Zeit ist Geld: Stimmt das wirklich?

Ein Blick auf unser Bankkonto genügt und wir wissen, wie viel Geld wir haben.

Wir haben auch eine relativ genaue Vorstellung davon, was dieses Geld wert ist.

Was aber ist der Wert der Zeit?

Gilt wirklich Zeit ist Geld, wie es Benjamin Franklin einst formulierte?

„Wenn Zeit Geld ist – wie kommt es, dass so viele Wohlhabende unter uns immer weniger Zeit haben?“

… fragt hingegen der Finanzautor Carl Richards.

Gehen wir der Sache auf den Grund …

Dinge vs. Erfahrungen

In seinem Buch Die Tretmühlen des Glücks (*) fasst der Schweizer Ökonom Mathias Binswanger die Ergebnisse verschiedener Glücksstudien zusammen und zeigt auf, was Menschen unterschiedlichster Kulturen glücklich macht.

Von materiellen Dingen wie Villa, Porsche und Whirlpool sollten wir uns keine anhaltenden Glückszustände versprechen, denn der zügig einsetzende Gewöhnungseffekt lässt jede Steigerung unseres Lebensstandards schnell zur Normalität werden.

Es sind Erfahrungen, die Menschen glücklich machen. Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören Sex, Zusammensein mit Freunden, gemeinsames Essen und Entspannung.

Nichts also, wofür man unbedingt viel Geld bräuchte.

Wohl aber Zeit.

Festhalten oder Loslassen?

Warum halten die meisten Menschen dann weiter an der Vorstellung fest, mehr Geld sei der Schlüssel zum großen Glück?

Festhalten ist ein gutes Stichwort, wenn man nach dem Grund sucht, warum Geld im direkten Vergleich mit freier Zeit häufig die größere Anziehungskraft ausübt. Geld lässt sich festhalten, genau wie die Dinge, die wir davon kaufen können.

Die Zeit hingegen rinnt uns durch die Finger, ohne dass wir sie zu packen kriegen. Im besten Fall bleiben schöne Erinnerungen. Doch davon „kann man sich ja nichts kaufen“…

Ende offen

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum wir der Zeit eher wenig Bedeutung beimessen. Weil wir glauben oder vielmehr hoffen, noch genug Zeit vor uns zu haben.

Wir wissen, dass unsere Lebenszeit zwar grundsätzlich limitiert ist, aber halten sie gerade in jungen Jahren nicht für ein knappes Gut. Die Statistiken scheinen uns Recht zu geben, denn die mittlere Lebenserwartung der Bevölkerung steigt seit Jahrzehnten kontinuierlich.

Wer sich für den „Kontostand“ seiner Lebenszeit interessiert, braucht nur einen Blick auf die Sterbetafel des Statistischen Bundesamts zu werfen. Eine durchschnittliche Lebenserwartung vorausgesetzt, habe ich – Stand heute – ein „Restguthaben“ von etwa 15.000 Tagen, von dem alle 24h ein Tag abgebucht wird.

In Stunden gerechnet: ich habe noch 360.000 Stunden vor mir. Bei meinem Schlafbedürfnis von gut 8 Stunden pro Nacht werde ich wohl immerhin 240.000 davon in wachem Zustand mitbekommen.

Unfassbar viel zeit also, oder etwa nicht?

Zeit für Erfahrungen

Das Problem ist: ich weiß nicht, ob dieser Kontostand wirklich stimmt. Vielleicht liegen ja noch viel mehr Tage und Stunden vor mir?

Vielleicht aber auch viel weniger.

Welchen Wert bekäme die Zeit, wenn ich wüßte, dass ich nur noch ein Jahr zu leben hätte? Nur noch einen Monat? Nur noch einen Tag?

Man will gar nicht darüber nachdenken…

Genau das sollten wir aber tun. Denn nur dann wird uns bewusst:

Wahrer Wohlstand ist Reichtum an frei verfügbarer Zeit.

Zeit für Sex.
Zeit für Freunde.
Zeit für Entspannung.
Zeit für gutes Essen.
Zeit für Erfahrungen, die uns glücklich machen.

All die genannten Tätigkeiten kommen uns nur dann belanglos vor, wenn wir davon ausgehen, dass uns nahezu unbegrenzt Zeit zur Verfügung steht, um sie jederzeit zu wiederholen. Wenn wir glauben, dass wir später (wann?) immer noch genug Zeit haben werden, um uns ihnen zu widmen.

„Die Gewissheit, dass wir sterben müssen, könnte uns zu einer Lebensweise verhelfen, wie sie uns wirklich vorschwebt.“
– Alain de Botton

Der Wert der Zeit

Welchen Wert hat also die Zeit, wenn wir nicht wissen, wie viel uns davon noch zur Verfügung steht? Wir nicht wissen, ob sie uns davon läuft oder im Überfluss vorhanden ist?

