Corona-Krise: Jetzt Aktien kaufen?

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Die gegenwärtige Coronavirus-Pandemie betrifft mich gleich auf zweierlei Weise:

Auf der einen Seite als Arzt, auf der anderen als Investor.

Ich habe das Geschehen der letzten Wochen aufmerksam verfolgt und mir ein paar Gedanken dazu gemacht, die ich gerne teilen möchte.

In diesem Blogartikel versuche ich eine vorsichtige Einschätzung der Lage, sowohl was die medizinischen als auch die finanziellen Folgen (und Chancen!) der Corona-Krise anbelangt.

Zuerst zum medizinischen Teil:

Wie gefährlich ist das SARS-CoV-2 Virus wirklich?

Ich gebe zu: Ich habe sowohl das Ausmaß als auch die Folgen der Corona-Pandemie anfangs unterschätzt.

Vor etwa 10-14 Tagen noch war ich der Meinung – wie so viele andere auch -, dass der mediale Rummel, der seit Anfang des Jahres um dieses Virus veranstaltet wurde, maßlos übertrieben sei.

Covid-19 ist nichts anderes als eine Grippe und die Medien machen nur so ein Theater, weil das Ding eben neu ist und sich mit Apokalypse-Szenarien gut Auflage machen lässt bzw. online gut Clicks generieren lassen.

…so dachte ich.

Nun, offensichtlich verursacht das Corona-Virus mehr als eine „normale“ Grippewelle. Auch wenn die Zahlen dazu widersprüchlich sind, wie wir gleich sehen werden.

Die Situation in Europa – im Fokus: Italien

Meine Einschätzung der Corona-Pandemie hat sich in dem Moment geändert, als ich die ersten katastrophalen Berichte der ärztlichen Kollegen in Italien gelesen habe.

Insbesondere die Zustände in der (vergleichsweise) reichen Lombardei erinnern an Einsätze in Kriegs- oder Katastrophengebieten.

Die Intensivkapazitäten vieler italienischer Krankenhäuser sind erschöpft, womit sich die behandelten Ärzte zur Triage gezwungen sehen.

Dieses Verfahren wird zwangsläufig immer dann angewandt, wenn zu schnell zu viele Patienten auf zu wenig medizinisches Personal bzw. zu wenig apparative Einrichtungen trifft.

Genau das ist in Italien offensichtlich geschehen.

Im Rahmen der Triage müssen die Ärzte nun die Entscheidung treffen, welchem Patienten mit welchen Mitteln noch geholfen wird und wer sich mehr oder weniger selbst zum Sterben überlassen wird.

Mit anderen Worten:

Wer wird noch intubiert und darf im Intensivbett an ein Beatmungsgerät und wer wird zum Sterben auf den Gang geschoben …

Wie sich das für die Ärzte in Italien anfühlt, hat dieser Kollege auf Twitter sehr eindrucksvoll in einem mehrteiligen Thread beschrieben – und das bereits am 9. März(!):

Warum sterben so viele Menschen in Italien?

Diese Frage beschäftigt mich seit Wochen: Warum ist die Letalität der Corona-Kranken ausgerechnet in Italien so hoch?

Werden dort nur die schweren Fälle getestet, was die Quote verzerrt? Ist das italienische Gesundheitssystem so viel schlechter als bei uns?

Oder liegt es vor allem an der geringen Zahl der Intensivplätze?

Die Krankenhäuser in Deutschland halten die meisten Intensivbetten in ganz Europa vor: 29/100.000 Einwohner.

Zum Vergleich (bezogen auf 100.000 Einwohner):

  • Italien: 12,5
  • Frankreich: 11,6
  • Spanien: 9,7
  • UK: 6,6
  • Niederlande: 6,4
  • Europa (Durchschnitt): 11,5

Italien liegt hier also im europäischen Durchschnitt. Und scheint trotzdem eine deutlich höhere Letalität (Sterberate) zu haben als die meisten anderen Länder:

Statistik: Sterblichkeitsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern 2020 (Stand: 20. März) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Sie liegt (Stand: 20.03.2020) mehr als doppelt so hoch wie im Rest der Welt.

Und auch eklatant höher als die Sterberate der Influenza (Grippe), welche sich im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozent bewegt.

Die aktuelle Situation in Deutschland

Mit einer Sterberate von „nur“ 0,3 Prozent aller positiv auf Corona getesteten Menschen stehen wir vergleichsweise gut dar.

