Entspannt Vermögen bilden mit der richtigen Anlagestrategie

leopard

Finanzexperten mögen sich in vielen Punkten widersprechen, doch in einem Punkt sind sich alle einig:

Wer erfolgreich Geld anlegen will, braucht eine Anlagestrategie.

Nur welche?

Denn es gibt unzählige Möglichkeiten, an der Börse Gewinne zu erzielen.

Die meisten davon sind allerdings genauso gut geeignet, noch schneller wieder alles zu verlieren.

Das ist nicht das, was du willst, oder?

Was du vermutlich auch nicht möchtest: dich ständig mit deinen Investitionen zu befassen.

Musst du auch nicht.

Es gibt eine Anlagestrategie, mit der du langfristig ein Vermögen aufbauen kannst, ohne täglich irgendwelche Börsenkurse verfolgen zu müssen.

Welche das ist, erfährst du in den nächsten 6 Minuten.

Welche Strategie passt zu mir?

Die Umsetzung einer Anlagestrategie erfordert eine Vielzahl von Entscheidungen, mit denen man sich als Anleger wohl fühlen muss.

In guten wie in schlechten Zeiten.

Denn das nächste Börsentief kommt bestimmt und spätestens dann zeigt sich, wer aus innerer Überzeugung handelt und wer nicht.

Um eine Anlagestrategie zu finden, die zu dir passt, solltest du dir also zuerst folgende drei Fragen stellen:

  1. Was sind meine Bedürfnisse?

  2. Wie viel will ich investieren?

  3. Worauf kann ich verzichten?

Im folgenden habe ich die Fragen exemplarisch für mich beantwortet. Vielleicht kommst du ja zu ähnlichen Ergebnissen…

Was sind meine Bedürfnisse?

Der Grund, warum ich Geld spare und anlege, ist einfach.

Es soll mir und meiner Familie auch später gut gehen. Geld ist für mich Mittel zum Zweck und dieser besteht darin, meinen Lebensstandard zu halten, ohne übermäßige Verrenkungen machen zu müssen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Denn Reichtum, gemessen in Zahlen oder Statussymbolen, ist erwiesenermaßen kein Garant für ein glückliches Leben.

Viel wichtiger ist mir die Freiheit, tun und lassen zu können, was ich möchte. Und zwar schon heute, nicht erst als Rentner.

Nicht dass ich furchtbar faul wäre, aber meine Hauptmotivation beim Investieren ist folgender Gedanke: je mehr mein Geld arbeitet, desto weniger muss ich es tun.

„Die Grundidee des Investierens: die Chancen auf ein großes Vermögen erhöhen und die Wahrscheinlichkeit, in Armut zu sterben, zu minimieren.“

– William J. Bernstein

Wie viel will ich investieren?

Damit ist nicht nur der Betrag gemeint, den man (regelmäßig) anlegen möchte, sondern vor allem die Zeit, die man für die Beschäftigung mit seinen Investitionen aufwenden will.

Betrachtest du Geldanlage als Hobby? Mir fallen andere Sachen ein, die mir mehr Spaß machen. Diesen Artikel schreiben zum Beispiel.

Wer sich Schöneres vorstellen kann, als Aktienkurse und -charts zu studieren, der sollte es schlicht und einfach lassen.

Du bist kein schlechter Anleger, wenn du diese Dinge ignorierst.

Ganz im Gegenteil: deine Chancen, langfristig an der Börse erfolgreich zu sein, steigen mit dem Entschluss zur „Ignoranz“ rapide an!

„Wer nichts macht, kann auch keine Fehler machen.“

Befördert werden im Job nicht selten diejenigen, die Probleme einfach aussitzen und dadurch nicht weiter auffallen. Wer ist diesem Phänomen noch nicht begegnet? Das ist nicht schön, aber Realität.

An der Börse brauchst du hingegen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du dich weitestgehend passiv verhältst. Nichts schützt effektiver vor falschen Anlageentscheidungen als der Verzicht auf Analysen, Kurse, Charts und Trends.

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ZENinvestor ist ein Online-Video-Training, das dir Schritt für Schritt zeigt, wie du mit einer passiven Anlagestrategie und Indexfonds (ETFs) ohne Zeitaufwand Vermögen bilden kannst.  

Worauf kann ich verzichten?

Keine Rolle spielen für mich beim Geld anlegen:

  • Staatliche Förderungen
  • Der „Traum vom Eigenheim“
  • Statussymbole
  • Sportlicher Ehrgeiz
  • Abenteuerlust
  • Absolute Sicherheit

Staatliche Förderungen

…sind grundsätzlich nett, aber an eine Vielzahl von Bedingungen und langfristige Verträge geknüpft.

Ich kann heute allerdings nicht absehen, ob ich auch in 20 Jahren alle Bedingungen erfüllen werde, um den Anspruch auf staatliche Zulagen nicht (sogar rückwirkend!) zu verlieren.

