Online Depot: Welcher ETF Broker ist der Beste?

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Wenn du nicht weißt, für welches Online Depot du dich entscheiden sollst …

In diesem Artikel findest du die Antwort.

Die Wahl des richtigen Brokers ist gar nicht so kompliziert, wie viele Privatanleger denken.

Und für den Erfolg beim Vermögensaufbau mit ETFs (exchange traded funds) auch nicht der entscheidende Faktor.

Welche Kriterien bei der Suche nach dem passenden ETF Depot eine Rolle spielen, habe ich in diesem ausführlichen Übersichtsartikel für dich zusammengefasst:

Was ist ein Online Depot?

Ein Online Depot bietet Anlegern die Möglichkeit, in Wertpapiere wie Aktien und ETFs zu investieren und diese im Depot zu verwahren. Die Depotbank stellt dafür den Zugang zum Onlinehandel bereit und wickelt Kauf sowie Verkauf der Wertpapiere über die Börse ab.

Was muss ein gutes Online Depot können?

Leistungen Online-Broker

Einfache Antwort: Ein Onlinedepot muss seinen Kunden den unkomplizierten Zugang zum Handel mit Aktien, Aktienfonds und anderen Wertpapieren gewähren und dies bei möglichst geringen Kosten.

Handelssysteme und -plätze

Der Aktienhandel kann über sowohl über Börsenplätze als auch über elektronische Handelssysteme abgewickelt werden.

Eine gute Depot Bank bietet dem Anleger eine Auswahl an deutschen Börsenplätzen (zum Beispiel Frankfurt, Stuttgart, München) sowie Auslandsbörsen (zum Beispiel die NYSE/New York Stock Exchange).

Die meisten Wertpapiergeschäfte werden heutzutage allerdings nicht an Handelsplätzen abgewickelt.

Sondern über elektronische Handelssysteme wie Xetra und Tradegate Exchange. Letztere ist auf den Wertpapierhandel mit Privatanlegern spezialisiert.

Ein dritter Weg, Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen, ist der außerbörsliche Handel. Dieser wird vermittelt durch den Online Broker.

Weil solch ein Direkthandel unter Umgehung der Börse zwischen Anleger und Fondsgesellschaft stattfindet, fallen weder Börsen- noch Maklergebühren an.

Direktbanken sind günstiger

Die Stiftung Warentest kommt in einem groß angelegten Broker-Vergleich zu der wenig überraschenden Erkenntnis:

Durch den Wechsel von einer Filialbank hin zu einem Online Depot lassen sich eine Menge Kosten sparen.

Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass es heute überhaupt (noch) Leute gibt, die ihre Börsenorders am Bankschalter in Auftrag geben, aber gut …

Die erste banale Erkenntnis ist demnach diese:

Wer beim Handel mit Aktien beziehungsweise Fonds Geld sparen will, muss online handeln.

Das lenkt unseren Blick auf das Angebot der Direktbanken und Online-Broker:

Die Kosten: Pauschale versus Provision

Provision vs Pauschale

Ein in Gänze kostenloses Depot ist verständlicherweise illusorisch. Immerhin ist die Depotführung ist bei deutschen Anbietern in aller Regel kostenfrei.

In unseren deutschsprachigen Nachbarländern Österreich und Schweiz sind Depotgebühren hingegen üblich, worauf ich später noch eingehen werde …

Ordergebühren, die Gebühren für den Handel von Wertpapieren über die Börse, sind damit der einzig relevante Kostenpunkt.

(Abgesehen von einer geringfügigen Börsengebühr, die je nach Handelsplatz erhoben werden kann. Und einem Ausgabeaufschlag für Fonds, sofern nicht kostengünstige ETFs gekauft werden)

Was die Depotkosten angeht, fallen so gut wie alle Online-Broker und Direktbanken in eine der beiden Kategorien: Kostenpauschale (“flat”-Tarif) oder prozentuale Provision.

Das Provionsmodell

Beim Provisionsmodell berechnen sich die Transaktionskosten wie folgt:

Wertpapierorder in Euro x Provision in Prozent

Die Höhe der Orderprovision bewegt sich bei den meisten Anbietern zwischen 0,2 und 0,45 Prozent.

Beispiel

Werden Fondsanteile eines MSCI World Index ETF für 1.000 Euro gekauft, fallen Orderkosten in Höhe von 2,50 Euro an (bei einer Provision von 0,25 Prozent).

Hinzu kommt bei einigen Online-Brokern allerdings noch ein Grundpreis, der sich zwischen 4,90 und 4,99 Euro pro Order bewegt.

Darüber hinaus definieren so gut wie alle Anbieter einen Mindest– sowie einen Höchstpreis der Transaktionskosten pro Order.

Der Mindestpreis liegt bei etwa 8-10 Euro, der Höchstpreis bewegt sich zwischen etwa 40 und 99 Euro.

Wer, wie im Beispiel gezeigt 1.000 Euro investiert, zahlt also den Mindestpreis von knapp 10 Euro.

Ein paar namhafte Vertreter des Provisionsmodells:

  • 1822 direkt
  • Comdirect
  • Consorsbank
  • DAB Bank
  • Deutsche Bank (Maxblue)
  • ING-DiBa
  • Sparkassen-Broker
  • Degiro

Die Kostenpauschale

Online-Broker, die nach dem “flat”-Tarif abrechnen, locken Kunden mit Kostenpauschalen (Festpreis), die im Vergleich zur provisionsbasierten Abrechnung paradiesisch niedrig erscheinen.

Diese bewegen sich in einer Größenordnung von 5,90 bis 6,50 Euro pro Order – unabhängig vom Ordervolumen.

Anbieter mit Kostenpauschale:

  • Flatex
  • Onvista Bank
  • Brokerport (vormals Benk)

Die Kostenfrage bei der Einmalanlage ist ohne Zweifel wichtig, es gibt aber noch ein weiteres Kriterium, dass für ETF-Anleger eine Rolle spielen kann (nicht muss):

Auswahlkriterium ETF-Sparpläne

ETF Sparplan

Für Anleger, die regelmäßig Geld in Indexfonds anlegen und den Investment-Prozess unkompliziert auf “Autopilot” stellen wollen, ist die Auswahl an ETF-Sparplänen interessant.

