustimmung, Capri! Das hast du alles schön auf den Punkt gebracht. Und ja, zendepot macht mir sehr viel Spaß, aber selbstverständlich habe auch ich Aufgaben zu erledigen, die nicht immer nur supertoll sind… 😉

  • Chris 15. August 2014, 08:27

    Mal ein erfrischender Beitrag. Zum einen kann ich Markus Meinung nachvollziehen, muss aber auch Jochen recht geben. Es ist halt wie vieles im Leben nicht so einfach wie oft dargestellt. Da muss man gar nicht so weit ausschweifen.

    Bei Holgers Themen verhält es sich ja ähnlich. Klar sind ETFs eine tolle Sache und klar kann man damit gut vermögen aufbauen, aber und jetzt kommts: nicht jeder. Das sollte man halt im Auge behalten.

    Nicht weil es die Leute nicht könnten, sondern weil es der Aktienmarkt gar nicht hergibt, dass wirklich jeder sein Geld dort investiert. Es funktioniert also nur solange die breite Masse sich anders verhält.

    Bei Markus Ausführungen ist es ähnlich. Sicher gibt es Leute die ihr Hobby zum Beruf machen, aber auch das kann eben nicht jeder. Um in unserer Gesellschaft überleben zu können braucht man nun einmal ein Einkommen. Welcher Art auch immer.

    Nicht jeder hat eine Leidenschaft mit der sich Geld verdienen lässt oder eine entsprechende Qualifikation. Auch kann nicht jeder Unternehmer werden, wer arbeitet dann noch für diese Unternehmen.

    Das Markus Ausführungen, genauso wie Holgers nur ein kleiner Teil umsetzen kann, finde ich andere Ansetze zielführender, wie z.B. aus dem Minimalismus. Statt mehr zu Arbeiten um Vermögen auszubauen einfach mal schauen, ob man sein Leben nicht einfacher gestalten kann um Kosten zu senken und so auch mit weniger Geld und weniger Arbeit mehr Zeit für die eigentlichen Interessen zu haben.

    Da spielen dann auch wieder Punkte rein die Holger hier schon angesprochen hat, wie die Frage, ob es wirklich ein Eigenheim braucht oder ob man nicht mit einer passenden Mietwohnung besser bedient ist.

    • Holger Grethe 15. August 2014, 15:12

      Hallo Chris,

      es muss ja auch nicht immer alles für jeden passen.

      Ich richte mich mit meinen Inhalten auch nicht an „alle“, sondern an diejenigen, die mit meiner Sichtweise etwas anfangen können. Das sind mittlerweile offensichtlich viel mehr, als ich es mir je hätte erträumen können. 😉

      Wer es doof findet, surft halt weiter und gut ist.

      Du sagst, nicht jeder könne in ETFs investieren, „weil es der Aktienmarkt gar nicht hergibt„. Ich sehe da grundsätzlich kein Limit. Worin sollte dieses bestehen?

    • Chris 15. August 2014, 17:06

      Es gibt schlicht mehr Geld als man Aktien dafür kaufen könnte.

    • Dummerchen 15. August 2014, 18:09

      Hallo Chris,
      Du meist, die Aktien sind zu billig? Das kann man ändern. Was glaubst Du, passiert mit dem Preis der Aktien (=Aktienkurs), wenn das komplette Geld in Aktien investiert würde?
      Angebot und Nachfrage sollten das „Problem“ dahingehend lösen, dass für jeden zu investierenden Euro/Dollar/… die jeweilige Aktie ausreichend viel kostet.
      Gruß
      Dummerchen

  • John Doe 15. August 2014, 18:46

    Gastautor: „Wenn Holger und ich das können, kannst du das auch. Mich würde freuen, wenn auch du deiner Berufung folgst, dein Hamsterrad verlässt und von dem lebst, was du gerne tust.“

