Die Risiken von ETFs – Wie gefährlich sind Indexfonds?

Die Risiken von ETFs

Vermutlich hast du sie auch schon gelesen:

Artikel mit Titeln wie „Die unheimliche Macht der ETF-Fonds“ oder „Indexfonds – der Wolf im Schafspelz?“

Die Autoren warnen darin vor unkalkulierbaren Risiken durch ETFs.

Diese beträfen nicht nur die Anleger.

Nein, gleich das ganze Finanzsystem soll durch den Boom von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) auf der Kippe stehen.

Klingt ziemlich bedrohlich, oder?

Doch wie groß ist das Risiko für ETF-Investoren wirklich? Führen Indexfonds zum Kollaps der Finanzmärkte? Und was passiert, wenn alle nur noch passiv investieren?

In diesem Artikel bekommst du Antworten auf diese Fragen.

Zuerst beleuchte ich die wesentlichen Risiken, mit denen sich Anleger beim Investment in exchange traded funds (ETFs) konfrontiert sehen.

Anschließend sehen wir uns an, wie gefährlich ETFs für das Finanzsystem wirklich sind.

Starten wir mit den Risiken für uns Anleger. Wer in ETFs investiert, muss mit einem der beiden folgenden Produktrisiken leben:

Ausfallrisiko durch SWAPs

Bei der synthetischen Nachbildung der Indexentwicklung durch den ETF erstellt die Fondsgesellschaft ein sogenanntes Träger-Portfolio aus Wertpapieren.

Die Wertpapiere dieses Träger-Portfolios müssen mit den Wertpapieren des Index wenig bis gar nichts zu tun haben.

Die Zusammensetzung wird eher unter Gesichtspunkten der Kostenminimierung und Steuervermeidung vorgenommen.

So können beispielsweise in einem DAX-ETF theoretisch ausschließlich US-amerikanische Unternehmen enthalten sein.

Die Wertentwicklung des Träger-Portfolios wird nun mittels eines Tauschpartners, meistens einer Bank, gegen die eigentliche Wertentwicklung des nachzubildenden Index getauscht.

Dieses Tauschgeschäft wird SWAP genannt.

Die Gefahr: Geht der Tauschpartner pleite, ist das Geld der Anleger futsch.

Zumindest ein Teil davon, denn der SWAP-Anteil ist gesetzlich auf höchstens 10 Prozent des Fondsvermögens limitiert.

Weil der Tauschpartner Kontrahent genannt wird, spricht man auch vom Kontrahentenrisiko.

Allerdings werden SWAP-Geschäfte von den Fondsgesellschaften in der Regel gut abgesichert.

Dafür werden mehrere Tauschpartner in den Prozess einbezogen und das Kontrahentenrisiko durch Übersicherung gemindert.

Ein Restrisiko bleibt allerdings:

„Bei Ausfall eines Swap-Partners erleidet der Anleger zwar keinen Totalverlust. Auch die als Sicherheiten hinterlegten Papiere in Swap-ETFs sind Sondervermögen, gehen also an die Anleger.

Die bekommen dann aber bei der Wahl des Weltaktienindex statt 1660 Einzelaktien etwa bei db x-trackers nur 42 Aktien, davon 24 japanische, und bei Comstage nur 27 europäische Aktien, davon 17 deutsche.“
– Quelle: Wirtschaftswoche

Fazit: Das Kontrahentenrisiko bei SWAP-basierten ETFs ist klein, aber vorhanden. Wer synthetisch replizierenden ETFs nicht über den Weg traut und auf physisch replizierende Produkte setzt, muss sich allerdings mit einem anderen Risiko auseinandersetzen: der Wertpapierleihe.

Ausfallrisiko durch Wertpapierleihe

Wertpapierleihe bedeutet: Ein ETF-Fonds verleiht für kurze Zeit seine Wertpapiere an andere institutionelle Anleger, um einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen.

Der Entleiher muss dafür eine Gebühr zahlen und dem ETF Sicherheiten zur Verfügung stellen. Als Sicherheiten dienen in aller Regel qualitativ hochwertige Aktien oder Staatsanleihen.

Fallen während des Leihgeschäfts Dividenden oder Zinserträge für das entliehene Wertpapier an, überweist der Entleiher die entsprechenden Beträge an den ETF.

Das Problem der Wertpapierleihe liegt im Ausfallrisiko des Entleihers.

Im Falle einer Insolvenz ist dieser unter Umständen nicht mehr in der Lage, die geliehenen Wertpapiere an den ETF zurückzugeben.