Diese werden in der Regel für die meist gehandelten Fonds der wichtigsten ETF-Anbieter (iShares, xtrackers, lyxor, comstage, stoxx etc.) angeboten.

Allerdings findet sich nicht bei jedem Broker ein Sparplan für jeden x-beliebigen ETF an. Das Sparplan-Angebot der wichtigsten Anbieter (Stand Oktober 2019):

  • Flatex: 932 (davon 418 kostenlose Aktions-Sparpläne ohne Ordergebühr)
  • Sparkassen-Broker: 538 (156 kostenlos)
  • DKB: 720 (165)
  • Consorsbank: 416 (221)
  • Comdirect: 604 (170)
  • Maxblue: 115 (115)
  • Onvista Bank: 166 (0)
  • ING-DiBa: 350 (64)

Selbstverständlich unterscheiden sich auch hier die Gebühren(Systeme) von Depot zu Depot.

Bei den provisionsbasierten Anbietern liegen die Gebühren pro Sparplanausführung zwischen 1,5 und 2,5 Prozent.

Am günstigsten erscheint die geringe Kostenpauschale von nur 1,50 Euro pro Sparrate, die Flatex für sein umfangreiches Sparplan-Angebot in Rechnung stellt.

Ein Vergleich wird allerdings durch das ständig wechselnde Angebot an kostenfreien “Aktions-ETFs” verkompliziert, bei der die Gebühren des ETF-Sparplans erst nach Ablauf der Werbeaktion anfallen.

Mein Tipp

Auf der Seite discountbroker-vergleich.de findest du die aktuell gültigen Konditionen der diversen ETF Depot Anbieter inklusive ETF-Sparplan-Angebot auf einen Blick.

ETF Depot eröffnen

Online ETF Depot eröffnen

Sobald du dich auf einen Online Broker festgelegt hast, kannst du dein Aktiendepot eröffnen.

Fülle dazu im ersten Schritt die Kontoeröffnungsunterlagen des gewünschten Depotanbieters aus.

Anschließend must du dich entweder durch das Postident-Verfahren (offline) oder per Videoident (online) bei der Depotbank legitimieren. Dazu benötigst du deinen Personalausweis.

Sobald die Depoteröffnung abgeschlossen ist und du die Zugangsdaten fürs Online-Banking erhalten hasst, kannst du dich in dein ETF Depot einloggen.

Zum Depotkonto gehört zwangsläufig ein Verrechnungskonto (mit eigener IBAN), von dem das Geld für die Wertpapierkäufe eingezogen wird.

Bevor du mit dem Aktien Handel beginnen kannst, musst du also erst einmal Geld vom Girokonto deiner Hausbank (oder einem anderen Konto) zum Broker überweisen.

Übrigens: Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, sofern es sich um eine deutsche (europäische) Depotbank handelt.

Aufpassen beim Depotwechsel

Depotwechsel

Falls du angesichts der bisherigen Überlegungen über den Wechsel deines Brokers nachdenkst …

Theoretisch ist so ein Depotwechsel relativ einfach zu bewerkstelligen, praktisch jedoch nicht ganz ohne Tücken.

Werden beim Übertrag der Wertpapiere das Kaufdatum und der Kaufkurs nicht vom alten zum neuen Broker übermittelt, droht eine pauschale Besteuerung.

Und zwar des Gesamtwerts(!) aller Depot-Positionen zum Zeitpunkt der Veräußerung der jeweiligen Anteile.

Das Finanzamt betrachtet in diesem Fall nicht nur Kursgewinne und Gewinnausschüttungen als Kapitalerträge sondern besteuert fatalerweise auch den Kapitalstock, sprich: das vom Anleger investierte Kapital.

Die zu viel gezahlten Steuern können – sofern man selbst oder die Bank die Kaufdaten und Anschaffungskosten noch nachweisen kann – mit der nächsten Einkommenssteuererklärung zurückgefordert werden.

Doch das Geld ist erst einmal weg bzw. es hat ein anderer. In diesem Fall das Finanzamt.

Bei einem Depotwechsel sollte man sich deshalb beim neuen Broker unbedingt rückversichern (am Besten schriftlich), ob die Anschaffungsdaten aller Depot-Positionen vollständig vom alten Depot-Anbieter übertragen wurden.

Achtung

Ändert sich der Depotinhaber im Rahmen des Depotübertrags, unterstellt das Finanzamt einen Verkauf der Anteile und der Broker hält entsprechend Abgeltungsteuer ein.

Apropos Abgeltungssteuer …bitte die Freistellungsaufträge für den neuen Broker nicht vergessen!

Wo sind die Wertpapiere?

Clearstream

Falls du wissen möchtest, was im Hintergrund beim Wechsel des Depot-Anbieters abläuft, interessiert dich sicher dieser Wikpedia-Eintrag zum Thema Zentralverwahrer:

Die Aufbewahrung von börsengehandelten Wertpapieren erfolgt in einem zentralen Wertpapierlager. Diese Funktion wird sinnvollerweise nicht von einzelnen Banken, sondern für den gesamten Finanzmarkt durch einen autorisierten Zentralverwahrer wahrgenommen […]

An der Börse kommt eine Wertpapiertransaktion zustande und wird elektronisch verbucht.
[…] Die Daten werden von der Börse online und in Echtzeit an den Zentralverwahrer übermittelt. Dieser belastet nun das Konto des Verkäufers mit den Gebühren und schreibt den Kauf dem Käufer gut. Umgekehrt fließt das Geld.

Das Wertpapier verbleibt im Zentrallager. […] Mit der zentralen Verwahrung hat der Eigentümer keinen Zugriff mehr zu seinen Wertpapieren. Er erhält lediglich einen Depotauszug von seinen eingelagerten Papieren.

