Geld anlegen: Die 5 größten Fehler (und wie es richtig geht)

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Du willst Geld anlegen und wissen: was ist die beste Geldanlage 2019?

Die Antwort bekommst du auf dieser Seite.

Das Thema Geldanlage ist leider komplex. Deshalb gehen wir die Aufgabe in 3 Teilen an:

Im ersten Teil beichte ich die 5 größten Fehler, die ich (früher) beim Geld anlegen gemacht habe.

In Teil 2 sehen wir uns die wichtigsten Geldanlagen im Vergleich an.

Im dritten Teil bekommst du eine zeitlose Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du dein Geld sinnvoll anlegen kannst.

TEIL 1 – Die 5 größten Fehler beim Geld anlegen

Die 5 größten Fehler beim Geld anlegen

Bevor du dir überlegst, wo und wie du dein Geld investierst …

…gehe zuerst sicher, dass du nicht einen der fünf Kardinalfehler machst:

Fehler #1 – Geld anlegen ohne Anlagestrategie und Anlageziel

Fehler Geld anlegen

Lange Jahre habe ich weitestgehend planlos vor mich hingespart und mein Geld “irgendwie” angelegt.

In einer kurzen Phase habe ich – ausgestattet mit gefährlichem Halbwissen – mit Discountzertifikaten rumhantiert. Das war noch vor der Finanzkrise in 2007

Doch abgesehen davon hat mein gesamtes Erspartes bis etwa 2009 auf diversen Sparkonten (Tagesgeldkonto, Festgeldkonto etc.) geschlummert.

Mit dem Wort Anlagehorizont konnte ich nicht wirklich etwas anfangen.

Ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen, mein Geld für unendlich lange 10, 15 oder gar 20 Jahre “wegzugeben”.

Zudem ich auch nur eine vage Vorstellung davon hatte, worauf ich eigentlich hinspare. Klar, man muss ja irgendwie fürs Alter vorsorgen …

Also habe ich mir eine Kapital-Lebensversicherung andrehen lassen, was uns direkt zum nächsten Punkt führt …

Fehler #2 – Auf Berater verlassen

Fehler Geld anlegen

Machen wir uns nichts vor: Geld anlegen ist nicht besonders unterhaltsam.

Wer beschäftigt sich schon freiwillig gerne mit Begriffen wie Ertragsthesaurierung oder inflationsbereinigte Jahresdurchschnittsrendite?

Hinzu kommt:

Informationen über Anlageprodukte kommen entweder für Laien unverständlich daher.

Oder aber sie sind so trivial formuliert, dass über den Slogan “Wir kümmern uns um Ihr Geld” hinaus keine nützlichen Informationen in ihnen enthalten sind.

So ist er nur verständlich, der …

Wunsch nach Delegation

Man wünscht sich einen “Experten”, der einem das lästige Klein-Klein bei der Geldanlage abnimmt.

Jemand, der sich um all dieses lästige Finanzzeugs kümmert. Und der einem möglichst nur gute Nachrichten überbringt.

Was praktisch allerdings bedeutet, dass ich als Kunde einer Bank oder einer provisionsbasierten Vermögensberatung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Form der Geldanlage erhalte, die ideal für mich wäre.

Weil Banken beziehungsweise Berater häufig Anlageformen empfehlen, die mit hohen Provisionen, Vermittlungs- und Verwaltungsgebühren sowie anderen Kosten einhergehen.

 
Heute frage ich mich ernsthaft, warum es Jahre gedauert hat, bis mir dieses Lichtlein aufgegangen ist?

Ebenfalls eine späte Erkenntnis …

Fehler #3 – Zu lange vom Eigenheim träumen

Fehler Geld anlegen

Die Immobilienpreise steigen bekanntlich seit Jahren ungebremst. Doch schon 2009/2010 hatte ich den Eindruck:

Die Objekte, die mich/uns interessieren, sind einfach zu teuer (= das Geld nicht wert)!