Da sind mir Freiheit und Flexibilität in meinem Leben einfach wichtiger.

Das Eigenheim

Eine selbstgenutzte Immobilie ist weniger Geldanlage als Konsumgegenstand. Für den Kauf ist man (jedenfalls die allermeisten von uns) auf einen Kredit in nicht unerheblicher Höhe angewiesen. Auch das bedeutet weniger Freiheit und Flexibilität.

Statussymbole

…sind selten gute Investitionen. Es ist ernüchternd, aber selbst ein Porsche ist letztlich nur ein Auto. Und mit dem ersten Umdrehen des Zündschlüssels löst sich gut ein Viertel des Neupreises in Luft auf…

Sportlicher Ehrgeiz

Da mir völlig Wurst ist, zu welchen Gewinnen andere Leute an der Börse kommen, hält sich mein Ehrgeiz, besser zu investieren als andere, in Grenzen.

Wenn du dich mit anderen messen willst, gibt es dafür geeignetere Spielplätze als die Börse. Fußball, Tennis, Golf…dir wird schon was einfallen.

Abenteuerlust

Anders als gewisse anderen Leute suche ich beim Geld anlegen auch nicht nach irgendeinem Adrenalinkick.

Wenn du sowas brauchst – wie sieht´s mit Paragliding, Base-Jumping oder Kite-Surfen aus? Dabei bist du wenigstens an der frischen Luft. (Disclaimer: ich betreibe keine der genannten Sportarten, dafür bin ich viel zu ängstlich 😉 )

Aber die meisten Anleger suchen ja etwas ganz anderes: sie wollen…

Sicherheit

Sicherheit ist mir beim Geld anlegen insofern wichtig, als dass ich auf lange Sicht möglichst kein Geld verlieren will.

Ich bin aber bereit, Wertschwankungen in Kauf zu nehmen und setze diese nicht automatisch mit Verlusten gleich.

Mir ist bewusst, dass Sicherheit immer relativ zu sehen und die Vorstellung von „absoluter Sicherheit“ illusorisch ist.

Daraus ergibt sich…

Mein Anspruch an die ideale Anlagestrategie:

  • Sie lässt sich mit geringem Zeitaufwand umsetzen, denn ich möchte mich nicht täglich mit meinen Geldanlagen beschäftigen müssen.
  • Alle Risiken der Geldanlage sind berücksichtigt und durch Streuung minimiert.
  • Kosten und Gebühren sind transparent und niedrig – sie belasten damit nur wenig den Gewinn.
  • Durch Verzicht auf private Schulden, Hypotheken und lange vertragliche Bindungen behalte ich Freiheit und Flexibilität.
  • Über den Inflationsausgleich hinaus findet langfristig eine Wertsteigerung (Kapitalvermehrung) statt.
  • Kurzfristige Wertschwankungen sind tolerabel, solange sie nicht dauerhafte Verluste bedeuten.
  • Das Wertpapierdepot ist online und damit ortsunabhängig von der ganzen Welt aus führbar.

Lebe aktiv, investiere passiv

Eine Anlagestrategie, die alle genannten Kriterien erfüllt, ist das Passive Investieren mit börsengehandelten Indexfonds (engl. Exchange Traded Funds, ETFs).

Mit dieser Strategie hast du die Möglichkeit, mit geringem Zeitaufwand weltweit in große Börsenindizes zu investieren und die Risiken dabei breit zu streuen.

Passiv Investieren ist einfach und unspektakulär. Sein Charme besteht darin, durch überwiegendes Nichtstun (deswegen heißt es ja passiv) langfristig ein ansehnliches Vermögen bilden zu können.

Was Passiv Investieren genau ist, auf welchen Überlegungen es beruht und warum es aus meiner Sicht die beste Anlagestrategie für Privatanleger ist, erkläre ich in der Artikelserie Passiv Investieren mit ETFs.

 
Wie gehst du beim Geld anlegen vor? Hast du eine Strategie, einen Plan, ein System? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Zitatquelle: William J. Bernstein – The Investor´s Manifesto (*)
Bildquelle: „Jaguar Relaxing“ von zyggy32 (bearbeitet), lizensiert unter CC BY 2.0

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  • Martin Trauth 31. Mai 2013, 15:05

    Wie immer ein schön geschriebener Artikel. ETF’s sind in der Tat auch aus meiner Sicht attraktiv, nicht zuletzt auch aufgrund der überschaubaren Gebühren.

    In einem Punkt bin ich jedoch nicht bei dir. Für mich ist die selbstgenutzte Immobilie nicht nur Konsumgut. Selbst aus vermeintlich objektiver Sicht nicht.

    Warum?