Mit anderen Worten:

Gekaufte ETF-Anteile „liegen“ gar nicht im Online Depot bei Comdirect, Flatex und Co., sondern werden zentral aufbewahrt.

In Deutschland ist das Unternehmen Clearstream, eine Tochter der Deutschen Börse AG, für diese Aufgabe autorisiert.

Mit diesem Hintergrundwissen erscheint auch die Pleite eines Online-Brokers nicht mehr als Schreckgespenst.

Denn Clearstream muss in einem solchen Fall für betroffene Kunden nur den neuen „Aufenthaltsort“ der Wertpapiere in den Stammdaten umschreiben.

Für den Übertrag des Depots dürfen Banken und Broker in Deutschland im Übrigen nur Fremdgebühren (die des Zentralverwahrers) an die Kunden weiterreichen.

Der Wettbewerbsdruck unter den Brokern sorgt in der Praxis allerdings dafür, dass wechselwilligen Anlegern keinerlei Kosten entstehen.

Im Gegenteil: Neukunden werden von den Anbietern mit verlockenden Prämien, Boni, Zinsversprechungen und allerlei Vergünstigungen zum Wechsel motiviert.

Vor- und Nachteile eines Auslandsdepots

Auslandsdepot

Grundsätzlich ist es möglich, ein Wertpapierdepot im Ausland zu führen. Ausländische Direktbanken und Online-Broker sind jedoch nicht verpflichtet sind, Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge einzubehalten und diese an den deutschen Fiskus abzuführen.

Zinserträge, Dividendenausschüttungen und realisierte Kursgewinne werden demnach ohne Abzug von Steuern ausgezahlt, müssen aber im Wohnsitzland des Anlegers versteuert werden.

Dieser ist dazu verpflichtet, alle Kapitalerträge in der jährlichen Einkommenssteuer-Erklärung anzugeben. Eine Aufgabe, die zwar nicht unlösbar, aber durchaus mit gewissem Aufwand verbunden ist.

Durch die Veranlagung der Kapitalerträge in der Steuererklärung ergibt sich ein gewisser Steuerstundungseffekt, denn bei einem inländischen Online-Depot wird die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge ja direkt abgeführt.

Bis zum endgültigen Steuerbescheid können mit den ausländischen Kapitalerträgen dadurch weitere (Zins-)Gewinne erzielt werden.

Online Depot in Österreich und der Schweiz

Broker Österreich und Schweiz

Schaut man sich das Broker-Angebot unserer beiden deutschsprachigen Nachbarländer an, muss man leider feststellen: Südlich der Alpen ticken die Uhren für Privatanleger noch anders.

Erwartungsgemäß ist die Auswahl an Depot-Banken in Österreich und der Schweiz kleiner als in Deutschland und damit offensichtlich auch der Wettbewerb.

Anders lassen sich anachronistisch wirkende Gebühren, die jährlich prozentual auf den Depotwert und/oder pauschal für die Depotführung erhoben werden, kaum erklären.

Auch beim Depotwechsel muss der Kunde aufpassen, am Ende für den Wechsel nicht draufzuzahlen. Denn Gebühren für die Übertragung von Wertpapieren hin zum Broker der Wahl werden meist nur bis zu einer gewissen Höhe (ca. 500 Euro) erstattet.

Anleger in Österreicher und der Schweiz haben bei der Auswahl ihres Depotanbieters diese drei Optionen:

Option 1: Das geringste Übel im Heimatland wählen

Sprich den Anbieter mit den geringsten Kosten. Österreichische Anleger können sich auf dieser Seite über das Broker-Angebot informieren. Eine gute Übersicht der Schweizer Online-Broker liefert justetf.com auf dieser Seite.

Option 2: Einen Anbieter im Ausland wählen

Bei der OnVista-Bank beispielsweise können auch Österreicher und Schweizer Kunden problemlos ein Online Depot eröffnen. Sofern du mit dem steuerlichen Mehraufwand leben kannst, eine echte Alternative.

Option 3: Mit der Hausbank verhandeln

Diesen Weg ist einer der österreichischen Absolventen meines Online-Kurses ZENinvestor gegangen. Markus hat mir folgendes berichtet:

„Ich bin dann auf die glorreiche Idee gekommen, den Bankberater von meiner Hausbank (das ist die Raiffeisenbank Oberösterreich) zu besuchen und hab mit ihm verhandelt.

Der Deal kann sich sehen lassen – ich habe eine 50%ige Reduzierung der Depotführungsgebühr (nun 0.12% p.a. anstatt 0.24%) und eine ebenso hohe Reduzierung der Transaktionsgebühren in Form einer Gutschrift am Jahresende erwirkt.

Damit bin ich glücklich, denn das Produkt der Raiffeisen mit dem Namen BoerseLive hat wirklich eine professionelle und übersichtliche Bedieneroberfläche und es gibt Bankstellen überall in Österreich für den Fall, dass es Mal Fragen gibt.“

Nach all den genannten Überlegungen möchte ich zum Abschluss die Rolle des Online-Depots noch einmal ins rechte Licht zu rücken.

Wie wichtig ist der Depotanbieter wirklich?

Wie wichtig ist der Broker?

Lass es mich ganz deutlich sagen:

Wenn du Börseneinsteiger bist und wenig Plan von der Börse hast, ist die Auswahl des Brokers nicht dein größtes Problem.

Wirklich nicht.

Viel wichtiger ist, dass du die Grundbegriffe des Wertpapierhandels verinnerlicht und ein paar wichtige Zusammenhänge verstanden hast.

Denn für deinen Erfolg an der Börse hat das ETF Depot eine eher untergeordnete Bedeutung. Ob du mit deinem Aktiendepot Erfolg haben wirst, entscheidet sich an anderer Stelle …

Um es in die richtige Perspektive zu setzen:

Das Betriebssystem deines Computers, mit dem du online Wertpapiere orderst: ist völlig unwichtig.

Der Broker: ist nicht so wichtig.

Die Auswahl der ETFs: ist schon wichtiger.