Endgültig einen Haken an das Thema Eigenheim wollte ich damals allerdings noch nicht machen …

Das Problem: Der unerfüllte Wunsch nach Wohneigentum ist mit Opportunitätskosten verbunden.

Denn Geld, das in unbestimmter Zeit als Eigenkapital für einen Haus- oder Wohnungskauf gebraucht wird, kann nicht langfristig angelegt werden. Und für jeden Euro, der nicht langfristig angelegt werden kann, muss man Einbußen bei der Rendite in Kauf nehmen.

 
Als Messlatte dient diesbezüglich die Anlageklasse mit der langfristig höchsten Rendite: Aktien.

Die Entscheidung contra Eigenheim

So ist auch bei uns Jahr um Jahr vergangen, bis wir endlich den befreienden Entschluss gefasst haben, kein Wohneigentum zu kaufen.

Ich weiß, dass dieser Schritt sehr vielen Leuten sehr schwer fällt.

Die gesellschaftliche (und familiäre) Konditionierung pro Eigenheim ist unglaublich stark, quasi fast religiös.

Es hat auch mich viel Zeit und Nerven gekostet, dagegen anzukommen.

Damit ist nicht gesagt, dass der Kauf einer Immobilie grundsätzlich eine schlechte Idee ist.

Man sollte nur nicht jahrelang unentschlossen herum lavieren und das Geld ewig auf einem Sparbuch, Sparkonto (Tagesgeld) oder gar Girokonto von der Inflation aufzehren lassen.

Apropos …

Fehler #4 – Die Risiken ignorieren

Fehler Geld anlegen

Irgendwann im Frühjahr 2008 lachte mich die Anzeige einer isländischen Bank an. Deren nahezu unaussprechlicher Name lautete “Kaupthing Bank”.

Aber dafür bot der Laden immerhin 5 Prozent Zinsen. Für Tagesgeld!

Ich konnte es kaum fassen.

Meine bessere Hälfte allerdings auch nicht: „Du willst unser Geld wirklich in ISLAND anlegen!?“

Ja nee, war nur so ne Idee …

Auch Banken können pleite gehen

Besser noch mal Google fragen. Ich tippte ins Suchfeld ein: “Tagesgeld bei Kaupthing sicher?”

Ein paar Klicks später war es dann ein Forumseintrag, der mich stutzig werden ließ.

Sinngemäß hieß es darin:

Die Kaupthing Bank unterliegt nicht der deutschen Einlagensicherung. Zudem ist die Wirtschaftsleistung von Island so gering, dass der Staat kaum für die Einlagen ausländischer Anleger wird haften können.

Und schon war ich gar nicht mehr so euphorisch, was die Sache mit den 5 Prozent Zinsen anging.

Und ließ unser Geld wo es war: Auf einem Tagesgeldkonto mit “nur” 3,5 Prozent Jahreszins.

Aus heutiger Sicht eine nahezu astronomisch hohe Verzinsung …

Wie die Geschichte ausgegangen ist

Wenige Monate später passierte dann folgendes:

Die in 2007 begonnene Finanzkrise nahm Fahrt auf. Daraufhin geriet auch die Kaupthing Bank ins Schlingern und wurde unter staatliche Kontrolle gestellt.

Am 8. Oktober 2008 wurden schließlich alle Konten eingefroren und kein (deutscher) Kunde kam mehr an sein Geld.

Nach bangen Wochen konnten deutsche Anleger schließlich einen Antrag auf Entschädigung stellen.

Da hatte ich noch mal Schwein gehabt.

Und mir wurde klar, dass dort wo Bank drauf steht, nicht automatisch Sicherheit drin sein muss.

 
Das gilt mit Einschränkungen übrigens auch für deutsche Banken.