    1. Wer höhere Inflationsraten fürchtet, sollte nicht davor zurückschrecken sich zu verschulden. Ein Immobilienkredit kann daher auch als ein Segment einer Finanzstrategie gewertet werden. Vermögen auf der einen Seite und Schulden auf der anderen Seite sind ein gangbarer Weg um noch breiter zu streuen und sich gegen wirtschaftliche Risiken abzusichern. Ich wäre entspannt, wenn das Geld viel Wert verlieren würde, ein Großteil meiner Kosten bliebe gleich während mein Gehalt angepasst würde.

    2. In meinem Finanzierungsfall sind die mtl. Raten für Tilgung und Zinsen niedriger als die vorherige Miete. Da bleibt noch mehr um Rücklagen zu bilden.

    3. Eine sinnvolle Finanzierung sollte so gewählt werden, dass man bis zum Renteneintritt schuldenfrei ist. Wer so gewirtschaftet hat, hat im Alter einen kompletten Wegfall von Mietzahlungen. Das würde ich schon als Meilenstein in der Altersvorsorge sehen und nicht nur als Konsumgut.

    Subjektiv kommt natürlich der Luxus hinzu, sich an dem Ort an dem man am meisten Zeit verbringt uneingeschränkt verwirklichen zu können. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Dem gegenüber steht die Flexibilität und regionale Unabhängigkeit des zur Miete wohnen.

    • Holger Grethe 31. Mai 2013, 15:38

      Hallo Martin,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Mir ist bewusst, dass die Betrachtung des Eigenheims als Konsumgegenstand (für Eigenheimbesitzer) ein provokanter Gedanke ist. 😉 Der Artikel spiegelt meine Perspektive wider und ich bin nun mal überzeugter Mieter.

      Zu deinen Argumenten:
      „Ich wäre entspannt, wenn das Geld viel Wert verlieren würde, ein Großteil meiner Kosten bliebe gleich während mein Gehalt angepasst würde.“

      Wenn das Geld viel an Wert verliert (die Inflationsrate also steigt), würde ein Großteil deiner Kosten ja eben nicht gleich bleiben. Denn der Bauer, der dir Milch und Eier verkauft, wird seine Preise schnell entsprechend anheben wollen.

      Und du wirst sie wohl bezahlen müssen, denn man kann vielleicht auf das neue iPhone verzichten, auf Grundnahrungsmittel und Energieversorgung aber kaum.

      „In meinem Finanzierungsfall sind die mtl. Raten für Tilgung und Zinsen niedriger als die vorherige Miete. Da bleibt noch mehr um Rücklagen zu bilden.“

      Das ist vernünftig und solide gedacht. Leider handeln nicht alle Eigenheimkäufer so. Wenn Zins+Tilgung niedriger sind als die vorherige Miete, muss man sich allerdings fragen, ob man hier wirklich Äpfel mit Äpfel vergleicht. Wer aus der Innenstadt aufs Land zieht (was ja der Klassiker ist), hat natürlich generell niedrigere Wohnkosten (Lage zählt!). Er könnte dort also auch günstiger mieten. Wenn er es wollte…

      „Eine sinnvolle Finanzierung sollte so gewählt werden, dass man bis zum Renteneintritt schuldenfrei ist. Wer so gewirtschaftet hat, hat im Alter einen kompletten Wegfall von Mietzahlungen. Das würde ich schon als Meilenstein in der Altersvorsorge sehen und nicht nur als Konsumgut.“

      Das ist absolut richtig. Trotzdem muss man sich an den Gedanken gewöhnen, dass sich mit anderen Anlageformen (Aktien) mehr Vermögen als mit Immobilien bilden lässt.

      Wer es aber schafft (so wie du), „zweigleisig“ zu fahren, also eine Immobilie mit überschaubarem Kredit auf der einen Seite abzubezahlen plus ein Wertpapierdepot auf der anderen Seite aufzubauen, wird später ganz sicher keine Probleme haben!

      Problematisch finde ich, wenn sich Leute so hoch verschulden, dass über die Immobilie hinaus kein weiteres Vermögen gebildet werden kann. Denn so schön das eigene Haus auch sein mag, man muss später auch flüssig genug sein, um andere Kosten des Lebens (z.B. eine intensive medizinische Versorgung etc.) bestreiten zu können.

  • Martin Trauth 31. Mai 2013, 15:55

    … vielleicht ersetzt man den Großteil mit einem großen Anteil. Was bleibt für den Immobilienbesitzer während einer Inflation gleich? Die monatlichen Belastungen für das Wohnen was bei vielen Personen einen großen Anteil ausmacht. Dazu verlieren die Schulden an Wert.

    Zusätzlich hat man als Häuslebauer die Möglichkeit sich gegen steigende Energiepreise abzusichern und dies auch noch staatlich subventioniert.