    John Doe: „Nein kannst du nicht, denn nicht jeder kann einen Blog gestalten und oder sich schriftlich ausdrücken.“ Dieser Satz ist insofern falsch, weil jeder Mensch verschiede Fähigkeiten sowie Talente hat. „Wenn ich ein Herzchirurg bin kannst du das auch, nein kann ich nicht, denn mir fehlt die Intelligenz und die Ausbildung dazu“

    Nun suggeriert der Gast-Kommentator, komme klicke dich bei mir rein und ich zeige dir wie es geht, das kann er (der Leser) aber aus oben genannten Gründen nicht, er der Gastautor kann es, Holger und einige Andere können es, aber du kannst es nicht, so sehe ich das.

    Bei all diesen talentierten Bloggern geht es ums Geld verdienen, das ist legitim, schön für sie und sicher auch mit viel Arbeit verbunden. Aber sein Geld damit zu verdienen, falsche Hoffnungen zu erwecken, hat dann nichts mehr mit „Lass es dir gut gehen zu tun“ Da lese ich und höre ich heraus „Lass es mir gut gehen und kaufe meine Kurse“

    Ja, auch ich schreibe seit kurzem einen Blog: http://langfristiges-aktieninvestment.blogspot.ch/ ich mache das aber nicht um Geld zu verdienen, sondern um einen Freund bei seinem Weg zum Millionär beizustehen.

    Ich hoffe hier nicht missverstanden zu werden, aber meiner Meinung nach werden Blogs nun derart verkomerzt, da geht es nur noch ums Geld verdienen mit der aufgesetzten Maske des dienen`s getarnt. Jeder fühlt sich berufen, für seine „Weisheiten“ auch noch bezahlt zu werden.

    Esoteriker, Weltverbesserer, Flirtassistenten sowie Aussteiger, Aufräumungsspezialisten und Hamsterradflüsterer, zeigen uns, wie auch du mit der nötigen Anleitung den tristen Alltag verlassen kannst, welche natürlich auch etwas kostet damit wenigstens den Bloggern ihr Alltag nicht ganz so trist vorkommt.

    Fazit: Wenn andere etwas können, heisst das noch lange nicht, dass ich oder du das auch können.

    Respekt vor Holger, wenn er meinen Beitrag veröffentlicht.

    Freundliche Grüsse, John Doe (Partikular)

    • Lars 16. August 2014, 09:28

      Hallo John Doe,

      erst einmal herzlichen Glückwunsch zum eigenen Blog und viel Erfolg damit, ob nun „non profit“ oder nicht. Ich finde es persönlich schade dass Du den anonymen Weg gewählt hast, aber das muss auch jeder für sich selber entscheiden…

      Grundsätzlich stellt sich in dieser Diskussion natürlich inzwischen schon die Frage worum es hier eigentlich geht… Den Sinn oder Unsinn des Lebens, sprich den Ausbruch aus alten – nicht Glück bringenden – Strukturen, oder dem Umstand das Blogger mit Ihrer Arbeit auch Geld verdienen wollen?

      Natürlich ist der Beitrag von Markus Cerenak nicht ganz so selbstlos verfasst, wie er im ersten Moment wirken soll. (Ich hoffe mir ist jetzt niemand böse 😉 aber es ist auch durchaus legitim dass er für seine Arbeit in irgend einer Form entlohnt wird – und sei es nur eine Email Adresse. Der eigentliche Punkt ist doch der… bekommt der Leser etwas dafür? Ich denke schon, denn selbst wenn er sich nicht mit seiner Email Adresse dort anmeldet hat er durch den Artikel oder den Podcast einen Anstoß bekommen, der Ihn auch schon weiter bringen kann. Und darum geht es doch…ab und zu mal wieder wachgerüttelt zu werden und die eigene Situation in Frage zu stellen.

      Sicherlich kann nicht jeder Chirurg werden und ganz bestimmt ist auch nicht jedermann geeignet oder gewillt ein Internet-Business zu gründen und zu betreiben. Darum geht es in diesem Artikel aber aus meiner Sicht nicht zwingend.