Irgendwann rückte dann das Thema ETFs auf die Agenda. Gelegenheit für den nächsten Fehler …

Fehler #5 – Zu gierig nach Rendite sein

Fehler Geld anlegen

Zu Beginn meiner „Karriere“ als Aktien-Investor habe ich geglaubt, …

  • man könne den richtigen Zeitpunkt für den Ein- bzw. Ausstieg in den Aktienmarkt abbpassen (kann man nicht),
  • man müsse täglich Börsennachrichten lesen und Aktienkurse verfolgen (muss man nicht),
  • man braucht “Können”, um an der Börse erfolgreich zu sein (braucht man nicht, aber Geduld und ein wenig Know-How sind wichtig), und
  • man erzielt dauerhaft zweistellige Renditen, wenn man es nur richtig anstellt (schafft man nicht, es sei denn, du heißt Warren Buffett)

Neben diesem ganzen tradierten Unsinn, der zu allem Überfluss täglich medial regurgitiert wird, steht man sich durch sein Ego auch noch selbst im Weg.

Man(n) will zeigen, was man was drauf hat mit Aktien.

Kann ja wohl nicht angehen, dass die ganze Chose mehr auf Zufall denn auf Können beruht.

Einfach Jahrzehnte sparen und passiv vor sich hin zu investieren, schien mir anfangs zu langweilig …

Den Rendite-Hebel ansetzen

Um den Laden Rendite technisch ein bisschen “aufzupeppen”, habe ich mir damals einen LevDax-ETF ins Portfolio geholt.

Bis ich das Produkt verstanden hatte …

Zur Erklärung: Ein LevDax-ETF ist ein Hebelprodukt.

Das “Lev” steht für Leverage (Hebelung) und bedeutet, dass der Wert des ETF um 2 Prozent steigt, wenn es der Dax um 1 Prozent tut.

Leider wirkt der Hebel auch in die Gegenrichtung.

Fällt der Dax um ein Prozent, fällt der ETF um 2 Prozent. Und hier kommen nun die Tücken der Prozentrechnung ins Spiel.

Um einen Verlust von 20 Prozent aufzuholen, braucht es nämlich einen Kursanstieg von 25 Prozent und nicht etwa von 20 Prozent:

100 minus 20 Prozent = 80
80 plus 20 Prozent = 96
80 plus 25 Prozent = 100

 

Die Konsequenz der spekulativen Anlage

Pendelt der Dax-Kurs über längere Zeit immer nur ein paar Prozent hin und her, hebelt man sich mit einem ETF wie auf den LevDax langsam aber sicher ins Nirwana.

Gut, dass ich diesen Zusammenhang erst verstanden hatte, nachdem der ETF gekauft war.

Erst Denken, dann Handeln ist vielleicht doch nicht die schlechteste Idee. Insbesondere bei der Geldanlage …

 
Damit genug von den größten Fehlern beim Geld anlegen.

Es gibt eine einfache Methode, mit der du fürs Alter vorsorgen und dank einer Rendite von 6-7% p.a. ordentlich Vermögen aufbauen kannst

  • ohne nennenswert Zeit dafür aufzuwenden
  • ohne allzu große Risiken einzugehen
  • ohne dich von der Bank oder einem Finanzberater abhängig zu machen
  • ohne dich bis über beide Ohren für eine Immobilie verschulden zu müssen

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TEIL 2 – Die wichtigsten Geldanlagen im Vergleich

Geldanlagen im Vergleich

Was ist die beste Geldanlage momentan? Wie soll man die Geldanlage 2019 angehen?

Verschaffen wir uns zuerst einen Überblick über diverse Geldanlagemöglichkeiten, die Privatanlegern zu Verfügung stehen.

Dabei überprüfen wir jede Investitionsmöglichkeit, ob sie einem der folgenden zwei Ziele dient: Vermögensaufbau und/oder Vermögenserhalt.

Gehen wir zuerst eine ganze Reihe von Geldanlagen durch, die für beide Ziele ungeeignet sind.

Weil sie entweder eine zu geringe Rendite (Zinsen) bieten, mit zu hohen Kosten verbunden sind oder mit einem inadäquat hohen Verlustrisiko einhergehen …

#1 Anlagemöglichkeiten, die kein Mensch braucht

Unnütze Anlagemöglichkeiten

Solltest du eine der folgenden Investitionsmöglichkeiten nutzen, verfalle bitte nicht gleich in Panik.