Sind wir Deutschen vielleicht immun gegen das Virus? Oder machen sich hier unsere höheren Kapazitäten im intensivmedizinischen Bereich bezahlt?

Ehrlich: ich weiß es nicht.

Man kann nur hoffen, dass dieser Trend anhält und sich unsere Krankenhäuser nicht in Kürze doch noch mit „italienischen Verhältnissen“ konfrontiert sehen.

Sicher ist allerdings, dass die Corona-Pandemie einen unermesslichen wirtschaftlichen Schaden anrichten wird oder bereits angerichtet hat.

Das Gebot der „sozialen Distanz“ sowie das faktische Berufsausübungsverbot hat vielen Selbständigen sowie kleineren und mittleren Betrieben bereits einen „Knacks versetzt“, von dem sich ganz sicher nicht alle wieder erholen werden.

Wie viel die von der Politik versprochenen „unbürokratischen“ Soforthilfen wert sein werden, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen …

Auch unsere Anästhesie-Praxis muss zwangsläufig Kurzarbeit anmelden, da die Zahl der ambulant durchgeführten Operationen (die allermeisten davon sind aufschiebbar) aus nachvollziehbaren Gründen drastisch gesunken ist.

Die Alten: „Generation schmerzbefreit“!?

Interessanterweise sind es vor allem die jüngeren beziehungsweise nicht ganz so alten Patienten, die von sich aus ihre OP-Termine stornieren/verschieben und dies mit der aktuellen Lage begründen.

Wer hingegen weiterhin ungerührt in die Arztpraxen stiefelt, häufig wegen Bagatellen, sind Patienten aus der Generation 65+.

(Ich höre das auch von Kollegen aus anderen Fachrichtungen.)

Also genau die Risikogruppe, wegen der wir das ganze Theater der „sozialen Distanzierung“ überhaupt veranstalten!

Bis Ende letzter Woche konnte ich noch lustige Rentner-Grüppchen beobachten, die völlig ungerührt eng beieinander draußen im Cafe oder zu viert in einem Auto saßen.

Während wir unsere Kinder zuhause seit einer Woche einsperren müssen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Ich weiß wirklich nicht, was die Alten umtreibt, die sich so verhalten.

Vermutlich müssen erst „die Marlies“, „die Hedwig“ oder „der Jupp“ unter der Erde liegen, damit den Ignoranten unter den Alten klar wird, um wen und was es hier eigentlich geht!

Aber zurück zum eigentlichen Thema …

Corona und der Einbruch der (Welt)Wirtschaft

Nicht nur Selbständige und KMUs, auch die Großunternehmen spüren die Auswirkungen der Krise und fahren ihre Produktion herunter.

Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Aktienkurse (dem Stimmungsbarometer der globalen Wirtschaft).

Seit ihrem Höchststand vom 19. Februar entwickelten sich diese Indizes wie folgt (Stand: 20.03.2020):

  • S&P500: -32%
  • DAX: -35%
  • MSCI Emerging Markets: -27%

Das sind ganz schön happige Kurskorrekturen binnen nur weniger Wochen …

Womit wir beim Thema wären:

Soll man in der Corona-Krise Aktien kaufen?

Ich würde sagen: Unbedingt!

Denn die Chance, nach einem Crash bei „günstigen“ Kursen in den Aktienmarkt einzusteigen, kommt (vermutlich) so schnell nicht wieder.

Ob jetzt der ideale Zeitpunkt zum Einstieg ist, vermag ich nicht zu sagen.

Gut möglich ist, dass die Kurse in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter fallen werden.

Ich erwarte das, ehrlich gesagt.

Weil ich glaube, dass die Corona-Pandemie das Zeug hat, eine ausgewachsene weltweite Rezession herbeiführen.

Ich weiß es aber nicht.

Vielleicht erholen sich die Kurse schon ab morgen wieder und spätestens Ende des Jahres sind die Verluste wieder aufgeholt.

Who knows!?

Anlagestrategie: Regel ist Regel

Ich halte mich in jedem Fall an meine (langfristige) Anlagestrategie und die sieht vor, dass bei einem Kursrückgang von mehr als 20% nachgekauft wird.

Genau das mache ich in den nächsten Tagen: Ich investiere einen (kleineren) fünfstelligen Betrag in meine Aktien-ETFs.

Im ersten Schritt.

Denn gehen die Kurse weiter runter (also um weitere 15-20 Prozentpunkte), schiebe ich noch einmal den gleichen Betrag nach.