Im Zweifel tauschen wir also lieber ein Gut, dessen Wert wir nicht kalkulieren können (Zeit) gegen ein anderes Gut, dessen Wert wir relativ präzise bestimmen können (Geld).

Denn was man hat, hat man.

Ich habe irgendwann begriffen, dass andere bestimmen, was das Geld wert ist, aber ich allein für mich bestimmen muss, was mir meine Zeit wert ist.

Und dass es unsinnig ist, seinen Stundenlohn – egal ob als Angestellter oder als Freelancer – zum Maßstab für den Wert der Zeit zu machen. Auch seiner freien Zeit.

Zeit ist Geld bedeutet Zeit gegen Geld?

Geprägt von der protestantischen Arbeitsethik gerät man schnell in dieses gedankliche Fahrwasser, da die Erwerbsarbeit unser Leben bestimmt. Und für die Allermeisten bedeutet dies den Tausch von Zeit gegen Geld.

Per Stundenlohn weist die Erwerbsarbeit der Zeit einen ökonomischen Wert zu: Arbeitszeit bringt Geld, Freizeit kostet Geld.

Nichtstun ist mitnichten umsonst, sondern verursacht Opportunitätskosten. Denn die freie Zeit ließe sich ja auch anders, produktiver nutzen. Zum Geld verdienen beispielsweise.

Solange man sich in Zeit-gegen-Geld-Systemen bewegt, führt zwangsläufig ein mehr an Geld zu weniger Freizeit (= Karriere) und ein mehr an Freizeit zu weniger Geld (= Teilzeitarbeit).

Da fällt es schwer, die „richtige“ Entscheidung für sich zu treffen, oder?

Doch es gibt Wege raus aus diesem Dilemma…

„I can always make another dollar, but I can never make another minute.“

– Alan Weiss

Die Entkopplung von Zeit und Geld

Es gibt zwei Wege, um dem Zeit-gegen-Geld-Tauschsystem zu entkommen:

1. Du wirst Unternehmer

Entscheidend ist, ein skalierbares System zu erschaffen. Das bedeutet: deine Produkte oder Dienstleistungen können (weitestgehend) unabhängig von deiner Arbeitszeit von einer Vielzahl an Kunden in Anspruch genommen werden.

Damit wird deutlich, dass die meisten Freelancer und Selbständigen keine Unternehmer in diesem Sinne sind. Solange die eigene Arbeitszeit stundenweise in Rechnung gestellt wird, handelt es sich nicht um ein skalierbares System, denn der Tag hat selbst für Workoholics nur 24 Stunden.

Du hast keine Geschäftsidee oder weder Zeit noch Lust, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Kein Problem, es gibt noch einen anderen Weg…

2. Du wirst Investor

Du bist kein Gründer, sondern beteiligst dich einfach finanziell an einem oder mehreren Unternehmen. Du trägst dabei nur einen Teil des unternehmerischen Risikos und musst zwar Geld, nicht aber Zeit investieren.

Abhängig von der Gesellschaftsform des Unternehmens werden Kapitalgeber als Aktionäre (AG), Gesellschafter (GmbH) oder Mitunternehmer (Personengesellschaft) bezeichnet.

Daneben existiert noch die Möglichkeit, sich als Risikokapitalgeber an einem oder mehreren jungen Unternehmen zu beteiligen.

Für alle, die nicht auf einem dicken Koffer voller Geld hocken und mit dauerhaften Verlusten leben können, ist die Investition in Aktien aufgrund eines ausgeglichenen Chancen-Risiko-Verhältnis wohl die sinnvollste Variante. Am besten mit langfristiger Perspektive im Rahmen einer passiven Anlagestrategie.

Eine Nummer zu groß?

Unternehmer…Investor…klingt dir das alles ein wenig zu großkopfert? Sowas ist doch nur für reiche Leute, oder?

Nein, ist es nicht.

Ein Unternehmen muss heute keine große Fabrik mit rauchendem Schornstein sein. Und als Investor brauchst du weder ein Büro im 30. Stockwerk eines Bürotowers, noch musst du teure Anzüge tragen oder Zigarre rauchen.

Vergiss diese Klischeebilder, alles was du brauchst ist ein Computer mit Internetanschluss. Trotzdem kannst du ein Ich-Konzern sein, wie mein Bloggerkollege Markus Cerenak dazu sagen würde.

Schreibe ein eBook und biete es auf deiner Website zum Kauf an – Glückwunsch, du bist Unternehmer!

Investiere 100€ in einen börsengehandelten Indexfonds – schon bist du Investor!

Was, so einfach ist das?