    • Dummerchen 31. Mai 2013, 23:06

      „Was bleibt für den Immobilienbesitzer während einer Inflation gleich? Die monatlichen Belastungen für das Wohnen was bei vielen Personen einen großen Anteil ausmacht. Dazu verlieren die Schulden an Wert.“

      Du meinst wahrscheinlich den Anteil der Belastungen, die nicht mit Nebenkosten (Wasser, Strom, Heizung,…) verbunden sind, oder? Instandhaltungskosten kannst Du auch nicht meinen, oder? Die Kosten für das Recht, in der Immobilie wohnen zu dürfen, bleibt natürlich gleich.

      Der Mieter hat übrigens auch die Möglichkeit die gestiegene Inflation zu kompensieren. Bei fairem Vergleich der Wohnobjekte wird er üblicherweise in der Tilgungsphase (oftmals 20 Jahre und länger) weniger zahlen müssen und kann das Geld zum Vermögensaufbau u.a. mit Aktien verwenden. Aktien wird ja auch ein gewisser Schutz vor Inflation nachgesagt ;-). Wenn ich mich nicht sehr täusche, war der inflationsbereinigte Wertgewinn bei Aktien in der Vergangenheit höher als bei Immobilien. (Ich kann verstehen, dass die Möglichkeit, sein „zu Hause“ selbst gestalten zu können, einen persönlichen Mehrwert bedeutet. Das sollte aber nicht über die Risiken eines Hauskaufs hinwegtäuschen:
      * Eine Immobilie ist nicht leicht zu verkaufen. (Eine Aktie ist mit nur einen Klick zum Marktpreis verkauft.)
      * Kaufkosten sind im Vergleich ebenfalls extrem hoch (Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbucheintrag summieren sich leicht auf 5-6%, eventuell fallen sogar noch Maklergebühren an).
      * Der Wertgewinn einer Immobilie entspricht üblicherweise der Inflationsrate (mal ist es mehr, mal weniger). Aktien sind weitaus lukrativer in der Vergangenheit gewesen.
      * Das Risiko, aus unerwarteten Gründen (Arbeitslosigkeit, Scheidung, Verlust der Arbeitskraft aufgrund einer Erkrankung) die Immobilie nicht mehr bezahlen zu können und danach mit Schulden aus dem Geschäft herauszugehen, wird vielfach unterschätzt.
      * Wenn eine berufliche Veränderung mit einem Wohnortswechsel verbunden sein sollte, muss ein Käufer gefunden werden und ggf. schon wieder ein neues Objekt (mit den oben erwähnten Kaufkosten) erworben werden.
      * Der Regel, aus gutem Grund nicht alle Eier in einen Korb zu legen, steht ein Hauskauf völlig entgegen.

      Man möge mich nicht falsch verstehen – ich habe nichts gegen Immobilienkäufer. Nur ist das ähnlich zu Holgers Aussagen auch in meinen Augen eher eine Entscheidung für einen bestimmten Lebensstil als eine Wertanlage.

  • Stadtkind80796 31. Mai 2013, 20:43

    Auch ich habe inzwischen meine Geldanlage hauptsächlich auf ETFs umgestellt. Neben den geringeren Kosten, finde ich vor allem den Gedanken reizvoll meine Anlage endlich voll und ganz zu verstehen. Ein Index ist ein Index und kein kompliziertes Fondsgemenge mit 250 Seiten Prospekt.

    Allerdings muss man sich schon ganz schön umgewöhnen in Jahrzehnten zu denken und nicht bei jedem kleinen Ausreißer an den Aktienbörsen in Panik oder Jubelrufe zu verfallen. Deshalb von mir noch ein Tipp: Alle Aktien- und Fonds-Neuigkeiten (vor allem in Internet) meiden und alle paar Monate mal ins Depot schauen und entspannt zurücklehnen.

    • Holger Grethe 31. Mai 2013, 21:04

      Hallo Stadtkind,

      danke für deinen Kommentar.

      Was du sagst, würde ich alles genau so unterschreiben. Insbesondere den Tipp, Nachrichten und vermeintliche „Neuigkeiten“ zu ignorieren!

  • Martin Trauth 1. Juni 2013, 14:39

    Ob Aktien oder Immobilien besser zur Vermögensbildung beitragen ist eine kühne Rechnung mit vielen Unbekannten. Es ist natürlich gut, wenn jeder davon überzeugt ist genau das richtige zu tun.

    Ich habe mich vor meinem Immobilienkauf länger damit beschäftigt. Ich empfehle dazu mal diesen Rechner hier: http://www.test.de/Immobilien-Kaufen-oder-Mieten-1159353-0/.

    Zitat – Finanztest: „In der Regel gilt: In den ersten Jahren zahlen Bauherren und Hauskäufer mehr als Mieter. Auf lange Sicht allerdings hat meist der Haus­besitzer die Nase vorn.“

    Noch ein ganz kleiner subjektiver Nachtrag: Mir fällt ehrlich gesagt gerade keine Person aus meinem Umfeld ein, die es im Alter ohne Immobilienbesitz zu einem ansehnlichen Vermögen oder Wohlstand gebracht hat. Wie sieht das in eurem Umfeld aus. Kennt Ihr wohlhabende Senioren die zur Miete wohnen?