Natürlich kann es sein, dass diese Investments zügig an Wert verlieren werden, weil der Boden bei den Kursen noch längst nicht erreicht ist.

Na und?

In jedem Fall werde ich mir so den „30%-Rabatt“ von letzter Woche sichern und deutlich günstiger ETF-Anteile einkaufen können als noch Mitte Februar.

Falls du dich fragst …

Woher ich in der Krise das Geld nehme?

Aus dem risikoarmen Teil meines Portfolios. Mit jeder Tranche, die ich jetzt im Crash in Aktien umschichte, erhöhe ich natürlich mein Risikolevel.

Andererseits ist das Risiko von Aktieninvestments nach ausgeprägten Korrekturen logischerweise niedriger als am Ende von Boomphasen.

Ich werde selbstverständlich auch nicht den den gesamten risikoarmen Teil meines Portfolios in Aktien umschichten …

Hinzu kommt: Ich habe als Arzt dankenswerter Weise einen weitestgehend Konjunktur unabhängigen Job.

Und gehöre zudem der Fachrichtung an, die in der Corona-Pandemie gerade besonders gefragt ist: Anästhesisten/Intensivmediziner.

Das ist natürlich Zufall.

Aber wer absehen kann, dass ihn diese Krise beruflich nicht „umbringen“ wird und über ausreichende liquide Mittel verfügt, sollte im aktuellen Börsengeschehen eine große Chance sehen!

Was mir Hoffnung macht

In den letzten Wochen haben erstaunlich (erfreulich) viele Leute meinen Kurs gebucht.

Zudem hörte ich davon, dass die Eröffnung eines Depots bei den großen Online-Brokern derzeit durchaus 4-6 Wochen in Anspruch nehmen kann.

Ich führe dies auf die mutmaßlich gestiegene Nachfrage zurück und nicht darauf, dass bei den Depotanbietern die halbe Belegschaft unter Quarantäne steht …

Diese beiden Entwicklungen zeigen mir jedenfalls, dass es doch einige Leute gibt, die das Prinzip verstanden haben. Und nur auf den richtigen Moment gewartet haben, um (endlich) in Aktien einzusteigen.

Sehr gut.

Was mir ebenfalls Hoffnung macht: Die Zahl der Coronavirus-Fälle scheint sich in Deutschland milder zu entwickeln als noch vor einer Woche befürchtet.

Es wäre unglaublich erlösend, wenn wir den Peak bald erreicht hätten, wir wieder unsere Wohnungen verlassen und alle nach vorne schauen könnten.

Ich fürchte allerdings, noch ist es nicht so weit.

Bis dahin wünsche ich uns allen: Lasst uns die Nerven behalten und vor allem gesund bleiben!

Dr. Holger Grethe
Hallo, ich bin Holger Grethe, ETF-Investor und Gründer von Zendepot! Seit 2013 unterstütze ich Privatanleger dabei, auf zeitsparende Weise Vermögen in Eigenregie aufzubauen. Mehr über mich und diese Website erfährst du hier.
18 comments… add one
  • Hans Mrz 27, 2020 @ 16:37

    Hallo Holger,

    mir ist das zu aktiv, zu viel timing; zu viel kaufen, wenn die Kanonen donnern. Ich ziehe meine monatliche ein ACWI-ETF Sparplanstragie in Kombination mit Tagesgeld als risikoarmem Anlageteil stur durch.

    LG

    Hans

  • ArsNeurochirurgica Mrz 25, 2020 @ 18:38

    Ja ich arbeite auch in einem mittelgroßen Spital und mir ging es am Anfang gleich, ich habe das zuerst auch als Medienrummel abgetan und mittlerweile häufen sich die Patienten im Spital mit Covid 19…

  • Andreas Schwartz Mrz 24, 2020 @ 16:59

    Hallo zusammen,
    verlieren eigentlich bei Inflation die ETF´s direkt an Wert? Oder erst bei der Liquidisierung/ beim Verkauf, wenn man es zu Bargeld macht?

    Wie viele Tage dauert ein ETF- Vekauf?

    Können OnlineBroker & die BlackRoll´s dieser Welt auch Pleite gehen?
    Haben sie auch eine Einlagensicherung (wie bei Banken)?

    Können OnlineBroker einen Verkauf meiner ETF´s stoppen/ aussetzen (wie bei einem Börsen stopp).

    Ich würde gern 30 `K auf einmal in ETF´s investieren statt 3x 10`K in den nächsten 5 Wochen: ist doch auch sinnvoll, oder etwas doch nicht? 