Ja, so einfach ist das. Was nicht bedeutet, dass es leicht ist. Die Chance, mit deinem ersten eBook einen Bestseller zu landen ist vermutlich genau so groß wie die Wahrscheinlichkeit, mit der Zahlung von 100€ in ein Wertpapierdepot finanziell ausgesorgt zu haben.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Entscheidend ist, einmal anzufangen.

Natürlich hält dich nichts davon ab, sowohl Unternehmer als auch Investor zu werden, um die Vorteile beider Systeme mitzunehmen.

Dabei musst du weder wilde Verrenkungen machen, noch alles aufs Spiel setzen. Du kannst klein anfangen und dich Stück für Stück aus dem Zeit-gegen-Geld-System herausbewegen.

Dir stehen alle Möglichkeiten offen.

Nutze sie, es ist deine Zeit.

Bildquelle: „Time To Walk Like A Rebel“ von Ian Sane (bearbeitet), lizensiert unter CC BY 2.0

Dr. Holger Grethe
Hallo, ich bin Holger Grethe, ETF-Investor und Gründer von Zendepot! Seit 2013 unterstütze ich Privatanleger dabei, auf zeitsparende Weise Vermögen in Eigenregie aufzubauen. Mehr über mich und diese Website erfährst du hier.

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  • Marco Jan 7, 2016 @ 15:16

    Hallo Holger,

    ich kann mich eigentlich voll mit deinen Ausführungen identifizieren. Desweiteren denke ich, dass beide Punkte (Unternehmer, Investor) auch im Jahr 2016 eine noch viel zu niedrige Rolle in Deutschland spielen.

    Ein Problem was ich vor allem bei der ersten Option sehe ist, dass bei Leuten, die einen sehr fordernden/stressigen Job haben, kaum noch Kraft finden abends oder am Wochenende z.B. anfangen ein Buch zu schreiben – um damit langfristig passives Einkommen zu generieren. Man benötigt schlicht die freie Zeit um überhaupt wieder in einen leistungsfähigen Zustand zu kommen (Hamsterrad).

    Ich denke ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre eine Möglichkeit um die Risikobereitschaft zu erhöhen. D.h. es mal Vollzeit als Autor/Entwickler etc. zu versuchen unter zu Hilfenahme der tollen Plattformen (Self-Publishing, Kickstarter etc.) die uns heute das Internet bietet.

    Über diesen Punkt und andere Änderungen im System (z.B. Erziehung unserer Kinder zu selbstständigen Menschen und nicht primär als passende Arbeitsbienen für die Unternehmen) scheint aber unsere Gesellschaft nicht wirklich ernsthaft und ergebnisoffen zu diskutieren.
    Wir leben – was unsere Arbeits-und Berufswelt angeht – immer noch im 20. Jahrhundert.

    Wie denkst Du darüber ?

    • Holger Grethe Jan 9, 2016 @ 21:10

      Hallo Marco,

      vielen Dank für deinen Kommentar, dem ich in allen Punkten zustimme!

  • Capri Nov 7, 2014 @ 15:14

    Für mich einer Deiner besten Artikel. Ich kann nur jedem raten die eigene Stunde Lebenszeit mal in Geld zu bewerrten und dann zu überlegen, ob ich a) bereits genug verdiene b) zu wenig.

    Und entsprechend der Antwort sich teurer zu verkaufen bzw. weiterzubilden oder einfach zu frieden zu sein mit dem was man hat.

    Grüße,

    Capri

  • Dummerchen Okt 21, 2014 @ 17:46

    Hallo Stefanie,

    „… eine sinnvolle, eigenverantwortliche Arbeit. Kreativität und Selbstbestimmung. “

    Diese Begriffe haben für jeden wohl eine individuelle Bedeutung; eine allgemeine Antwort lässt sich daher wohl kaum geben. Ich könnte mir aber vorstellen, dass dir eine Tätigkeit im sozialen Bereich, vielleicht auch im Tätigkeitsbereich der Werte-, Erfahrungs-, Fähigkeiten-, Wissensvermittlung im Erwachsenen- und/oder Jugendlichenbereich eine höhere Zufriedenheit bieten könnte. Dies ist natürlich nur ein Schuss aus der Hüfte, da ich dich nicht kenne. Aber vielleicht bewirkt er ja einen besseren Gedanken in dir?! Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg auf der Suche nach der passenden Aufgabe für dein Leben.
    Liebe Grüße,
    Dummerchen

    • Stefanie Müller Okt 21, 2014 @ 18:13

      Hallo Dummerchen,

      vielen Dank für die Antwort. Es ist erstaunlich, wie gut der Schuß aus der Hüfte doch sitzt. Ohne mich zu kennen, hast Du schon erfaßt, womit ich noch ringe! Danke dafür! Vielleicht sollte ich öfter einfach mal Kommentare schreiben, Feedback oder Meinungen anderer sind doch wichtiger, als ich dachte.