Die Wahl der Indizes, die den ETFs zugrunde liegen: ist ziemlich wichtig.

Die Anlagestrategie (Asset-Allocation, Rebalancing, Gestaltung von Anspar- & Entsparphase etc): ist sehr wichtig.

Der mit Abstand wichtigste Faktor beim Investieren aber bist: du selbst.

Denn ob du mit deinem Aktiendepot Erfolg haben wirst, hängt vor allem von deinem Mindset ab, deinem Know-How, deiner Erfahrung, deiner persönlichen Reife und deinen charakterlichen Eigenschaften.

Zu letzteren zählt zum Beispiel die Fähigkeit zur Impulskontrolle und die Risikotoleranz.

Über die Wahl des Brokers solltest du also nicht versäumen, dich mit den wirklich wichtigen Fragen zu beschäftigen …

Es gibt eine einfache Methode, mit der du fürs Alter vorsorgen und dank einer Rendite von 6-7% p.a. ordentlich Vermögen aufbauen kannst

  • ohne nennenswert Zeit dafür aufzuwenden
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Tipp

Auf der Seite discountbroker-vergleich.de findest du die aktuell gültigen Konditionen der diversen Online Depot Anbieter inklusive ETF-Sparplan-Angebot auf einen Blick.
Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals im Oktober 2015 veröffentlicht und ist seitdem komplett überarbeitet und aktualisiert worden.
Dr. Holger Grethe
Hallo, ich bin Holger Grethe, ETF-Investor und Gründer von Zendepot! Seit 2013 unterstütze ich Privatanleger dabei, auf zeitsparende Weise Vermögen in Eigenregie aufzubauen. Mehr über mich und diese Website erfährst du hier.

Comments on this entry are closed.

  • H. Englert Aug 18, 2017 @ 11:21

    Hallo Herr Grethe,

    Glückwunsch zu Ihrem wirklich hervorragenden Blog.
    Ich erlaube mir einen Hinweis, damit die Informationsdichte noch steigt: DKB Broker bietet laut Suchfunktion auf seiner Webseite 276 ETF-Sparpläne an, bei Ausführungskosten von 1,50 Euro pro Trade. Einige Aktionspläne mit 0 Euro pro Trade haben sie derzeit auch noch.

    Herzlichen Gruß,
    H. Englert

  • Miss Money Aug 15, 2017 @ 22:25

    Hallo Holger, super interessanter Post, vielen Dank! Das mit der zentralen Verwahrung bei Clearstream war mir neu. Auch ein sehr interessanter Aspekt ist die Komplexität des Sparplans vs. die Kosten. Ich denke mir nur, dass die (Order-)Kosten eines höher frequenten Sparplans zwar höher sind, aber holt das nicht der bessere cost average Effekt bei höherer Ansparfrequenz wieder rein? Liebe Grüße, Deine Miss Money

  • Ben@MoreThanDigital Jul 25, 2017 @ 22:24

    Danke für die Übersicht! Allgemein auch sehr hilfreicher Blog. Muss mir mal mehr Zeit nehmen :)

  • Finanz Hotspot Jul 13, 2017 @ 20:58

    Hi Holger,

    danke für den tollen Überblick!

    Ergänzend möchte ich anmerken, dass ich mich auf Finanz Hotspot vor kurzem auch dem immer wieder (nicht nur bei Neulingen) auftauchenden Thema der Brokerwahl gewidmet habe. Genauer unter die Lupe habe ich dabei bereits die ING Diba und die Consorsbank genommen. In Kürze folgt noch die Comdirect :)

    Gruß
    Michael

  • Mirko Jul 13, 2017 @ 19:44

    Hallo,
    Danke, klasse Artikel.

    Was ist mit dem Durschnittskosteneffekt wenn ich meine Sparraten auf 1/4 oder 1/2 umstelle?

  • Wolfgang Mai 31, 2016 @ 13:55

    Hallo Holger,

    zum Depotwechsel möchte ich noch ergänzen, dass es immer wieder tolle Prämien bei einem Depotübertrag gibt.

    Ich persönlich habe mein ETF-Depot auf die Consorsbank übertragen. Als Neukunde erhalte ich nun für 12 Monate 3% Zins auf meine Liquidität bis zu 20.000 Euro. Natürlich müssen gewisse Bedingungen beim Depotübertrag erfüllt sein.

    Für manche vielleicht eine Spielerei, aber bei den derzeitig niedrigen Zinsen lohnt es sich aus meiner Sicht. Zudem kann ich meine ETFs weiterhin kostenfrei besparen.

    Beste Grüße, Wolfgang

  • Thomas Feb 23, 2016 @ 19:40

    Hallo Holger,

    ich frage mich gerade, ob es nicht auch sinnvoll ist einfach über just-etf den jeweiligen ETF rauszusuchen, den man möchte und dann dann dort auch gleich nachzuschauen, ob dieser kostenlos bespart werden kann. Das macht man dann mit seinen X ETFs und fertig.

    Zwar hat man im schlechtesten Fall X Sparpläne bei X verschiedenen Brokern, aber stört das wirklich so sehr, wenn das Geld jeden Monat vom Konto einfach nur abgezogen wird?

    Ich meine, die Komplexität steigt dann zwar minimal, aber dafür hat man den gewünschten ETF-Sparplan und das kostenlos (wenn es ihn kostenlos gibt).

    Hat jemand Erfahrung damit 3 ETFs bei 3 verschiedenen Brokern zu besparen?