    Focus Money stellte in seiner Ausgabe Nr. 7 vom 5.2.2020 risikoreiche aber performante ETF´s vor: hier wollte ich gern aufs volle Risiko gehen (da ich ja für 10 Jahre langfristig plane). Muß hier vor irgendwas gewarnt werden?

    vg Andreas

    • Einlesen Mrz 27, 2020 @ 11:43

      Hey Andreas,

      du hast da scheinbar sehr vieles noch nicht verstanden. Inflation bedeutet, dass alle Preise steigen du also für dasselbe Geld (nominal) weniger Ware erhältst. Mit den ETF Preisen hat das weniger zu tun, weil die nicht im Warenkorb enthalten sind aus dem die Inflation berechnet wird.

      Wenn du weniger als 10 Mio eur anlegst dauert die Liquidation bei marktbreiten ETF wenige Minuten.

      Pleitegehen können alle und es gibt keine Einlagensicherung weil ETFs bzw. die hinterlegten Aktien Sondervermögen sind und immer dir gehören, die Bank etc. verwaltet das nur. Bankeinlagen sind Kredite an die Bank bei denen man hofft, dass sie zurückgezahlt werden.

      Broker können ETFs wegen der Regulierung als bei ihnen nicht mehr handelbar kennzeichnen. Dann muss man die halt zu einem anderen Depotanbieter verschieben.

      Gibt sich nicht viel ob sofort oder in 5 Wochen, das ist Zufall was besser ist. Theoretisch die Einmalanlage.

      Lass den Focus Money Quatsch und investier in einen weltweiten Index mit Schwellenländern und Industrieländern (MSCI ACWI oder FTSE ALL-WORLD).

      Du solltest dich noch deutlich mehr einlesen, da du diese Grundlagen noch nicht kanntest.

  • finanzmixerin Mrz 23, 2020 @ 18:41

    Hallo,

    ich bin so froh, dass ich noch so viel Pulver im Trockenen habe. Ich habe auch schon eine Tranche investiert.

    Bin bereit, sollte es weiter abwärts gehen

  • Holger Lieff Mrz 23, 2020 @ 11:17

    Wenn es sich wirklich so verhielte, dass dies alles nur wegen der 65+ gemacht wird -wie im Artikel beschrieben- dann wäre es doch sehr einfach alle 65+ in Quarantäne und gut ist. Ich würde dies absolut in Ordnung finden und ich bin 77, der u.a. auch einen anstehenden Arzttermin abgesagt hat. Mein Kommentar nur zu diesem eine Punkt, den ich aber für absolut praktikabel halte.

  • Manuel Keßler Mrz 23, 2020 @ 10:11

    Hallo lieber Holger,
    ich bin auch Kollege, der Hausarztfront Und ich teile deine Einschätzung sowohl was das medizinische System angeht als auch an der Börsenfront.

    Wenn es sich mal ergibt, wäre ich Dir dankbar, wenn Du mal zu ökologischen und ethischen ETFs Stellung nehmen könntest. Oder habe ich da etwas verpasst?
    Gruß Manuel

  • Anna Mrz 22, 2020 @ 20:47

    Moin Holger,

    diese Situation ist und war wirklich unvorhersehbar.

    Ende Februar war bei mir ein Festgeldkonto mit 10.000,00 € fällig und ein Umzug stand an. Bevor das Geld in Möbel o.ä. fließt, habe ich es kurzerhand 70:30 in den MSCI World und Emerging Markets gesteckt. Nun ja, was dann passierte, wissen wir ja alle. Ich verfolge keine Börsennachrichten und hätte niemals auch nur geahnt, dass das hier so ausartet (das hat kaum jemand).

    Ich bin also der dumme Anleger, der genau vor der Krise investiert hat. :-/

    Eins habe ich jedoch gelernt: Für mich gibt es nur noch Sparplan und keine Einmalanlagen mehr (außer zum Rebalancing alle paar Jahre).

    Wäre schön, wenn jemand ein paar tröstende / aufmunternde Worte hätte….

    Viele Grüße
    Anna

    • David Mrz 23, 2020 @ 11:33

      Liebe Anna

      Mit dumm hat das meiner Meinung nach wenig zu tun.
      Auch wenn du Börsennachrichten gelesen hättest, bin ich nicht sicher, ob du eine bessere Entscheidung getroffen hättest. Mehr Informationen führen bekanntlich nicht zu besseren Entscheidungen (ich bin sogar der Überzeugung eher zu schlechteren).