      Auch das was Holger hier seit einiger Zeit „predigt“ ist eine Grundlage dafür sich eine gewisse Unabhängigkeit erarbeiten zu können. Die Betonung liegt hier aber auf erarbeiten…Denn, die meisten Menschen scheitern erfahrungsgemäß daran, dass Sie nicht bereit sind zunächst eine unangenehme Phase durchzumachen um dann später die Ernte dafür einzufahren.

      Ich habe mich über jedenfalls diesen Beitrag gefreut, weil er doch mal etwas ab vom Mainstream ist und eine Komponente des menschlichen Lebens beleuchtet, die in der heutigen Zeit oftmals zu kurz kommt oder schlicht und einfach von den meisten Menschen vergessen wird… bis es vielleicht irgendwann zu spät ist!

      viele Grüße

      Lars

  • Dummerchen 15. August 2014, 19:04

    Ich kenne Markus‘ Blog auch schon etwas länger und viele seiner Fragen à la „Was will ich wirklich tun?“, „Welche Tätigkeit macht mir Freude?“ waren im letzten Jahr auch dafür verantwortlich, dass sich in meinem Leben einiges verändert. Andere seiner Gedanken finde ich für mich etwas schwierig. So machen Markus‘ Aussagen auf mich immer den Eindruck, als würde er jede Form von Angestelltendasein als „Hamsterrad“ darstellen – vielleicht tue ich ihm aber auch unrecht – mir wäre diese Gleichsetzung auf jeden Fall etwas arg Schwarz/Weiß gedacht. Aber sei es drum.

    Mir fehlt im Artikel ein klein wenig die (vermeintlich) richtige Antwort auf die Ausgangsfrage „Warum will nahezu jeder in der westlichen Hemisphäre Vermögen aufbauen?“ und eine Antwort auf die Frage, was passiert, wenn man KEIN Vermögen aufbaut. Die Frage ist doch, wofür das aufgebaute Vermögen dienen soll? Ich denke, dass den meisten Menschen in der westlichen Hemisphäre klar ist, dass sie nicht bis auf dem Totenbett arbeiten können (und wollen) – Hamsterrad hin oder her. Also bedarf es nach dem Ende der Erwerbstätigkeit entweder einer Unterstützung von außen, von anderen – finanzieller Art über Renten (staatl./betriebl./privat) und/oder aktiver Art (Essen kochen, waschen, etc.).
    Nun, die Renten sinken und die lieben Kinder/Verwandten leben mitunter auch nicht mehr „um die Ecke“. Da bleibt – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach – doch nur der Weg, für diese Zeiten vorzubeugen und Geld „auf die hohe Kante“ zu legen. Und klar – auch Geld kann Wert verlieren und niemand gibt mir die 100%-Gewissheit, dass mein heute gespartes Geld im Alter auch wirklich den Nutzen hat, den ich mir heute davon verspreche. Aber die Chancen stehen recht gut, zumal man seine sozialen Bindungen ja nicht aufgeben muss, bloß weil man Geld spart. Das Alter ist doch (vermutlich) DER Nummer-1-Grund für den Vermögensaufbau!

    Die Kritik, die Markus am Gedankengut äußert, die Gegenwart für die (ferne) Zukunft zu opfern und lieber heute einen Beruf auszuüben, in dem man zwar nicht glücklich ist, aber vermeintlich sicher mehr Geld verdient als in einem Job, der das Leben mit mehr Freude erfüllt, würde ich übrigens unterschreiben. Die Frage ist halt für mich, wer wirklich so extrem lebt?! Und ob die Ursache für diese Lebensumstände wirklich im Vermögensaufbau zu suchen sind. Oder ob das nicht eine schöne Möglichkeit ist, das Wort „Hamsterrad“ zu platzieren 😉 (SCNR)?