Absicherung der Wertpapierleihe

Für den Fall, dass der Entleihers pleite geht, treffen die Fondsgesellschaften umfangreiche Vorkehrungen. In einer Broschüre von BlackRock zum Thema Wertpapierleihe heißt es:

ishares wertpapierleihe

„Von den Entleihern verlangen wir Sicherheiten im Wert von mindestens 102,5 % der entliehenen Stücke. Die Sicherheiten behalten wir solange, bis der Entleiher die entliehene Aktie bzw. Anleihe zurückgegeben hat. Außerdem werden die Sicherheiten als Kundenvermögen getrennt von den Vermögenswerten des Entleihers bzw. jenen von BlackRock verwahrt.“

Und weiter:

„Als zusätzlichen Schutz bietet BlackRock eine Entschädigung für seine ETFs bei Zahlungsausfall eines Entleihers: Sollte die gestellte Sicherheit die Kosten zum Rückkauf eines entliehenen Wertpapiers nicht decken, gleicht BlackRock den Fehlbetrag aus.“

Mit anderen Worten: BlackRock garantiert mit seinem Eigenkapital dafür, dass Anlegern aus der Wertpapierleihe keinerlei Schaden entsteht.

Nach eigenen Angaben gab es seit dem Jahr 1981 überhaupt nur drei Ausfälle von Entleihern:

„In allen drei Fällen konnte BlackRock jedes einzelne ausgeliehene Wertpapier mit der bereitgestellten Sicherheit und ohne Verlust für unsere Anleger zurückkaufen.“

Ein paar Fragen bleiben allerdings noch offen:

In welchem Umfang werden Wertpapiere verliehen?

iShares (BlackRock) gibt an, dass der Anteil der entliehenen Wertpapiere im Geschäftsjahr bei durchschnittlich 10 Prozent des Fondsvermögens lag. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass der Anteil auch bis zu 100 Prozent des Fondsvermögens betragen kann.

Der Anbieter HSBC hingegen begrenzt den Anteil der Wertpapiere, die verliehen werden dürfen, auf 20 Prozent des ETF-Vermögens. Bei db x-trackers sind es maximal 50 Prozent.

Was passiert mit dem Erträgen aus der Wertpapierleihe?

Auch in diesem Punkt unterscheiden sich die einzelnen Anbieter. BlackRock beziffert die Kosten für die Wertpapierleihe in seiner Broschüre auf 37,5 Prozent. Demnach fließen 62,5 Prozent der Erträge dem Fondsvermögen zu.

Bei db x-trackers sind es 70-90 Prozent der Erträge, die dem Fondsvermögen und damit dem Anleger zugute kommen, bei HBSC sind es 85 Prozent.

Die Einnahmen aus der Wertpapierleihe kommen also den ETF-Anlegern zu gute. Aber nicht zu 100 Prozent.

Bevor das Wehklagen zu laut wird, sollte man sich eines vor Augen halten:

Die Wertpapierleihe ist keine Erfindung der ETF-Anbieter, sondern ein gängiges Verfahren der gesamten Fondsbranche.

Fazit: Das Risiko durch Wertpapierleihe ist gering, aber vorhanden. Es handelt sich um ein etabliertes und reguliertes Verfahren (siehe OGAW-Richtlinie). Die ETF-Anbieter spannen diverse Fangnetze auf, um ihre Anleger vor Vermögensschäden durch Leihgeschäfte zu bewahren.
 
Wem das nicht sicher genug ist, findet mittlerweile Indexfonds, die komplett auf Wertpapierleihe verzichten.

Halten wir fest:

Sowohl bei SWAP-basierten ETFs als auch bei physisch replizierenden ETFs, die Wertpapiere verleihen, sitzt eine dritte Partei mit im Boot, die für Ärger sorgen kann.

Als Anleger kannst du frei entscheiden, ob und in welchem Ausmaß du bereit bist, das Ausfallrisiko durch SWAPs bzw. Wertpapierleihe zu tragen.

Ganz einfach indem du entsprechende ETFs meidest, denen du nicht über den Weg traust.

Sind ETFs eine Gefahr für das Finanzsystem?

Die Risiken von ETFs

Schauen wir uns nun an, ob und in welcher Form ETFs zu einer Gefahr für die Finanzmärkte werden können.

Bei meinen Recherchen bin ich den folgenden fünf Hypothesen wiederholt begegnet:

Hypothese 1: ETFs führen zu einer geringeren Effizienz der Märkte

Zum besseren Verständnis: Idealerweise funktionieren Wertpapiermärkte effizient.

Markteffizienz bedeutet, dass alle zur Verfügung stehenden Informationen über die Entwicklung von Unternehmen bereits in den Aktienkursen eingepreist sind.

Der Preis einer Aktie reflektiert den Wert, auf den sich alle Marktteilnehmer im Handel per Angebot und Nachfrage einigen.

Wollen mehr Investoren ein bestimmtes Wertpapier kaufen als andere es verkaufen, wird sein Preis steigen. Denn die Nachfrage übersteigt das Angebot.

Gibt es hingegen mehr Anleger mit Verkaufsabsicht als Kaufinteressenten, wird der Preis (Kurs) des Wertpapiers sinken. Weil das Angebot größer ist als die Nachfrage.

An diesem Prozess der Preisbildung beteiligen sich allerdings nur aktiv handelnde Investoren.