      Falls du eine Buy and Hold Anlegerin bist, harre diese Dürre aus, schaue nicht zu oft ins Depot (ich persönlich schaue vier mal pro Jahr rein) und halte an deiner Strategie fest. Der Crash hätte auch nach fünf Jahren kommen können und deine Gewinne wären vermutlich auch dahin.

      Natürlich ist es schmerzlich zu sehen, dass die Zahlen im Moment tiefrot sind aber bedenke, dass es sich nur um Buchverluste handelt. Mich persönlich motiviert immer der Gedanke, dass die Firmen in die ich investiert bin, ein viel grösseres Interesse haben um wieder schwarze Zahlen und Gewinne zu schreiben :).

    • Björn Mrz 23, 2020 @ 12:15

      Servus Anna,

      zu deiner Aufmunterung. Mir geht es ähnlich. Ich habe mein Depot eröffnet und einen größeren Betrag am 30.1 reingeschoben. Ich bin dennoch vom passiven Investieren überzeugt. Klar ist jetzt natürlich für uns blöd gelaufen aber selbst dieses Investment wird in 10 Jahren besser rentieren als ein Bankguthaben.
      Genau wegen diesem Schwarzen Schwan jetzt bin ich davon überzeugt, dass passiv investieren mehr Sinn macht als passives. Keiner konnte wissen, wie gravierend Corona sein wird.

      Viele Grüße

      Björn

    • Jochen Mrz 29, 2020 @ 16:09

      Liebe Anna,
      Sieh es doch so, wenn du Möbel gekauft hättest, hättest du jetzt 100% Geld Verlust. Ausgegeben ist ausgegeben, und zum nahezu gleichen Wert wird es dir auch in der Krise keiner abkaufen. Und du hast auch vorher nicht auf dem Boden geschlafen, wahrscheinlich. Mit den ETFs sind es nur -30% und in 10-15 Jahren vielleicht wieder +40%. Das ist doch besser als Möbel, oder?
      Und sicherer als auf dem Bankkonto ist das Geld in ETFs auch!
      Viele Grüße
      Jochen
      (Der auch kurz vorher noch gekauft hat und „zu früh“ nachgekauft hat.)

  • Gernot Mrz 22, 2020 @ 20:12

    Hallo, was soll man tun, wenn man jetzt 30.000 Euro auf einmal investieren will? Soll man sie in verschiedene ETFs streuen?

  • Peter Mrz 22, 2020 @ 19:51

    Ich mache das ähnlich, nur das meine Regel Nachkauf bei 25% vorsieht. Das habe ich letzte Woche gemacht. Gehts weiter runter, kaufe ich wieder.
    Alles Gute, Holger, und bleib gesund!

  • Jürgen Mrz 22, 2020 @ 17:52

    Hallo Holger,

    danke für Deine Einschätzungen, die ich fast durchweg teile. Viel Vertrauen gewinnst Du mit Deiner Ehrlichkeit – wenn nur alle so wären!

    Zur Verteidigung: Als Rentner Ü70 mit Vorerkrankungen muss ich sagen, dass nicht alle Rentner so sind wie beschrieben.

  • Wolfgang Mrz 22, 2020 @ 17:30

    Hallo Holger, sehr gut. ich habe auch den Gedanken,, so lange abzuwarten, bis der Tiefpunkt erreicht ist um in mein Portfolie zu investieren. Ich hoffe den richtigen Teitpunkt zu treffen. Gruss Wolfgang und bleib Gesund.

  • Büro Andreas Stürmer Mrz 22, 2020 @ 17:09

    Hallo Holger,
    was hältst Du von Depotabsicherungen mit Short ETF‘s?

    Gruß Andy

    • Holger Grethe Mrz 22, 2020 @ 17:30

      Nichts! Einfach langfristig investieren (long) und alles wird gut …

  • Sascha Mrz 22, 2020 @ 17:07

    Ich bin meiner Linie normalerweise sehr treu und investiere nur via Sparpläne in ETFs. Aber bei diesem unglaublich schnellem Crash habe ich Geld mobilisiert und in die besonders hart getroffenen Tourismuswerte investiert. Mit folgender Rechtfertigung: Verluste um bis zu 50% des Firmenwertes in 1 Woche weisen eine hohe Differenz zur realen wirtschaftlichen Situation auf. Diese Lücke wird nach dem Abflachen der psychologischen Gewöhnungsphase an das Virus geschlossen. Zumindest zum Teil, wenn man die wirtschaftlichen Schäden abzieht.

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