    Gruß
    Thomas

  • JLL.Kerouac Okt 26, 2015 @ 17:32

    Hallo
    Als Schweizer gibt es nach meiner Recherche 2 Anbieter, bei welchen das Depot gebührenfrei geführt wird.
    1. Postfinance (aber relativ hohe Ordergebühren). Leider ist die Enttäuschung gross, dass in absehbarer Zeit PF von Swissquote geführt werden wird. Pricing wird sich wahrscheinlich komplett ändern.
    2. CornerTrade
    Hier fallen aber 0.5% Umwandlungsgebühren an, wenn man CHF auf das €/$ Konto wechseln will.
    Kann jedoch (laut internen Angaben) umgangen werden, wenn man von einem €/$ Konto auf sein €/$ CornerTraderKonto überweist.
    Ob zur Einspeisung von ETF Dividenden Gebühren erhoben werden, konnte ich nicht herausfinden.
    Aus meiner Sicht sollte man als Schweizer (wenn man den Broker in der CH will) ganz klar Cornertrade wählen.
    Auch hier bin ich über Hinweise dankbar, falls ich das Haar in der Suppe nicht sehe..?
    Lg aus CH

  • Claudius Okt 12, 2015 @ 12:33

    Danke für diesen tollen und hilfreichen Artikel. Ich habe als Anfänger auch einfach den erstbesten Online Broker gewählt und dort mein Depot eröffnet. Viel falsch machen kann man bei den großen seriösen Anbietern eh nicht. Viel mehr Fehler werden dann bei der Wahl der Aktien, ETFs u.ä. gemacht. Ich habe mittlerweile meinen Broker gewechselt. Das ging verhältnismäßig schnell und unkompliziert.
    Die Hauptsache ist, dass man überhaupt erstmal irgendwo ein Depot eröffnet. ;)

  • Judith Okt 11, 2015 @ 19:50

    Hallo Holger,
    ich komme aus einem der südlich unterentwickelten Länder in denen die Banken noch nicht begriffen haben dass sie Kunden verlieren…
    Nachdem ich in Österreich kein annähernd so günstiges Konto gefunden habe, eröffnete ich mir ein Konto bei Comdirekt – einziger Hemmschuh bisher: nachdem ich nicht nach Deutschland gekommen bin um mich persönlich auszuweisen habe ich beim Notar meine Unterschrift und Identität notariell beglaubigen lassen müssen – Kosten: ca. 100€.
    Fürs Finanzamt habe ich fürs abgelaufene Jahr eine Zusammenfassung bekommen. Das scheint also auch gut zu laufen.
    Auch mir war das Pantoffeldepot und justETF eine große Hilfe in der Auswahl der Fonds.

    Die Sommerpause hat dir anscheinend wirklich gut getan – mir haben die letzten Artikel von dir sehr gut gefallen!

    Danke & liebe Grüße,
    Judith

  • Theo Okt 9, 2015 @ 21:50

    Hallo Holger,
    vielen Dank erst mal für deinen Blog. Erst dadurch habe ich mich entschlossen, „an die Börse zu gehen“.
    Nach ca 3monatiger Recherche habe ich mir ein Portfolio zusammengestellt, dass weitgehend deinen Vorstellungen von Passiv entsprechen dürfte, auch unter Zuhilfenahme der Pantoffel-Portfolios von Finanztest, die ja in die gleiche Richtung gehen.
    Als Broker habe ich mich für comdirekt entschieden, weil die Auswahl der sparplanfähigen ETFs völlig ausreicht. Alle von Finanztest empfohlenen ETFs für die Musterportfolios, sowie noch ein paar Ergänzungen waren umsonst oder verbilligt.
    So habe ich nun einen Sparplan, in den ich 160,- im Monat einzahle, in fünf ETFs, und für den ich monatlich 67 Cent bezahle.
    Ja, vier davon sind Aktions-ETFs, aber ich gehe aufgrund des Marktdrucks einfach mal davon aus, dass sich da an den Gebühren in absehbarer Zeit nichts ändert.

    Sehr geholfen hat mir übrigens justetf.com. Ich habe keine Ahnung, wem die gehören, und hoffe, gerade keine billige Schleichwerbung zu machen, aber dort habe ich viele Informationen für meine Recherche gefunden.

    Viele Grüße
    Theo

  • Alex Okt 8, 2015 @ 20:08

    Hallo Holger,

    mir gefällt der Artikel sehr gut. Ich habe für mich degiro als Broker gefunden.
    Das Webinterface ist recht unkomfortabel aber die Gebühren bei ETFs sind Spitze:

    2€ +0,02% vom Ordervolumen und keine Handelsplatzgebühren (unabhängig von der gewählten Börse).
    Aber kein außerbörslicher Handel.

    Gruß
    Alexander

    • Bernd Okt 10, 2015 @ 12:55

      Hallo Alexander,

      das klingt wirklich sehr gut. Habe mir den Broker einmal angeschaut und konnte keinen Haken erkennen.
      @ Holger: Kennst du den Broker und was sagst du dazu?

      VG Bernd

    • Dummerchen Okt 14, 2015 @ 22:21

      Wenn etwas zu schön klingt um wahr zu sein, ist es das oftmals auch. Ich kenne den Laden nicht und kann daher nichts konkretes sagen, aber eine kurze Googlesuche lieferte zumindest irritierende Aussagen über die Sicherheit der Anlagen. Ich kann dies nicht wirklich beurteilen, das Einsparpotential wäre mir zumindest nicht hoch genug, um dort etwas zu riskieren.
      Aber vielleicht bin ich auch übervorsichtig.
      Gruß, Dummerchen

  • René Okt 8, 2015 @ 19:01

    Vielleicht noch interessant für Anleger, die mit relativ kleinen monatlichen Raten trotzdem eine breitere Streuung in mehrere ETF erreich möchten: Bei comdirect besteht die Möglichkeit innerhalb eines einzigen Sparplans bis zu vier ETF zu besparen.

  • Hendrik Okt 8, 2015 @ 16:01

    Hallo Holger,

    ich selbst habe das SutorNettoDepot. Dort zahle ich zwar eine jährliche feste Depotgebühr von 27,- €, brauch aber nur 0,2% Orderkosten (ohne Limit) zahlen. Das ist bei meinen 5 ETF also der selbe Preis wie bei 2 oder 10.
    Ich spare im Monat 150,- € und habe damit 150 € x 12 x 0,2% = 3,60 € + 27,- € = 30,60 € Kosten. Die SutorBank ist zwar kein Broker, aber eine sehr günstige Bank.