ETF-Anleger hingegen machen sich über die Bewertung von Unternehmen keinerlei Gedanken. Sie kaufen „blind“ einen Index und die darin enthaltenen Wertpapiere.

Die Befürchtung der ETF-Kritiker:

Wenn alle nur noch in Indexprodukte investieren und niemand mehr die Preisbildung aktiv gestaltet, wird die Effizienz von Finanzmärkten abnehmen.

„Falsche“ Preise, also eine zu hohe oder niedrige Bewertung von Unternehmen, werden dadurch wahrscheinlicher.

Passivanleger fahren im Windschatten

Der Finanzautor und ETF-Experte Larry Swedroe räumt ein:

„Passivanleger sind Trittbrettfahrer. Sie nehmen all die Vorteile mit, die aktive Investoren in puncto Markteffizienz generieren, ohne aber deren Kosten bezahlen zu müssen. Mit anderen Worten:

Passives Investieren ist eine kluge Strategie, aber man kann nicht wollen, dass jeder zu dieser Einsicht gelangt. Passivanlegern bleibt zu hoffen, dass es immer genug Leute gibt, die aktives Investieren für eine aussichtsreiche Strategie halten.“

Das klingt fast so, als wären aktive Anleger schon hoffnungslos in der Unterzahl.

Weit gefehlt!

kommer passive etfs

Der Finanzautor Gerd Kommer schätzt den globalen Markanteil des „Passiv-Lagers“ in einem Artikel für die Zeitschrift Der neue Finanzberater auf alarmierende 0,5(!) Prozent.

Du hast richtig gelesen. Nullkommafünf Prozent.

Dominanz sieht irgendwie anders aus …

Kommer stellt heraus, dass auch und gerade mit ETFs aktiv gehandelt werden kann. Und damit zumindest indirekt Einfluss auf die Preisbildung von Wertpapieren genommen wird.

Diese Einschätzung teilt ETF-Experte Detlef Glow:

„Ich bin der Ansicht, dass aktives und passives Management zwei Seiten der gleichen Medaille sind und sich bis zu einem gewissen Punkt miteinander ergänzen. Hinzu kommt, dass ETFs immer häufiger von aktiven Portfoliomanagern eingesetzt werden, um Anlagemeinungen zu einzelnen Märkten oder Branchen schnell umzusetzen.

Dadurch sind börsengehandelte Indexfonds mittlerweile selbst zu Anlageinstrumenten der aktiven Manager geworden und spiegeln deren Informationen in den Märkten wider.“

Noch einmal Larry Swedroe:

„Es gibt immer noch eine Menge Platz für aktive Fonds, um Einfluss auf die Preisbildung zu nehmen. Ich schätze, dass mindestens 90 Prozent der klassischen Investmentfonds verschwinden könnten und die Märkte dabei in hohem Maße effizient bleiben würden.“

Fazit: Eine echte Gefahr für die Effizienz der Märkte stellen ETFs in absehbarer Zeit nicht dar.

Hypothese 2: ETFs sorgen für Monopolbildung

In dem FAZ-Artikel „Die unheimliche Macht der ETF-Fonds“ problematisiert Autor Dennis Kremer die Macht großer Investmentgesellschaften wie BlackRock.

BlackRock Indexfonds

Diese hielten mittlerweile bedenkenswert viele Anteile an den Firmen der wichtigsten Indizes:

„Da die Fondsgesellschaften aber an allen Unternehmen der Branche beteiligt sind, müssten sie eigentlich ein Interesse daran haben, dass es allen Firmen gut geht. Dies funktioniert, so folgern die Ökonomen, aber nur, wenn die Unternehmen nicht in den härtesten Wettbewerb miteinander treten, sondern sich gegenseitig höhere Preise zugestehen.

Wer dann leidet, steht aber auch fest: Es sind die Kunden, die zu hohe Preise zahlen. Also im Zweifel wir alle.“

Unerlaubte Preisabsprachen bzw. freiwilliger Verzicht auf Wettbewerbsvorteile?

Ein ganz schön happiger Vorwurf, den die zitierten Ökonomen da vorbringen. Er steht im Widerspruch zu einem anderen Kritikpunkt, der gegen ETFs gerne ins Feld geführt wird:

„Als weiteres Problem gilt die Tatsache, dass Indexfonds die Stimmrechte, die mit dem Kauf von Aktien verbunden sind, meist nicht wahrnehmen. Das führt dazu, dass sich Firmenvorstände bei der Verrichtung ihrer Arbeit immer weniger Kontrolle und Kritik gegenüber sehen.“
– Quelle: Manager Magazin

Einflussnahme durch Desinteresse?

Wie aber sollen Investmentgesellschaften zur Monopolbildung beitragen, wenn die von ihnen kontrollierten ETFs ihre Stimmrechte angeblich sträflich vernachlässigen?