    • zentrader 1. Juni 2013, 15:55

      Lieber Martin,

      ich kenne in meinem Umfeld viele wohlhabende Senioren, die es TROTZ einer
      Immobilie zum Wohlstand gebracht haben… 😉

      Ganz so schlimm ist es ned, aber nur die Daten anschauend ist das ganze signifikant genug als dass man es einfach auch mal aussprechen darf…

      Dummerchen und Holger haben schon viele gute Fakten gebracht.

      Vielleicht noch etwas, was ich hervorheben möchte:
      Und zwar den Unterscheid zwischen Immobilie auf Pump kaufen oder einfach
      BAR bezahlen…

      Im letzteren Fall wird der Charakter eines Kaufes auch viel besser klar:
      Ich würde es ebenfalls mit „Lebenstil“ oder einfach auch „Konsum“ umschreiben. Und mir ganz wichtig: Daran ist überhaupt nichts negatives, sonden einfach was neutrales und etwas, was man sich im ganzen Lebens-Kontext halt anschauen kann…

      Aber im weitaus häufigsten Fall wird die Immobilie auf Pump erworben und über einen langen, manchmal auch sehr langen, Zeitraum abbezahlt.

      Und dieser Fall liegt bezüglich der Fakten meines Erachtens viel klarer- auch wenns nicht alle hören möchten.
      Diese Form der Geldanlage ist NICHT der bestmögliche Weg für die Wohlstandsbildung.

      Ich sage nicht, dass sie schlecht sein muss. Ich sage nur, dass es bessere gibt…

      Wer sich jetzt hier Fakten und Beweise für diese Meinung wünscht, dem empfehle ich folgendes Buch:
      „Kaufen oder mieten?“ von Gerd Kommer.

    • Dummerchen 1. Juni 2013, 21:39

      Immobilien haben einen psychologischen Vorteil gegenüber einer Investition in Aktien. Die Aktienanlage erfolgt ohne Druck und „freiwillig“ – beim Immobilienkauf auf Kredit ist die Schuld bei der Bank ein gutes Druckmittel, um regelmäßig den Konsum einzudämmen, und die Schulden abzuzahlen. Viele, die sonst nicht die nötige Disziplin zum regelmäßigen Sparen hätten, fühlen sich daher doppelt motiviert. Dies führt sicherlich dazu, dass viele Häuslebauer im Alter vermögender sind als Aktiensparer. Die Ursache ist aber weniger die einer vermeintlich besseren Anlageform als ein höherer „Spardruck“.
      Ich habe mir Deinen Link auch nochmal angeschaut. Wie heißt es so schön in der Exceltabelle „Voraussetzung für den Vergleich ist, dass Sie als Käufer oder Bauherr die laufenden Belastungen aus Finanzierung und Bewirtschaftung langfristig tragen können. Das wird in diesem Programm nicht geprüft.“ Das ist aber ein hohes Risiko (siehe mein letzter Kommentar). Als Aktiensparer droht mir keine Zwangsversteigerung mit einem Erlös unterhalb der Kreditsumme und damit eine Verschuldung.
      Nochmal, ich bin selbst in Wohneigentum aufgewachsen und kenne die Vorteile vom Eigentum. Ich finde Wohneigentum nicht per se schlecht, ich möchte nur auf die negativen Aspekte hinweisen. Es bleibt für mich eine Lifestyle-Entscheidung.

  • Martin Trauth 1. Juni 2013, 21:26

    ich würde mich nicht trauen hier pauschale Aussage über größere Erfolgsaussichten einzelner Anlagestrategien zu treffen. Dies hat viel zu viel mit individuellen Voraussetzungen (Liquidität, Eigenkapital etc …) sowie politischen und wirtschaftlichen Ereignissen zu tun. Trotzdem kann ich jedem empfehlen mal den oben von mir verlinkten Rechner zu bemühen.

    Egal ob Immobilienbesitzer Verband oder Effektenclubs, jede Lobby wird Beispiele für größere Kapitalvermehrung bringen. Ich kenne auch kaum jemanden der von sich selbst behauptet: „Eh, ich hab mein Geld total schlecht angelegt“. Wäre ja auch schön doof.

    Ein paar der Argumente hier würde ich jedoch als ziemlich rosarot gefärbt erachten:

    „Eine Immobilie ist nicht leicht zu verkaufen. (Eine Aktie ist mit nur einen Klick zum Marktpreis verkauft.)“

    – Ah ja, und in der Baisse? Klar mit einem Klick verkauft – aber möglicherweise weit unter Kaufkurs. Wer einmal eine Immobilie verkauft hat, weiß dass es zwar nicht mit einem Klick gemacht ist, aber zwei Stunden Termin beim Notar sind sicherlich auch gut hinzunehmen und alle male angenehmer als die Stunde der Wohnungsübergabe bei einem findigen Vermieter.