    Ansonsten wie immer ein sehr guter Artikel. Danke für deine Arbeit.

    • Dummerchen Okt 8, 2015 @ 17:35

      Hallo Hendrik,

      über den Begriff „sehr günstig“ kann man in Deinem Fall streiten. Trotz Deiner kleinen Sparraten(*) von „nur“ 150€ sind die Ordergebüren zwar erfreulich klein, aber das Gesamtpaket bleibt immer noch recht teuer. Ich würde an Deiner Stelle schauen, möglichst unter 1% Kosten zu bleiben. Bei 1800€ Investitionssumme sind 30€ rund 1,6%! Da mögen die 0,2% noch so schön klingen.

      Also: Wenn Du mit dem Depot zufrieden bist und dort bleiben willst, müsstest Du die Sparraten erhöhen, um die Kosten zu senken. Bei 300€ wären es schon nur noch:
      300€ * 12 * 0,2% + 27€ = 34,20 € und damit bezogen auf den Anlagebetrag „nur noch“ 0,95%.

      Aber klar, das Geld muss natürlich erstmal da sein, um investiert werden zu können. Und 150€ ist ein guter Anfang.

      Lieben Gruß
      Dummerchen

      (*) Mir ist durchaus bewusst, dass 150€ nicht für jeden eine kleine Sparrate darstellt – ich selbst habe vor vielen, vielen Jahren in ähnlicher Höhe begonnen.

    • Finanzfan Okt 8, 2015 @ 23:04

      Dummerchen – Du wirst deinem Namen wirklich nie gerecht. :)

      Ich genieße deine Kommentare. :)

  • Holger Grethe Okt 8, 2015 @ 11:58

    „Ich hab mich noch nicht weiter damit beschäftigt ob dann beim Verkauf oder so versteckte Kosten bei diba oder comdirekt lauern, das wäre noch interessant zu erfahren.“

    „Wie lange die Aktion dauert, steht jedoch in den Sternen.“

    Genau das ist der Grund, warum ich bei der Recherche für diesen Artikel nicht irgendwelchen Sonderaktionen auf den Grund gegangen bin.

    Meine Artikel sollen (weitestgehend) zeitlos sein, da kann und will ich mich nicht mit jeder Werbeaktion befassen, die heute von Relevanz sein könnte, morgen aber schon wieder nicht mehr.

  • MB Okt 8, 2015 @ 11:09

    Ich möchte hier noch kurz die Aktion der ING-Diba thematisieren. Nämlich kann man dort im Direkthandel über Tradegate ab einem Ordervolumen von 500 Euro komplett gebührenfrei handeln. Wie lange die Aktion dauert, steht jedoch in den Sternen.

  • Alexander Okt 8, 2015 @ 10:53

    Also ich finde den Artikel interessant, da ich mich selber gerade mit dem Thema beschäftigt habe, aber etwas zu oberflächlich. Wie schon angemerkt gibt es z. B. Bei comdirekt viele etfs gebührenfrei auch als sparplan. Auch bei der diba kann man viele etfs komplett kostenlos kaufen ab z. B. 500€ min wert. Je nach dem welche etfs kam kauft muss man gar nicht so auf den Preis schauen, sondern eher bei welchen brokern die wie zu haben sind. Ich hab mich noch nicht weiter damit beschäftigt ob dann beim Verkauf oder so versteckte Kosten bei diba oder comdirekt lauern, das wäre noch interessant zu erfahren.

  • Finanzfan Okt 8, 2015 @ 10:26

    Hi Holger!

    Cooles Thema, schöner Artikel. Leider bei Comdirect ETF-Sparplänen mit einer kleinen Ungenauigkeit. Dort kann man 206 ETF als Sparplan besparen; 75 sind in der Aktion und damit gebührenfrei zu haben. :)

    LG
    Jens

  • Clemens Okt 8, 2015 @ 10:25

    Kann jemand eine gute Onlinebank mit Depot/Broker außerhalb der DACH-Länder und EU empfehlen außer vielleicht InteractiveBrokers, welche man remote eröffnen kann? Ist mir irgendwie zu unübersichtlich die Oberfläche von denen und ist ja auch nur ein Broker wo man keine Bankgeschäfte erledigen kann!

    THX

  • Jochen Okt 8, 2015 @ 10:10

    Hallo Holger,

    Du hast das ganze Thema super zusammengefasst. Vielen Dank dafür.

    Die möglichen Tücken des Depotübertrags waren mir beispielsweise absolut nicht bewusst.

    Wenn man in die Preise & Leistungen der einzelnen Onlinebroker schaut, dann hat man das Gefühl, dass hier absichtlich Verwirrung gestiftet werden soll. Ich finde die Preisstruktur überwiegend viel zu komplex und intransparent.

    Nochmals vielen Dank für Deine Zusammenfassung.

    Beste Grüße

    Jochen

  • Philipp Okt 8, 2015 @ 9:46

    Hallo Holger,

    ich lese zendepot schon ziemlich lange und war schon seit einiger Zeit kurz davor den Newsletter abzubestellen. Viele Artikel wirkten eher wie „Clickbait“ und die Themen gingen weg von dem, weshalb ich treuer Leser geworden bin.

    Ich finde diesen Artikel jedoch wieder sehr interessant und gut geschrieben. Ich weiß, dass es sehr aufwendig ist, Themen zu finden, zu recherchieren und Artikel zu schreiben. Darum bin ich dir sehr dankbar, dass du dies auf dich nimmst und hoffe, dass du wieder zu „alten Stärken“ zurückommst.

    • Holger Grethe Okt 8, 2015 @ 10:06

      Hallo Philipp,

      danke für dein Feedback!

      Was meine Stärken sind (und was nicht), definiert jeder Leser und Newsletter-Abonnent sicher anders. ;-)

      Ich mag die thematische Vielfalt, nicht zuletzt aus dem Grund mir neue Leser erschließen zu können. Die Grenzen zwischen einer guten Headline und dem von dir angesprochenen „Clickbait“ mögen je nach Geschmack fließend sein.