Vielleicht indem sie diese doch wahrnehmen? BlackRock lässt seine Anleger diesbezüglich wissen:

„Bei Unternehmen außerhalb der USA nehmen wir in ca. 90% der Fälle die Stimmrechte für die in unseren Fonds enthaltenen Aktien wahr.“

Klingt irgendwie nicht nach purem Desinteresse an Aktionärsrechten.

So richtig logisch erscheint die im FAZ-Artikel skizzierte Drohkulisse also nicht, was der Autor auch selbst einräumt:

„Lässt ein Unternehmen alle Konkurrenten so weit hinter sich, dass es alleine für einen höheren Anstieg des Index sorgt als zuvor alle anderen zusammen, ist dies im Interesse der Fonds.

Denn letztlich ist es ja ihr Ziel, dass der Börsenindex insgesamt sich vorteilhaft entwickelt – in welcher Form die einzelnen Unternehmen des Index dazu beitragen, kann den Fonds dabei egal sein.“

Fazit: Monopolbildung durch den Einfluss großer Investmentgesellschaften ist ein eher unwahrscheinliches Szenario.

Hypothese 3: ETFs erhöhen das Risiko für Kursturbulenzen

Der WELT-Autor Daniel Eckart sieht in der wachsenden Popularität von ETFs folgendes Problem:

Indexrisiko Risiko für Krise

„Der Markt lebt davon, dass es Käufer und Verkäufer, Akteure mit positiver und solche mit negativer Meinung zu einem Wertpapier gibt. Indexfonds aber haben keine Marktmeinung.

Sie kaufen, wenn ihnen Geld zufließt, und verkaufen, wenn Anleger Geld abziehen. Dadurch verstärken sie den jeweiligen Trend – nach oben, aber auch nach unten.“

Mit anderen Worten: Indexfonds begünstigen den Herdentrieb an den Märkten.

Das mag sein. Aber gilt das für einen Haufen anderer Anlageinstrumente, Derivate beispielsweise, nicht auch?

Gibt es da draußen nicht eine unüberschaubare Menge an Spekulanten und aktiven Investoren, die auf Trendfolge-Strategien setzen?

Nur um mit den Über- und Untertreibungen an den Märkten gezielt Geld zu verdienen?

Gefahr durch mangelnde Cash-Reserven?

Im WELT-Artikel wird ein Fondsmanager zitiert, der noch ein andere ETF-spezifische Gefahr erkannt haben will:

„Aktive Aktienfonds halten oft eine bestimmte Menge Liquidität, damit sie bei gefallenen Notierungen billiger einsteigen können […] Indexfonds dagegen sind grundsätzlich voll investiert.

Ziehen Anleger Geld ab, müssen die Indexfonds ihrerseits Wertpapiere auf den Markt werfen. So verstärkt sich der Abwärtstrend noch – die Baisse nährt die Baisse.“

Zapperlot, das sind schon schlimme Finger, diese Indexfonds!

Gut, dass sich aktiv gemanagte Investmentfonds mit ihren Cash-Reserven Abwärtstrends heldenhaft in den Weg stellen.

Spaß beiseite, wie und vor allem wie lange soll das angesichts einer durchschnittlichen Cash-Quote von knapp 5 Prozent funktionieren?

Ziehen die Anleger erst einmal in Scharen ihr Geld ab, dürften die viel gepriesenen Reserven schneller aufgebraucht sein, als die meisten Fondsmanager „C.A.S.H.“ buchstabieren können.

Hinzu kommt:

Da die Mehrheit der aktiv gemanagten Fonds relativ eng an ihrer Benchmark klebt, also mehr oder weniger die gleichen Wertpapiere hält wie der Vergleichsindex, verstärken sie den Abwärtstrend nicht minder.

Der Finanzdienstleister GECAM untersucht regelmäßig das Korrelationsverhalten von Investmentfonds.

Das Ergebnis:

„Die durchschnittliche Indexorientierung von Aktienfonds lag bei 0,87. Insgesamt 55 Prozent aller in Europa zugelassenen Aktienfonds korrelierten im Drei-Jahres-Zeitraum zu über 90 Prozent mit ihrem Vergleichsindex.“

Fazit: Indexfonds verstärken Auf- und Abwärtstrends an den Börse nicht mehr oder weniger als viele andere Anlageprodukte (zum Beispiel klassische Investmentfonds) auch.

Hypothese 4: ETFs machen „Flash-Crashs“ wahrscheinlicher

Im Manager Magazin bezeichnet der Autor Richard Haimann ETFs als „Brandbeschleuniger“ und warnt:

Brandbeschleuniger ETF

„In Verbindung mit computergestützten Handelssystemen könnten ETFs in kürzester Zeit die Kapitalmärkte ins Wanken bringen.“

Er begründet diese Einschätzung mit einem besonderen Ereignis der jüngeren Vergangenheit:

„Welche Gefahren drohen, zeigte eindrucksvoll der sogenannte Flash Crash, der „Blitzeinbruch“ vom 6. Mai 2010 an der New Yorker Börse. Innerhalb von sechs Minuten stürzte der Index Dow Jones Börsen-Chart zeigen um fast 1000 Punkte in die Tiefe.