Mache dir stattdessen in aller Ruhe Gedanken darüber, wann und wie du dein angelegtes Geld in bessere Alternativen (siehe unten) steckst …

Girokonto

Nein, das ist kein Witz. Ich kenne tatsächlich Leute, die ihr Erspartes auf dem Girokonto horten.

Das ist gleich aus mehreren Gründen eine schlechte Idee:

Ein Girokonto ist das Konto, auf dem einmal monatlich das Gehalt eingeht. Es dient allein dazu, die laufenden Ausgaben (Miete, Strom, Versicherungen, Telefon etc.) zu bedienen.

Für alle anderen Zwecke ist ein Girokonto ungeeignet!

 
Das Geld auf dem Girokonto ist jederzeit verfügbar. Was verständlicherweise dazu verführt, mehr auszugeben als unbedingt sein müsste. Dem Vermögensaufbau nützt das jedenfalls nicht …

Darüber hinaus gibt es heute für Einlagen auf dem Girokonto so gut wie keine Zinsen mehr. Für den Dispokredit fassen die Banken den Kunden allerdings nach wie vor tief in die Taschen.

Zudem holen immer mehr Banken ihre Kosten in Zeiten von Null- beziehungsweise Negativzinsen über Kontoführungsgebühren rein.

Sparbuch

Ein Klassiker der Geldanlage. Und für Kinder häufig der erste Weg, Zinsen für ihr gespartes Taschengeld zu bekommen.

Leider kommt bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,1 Prozent pro Jahr nicht viel dabei herum. Das Tagesgeldkonto (siehe unten) ist hier eine sichere, aber etwas höher verzinste Alternative.

Bausparvertrag

Bausparen war in Zeiten höherer Zinsen noch eine denkbare Option der Geldanlage. Selbst wenn der Baukredit gar nicht in Anspruch genommen wurde.

In der heutigen Zinslandschaft macht es allerdings keinen Sinn mehr, sich vertraglich mehrere Jahre zu binden und sein angelegtes Geld durch Abschlussgebühren und andere (versteckte) Kosten dezimieren zu lassen.

Klassische Kapitallebensversicherung und Rentenversicherung

Kapitallebensversicherung und Rentenversicherung

Der Höchstrechnungszins, auch Garantiezins genannt, beträgt seit 2017 für neu abgeschlossene Lebensversicherungen lediglich 0,9 Prozent.

Diesen Zinssatz müssen die Versicherer ihren Kunden über die gesamte Laufzeit des Vertrages garantieren.

Von 100 in die Lebens-/Rentenversicherung eingezahlten Euro werden allerdings nur knapp 90 Euro angelegt.

Weil rund 11 Prozent der eingezahlten Beiträge für die Kosten des Versicherungsbetriebs (Verwaltung, Abschlussprovisionen, Vertrieb etc.) draufgehen.

Der daraus resultierende Renditeverlust für die Kunden von Lebensversicherungen wird von Experten auf etwa 1,6 Prozent pro Jahr geschätzt.

Die Inflation drückt die zu erwartende Rendite für den Sparer dann noch weiter ins Minus …

Fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung

Bei dieser Anlageform dürfen die Kunden sogar mehr als 4 Prozent Renditeverlust pro Jahr „bestaunen“.

Denn zu den jährlich 1,6 Prozent Kosten für den „Versicherungsmantel“ addieren sich noch Verwaltungsgebühren von durchschnittlich 1,3 Prozent für den Fondssparplan hinzu.

Das Tüpfelchen auf dem „i“ in Sachen Renditekiller sind weitere 1,5 Prozent Transaktionskosten, die klassischen Investmentfonds intern durch häufiges Handeln von Wertpapieren entstehen.

Kommen wir zu einer weiteren Variante der Rentenversicherung …

Riester-Rente und Rürup-Rente

Während die Riester-Rente Angestellten eine private Altersvorsorge ermöglichen soll, zielt die Rürup-Rente eher auf Selbständige ab.