    • Dummerchen Okt 21, 2014 @ 19:32

      Hallo Stefanie,
      na, da freue ich mich, dass es mir gelungen ist, die richtige Saite zum klingen zu bringen.

      Ich kenne vermutlich den Themenkomplex und die damit verbundenen Gedanken, mit denen Du ringst, aus eigener Erfahrung ganz gut. Und wenn Du mit einer Entscheidung ringst, ist das vermutlich ein gutes Zeichen, dass ein Teil von Dir schon ahnt, was gut für Dich ist. Aus eigener Erfahrung kann ich Dich nur ermutigen, auch unkonventionelle Gedanken einfach mal zuzulassen und Möglichkeiten ganz real zu prüfen und nicht von vornherein als „unmöglich“ abzustempeln. Vielleicht sind ja ganz tolle Dinge für Dich möglich. Dazu braucht es sicherlich Mut und Kraft, aber wenn Du Dein Leben verändern willst, das wirst Du auch Wege finden, Schritte in die richtige Richtung zu gehen. (Es muß ja nicht immer gleich alles „perfekt“ sein…)

      Ach, und ja. Auch wenn das Internet „herrlich unpersönlich“ sein kann, so finden sich ab und zu doch Menschen, die das eigene Leben mit ihren Meinungen bereichern können. Ein 1 Jahr alter Blogeintrag ist zwar höchst selten der Ort, an dem man Antworten erhalten wird, aber wie Du siehst, ist auch das nicht unmöglich ;-)!

      Liebe Grüße und toitoitoi,
      Dummerchen

  • Stefanie Müller Okt 21, 2014 @ 14:31

    Hallo Holger,
    ich bin seit kurzem auf dem Aussteiger-Trip und sehr verwundert, mit wie wenig Geld man leben kann. Und ich habe viel Zeit. Und die verbringe ich – meistens – glücklich. Nur darf ich mich nicht vom Konsumwahn der anderen anstecken lassen. Und das ist wiederum nicht sooo einfach, wenn man sich noch ab und zu in Konsumwelten bewegt. Was der Mensch doch eigentlich möchte, ist: Glücklich sein, Gemeinschaft, gebraucht werden und eine sinnvolle, eigenverantwortliche Arbeit. Kreativität und Selbstbestimmung. Das kann ich so in der heutigen Arbeitswelt nicht finden (sollte jemand wissen, wo es so etwas gibt, lasse er es mich bitte wissen!). Es ist schade, daß man sich gezwungen sieht, eigene Interessen so ganz denen des Arbeitgebers hintanzustellen. Jedenfalls geht es mir so. Dennoch bleibe ich fasziniert vom Leben und der Finanzwelt – und ihren Möglichkeiten. Ich wäre nur manchmal dankbar für einen Leitfaden, der mir durch das ganze philosophische, mathematische und psychologische Gewurschtel des Lebens hilft – aber den gibt es wohl noch nicht.

  • Covacoro Okt 5, 2013 @ 21:01

    Hallo Holger,

    sehr schöner Artikel insgesamt. Ich habe nur einen klitzekleinen Kritikpunkt bzw. eine Anregung worüber Du als Nächstes schreiben könntest: Wenn alle Menschen den Wert von Zeit erkennen würden und aus dem „unbedingten“ Wachstumsmodell (Geld, Konsum usw.) aussteigen, was damit in Verbindung steht, wäre das sicher sehr gut für unsere Welt, für unser Zusammenleben.

    Als Unternehmer statt Angestellter übernimmt man Verantwortung – z.B. über die Qualität und den Nutzen des angebotenen Produkts für die Folgen des eigenen Tuns. Als Investor muß man sich meiner Meinung nach auch mit dieser Frage auseinandersetzen: d.h. was es heißt, verantwortlich investieren. Gerade dann wenn man selbst einen Nutzen daraus ziehen will, wie dem Hamsterrad „Geld-Zeit-System“ zu entkommen durch Kapitaleinkommen.

    Ein Indexinvestor (passives Investieren) erzielt in vielen Fällen die bessere Rendite als ein aktiver Investor, das will ich nicht in Abrede stellen. Aber er kann nicht beeinflussen, worin er investiert und welche Firmen davon profitieren: Banken, Versicherungen, Rüstungsfirmen, Versorger etc. pp.