Mehr als 1,3 Milliarden Aktien wurden durch computergestützte ETF-Verkäufe in dieser Zeit gehandelt […]

Anschließend trieben Kauforders die Kurse zwar wieder in die Höhe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass dies bei einem erneuten Blitzeinbruch wieder geschehen wird.“

Was war da los?

Könnte so ein „Blitzeinbruch“ auch bei uns passieren?

Ein Artikel des Fondsdiscount-Magazins klärt auf:

„ETFs zeichnen sich normalerweise dadurch aus, dass sie täglich handelbar sind. Doch an dem sogenannten „Verrückten Montag“ berichteten Trader von Schwierigkeiten beim Kauf und Verkauf der Indexfonds. Investoren, die im Zuge der Panik an der NYSE die Verkaufsorder setzten, erlitten dadurch hohe Verluste.“

Ursache war wohl ein fehlerhafter bzw. unzureichender Sicherheitsmechanismus an der New Yorker Börse – in einer Sondersituation.

Nachdem offensichtlich ein einzelner Derivate-Händler von London aus durch Hochfrequenzhandel den Dow Jones Index in die Knie zwang.

Insgesamt eine Konstellation, die so nicht auf Deutschland übertragbar sei:

„Der Einbruch bei den ETFs ist also nicht in dessen Struktur begründet, sondern in den Regeln für den Börsenhandel […]

Wenn in Deutschland eine Aktie wegen hoher Schwankungen vom Handel ausgesetzt wird, startet die Börse eine Auktion. Sie sammelt alle Kaufs- und Verkaufsorders und ermittelt so einen Preis für das Wertpapier.

In Deutschland kam es daher nicht zu großen Kursdifferenzen zwischen ETFs und ihren Indizes, obwohl es an dem Black Monday auch in Frankfurt 824 Volatilitätsunterbrechungen im Handel gab.“

Fazit: Ob Blitzeinbrüche an den Börsen auf die Funktionsweise von ETFs zurückzuführen sind, sei dahingestellt. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass die Sicherheitsmechanismen an den Börsen laufend optimiert und an das steigende Handelsvolumen von ETFs angepasst werden.

Hypothese 5: Wenn alle passiv investieren, wird es kritisch

Wie unwahrscheinlich es ist, dass irgendwann alle Anleger passiv investieren, haben wir angesichts eines globalen Passiv-Anteils von 0,5 Prozent bereits diskutiert (siehe Hypothese 1).

Aber stellen wir uns einfach mal vor, es wäre so.

Passives Investieren würde (irgendwann) den Markt beherrschen und die überwiegende Mehrheit der Anleger dieser Anlagestrategie folgen.

In dem Blogartikel „The Paradox of Active Management“ wird ein Denkmodell vorgestellt, wie eine von passiven Anlagen dominierte Investmentwelt aussehen könnte.

Paradox of active investment

Das Fazit: Wenn zu viele Anleger passiv anlegen, wird aktives Investieren wieder attraktiv.

Diese Erkenntnis mag wenig überraschen, ihre Begründung allerdings schon …

Illiquidität statt Ineffizienz

Intuitiv erscheint folgende Theorie plausibel: Gibt es immer weniger aktive Investoren, sind immer weniger Investoren an der Preisbildung beteiligt.

Dadurch wird der Markt ineffizienter, sprich die Bepreisung von Wertpapieren wird immer „fehlerhafter“, und damit steigen die Chancen für aktive Investoren wieder.

Zu dieser Einschätzung kommt auch Erwin Heri von der Schweizer Wissensplattform Fintool (ab 02:53 min):

Doch der Autor des in „The Paradox of Active Management“ vorgestellten Denkmodells sieht eine andere Folge dieser hypothetischen Entwicklung:

„Die richtige Antwort ist, dass der Markt illiquide werden würde. Indexfonds würden einen immer größeren tracking error (Abweichungsfehler) in Relation zu ihrem Referenzindex aufweisen.

Jedes Mal, wenn Anleger Anteile orderten, wären die Indexfonds gezwungen, Wertpapiere zu einem hohen Geldkurs (bid) zu kaufen. Dieser hohe Preis (Kurs) würde bestimmt von der kleinen Zahl von aktiven Anlegern, die überhaupt noch bereit und in der Lage wären, mit Indexfonds zu handeln.

Andersherum wäre es so, dass jedes Mal wenn Anleger Anteile verkaufen wollten, die Indexfonds gezwungen wären, zu einem niedrigen Briefkurs (ask) zu verkaufen. Dieser niedrige Preis (Kurs) würde ebenfalls bestimmt von der kleinen Zahl von aktiven Anlegern, die noch mit Indexfonds handelten.“

Fazit: Würde passives Investieren tatsächlich den Markt dominieren, wäre vermutlich mangelnde Liquidität die Folge. Der tracking error (Abweichungsfehler) von Indexfonds würde zunehmen.