    Ich denke (und hoffe vor allem), dass diejenigen Finanzblogger, die diesen Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit propagieren ( Holger gehört ja nicht zu dieser Fraktion ), auch im Hier und Jetzt schon glücklich sind und nicht ihre wahren Träume für die Zeit nach dem Tag X aufbewahren. Wäre schade, wenn das Leben dann nicht so lange reichen sollte und man sich die Erfüllung der Träume versagt hätte. Ein gesundes „Sowohl als auch“ ist zumindest für mich der Weg in der „Vermögens“-Bildung.

    • John Doe 15. August 2014, 20:24

      Du hast definitiv den falschen Namen Dummerchen, Schläuerchen würde besser zu dir passen, ich finde deinen Kommentar sehr ehrlich geschrieben du relativierst ohne persönlich zu werden. Hochachtung wie du die Brücke zwischen Vermögens-Bildung und Lebensumstände baust, sehr gut und authentisch formuliert.

    • Bettina 15. Oktober 2014, 16:58

      die Frage nach der Bedeutung oder der Größe des Wortes Vermögen stellt sich mir aber auch
      muss ich Millionär werden?
      es reicht doch, wenn ich auskomme (ist meine Meinung)
      und wenn ich mit der Summe, die ich habe, auskomme, ist es vermutlich in den Augen anderer noch längst kein Vermögen

      lg Bettina

    • Holger Grethe 16. Oktober 2014, 11:36

      Hallo Bettina,

      es reicht absolut, wenn du zufrieden bist mit deiner finanziellen Situation. Ob andere dich für vermögend halten oder nicht, sollte wirklich keine Rolle spielen 😉

      lg, h

    • Dummerchen 16. Oktober 2014, 14:28

      Hallo Bettina,
      da Du Dich auf meinen Blogkommentar beziehst, antworte ich Dir auch gerne kurz. Du hast vollkommen recht, wenn Du sagst, dass der Begriff „Vermögen“ total individuell ist. Eine Person, die „in Saus und Braus“ lebt, wird selbst eine Million Euro als einen kleinen Betrag abtun, der ihr nicht zum Leben reicht. Die Frage, was ein Vermögen ist, lässt sich immer nur im Zusammenhang mit den finanziellen Bedürfnissen beantworten. Die magische Zahl gibt es nicht – auch wenn manche glauben, dass 1 Million so eine Zahl wäre.
      Wer nicht viel zum Leben braucht, kann auch mit einem kleinen Alterseinkommen gut über die Runden kommen. Wer jedes Jahr die Weltreise mit dem Luxusliner unternehmen will, braucht entsprechend mehr.
      Wichtig ist, dass man sich überhaupt bewußt macht, dass man einen bestimmten Betrag im Alter braucht und dass dieser vermutlich nicht vom Vater Staat alleine als Rente bezahlt werden wird.

      Liebe Grüße
      Dummerchen

  • Covacoro 15. August 2014, 21:28

    „Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“ (Epikur) – mit diesem Zitat beginnt das Buch ‚Wieviel ist genug?‘ von Edward und Robert Skidelsky. Ich möchte es hier ausdrücklich empfehlen, weil jeder der sich mit Vermögensbildung, Selbstverwirklichung und Lebensplanung beschäftigt, früher oder später zu den philosophischen Fragen gelangt, die es behandelt. Im Buch wird der Nutzen von Reichtum bzw. Vermögen diskutiert, was einen Anknüpfungspunkt an diesen Artikel darstellt. Aber nicht mit dem Fokus, aus dem Hamsterrad auszubrechen. Wichtiger ist zu wissen, was Grundbedürfnisse sind, was Glück bedeutet und was zu einem guten Leben gehört. Und egal ob man die Meinung der Autoren teilt oder nicht, bevor man sein Leben auf den Kopf stellt oder ihm eine gänzlich neue Richtung gibt, denke man doch bitte auch an sein Umfeld – Familie, Freunde, Kollegen usw.
    Denn der Ausbruch aus dem Hamsterrad oder der Tretmühle, wie es im Buch von Skidelsky heißt, ist kein Egotrip.