      „Clickbait“ wären für mich allerdings solche Sachen wie „10 Gründe, warum dich ein Eigenheim/Aktiendepot in den Ruin treibt. Besonders Punkt 7 wird dich umhauen!“

      Ich kann mich nicht erinnern, so etwas jemals veröffentlicht zu haben ;-)

  • Finanzamt Okt 8, 2015 @ 9:45

    Schöner Artikel, vielen Dank! In der Broker-Liste fehlt meiner Meinung nach noch ebase. Dort gibt es (u.U. mit entsprechendem Vermittler dazwischen) ein rein auf Provision ausgelegtes Kostenmodell, sprich meist zwischen 0,2% und 0,7% der Ordergröße. Gerade für kleinere Sparplansummen und Depots mit mehreren ETFs kann sich das lohnen, weil der Grundpreis pro Order eben entfällt. Rebalancing ist damit auch preiswert. Mit Vermittler entfällt auch die Depotgebühr ab einer gewissen Anlagesumme. Dafür gibt es aber nicht jeden ETF bzw. es lassen sich auch nur Fonds/ETFs ins Depot aufnehmen.

    Schöne Grüße,
    Finanzamt

    • Dummerchen Okt 8, 2015 @ 13:18

      Liebes Finanzamt,
      mir geht es wie dir. Ich vermisse auch grundsätzlich „mein“ ebase in den Vergleichen. Vielleicht wird es nicht berücksichtigt, weil nur zum Tagesschlußkurs gehandelt werden kann. Oder weil die ETF-Auswahl begrenzt ist. Ich hoffe zumindest, dass dies die Gründe sind und ich nicht seit Jahren etwas anderes (vesteckte Gebühren?!) übersehe. Mit den Einschränkungen kann ich nämlich gut leben. Klar, sechsstellige Käufe sind aufgrund der fehlenden Gebührendeckelung nach oben eher teuer, aber ich habe nicht vor, im größeren Stil Gelder zu transferieren.

      Vielleicht hat ja jemand das Haar in der Suppe gefunden. Ich finde die prozentuale Gebühr ohne Mindestgebühr extrem gut.

      Lieben Gruß in die Runde,
      Dummerchen

    • Finanzamt Okt 8, 2015 @ 17:33

      Hallo Dummerchen,

      vielen Dank! Es ist zwar eines dieser Gefühle, das man (auch nach Holgers Zen-Philosophie) vielleicht besser loswerden sollte – aber eine gewisse Bestätigung, dass noch mehr Leute Dinge so bewerten wie man selbst, ist schon beruhigend. Wenn man immer nur von anderen Brokern hört, denkt man manchmal, man macht vielleicht was Komisches.

      Irgendwo habe ich mal den Hinweis gelesen, dass bei Transaktionen nicht mehr als 1% des Wertes an Gebühren anfallen sollten. Ebase bleibt da üblicherweise unabhängig von der Ordergröße locker drunter, und wenn man sechsstellige Summen transferieren will, kann man ja dann im schlimmsten Fall auch noch vorher einen Depotübertrag ins Auge fassen.

      Holger hat definitiv Recht, dass der Broker nur eine untergeordnete Rolle spielt, aber vielleicht für alle nicht-ebase-Nutzer noch ein paar Punkte, die in meinen Augen nennenswert sind:

      – ebase bietet eine automatische Wiederanlage der Ausschüttungen an. D.h man kann einerseits seinen Sparerfreibetrag ausnutzen und anderseits „quasi-thesaurieren“ (@Holger: passt doch gut zur Zen-Philosophie, oder?)

      – Bei ebase handelt man – soweit ich das sehe – nicht an Börsenplätzen, sondern direkt mit der Fondsgesellschaft, die einem dann den von Dummerchen erwähnten Tagesschlusskurs zahlt. Börsengebühren fallen entsprechend nicht an, sondern nur ein fondsabhängiger prozentualer Anteil.

      – Dafür sind die Zeiten, zu denen der Transaktionskurs festgestellt wird, abhängig vom Fonds (Tagesaktualität ist kaum möglich, teilweise gilt der Schlusskurs von einigen Tagen vorher).

      – Man sollte das Depot wie gesagt über einen Vermittler aufmachen, damit man ein paar Gebühren spart. Abgesehen davon hat man eine recht große Auswahl an Fonds und ETFs (keine Einzelaktien, keine ETCs / Zertifikate etc.!), aber halt nicht alle. Sonderaktionen habe ich noch nicht bemerkt, dafür scheint die aktuelle Liste aber langlebig zu sein.

      Bin genau wie Dummerchen sehr zufrieden bisher (und wenn jemand ein Haar findet, dankbar für einen Hinweis)!

      Schöne Grüße,
      Finanzamt

    • Holger Grethe Okt 8, 2015 @ 21:00

      @Finanzamt & @Dummerchen: Könntet ihr kurz etwas über die Rolle dieses ominösen „Vermittlers“ erzählen? Wer ist das und was bekommt er für die „Vermittlung“, wenn offensichtlich nach der Einrichtung des Depots in Eigenregie über ebase gehandelt werden kann?