Das Gesamtfazit

Um sich der Größenördnung noch einmal bewusst zu werden: ETFs machten Ende 2015 nicht einmal 6 Prozent aller Publikumsfonds in Europa aus. Darin sind auch jene ETFs enthalten, mit denen aktiv gehandelt wird.

Ja, passives Investieren mit Indexfonds bleibt sicher nicht ohne Einfluss auf die Entwicklung der Finanzmärkte.

Darin eine grundlegende Gefahr für das gesamte Finanzsystem zu sehen, halte ich allerdings für arg weit hergeholt.

Dafür erscheint mir die Argumentation der ETF-Kritiker als wenig stichhaltig und zu häufig von Eigeninteressen bestimmt.

Dass Leute, die ihre Brötchen als Manager eines klassischen Investmentfonds verdienen, vor Indexfonds und ETFs warnen, ist ja nicht wirklich überraschend, oder?

 
Wie schätzt du die Risiken von ETFs ein? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Bildquelle: Unsplash (bearbeitet), lizensiert unter CC0 1.0

[ssba]

ZENinvestorLerne besser Investieren an der Börse
ZENinvestor ist ein Online-Video-Training, das dir Schritt für Schritt zeigt, wie du mit einer passiven Anlagestrategie und Indexfonds (ETFs) ohne Zeitaufwand Vermögen bilden kannst.

 

{ 23 Kommentare… add one }

Hinweis: Die Kommentarfunktion wird 60 Tage nach Veröffentlichung des Artikels geschlossen.

 

  • Walter 27. November 2016, 10:38

    Diesen Unkenrufern traue ich auch nicht so recht. Ich denke es ist der pure Erfolg der ETFs der deren Gegner auf den Plan rufen, um sie madig zu reden.
    Durch die wachsende Zahl von Faktor- oder allgemein Smart-Beta-ETFs sehe ich auch einen Ausgleich zur reinen passiven Index-Anlage, die die Preisbildung einzelner Aktien am Markt weiter beeinflußen werden. Hier investiert man sozusagen passiv in eine aktive Anlage-strategie.

    Ich sehe es daher genau so wie du, was die Risiken der ETFs angeht.

  • Stephan 27. November 2016, 11:20

    Lieber Holger, vielen dank für diese Zusammenfassung.

    Ich hatte mich schon eine Weile gefragt, ob du diese Themen einmal angehen willst. Zumindest Hypothese 1 halte ich für sehr plausibel. Angesichts der geringen Marktanteile passiver Fonds, besteht sicherlich gegenwärtig noch kein Problem. Aber du weist ja an anderer Stelle (sehr zurecht!) immer wieder darauf hin, dass unsere Anlagestrategie langfristig sein soll. Bei 20-30 Jahren Anlagehorizont könnte sich am Marktanteil der passiven Fonds ja durchaus etwas ändern … .Es wäre nicht das erste Anlageinstrument, dass am eigenen Erfolg zugrunde gegangen ist. Selbst die heute viel gescholtenen verbrieften Hypothekenfinanzierungen waren am Anfang ein durchaus sinnvolles Mittel zur Effizienzsteigerung. Es gab nur am Ende viel zu viele davon…

  • Markus 27. November 2016, 15:24

    Was ich z. B. beim ARERO nicht ganz kapiere, wie können die Landesbankschuldverschreibungen des Swaps Sondervermögen sein?

    Wenn das Risiko des Swap-Anteils auf maximal 10 % begrenzt ist, aber das Tauschgeschäft 0 % Aktien enthält, wie funktioniert das auch in Zusammenhang mit Sondervermögen?

    • Markus 1. Dezember 2016, 09:31

      Kennt sich da keiner mit dem ARERO aus?

  • Werner 27. November 2016, 16:35

    Ein Problem wird hier nicht angesprochen: ETF kaufen eine Aktie ja immer erst dann, wenn sie bereits gut gelaufen ist – eben einen entsprechend großen Firmenwert darstellt und daher in den jeweiligen Index aufgenommen wird. Wenn passives Investieren noch mehr in Mode kommt, wird bei jedem Rebalancing eines Index der Preis der neu aufgenommenen Aktie in die Höhe schnellen, da ja jeder ETF plötzlich unbedingt diese Aktie haben will (koste sie, was sie wolle). Umgekehrt verlieren Aktien an Wert, wenn sie aus dem Index ausscheiden: plötzlich werfen alle ETF, die diesen Index abbilden, die jeweilige Aktie auf den Markt und verkaufen sie zu jedem Preis, den sie erzielen.
    Das Risiko für den Anleger ist hier also nicht, dass die ETF gefährlich wären oder gar die Finanzwelt zum Einsturz bringen, aber wenn es noch mehr Mainstream wird, in ETF zu investieren, könnte die Qualität des abgebildeten Index immer schlechter werden.
    Ich will damit ETF nicht schlechtreden (investiere selbst viel in ETF), denke aber, dass das ein Problem ist, das man im Auge behalten sollte.