    „Der Regel, aus gutem Grund nicht alle Eier in einen Korb zu legen, steht ein Hauskauf völlig entgegen“

    – Warum? Das war ja gerade das was ich ausdrücken wollten. Es ist nicht unüblich auf der einen Seite Schulden zu machen und auf der anderen Seite Vermögen zu haben und zu vermehren. Diese Form der Streuung macht die finanzielle Planung noch sicherer vor hohen Inflationsraten, denn während einer Inflation verlieren ja auch die Schulden an Wert. Das ist alles Andere als alle Eier in einen Korb zu legen. Ab 2014 wird ja von einer Inflationsrate von 5% gesprochen.

    Nur eine abschließende Bemerkung: Jedem, der vielleicht doch irgendwann den Kauf einer Immobilie in Erwägung zieht, sollte vielleicht vorsichtig damit sein, das Kapital vollständig in Aktien zu binden. Vermutlich benötigt man dann nämlich genau während der Baisse das Eigenkapital …

    Allen viel Erfolg mit ihren persönlichen Strategien und viele Grüße von der Konsumfront :-).

    • Dummerchen 2. Juni 2013, 13:02

      Hallo Martin,
      ja, natürlich ist der individuelle Erfolg einer Geldanlage in Aktien oder Immobilien von vielen äußeren Faktoren abhängig und a priori auch nicht bestimmbar.
      Wenn die Erkenntnis über Risiken und Chancen aber in beiden Anlageformen in der breiten (deutschen) Öffentlichkeit durchgesickert wäre, wäre mir sehr viel wohler ums Herz. Ein Hauskauf gilt per se als „sichere Geldanlage“ (also risikofrei) während Aktiensparer vielfach als „Spekulanten“, „Zocker in einem Kasino“ oder „geldgeile Ausbeuter“ angesehen werden. Ich hoffe, dass wir uns darauf einigen können, dass beides nicht zutreffend ist. Die Zahl der Häuslebauer ggü. Aktionären in D zeigt allerdings eindeutig, welche Lobby hier „besser“ gearbeitet hat.

      Beide Anlageformen haben ihre Risiken und ich schätze das Chance/Risiko-Verhältnis bei einer Aktienanlage halt als das bessere ein. Das Du das anders siehst überrascht mich auch nicht ;-).
      Zu meinen „rosaroten“ Kommentaren möchte ich abschließend aber noch etwas klarstellen:
      * Aufwand Aktienverkauf vs. Immoverkauf:
      Es ging mir um den Vorgang als solchen. Ich glaube Dir nicht, dass ein Immoverkauf allein auf 2h beim Notar beschränkt ist. Ein Käufer will gefunden werden und dieser Prozess mit Besichtigungen und Verhandlungen wird auch nicht von heute auf morgen über die Bühne gehen. Nach dem Klick ist die Aktie verkauft und das Geld auf meinem Konto. Dein Argument bzgl. des Verkaufszeitpunkts in der Baisse gilt übrigens für beide Anlagen. Fallende Immobilienmärkte gibt es genauso wie fallende Aktienkurse. Wenn der Bau einer Umgehungsstraße oder die Verlegung einer Flughafeneinflugschneise beschlossen wurde, kann die Immobilienbaisse übrigens auch dauerhaft sein. (Ja, die Aktien in Japan sind auch recht lange ziemlich im Keller (gewesen?).)
      Ach, als vorausschauender Aktieninvestor wird man sein Geld auch nicht komplett in Aktien stecken, sondern auch schwankungsarme Anlagen wie Anleihen, Festgeld, etc. in sein Portfolio aufgenommen haben – da ist das Vermögen im Gegensatz zum üblichen Immobesitzer ja nicht in einem Anlageprodukt gebündelt. Eine Liquiditätslücke wird also vermutlich leichter zu überbrücken und ein Verkauf in der Baisse sollte eher zu vermeiden sein. Zumindest die meisten Immokäufer stehen finanziell mit dem Rücken an der Wand und sind auf laufende Einnahmen dringend angewiesen – Du scheinst da eher eine Ausnahme zu sein.