Für beide Varianten gilt:

In der Ansparphase können Beiträge bis zu gewissen Höchstgrenzen als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden.

 
Im Gegenzug müssen die Auszahlungen der Verträge in der späteren Entsparphase dann voll versteuert werden.

Die Riester-Rente bietet neben der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge noch staatliche Zulagen, diese werden bei der Basisrente (Rürup) nicht gewährt.

Beide Varianten sind vor allem aufgrund ihrer hohen und zudem intransparenten Kostenstruktur nicht zu empfehlen.

 
Bei manchen Verträgen zehren die Gesamtkosten rund ein Drittel(!) der Sparbeiträge auf.

Da ist die Tatsache, dass ein Rürup-Vertrag nicht kündbar ist, fast nur noch eine Randnotiz …

“Zinshopping“ mit Weltsparen, Zinspilot & Co.

Anbieter wie Weltsparen und Zinspilot verschaffen Privatanlegern Zugang zu Angeboten mit „den besten Konditionen“ (Eigenwerbung Weltsparen) bei Festgeld oder Tagesgeld in Europa.

Mehr als 0,8% p.a. für Tagesgeld beziehungsweise 1,3% p.a. für Festgeld bei einjähriger Laufzeit kommt man derzeit allerdings nicht geboten.

 
Das Geld landet dafür bei bulgarischen beziehungsweise italienischen Banken mit mittlerer Bonität.

Will heißen: sicher sind die Einlagen bei diesen Geldinstituten nur bedingt. Europäische Einlagensicherung hin oder her …

Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds

Bei geschlossenen Fonds beteiligen sich Anleger mit einem festen Betrag an einem unternehmerischen Projekt.

Zum Beispiel mit einer Investition in Containerschiffe, Windkraftwerke oder gewerbliche Immobilien.

Der Herausgeber des Fonds ist während der Laufzeit nicht verpflichtet, Anteile zurückzunehmen.

Geschlossene Fonds wurden vor allem in der Vergangenheit von gut verdienenden Privatinvestoren als Steuerspar- beziehungsweise Steuerstundungsmodelle genutzt.

Anleger haften allerdings mit ihre gesamten Anlage – mit unangenehmen Folgen: Denn bei einer Pleite des Fondsanbieters ist das Geld in aller Regel weg.

 

Zertifikate

Zertifikate sind Schuldverschreibungen, die von Banken herausgegeben werden.

Sie ermöglichen ein indirektes Investment in einen Basiswert, zum Beispiel in Aktien, Anleihen oder Börsenindizes.

Mit Discount Zertifikaten lassen sich beispielsweise Gewinne erzielen, auch wenn sich die Kurse seitwärts oder gar leicht abwärts bewegen.

Der größte Pferdefuß bei Zertifikaten ist jedoch das Emittentenrisiko. Bedeutet: Geht die herausgebende Bank pleite, ist das Geld aller Voraussicht nach futsch.

 
Als Beispiel kann hier die Insolvenz der Lehman Brothers Investmentbank im Jahr 2008 dienen. Die von der Bank emittierten Zertifikate waren auf einen Schlag wertlos und die Anleger schauten in die Röhre.

Und weiter geht´s mit Geldanlagen, die du getrost vergessen kannst …

Peer-to-Peer (P2P) Kredite

Anbieter wie Smava, Auxmoney, Mintos und Co. locken Privatanleger mit zweistelligen Renditeversprechen.

Das Geld landet in Portfolios mit Konsumentenkrediten.

Sprich: bei Leuten, die von ihrer Bank keinen Kredit (mehr) bekommen und es nun über eine der vielen neuen P2P-Plattformen im Internet probieren.

Die Bonität (Zahlungsfähigkeit) der Schuldner ist also nicht immer die Beste, vorsichtig ausgedrückt.

Dementsprechend erfolgt die Einteilung der Kredite in Risikoklassen: je größer das Risiko, desto höher die nominale Rendite.