    • Marcel Rose 27. November 2016, 19:19

      Das machen Trendfolge-Regeln auch… kaufen die, die gut gestiegen sind, da diese Unternehmen etwas richtig gemacht haben (sonst würden die Outperformer nicht steigen gell?).

      Andersherum: Die Unternehmen, die abgestiegen sind, werden auch eine Weile lang noch weiter absteigen.

      DEN Turnaround-Kandidaten gibt es nur selten – die meisten Unternehmen, die absteigen, bleiben auch unten – fast immer sind das Managementfehler, die sich über Jahre negativ auswirken.

  • K. 27. November 2016, 23:25

    Ein guter Artikel der verständlich und nachvollziehbar mit einigen Vorurteilen aufräumt bzw. diesen etwas entgegensetzt.
    Danke dafür und für die Aufwendige Arbeit.

    Welchen Eindruck hast Du wenn Du im direkten Gespräch argumentieren musst? Kommst Du mit Deinen Argumenten oder auch Gegenargumenten weiter?
    Werden diese verstanden und Objektiv gesehen im Vergleich zu dem was die (Fach)-Presse schreibt?

    Zwei Off-Topic-Fragen:
    „Hinweis: Die Kommentarfunktion wird 60 Tage nach Veröffentlichung des Artikels geschlossen.“
    Der Hinweis kommt mir neu vor, zumindest ist er mir vorher nie aufgefallen und ich war der Meinung bisher auch ältere Posts kommentieren zu können. Ist das Neu?
    Rein interessehalber: Was bewegt Dich dazu?
    Gibt es Gründe?
    Ist es der Aufwand? Warum neue Leser nicht etwas zu „alten“ Posts beitragen lassen?

    • Holger Grethe 28. November 2016, 14:31

      Bezüglich der Kommentarfunktion: Das Aufkommen von Spam-Kommentaren ist ansonsten einfach zu hoch (trotz doppelter Filterung bzw. Spam-Abwehr). Ich arbeite aber an einer Lösung, dass in Zukunft auch wieder ältere Artikel kommentiert werden können …

    • K. 28. November 2016, 21:52

      Hallo Holger,
      Danke für Deine Antwort. Wie gesagt, ist ja Dein Blog. Mich interessieren manchmal die Hintergründe. Man lernt immer wieder was dazu oder andere Erfahrungswerte kennen.
      Mein Wordpress-Spamfilter bei einem anderen Hobby-Blog arbeitet zum Glück sehr gut, andererseits werden die Kommentare auch nicht direkt bzw. erst nach 3 Genehmigten-Kommentaren automatisch freigeschaltet.
      Hier haben Deine Kommentare natürlich einen anderen Flow.
      Gute Woche.

  • Dr. Jürgen Nawatzki 28. November 2016, 05:03

    Lieber Holger,

    Superartikel! Ich bin beeindruckt, denn du hast das Thema sehr umfassend abgearbeitet.

    Ich werde den Artikel auf Facebook teilen.

    Herzliche Grüße

    Jürgen

  • Peter 28. November 2016, 09:46

    Um es in Anlehung an Nobby Blüm zu sagen: „Die ETFs sind sischä“.

    Die Marketingabteilungen der ETF-Anbieter werden Sie lieben für diesen Artikel.

  • Danny 28. November 2016, 13:53

    Hallo Holger,

    sehr schöner Artikel! Besonders die Recherche zu den einzelnen Hypothesen gefällt mir sehr.
    Meine persönliche Meinung zum Risiko:

    Ich halte es für überschaubar, gerade im Bezug auf die Transparenz. Jeder Privatanleger der sich ein wenig damit beschäftigt, stößt schnell auf die möglichen Risiken. Sie werden nicht sonderlich verschleiert.

    ETFs werden von Finanzvermittlern, Beratern bzw. Verkäufern selbstverständlich schlecht geredet. Die Provision ist einfach deutlich geringer!
    Schön das es Leute gibt die darüber aufklären, es sollten sich viel mehr Menschen mit ihren Finanzen auseinandersetzen.

    Gruß Danny

    • Heinrich 28. Dezember 2016, 17:37

      Zum Thema Provisionen: ETF liefern nicht geringere, sondern gar keine Provisionen ab. Daher werden sie fast ausschließlich von Honorarberatern empfohlen. Wer von der Provision leben muss, vermittelt ausschließlich gemanagte Fonds.
      Als Honorarberater finde ich das ETF Modell ideal für meine Kunden: geringe Kosten, breite Marktabdeckung und mit den oben beschriebenen Risiken können meine Kunden noch lange gut leben.

      Der Artikel ist sehr umfassend geschrieben – ich werde ihn meinen potentiellen Kunden weiterempfehlen 🙂

  • Dominik - Finanziell Frei mit 30 28. November 2016, 15:01

    Eine wirklich tolle Zusammenstellung.
    Ich sehe die Risiken auch eher niedriger, dass ETFs so negative Auswirkungen auf unser Finanzsystem haben werden. Da mache ich mir viel mehr Sorgen um irgendwelche fadenscheinige Derivate, die überhaupt keinen Zusammenhang mehr mit dem richtigen Markt haben und mehr eine Wette als eine Investition darstellen.