      * Alle Eier in einem Korb
      „Es ist nicht unüblich auf der einen Seite Schulden zu machen und auf der anderen Seite Vermögen zu haben und zu vermehren.“
      Doch das ist eher unüblich. Ich kenne das Konstrukt bislang nur von „Finanzoptimierern“ mit 3-4 Buchstaben, die neben der Vermittlung eines Bankdarlehens gerne noch eine fondsgebundene Lebensversicherung verkauft haben. (Wie schön, zwei Vertragsabschlüsse!) Das Darlehen sollte dann nur vom Kunden bedient aber nicht getilgt werden, um dann am Ende der LV-Laufzeit mit den Aktiengewinnen alles auf einen Schlag abzuzahlen. Klingt auf dem Papier doch super, oder gibt es da etwa einen Haken? 😉
      „Normalerweise“ wird die Tilgung einer Schuld (deren Zinssatz üblicherweise oberhalb der einer „sicheren“ Anlage liegt) der Anlage in einem riskanteren Produkt wie Aktien vorgezogen. Solange eine Immobilie eher der Bank als mir selbst gehört, würde ich auf dieses zusätzliche Risiko verzichten wollen. Als Beamter mit sicherem Einkommen und quasi festem Arbeitsort mag das vielleicht eine Ausnahme sein.

      * Als Aktiensparer ein Haus kaufen
      Wer ein Haus kaufen will, sollte wohl eher nicht in Aktien investiert sein. Und wenn er dies wäre, wäre es auch ausgesprochen dumm, just in einem Bärenmarkt die Aktien zu verkaufen.
      „Vermutlich benötigt man dann nämlich genau während der Baisse das Eigenkapital“
      Warum man genau dann sein Aktiendepot „schlachten“ sollte, ist mir schleierhaft. Es sollte doch jeder selbst entscheiden können, ob ein Immokauf gerade sinnvoll wäre oder nicht. Zum Immokauf wird doch keiner gezwungen. Generell halte ich ein starkes Engagement in Aktien vor dem geplanten Erwerb einer Immobilie daher auch für wenig sinnvoll. Wer als Aktieninvestor wirklich den Kauf von Wohneigentum in Betracht zieht, sollte frühzeitig die Aktien in schwankungsärmere Anlagen umschichten, um dem Verkauf in der Baisse aus dem Weg zu gehen.
      Ich wünsche Dir auch viel Erfolg mit Deiner Immobilienentscheidung. Und das meine ich auch ernsthaft, obwohl ich mich für einen anderen Weg entschieden habe. Hinterher weiß man ja immer, was besser gewesen wäre und ich kann auch gut damit leben, wenn bei Dir alles wie geplant geklappt hat und ich weniger vermögend sein sollte. Ich kann mit einer (Teil-!)Anlage in Aktien halt deutlich besser schlafen als mit einem Haufen Schulden bei der Bank. Jeder ist da anders und wichtig ist, dass jeder in seinem Leben so gut es geht glücklich wird.

  • Nadja Bungard 2. Juni 2013, 08:28
    • Holger Grethe 2. Juni 2013, 19:36

      Danke für den Link, Nadja!

      Der wichtigste Satz im Artikel:
      „In Europa werden viele Kunden von ihren Banken beraten, deren Geschäft vielfach auf Provisionen basiert, die ETFs nicht bieten.“

      Das sagt alles, oder?

  • Holger Grethe 2. Juni 2013, 19:39

    Die angeregte Diskussion Aktie vs. Immobilie erinnert mich ein bisschen an Apple vs. Microsoft. Es ist und bleibt eine never ending story… 😉

    Ich sollte bald mal was über Immobilien schreiben – hatte ich ja eh vor…

  • zentrader 3. Juni 2013, 12:55

    @Dummerchen
    Herzlichen Dank für Deine inhaltvollen, ausgewogenen und informativen Kommentare.

    Ein ganz persönlichr Dank auch an Dich, weil Du meine ganz persönliche Meinung zu diesem Thema so genau wiedergibst, dass ich schon etwas schmunzeln musste…

    Allen wünsche auch ich den, vor allem langfristigen, Erfolg mit ihrer ganz
    persönlichen Strategie.

  • Martin Trauth 3. Juni 2013, 21:51

    @dummerchen – ich glaube, so weit liegen wir gar nicht auseinander. Ich habe mich ja gar nicht gegen Aktien ausgesprochen. Ich besitze selber welche …

    zwei Dinge noch zur Klärung:

    „Doch das ist eher unüblich. Ich kenne das Konstrukt bislang nur von “Finanzoptimierern” mit 3-4 Buchstaben, die neben der Vermittlung eines Bankdarlehens gerne noch eine fondsgebundene Lebensversicherung verkauft haben.“

    Das ist wohl das grundsätzliche Missverständnis. Warum sollte ein Immobilienbesitzer nicht in der Lage sein ebenfalls zusätzlich in Aktien zu investieren? Ein Annalitätendarlehen ist dann günstig gewählt, wenn es dir auch eine zusätzliche Kapitalanlage und Altersvorsorge gewährleistet. Du zahlst auch Zinsen (die Miete nannte sich früher zurecht Mietzins) – und offensichtlich bist du trotzdem in der Lage nebenbei in Aktien zu investieren. Wer all sein Eigenkapital für eine Immobilie auf den Kopf haut und die mtl. Raten so hoch wählt, dass er nicht parallel vorsorgen kann ist selbst schuld. Ich kenne solche Leute nicht.