    Just my 2 cents …

    @Katharina: wieviel man auf der hohen Kante braucht, kann man mit einem Finanzplan errechnen. Dazu google einfach mal nach dem Blog „Der Privatier“ bzw. schaue Dir die Seite der Uni Saarland dazu an: http://lc.itm.uni-saarland.de/index.php

    • Holger Grethe Okt 5, 2013 @ 22:07

      Hallo Covacoro,

      vielen Dank für deinen berechtigten Einwand! Ich gebe zu, die reine Lehre kann es wohl (nie) geben, denn sobald zu viele Leute aus der Konsum-Tretmühle aussteigen würden, gäbe es kein Wirtschaftswachstum und damit auch keine Aktienrendite mehr. Das wäre schlecht für mich als Investor. ;-)

      Ich mache mir darüber aber keine Sorgen, denn seit mehr als 2.000 Jahren machen sich Philosophen und seit ein paar Jahrzehnten dazu noch glücksforschende Psychologen tolle Gedanken über das „gute Leben“ (jenseits des Materialismus), über Eudaimonie. Es mangelt nicht an Erkenntnissen und fantastischen Büchern.

      Und was ist das Resultat? Die große Mehrheit der Menschen sucht ihr Heil weiterhin in Statussymbolen und nimmt dafür ein entbehrungsreiches Arbeitsleben in Kauf. Solange die Werbung ständig neue Konsumwünsche generiert und Bürger von Politik und Medien als „Verbraucher“ verunglimpft werden (als bestünde unsere Existenzberechtigung im ständigen „verbrauchen“ von irgendetwas), muss ich mir über das Wirtschaftswachstum wohl keine Sorgen machen. ;-)

      Es stimmt natürlich, dass man als Indexinvestor mit der Gießkanne sein Geld verteilt. Eine Steuerungsfunktion, wer das Kapital letztlich bekommt, gibt es nicht. Es besser zu machen ist heute allerdings so gut wie unmöglich, wie ich bereits hier beschrieben habe.

  • folio Okt 4, 2013 @ 12:54

    Zum Kommentar von Dennis Punkt 4, privat Kredit zu vergeben, und Holger’s Antwort darauf:

    Persönlich habe ich gute Erfahrungen mit privater Kreditvergabe gemacht. In meinem Fall über smava. Das Risiko ist hier deutlich minimiert und berechenbar, da man bei Kreditausfällen über den Poolausgleich abgefedert ist. Ich habe im Jahr 2009 ein paar Kredite vergeben und habe damit eine Rendite von ca. 6 % erzielt. Heute wäre eine so hohe Rendite aufgrund der allgemein niedrigen Zinsen allerdings nicht mehr möglich.

    Das wirklich faszinierende an der privaten Kreditvergabe ist für mich, dass man selber „Bank“ ist und Geld z. B. für 5 % verleihen kann, die der Kreditnehmer auch bezahlt. Wenn man eine Bank dazwischen schaltet, bekommt man 0,5 – 2 % Zinsen, wenn man der Bank Geld leiht und bezahlt 5 -10 %, wenn man Geld von der Bank haben will. Diese Marge streift man besser selber ein.

    Aber generell sind Aktien ein noch besseres Investment. Da stimme ich Holger zu. Vor allem in diesem Niedrigzinsumfeld.

    • Dummerchen Okt 5, 2013 @ 9:37

      P2P-Kredite sehe ich eher mit gemischten Gefühlen. Als Kreditgeber/Anleger sehe ich das Produkt analog zu einer Festgeldanlage/Anleihe. Auch dort steigt die Rendite mit dem Risiko. Eine spanische Staatsanleihe bringt aktuell ca. 2% p.a. mehr Rendite als eine deutsche – das Risiko eines Ausfalls wird vom Markt höher eingeschätzt und für dieses Risiko erhält man eine Prämie von 2%.

      Wenn man also bei einem P2P-Kredit 2% p.a. mehr erhält als bei einer Bank, so sollte man sich bewußt sein, dass das Risiko eines Zahlungsausfalls ebenfalls vom Markt höher eingeschätzt wird.

      Wer sich mal den Spaß machen möchte, kann vergleichen, ob sich P2P-Kredite „lohnen“: Der aktuell erzielbare Zins für eine 3-jährige-Festgeldanlage liegt bei etwa 2,15% p.a.. Smava gibt auf ihrer Homepage eine „erwartete Rendite“ für verschiedene Bonitätsklassen an. (Interessanterweise finde ich den Link zu dieser Seite nicht über die Homepage – scheint also gut versteckt zu sein ;-)! Google „Smava Statistiken“ liefert aber die von mir angesprochene Seite.)

      Dort wird der Nominalzins, die Smava-Gebühr und der Risikoaufschlag aufgelistet aus denen sich eine erwartete Rendite ergibt: Sie liegt (Stand heute/36 Monate Laufzeit/Betrachtung der letzten 180 Tage) über alle Risikoklassen gemittelt bei 2,2%. Welch Überraschung!

      Es mag durchaus so sein, dass man mal Glück hatte und einen höheren Zins als den marktüblichen erzielt hat, im Mittel über alle Anleger gleicht sich das aber aus und es gibt daher auch Anleger, die unter dem marktüblichen Zins gelandet sind. Man möge also bitte nicht erwarten, dass P2P-Kredite ein risikoloser Renditeturbo sind.