    Das sind die gleichen Argumentationen, wie sie für das Spaparadoxon aufgestellt werden.
    Wenn alle sparen würden, würde die Volkswirtschaft davon Schaden nehmen und die Aktieninvestoren würden nicht mehr so tolle Renditen einstreichen können.
    Ich denke beide Szenarien sind aber ziemlich unwahrscheinlich und falls sie irgendwann eintreten sollten, werden finanziell gebildete Menschen schon einen Weg finden damit umzugehen und andere sich neu ergebende Investmentchancen zu nutzen.

    Schöne Grüße
    Dominik

  • Roman Enders 29. November 2016, 11:41

    Servus Holger,

    Danke für diesen klaren und präzisen Artikel in Deiner, wie immer, charmanten Art und Weise!

    Hätte ihn auch gerne noch gehört 🙂

    Frohes Schaffen und eine gute Zeit,

    wünscht Roman

  • Lennart 30. November 2016, 17:29

    Hallo Holger,

    du schreibst zum Thema „Flash Crash“ in Hypothese 4:
    „Ursache war wohl ein fehlerhafter bzw. unzureichender Sicherheitsmechanismus an der New Yorker Börse – in einer Sondersituation.“
    Ich hätte hier eher erwartet, dass Navinder Singh Sarao und der Hochfrequenzhandel erwähnt wird.

    Besten Gruß
    Lennart

    • Holger Grethe 30. November 2016, 21:58

      Hallo Lennart, vielen Dank für den Hinweis!

      Habe den Abschnitt ergänzt. Soweit ich es verstehe, hat der Händler Navinder Singh Sarao den Flash Crash in 2010 aber nicht durch ETF-Handel ausgelöst, sondern durch Derivate.

  • Bankenmärchen 1. Dezember 2016, 16:37

    Sehr interessant! tatsächlich hatte ich mich bereits gefragt, was wohl passieren mag, wenn ein Großteil der Anleger nur noch passiv investiert. Obwohl mich die Antwort erstaunt, glaube ich nicht daran, dass es je zu solch einer Konstellation kommen wird. Der Spieltrieb und die innere Überzeugung, man könne den Markt mit seinem Wissen schlagen ist viel zu tief im Menschen verankert, als dass sich der Großteil nur noch auf passives Investieren verlassen würde. Ich bin daher sehr beruhigt, dass es nie zu einer Übergewichtung des passiven Investierens kommen wird. 🙂

  • Lothar Schmidt 15. Dezember 2016, 12:54

    Hallo Holger,
    Du hast die gängigen Einwände sauber abgearbeitet. Vielen Dank dafür.
    Den wichtigsten Einwand gegen ETFs hast Du unerwähnt gelassen, wie auch die Kritiker ihn nicht laut äußern: Provisionsberater, Banken und Versicherungen verdienen zu wenig an ETFs. ETFs sind zu transparent und kostengünstig.
    Gut, dass es Blogs wie Zendepot gibt, die das Wissen dennoch an Privatanleger weiter geben.
    Herzliche Grüße
    Lothar Schmidt, Finanz-Coach

  • Jens 23. Dezember 2016, 21:01

    @Lothar: Das heißt – nun mal als „dummer Finanzlaie“ gefragt – dass die ETFs durchaus eine interessante Anlage für Privatleute sind? Die Kritikpunkte sind ja offensichtlich mit wenig Argumentation aus der Welt zu schaffen. 😉

    • Heinrich 28. Dezember 2016, 17:45

      @Jens: ETFs sind DIE Anlage für Privatleute. Es gibt keine Veranlagung, die kostengünstiger ist und trotzdem gute Renditen einbringt.

      Ich erkläre meinen potentiellen Kunden immer, dass wir das Risiko der Veranlagung dadurch minimieren, dass wir die jährlichen Fondskosten minimieren. Je geringer die Verwaltungskosten, umso höher der Ertrag (oder umso niedriger der Verlust).
      Daher können auch Fonds mit geringerem Risiko in das Portfolio aufgenommen werden. Für ein paar Prozent Rendite müssen es daher nicht zwingend hochvolatile Aktien-ETFs sein, wenn der Kunde die Berg- und Talfahrten psychisch nicht aushält.

  • Erfolgsmaschine 30. Dezember 2016, 17:11

    Ist doch klar, warum die Medien immer wieder vor ETFs warnen. Die Banken sind gute Kunden bei den Medien, um Werbung für Aktien etc. zu schalten. Dann können die Medien nicht positiv über ETFs berichten, da sie sonst ihre Kunden verlieren würden. Je mehr Anleger ETFs wollen, desto weniger verdienen die Banken im Anlagegeschäft.

    -Erfolgsmaschine

Hinterlasse einen Kommentar