    OK – außerdem ist es natürlich dumm, sein Depot gerade im Falle einer Baisse zu schlachten. Zugegebenermaßen ist aber gerade das Finden einer guten Immobilie eine Sache die viel Zeit, Arbeit und Sachkenntnis in Anspruch nimmt. Ist man erst einmal so weit etwas gefunden zu haben, sollte man zügig in der Lage sein das Eigenkapital zu beschaffen. Und zwar am besten dann, wenn die Aktien nicht gerade auf 5% des Kaufwertes herumdümpeln. (vgl. z.B. Commerzbank als damals hoch angepriesenen strong buy bluechip)

    Was mir an euren Statements jedoch gut gefällt ist die Tatsache, dass ihr euch nicht dem derzeit grassierenden Immobilienhype hingebt.

    Ich bleibe dabei, für mich ist die Mietwohnung ein stärkeres Konsumobjekt als die eigene Immobilie. Konsum stammt von verbrauchen. Miete verbraucht man, eine Immobilienfinanzierung gebraucht man um Substanz zu schaffen.

    Viele Grüße!

  • Thomas Schlesinger 8. März 2014, 13:54

    ETFs sind nicht übel, die nutze ich auch. Das Problem ist, dass in einem Bärenmarkt die ETFs üblicherweise auch im Wert sinken. Das ist eher unerfreulich, wenn man in der Baisse-Phase seinem Portfolio Geld entnehmen möchte. Man ist also nicht mehr so frei hinsichtlich des Entnahmezeitpunktes.

    Ich bin letzten September auf das ‚Permanent Portfolio‘ von Harry Browne umgestiegen. Dort wird das Vermögen zu je 25% auf Aktien (ETFs), kurzfristige Geldanlagen, langfristige Rentenpapiere (Bonds) und Gold angelegt. Diese Anlageklassen verhalten sich, zumindest nach historischen Daten in den USA, in verschiedenen Wirtschaftszenarien so, dass sie Wertschwankungen *des Gesamtportfolios* nach unten ziemlich begrenzt und im Schnitt eine *inflationsbereinigte* Rendite von 3-4% erzielt haben, ähnlich wie Aktien.

    [Kommentar gekürzt]

    • Holger Grethe 8. März 2014, 21:08

      3 Anmerkungen:

      1. ETFs sind nicht gleichzusetzen mit Aktieninvestments. Es gibt ETFs für eine Reihe von Anlageklassen, neben Aktien sind dies z.B. Anleihen und Rohstoffe. Es ist also möglich, eine Depot zu 100% mit ETFs zu bilden, ohne dass sich dahinter auch nur ein Aktieninvestment verbirgt.

      2. Das von dir als „Permanent Portfolio“ beschriebene Konzept wird im Allgemeinen auch als Asset-Allocation bezeichnet. Damit ist die Aufteilung des Depotvermögens auf unterschiedliche Anlageklassen gemeint, die bezüglich ihrer Jahresrenditen wenig oder zumindest nicht vollständig korrelieren. Diese Idee geht allerdings nicht auf Harry Browne zurück, sondern auf die Arbeit von Harry M. Markowitz zur Modernen Portfoliotheorie aus dem Jahr 1952.

      3. Direkt im ersten Kommentar auf diesem Blog auf dein (kostenpflichtiges) eBook zu verlinken, empfinde ich nicht als besonders taktvoll. Marketing ist ok, aber bitte mit Fingerspitzengefühl… 😉

  • JLL.Kerouac 5. Juli 2014, 14:50

    Thomas Schlesinger hat geschrieben: „Das Problem ist, dass in einem Bärenmarkt die ETFs üblicherweise auch im Wert sinken.“

    Was ist ein „Bärenmarkt“?
    Und warum sinken in einem Bärenmarkt die ETFs üblicherweise?

    Beste Grüsse

    • Thomas Schlesinger 5. Juli 2014, 15:07

      Der Bärenmarkt ist ein Markt, in dem die Kurse fallen (siehe gehen von oben nach unten). Das ‚tierische‘ Bild dazu ist der Bär, der mit seiner Tatze von oben nach unten zuschlägt.

      Dem gegenüber steht der Bullenmarkt, bei dem die Kurse steigen (sie gehen von unten nach oben). Hier ist das passende Tier der Bulle, denn er stößt mit seinen Hörnern von unten nach oben.

      Die Begriffe werden für auch den Aktienmarkt verwendet. Da ich in meinem Kommentar ETFs für Aktien meinte (ja, das hätte ich dazu schreiben sollen), fallen dann per Definition bei einem (Aktien-)Bärenmarkt auch die Werte der (Aktien-)ETFs.

      An der Börse in New York gibt es übrigens die Statue eines Bullen aus Bronze, den ‚Charging Bull‘, der für den Optimismus der Wall Street steht.