      There ain’t no such thing as a free lunch.

    • Holger Grethe Okt 5, 2013 @ 21:27

      Danke, Dummerchen, für diesen – wie immer – brillanten Kommentar. Deinen Ausführungen zum Chance-Risiko-Verhältnis von Peer-to-Peer Krediten (P2P) habe ich nichts hinzuzufügen! ;-)

  • Karin Sartorius Okt 3, 2013 @ 15:35

    Hallo,

    der Begriff „skalierbares System“ war neu für mich.

    In meinem Inneren arbeitet es seit Monaten daran, dass ich um Geld zu verdienen einen Nutzen bieten möchte und nicht meine Zeit.
    Ein E-Book schreiben ist dafür eine tolle Idee.

    Und ich liebe das etwas sperrige Wort „Opportunitätskosten“ (mein Sohn kann es schon nicht mehr hören).
    Als „Miss Ehrenamtlich“ habe ich meine Zeit und Aufmerksamkeit hauptsächlich verschenkt. Jetzt muss ich aufgrund einer privaten Entscheidung mit dem Einsatz meiner Zeit Geld verdienen – brauche aber auch noch genug Zeit für meine Kinder.
    Ein klassisches Frauen-Dilemma.

    Wiedermal ein Artikel von Dir, Holger, der Wasser auf meinen Mühlen ist. Danke!

    • Holger Grethe Okt 3, 2013 @ 21:05

      Danke, Karin!

      Ich glaube gar nicht, dass du ein klassisches Frauen-Dilemma beschreibst, wenn es darum geht, Erwerbsarbeit und Kinder unter einen Hut zu bekommen.

      Familienväter betrifft es doch mindestens genauso, auch wenn es irgendwie alle „normal“ finden, wenn Papi erst nach 20 Uhr aus dem Büro nach Hause kommt.

      Studien zeigen, dass verschenkte Zeit (Ehrenamt) glücklich macht. Natürlich sollten vorher die eigenen finanziellen Bedürfnisse gedeckt sein. sonst wird es sicherlich schwer fallen, diese Zeit zu genießen.

      Bin gespannt auf dein eBook!

  • zentrader Okt 3, 2013 @ 13:20

    Danke für den schönen Artikel.

    Zum Thema „Zeit gegen Geld“ fällt mir spontan diese
    moderne Parabel ein…

    • Holger Grethe Okt 3, 2013 @ 14:24

      Danke! Die Parabel vom Fischer und dem Banker ist immer wieder herrlich :-)

  • Katharina Okt 3, 2013 @ 9:44

    super Artikel … mal wieder!
    Dennoch schwingt das Gefühl mit: Wenn es doch so einfach wäre….

    Irgendwie fällt dieses Thema für mich unter das „Huhn & Ei“ Prinzip. Was ist zuerst da? Wie entkopple ich die beiden?
    Kann ich mich bei Sex, Essen und Spaß haben entspannen, wenn mein Konto ein Loch aufweist?
    Welches Polster brauche ich „auf der hohen Kante“, um mich „sicher“ zu fühlen und meine Zeit tatsächlich auch genießen zu können?

    Warum streben Menschen nach Lottogewinnen, dem „einmal-richtig-viel-Geld-haben?“ Ist damit nicht die Idee verbunden, sich dann NIE MEHR darum kümmern zu müssen und dann wirklich jeden Tag LEBEN zu können?

    Wie rettet man sich dann aus dieser „ich will mehr“ Spirale und kehrt zurück zu dem Bewusstsein: Jetzt ist’s genug an Geld, jetzt kann ich mich beim Spaß entspannen und das Leben genießen …. das sind (glaube ich) ganz andere Mechanismen, die uns da antreiben, nämlich unsere Bedürfnisse nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Ansehen.

    Es führt wohl kein Weg daran vorbei, sich mit den eigenen Werten und Zielen diesbezüglich auseinander zu setzen, um zu wissen wie viel Geld meine Zeit wert ist und wann ich „genug“ Cash habe um es entspannt in Freizeit zu investieren …

    • Holger Grethe Okt 3, 2013 @ 11:21

      Hey Katharina,

      ich denke auch, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, wie viel Geld genug ist. Und das ist keine einfache Aufgabe…

      Zu der Gewöhnung an das Zeit-gegen-Geld-System kommt noch die totale Ökonomisierung aller Lebensbereiche hinzu, die in den letzten 20 Jahren stattgefunden hat.

      Ein tolles Buch zu diesem Thema ist Monoculture: How One Story is Changing Everything. Der Autor beschreibt ganz gut, warum wir mittlerweile auch in unserer Freizeit in ökonomischen Kategorien denken.

  • Dennis Sievers Okt 3, 2013 @ 9:35

    Hallo Holger,

    Das ist ein sehr interessantes Thema.