    • Dummerchen Okt 8, 2015 @ 23:23

      Hallo Holger,
      diese „ominösen“ Fondsvermittler waren in Zeiten von aktiven Fonds und damit verbundenen Ausgabeaufschlägen mehr oder weniger ein Muss, um Kosten zu reduzieren:
      Man eröffnet über einem Fondsvermittler (ich mache jetzt keine Werbung für einen konkreten) ein ebase-Depot, d.h. der Fondsvermittler steht mit seinen Namen in den standardisierten Anmeldeunterlagen. Als Dank für die „Kundenvermittlung“ gewährt ebase diesem Fondsvermittler finanzielle Vorteile, die er größtenteils an den Kunden in Form von verbesserte Konditionen weiterreicht. Konkret heißt das, dass in meiner Anleger-Vergangenheit die Ausgabeaufschläge beim Kauf komplett entfielen. Diese Sonderkonditionen wurden dem Kunden direkt gewährt, d.h. als ebase-Kunde hat man mit Ausnahme von der Kontoeröffnungsprozedur in der Folge keinerlei Kontakt mehr zum Fondsvermittler. Über ihn fließen auch keine Gelder. Man handelt nur noch direkt bei ebase und bekam (und bekommt heute sicher auch noch) diese Sonderkonditionen unmittelbar bei jedem Fondskauf.
      Womit verdienen Fondsvermittler dann ihr Geld? Nun, sie erhalten Bestandsprovisionen für die gehaltenen Fondsanteile, d.h. ein Teil der TER wird für solche Kosten verwendet und an die Vermittler ausgeschüttet.
      Für den Kunden ist dies aber irrelevant, denn ihm entstehen keine zusätzlichen Kosten, die er nicht sonst auch gehabt hätte. Ganz im Gegenteil – die Fondsvermittler sind vielmehr daran interessiert, dass der Fondsbestand möglichst groß wird und fördern dies, indem sie die Depotgebühr (je nach Depotvariante bis zu 36€ jährlich) übernehmen, wenn der Depotwert eine bestimmte Grenze übersteigt. Ad hoc finde ich Angebote, die die Gebühr bei einem Depotwert von 25k€ übernehmen – ich finde aber auch immer noch die Seite, über die ich mein Depot bereits bei einem Stand von 10k€ kostenfrei erhalten habe. Wie ich gerade feststelle, kann man die neuen flex-Depots sogar schon für deutlich geringere Depotstände (1500€?) grundgebührenfrei erhalten. (Ich möchte aber jetzt nicht noch mehr Zeit in die Recherche der verschiedenen Depotmodelle investieren – da müsste man als Interessierter mal selbst nachschauen.)

      So, nun sind für mich aktive Fonds schon lange kein Mittel der Wahl mehr, aber ebase hat vor vielen Jahren das Angebot auf ETFs erweitert. Die Depotgebühren werden aber unabhängig davon, ob man ETFs oder aktive Fonds hält, erstattet.

      Bringt das ein wenig Licht ins Dunkel? Falls nicht, würde ich auf diese Seite verweisen:
      https://www.test.de/Investmentfonds-beim-Fondsvermittler-Hier-kann-jeder-sparen-4897469-0/

      Aber Achtung: Dies ist keine Aufforderung, aktiv gemanagte Fonds zu kaufen. Und diese werden naturgemäß verstärkt von Fondsvermittlern angepriesen. Wer mental gefestigt ist ;-), kann aber gefahrlos über die Vermittler ein Konto eröffnen und ETFs kaufen. Die Auswahl ist allerdings, wie das „Finanzamt“ schreibt, reduziert. Ich habe für meine Wünsche alles gefunden.

      Lieben Gruß
      Dummerchen

    • Finanzamt Okt 9, 2015 @ 8:59

      Kurze Ergänzung zu Dummerchens Aussagen: Ich habe einmal die ebase direkt mit einer Frage zum Depot kontaktiert, diese haben mich allerdings an meinen Fondsvermittler verwiesen (über den die Frage dann doch wieder an die ebase ging ;) ). Ich stelle also entsprechende Fragen an meinen Vermittler, so dass hier der Nachteil der etwas umständlicheren und längeren Kommunikation zu nennen wäre.

    • Dummerchen Okt 15, 2015 @ 15:35

      Anmerkung zur Anmerkung ;-):
      Ganz aktuell hatte ich direkt bei ebase eine Anfrage gestellt wegen der Verrechung von Verlusten mit Gewinnen übergreifend über die beiden Konten meiner besseren Hälfte und mir mit gemeinsamen Freistellungsauftrag. Diese Berechnung wurde mir schriftlich mit konkreten Zahlen und Zahlungsterminen und -höhen erläutert und das allgemeine Prozedere über den Jahresverlauf erörtert. Dabei wurde auf meine in der Frage durchgeführte Berechnung Bezug genommen und der Gedankenfehler erläutert. Der Text war kein Standardtext und sehr sicher individuell verfasst worden. Alles super!

    • Peter Okt 12, 2019 @ 18:26

      @Dummerchen und Finanzamt
      Ich habe den Sparplan meiner Tocher (ishares Core S&P 500 (IE0031442068)) bei der ebase laufen und habe das mal zum Anlass genommen die Abrechnungs und EUR/USD-Umrechnungskurse zu vergleichen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Der EUR/USD-Umrechnungskurs war um 0,55% höher als der Mittelkurs an dem Tag. Okay, kann man akzeptieren.

      Noch blöder war, dass der von der ebase abgerechnete Kurs weitere 0,5% über dem Kurs der KAG lag bzw. 0,7% über den schlechtesten/höchsten Xetra-Kurs an dem Tag.
      Dazu dann noch die 0,2% Transaktionsgebühr und die ebase erscheint mir nicht mehr so günstig im Vergleich:-(

  • Steve Okt 8, 2015 @ 9:44

    Hallo Holger,

    zum Thema Aktionärsbank:

    „Für die Einbuchung von Dividendenausschüttungen ausländischer Aktien wird eine Gebühr verlangt.“

    Dies gilt (aus eigener Erfahrung) nur für Einzelaktien und nicht für ETFs. Afaik ist dies bei Flatex ebenso.

    btw. stellt die Aktionärsbank ihr Geschäft ein und möchte ihre Kunden an Flatex weiterreichen. (Gehören wohl beide zur fintechgroup)

    • Holger Grethe Okt 8, 2015 @ 10:00

      Guter Hinweis, danke!

    • geldexperimente Okt 11, 2015 @ 16:22

      „Dies gilt (aus eigener Erfahrung) nur für Einzelaktien und nicht für ETFs. Afaik ist dies bei Flatex ebenso.“

      kann ich für flatex.at ebenfalls bestätigen.

    • Silvan Stark Jul 19, 2016 @ 19:04

      Gilt das immer noch oder verlangt Flatex Gebühren auf Dividenden von ausländischen ETFs?