    • Bettina 15. Oktober 2014, 17:01

      aber nur um der Familie willen das zu tun, was dir andere vorschreiben, kann es aber auch nicht sein
      denn mein Leben lebt auch niemand derer, die mich zurückhalten wollen
      meine Kinder nicht, meine Eltern nicht, meine Geschwister nicht

  • Sergey 16. August 2014, 21:51

    Ich selbst kenne Markus Blog auch sehr gut.
    Ich mag, was er schreibt und wie er schreibt. Und somit gefällt mir der Gastartikel auch.
    Nur weil es hier ein „Finanzblog“ ist, heißt es ja nicht, dass man einzig und allein über Anlagestrategien schreiben muss. Solche Seiten gibt es schon mehr als genug und helfen doch nicht wirklich weiter. Da gehört viel drumherum mit dazu, u.a. eben auch, das Motiv oder das „warum“. Und dafür finde ich keinen Autor passender.
    Und Recht machen kann man es sowieso nicht allen.

    Beste Grüße Sergey

    • Holger Grethe 17. August 2014, 10:26

      „Nur weil es hier ein “Finanzblog” ist, heißt es ja nicht, dass man einzig und allein über Anlagestrategien schreiben muss. Solche Seiten gibt es schon mehr als genug und helfen doch nicht wirklich weiter.“

      Danke, Sergey! Ganz meine Meinung 😉

  • Finanzwesir 18. August 2014, 18:29

    Yeah,
    ich hab, den freud´schen Typo gefunden 🙂

    >>Nur der Weg zu völliger, echter finanzieller Abhängigkeit ist lang. Eine Zwischenstufe dazu ist das legendäre, sich in aller Munde befindliche, passive Einkommen.

    Müsste es nicht heißen

    >>Nur der Weg zu völliger, echter finanzieller Abhängigkeit ist kurz. Eine Zwischenstufe dazu sind die legendären Konsumentenkredite, die ihnen jeder Auto-, Möbel- und Unterhaltungselektronik-Händler gerne einräumen wird.

    Gruß Finanzwesir

    PS: Was die Checkbox „Nein, ich bin weder Spammer noch Troll“ angeht: Sagen wir Halbtroll 😉

    • Holger Grethe 18. August 2014, 22:30

      Oha, den hast du aber charmant aufgedeckt! 🙂 Muss ich leider direkt mal im Text korrigieren… 😉

  • Ronny 6. September 2015, 10:45

    Genialer Artikel. Ich finde es enorm wichtig, früh über Fragen der Vermögensbildung nachzudenken. Es ist einfach ein geiles Gefühl, wenn man über die nötigen Rücklagen verfügt, um sich irgendwann seinen Traum von der Selbständigkeit zu erfüllen. Da ist Geld wirklich Gold wert 😉

  • Stubi 8. März 2016, 15:20

    Ich bin selbst Blogger. Ich habe nicht wegen dem passiven Einkommen zum bloggen begonnen, sondern aus Leidenschaft. Das Geld kam erst später. Viel später. Passiv ist es in meinen Augen dennoch nicht. Ich verdiene gut was dazu, aber ich muss auch dafür „arbeiten“. 80 Stunden im Monat sind keine Seltenheit. Ein Buch zu schreiben und zu verkaufen, dass wäre ein passives Einkommen. Oder der Handel mit Aktien. Man schaut 1x im Monat ins Depot und kauft/verkauft. Läuft. Am besten ist es natürlich, alle 3 Dinge nebeneinander zu machen, genau das versuche ich gerade. Ich habe dabei ein wenig Rückendeckung von meiner Freundin und Tradac [Anmerkung: Werbe-Link entfernt]. Aber eigentlich wird aus 3 passiven Einkommensquellen, 3 unterschiedliche Arten von Arbeit. Aber zumindest kein Hamsterrad 😉

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