    Das Zeit gegen Geld System ist halt sehr praktisch, weil der Staat die meisten seiner Schäfchen im trockenen hat.

    Aber das erkennen nicht viele oder trauen sich garnicht aus dem Hamsterrad raus.

    Seine bisherigen Glaubenssätze umzuwerfen und umzupolen, das es andere wege gibt und diese zu beschreiten ist auch ein schwieriger Prozess.

    Weil man sich mit den Alternativen Systemen auseinandersetzen muss. Also sich reinarbeiten… Was für viele schon ein grauß ist.

    Daher können es nur offene, freidenkende Menschen schaffen diesen Weg auch einzuschlagen.

    • Holger Grethe Okt 3, 2013 @ 11:14

      100% d´accord, Dennis!

      Es ist nicht einfach, das Zeit-gegen-Geld-System zu verlassen, denn für vermutlich 99% aller Menschen ist es „Normalität“.

      Aber es ist eben nicht unmöglich oder unrealistisch, sich Alternativen zu schaffen. Das Internet und die Digitalisierung vieler Arbeitsbereiche sind die entscheidenden „game-changer“, weil sie einige Spielregeln auf den Kopf stellen, die noch vor gar nicht so langer Zeit wie in Stein gemeißelt schienen…

    • Dennis Sievers Okt 3, 2013 @ 20:11

      Hallo Holger, ich muss meinen Kommentar nochmals kommentieren, weil ich komischerweise nicht deinen Kommentar auf meinen Kommentar kommentieren kann. (ha, was ein komischer Satz, aber dennoch richtig. ;) )

      Nach ich deinen Artikel gelesen habe, sind mir so einige Gedanken durch den Kopf geschossen, wie und womit man sich ‚Freiheit‘ schaffen kann, aber dies ist aber mit sehr viel Arbeit (am Anfang) verbunden.

      1. Man baut eine Firma auf. Sucht die passenden Mitarbeiter die genau die gleiche Vision vom Ziel der Firma teilen.
      Dann muss man ein System schaffen, das jeder Mitarbeiter durch schnell und effektiv durch vorhandene Kollegen oder durch Worksheets eingearbeitet werden kann. Jeder Schritt und Arbeitsaufwand wird dort festgehalten, sodass es immer wieder nachlesbar ist, wenn mal kein Kollege da ist.

      Das schafft einem Freizeit im Sinne, sich darauf zu konzentrieren, was die Firma voran bringt, weil die Mitarbeiter frei und selbstständig arbeiten und man nur durch wöchentliche Meetings Feedback und Verbesserungsvorschläge aus eigenen Reihen einholen kann. Mit diesem Arbeiten die Firma weiter voran zu bringen.

      Wenn man sich dann noch mehr ‚Freiheit‘ schaffen will, kann man, wenn der Umsatz vorhanden, einen Geschäftsführer einstellen, der all das übernimmt, was man selbst vorher gemacht hat. Dieser aber einem täglich / wöchentlich Reports übermittelt oder wichtige Entscheidung mit einem Abstimmen will.

      So verdient man sein Geld durch die Automatisierung der Firmeninternen prozesse und brauch nur noch Zahlen zu überprüfen.

      Das kann man nach und nach und immerwieder mit neuen Firmen machen, die Arbeitsplätze schaffen, das Wirtschaftswachstum fördern und natürlich einem selbst Geld in die Tasche spülen.
      Das gibt einem Freiheiten, die man sonst nicht hat.

      2. Wie du schon erwähnt hast, Geld in Projekte stecken, in denen man Zukunftspotenzial sieht. Die deutschen Investoren sind sowieso deutlich zögerlicher als die amerikanischen.

      Crowdfunding für Startups gibt es ja auch, da muss man nicht große Summen investieren, um an den Firmen zu partezipieren.

      3. Diese Idee wird nun nicht jedem gefallen, aber ich habe mich mit der Thematik schon sehr lange beschäftigt, weil ich das System einfach interessant finde und es wirklich für jedermann und jederfrau eine Chance bietet solange diese offen ist neues zu lernen, über seinen Schatten zu springen und wie in bei 1. eine lange Ausdauer haben muss, um Erfolg zu haben.

      Diese Option ist Network Marketing / Multi-Level-Marketing. Diese ist ein legales Vertriebsystem indem der Mensch der sich wirklich ERNSTHAFT dafür entscheidet dabei zu sein, innerhalb von 2-5 Jahren (je nachdem wie schnell man selbst arbeitet) ein hohes passives Einkommen einbringen kann.

      Aber um ein dauerhaftes Einkommen damit erzielen zu können muss man sich jedoch eine Firma suchen, die stabil auf dem Markt ist und Produkte vertreibt, die immer wieder gekauft werden, weil diese auch einen wirklichen nutzen für diesen Kunden haben, sonst ist da kein dauerhaftes passives Einkommen möglich.

      4. Außerdem gibt es ja auch Möglichkeiten als Privatperson sein Geld verzinslich zu Verleihen. Siehe auxmoney.com

      Mich würde Deine und von anderen die ehrliche Meinung zu meinen Gedanken interessieren.

      Beste Grüße,
      Dennis

    • Holger Grethe Okt 3, 2013 @ 20:49

      Hallo Dennis,

      zu deinen Gedanken und Ideen:

      Unter Punkt 1 beschreibst du im Prinzip den Job eines klassischen Unternehmers. Kann man machen. Aber es muss nicht so groß sein. Man muss keine Mitarbeiter anstellen, um unternehmerisch tätig zu sein.

      Um auf das Beispiel eBook zurückzukommen: schreibe 3 gute eBooks und du hast 3 „Mitarbeiter“, die für dich Geld verdienen. Und zwar rund um die Uhr…

      Unter Punkt 2 erwähnst du Crowdfunding. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das Risikokapital ist, denn ein Großteil der Start-Ups, in die man auf diesem Wege investiert, wird es nicht schaffen.

      Dann lieber Aktien von Unternehmen kaufen, die nicht mehr in den „Kinderschuhen“ stecken und sich bereits einige Zeit am Markt behaupten konnten.

      Zu Punkt 3 – Multi-Level-Marketing: ich will jetzt gar nicht auf die üblichen Kritikpunkte wie „Schneeballsystem“ etc. eingehen. Mein Problem damit ist folgendes: ich habe keine Lust, irgendwem irgendetwas zu verkaufen.

      Wenn ich ein Produkt oder eine Dienstleistung zum Kauf anbiete, dann will ich mich damit zu 100% identifizieren können und genau wissen: ja, das was ich anbiete, hat einen großen Wert und wird meinen Kunden weiterhelfen. Allein dieser Wert rechtfertigt den Preis, nicht die Tatsache, dass ich etwas verkaufen will.

      Für mich ist das der entscheidende Unterschied zwischen großartigen Produkten und Dienstleistungen, für die Leute gerne bezahlen, und irgendwelchem Zeugs, das lieblos in den Markt gedrückt und mit trickreichem Marketing-Schickschnack an den Mann/die Frau gebracht werden soll.

      Zu Punkt 4, dem Kreditmarktplatz (bitte keine Links zu gewerblichen Angeboten in den Kommentaren setzen). Die hohen Zinssätze derartiger Marktplätze kommen nicht von ungefähr, denn die Ausfallrate der vergebenen Kredite dürfte entsprechend hoch sein. Auf deutsch: das Risiko ist nicht unerheblich.

    • Dennis Sievers Okt 3, 2013 @ 21:33

      Hi,

      es waren ja nur Gedanken. Habe mich weiter nicht mit 1,2 und 4 auseinander gesetzt. Dank dir, weiss ich nun mehr dazu. ;) Thanks.

      zu 3.
      Man soll ja auch nicht irgendwelche Produkte an irgendwen verkaufen. Sondern dann eine Network Unternehmen wählen, dessen Produkte du vertreten kannst.
      Außerdem kannst du deine Art, wie du die Produkte vertreibst selbst entscheiden.

      Denn jedes anständige MLM arbeitet ehtischer als jede Versicherung. Produkte die wirklich für den jeweiligen Kunden einen Mehrwert/Verbesserung bringen.
      Produkte die erste bestellt werden müssen, wenn der Kunde welche möchte. (Kelleransammlung dadurch ausgeschlossen)
      Marktschreiermarketing ausgeschlossen ist, weil die Firma es unterbindet.

      Wenn du dich mal in die Thematik einfach mal reinlesen willst, dann kann ich dir nur das Buch von Randy Gage – Wie baue ich eine Multi-Level-Geldmaschine empfehlen. Denn das ist das einzige Buch was überhaupt den wahren Sinn und eine ehtische Arbeitsmoral vermittelt, um langfristig davon zu leben.

      Wie du merkst beschäftige ich mich sehr damit, obwohl ich in keinem Unternehmen bin, aber das hat genau diesen Grund, dass nicht jede Firma diesen Ansprüchen gerecht wird. Aber es gibt solche Unternehmen auf dem Markt die ich auf den Schirm habe.

      Und nicht umsonst gibt es Firmen in dem Bereich, die länger wie 5 Jahre bis sogar 30 Jahre auf den Markt sind.

      Denn du musst zugeben, kein Unternehmen kann lange bestehen, wenn die Produkte nichts taugen. Denn wer kauft diese dann? Deswegen sind auch 90% aller neu gestarteten Firmen die ich in den letzten 5 Jahren beobachtet habe, auch nicht mehr da.