Ein Portfolio aus diversen Krediten sorgt zumindest für etwas Risikostreuung. Trotzdem muss klar sein, dass die exorbitant hohen Zinssätze Ausdruck des hohen Ausfallrisikos dieser P2P-Kredite sind.

 
Das Fazit eines langjährigen P2P-Investors lautet:

„Da werden Risiken kleingeredet, Statistiken zurechtgebogen, Zahlungsschwierigkeiten verschwiegen, Bonitäten vorgegaukelt und am Schluss ist kaum eine schwarze Null zu halten. Vor Steuern.“

Bitcoin und andere Krypto­währungen

Bitcoin

Bitcoin ist die älteste und wohl bekannteste Kryptowährung und dient als digitales Zahlungsmittel.

Die Preisbildung erfolgt nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage und ist seit der Gründung im Jahr 2009 äußerst heftigen Kursschwankungen unterworfen.

Der Höchststand wurde Ende 2017 mit rund 20.000 USD (pro 1 Bitcoin) erreicht. Es folgte ein rasanter Absturz binnen eines Jahres auf etwas über 3.000 USD Ende 2018.

Wer auf dem Hoch gekauft hatte, musste demnach einen Verlust von bis zu 85% seines investierten Geldes verkraften.

Fazit: Kryptowährungen sind hochriskante und spekulative Investments, die mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden sind.

 
Sie eignen sich daher weder für den Vermögenserhalt noch den Vermögensaufbau.

CFDs

CFD (englisch: Contract For Difference) sind derivative Finanzinstrumente. Mit ihnen lässt sich „gehebelt“ (etwa 1:100 oder 1:200) auf die Kursentwicklung diverser Basiswerte (zum Beispiel Börsenindizes) wetten.

Was ist von dieser Anlageform zu halten?

Schauen wir uns einfach den gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweis des Anbieters Plus500 an (laut Eigenwerbung „Deutschlands Nr.1 CFD-Plattform“):

„CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.“

Und das ist noch nicht einmal die ganze Wahrheit. Denn wenn eine CFD-Wette schief geht, droht durch die immense Hebelwirkung schnell der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Noch Fragen?

Crowdinvesting

Crowdinvesting gibt Privatanlegern die Chance, sich an Start-ups (zum Beispiel beim Anbieter Seedmatch) oder Immobilienprojekten (zum Beispiel beim Anbieter Bergfürst) zu beteiligen.

Darüber hinaus werden auch Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien sowie künstlerische Projekte per Crowdfunding realisiert.

Die Idee des „Investieren in der Gruppe“ mag sympathisch klingen, das Risiko eines Totalverlusts droht analog zur geschlossenen Beteiligung (siehe oben) allerdings auch hier.

 
Denn insbesondere bei den Start-ups überleben schätzungsweise 80 Prozent nicht einmal die ersten drei Jahre.

Damit fällt Crowdinvesting als Baustein des Vermögenserhalts/-aufbaus also flach …

Alternative Geldanlagen

Kunst, Antiquitäten, Spirituosen, Autos, Uhren, Instrumente, Briefmarken … es gibt noch einige andere Wege, sein Geld anzulegen.

Wer in einem der genannten Bereiche über Expertenwissen verfügt, mag hier und da ein gutes Geschäft machen können.

Ob und in welchem Ausmaß alternative Investitionsobjekte eine Wertsteigerung erfahren, hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Nicht einmal absolute Kenner der Materie werden in ihrer Einschätzung der Kursentwicklung immer richtig liegen.

Für Nicht-Experten dürfte es daher ein Ding der Unmöglichkeit sein, mit Whiskey oder antiken Holzmöbeln Vermögen aufzubauen …

Geldanlage Gold

Gold

Wer sein Geld in Gold anlegen will, hat mehrere Möglichkeiten:

  • Physisch: Münzen und Barren (Aufbewahrung in Tresor oder Bankschließfach)
  • Wertpapiere: Goldminenaktien (Einzeltitel sowie Fonds) und ETFs
  • Derivate: Goldzertifikate und ETCs

Ein Investment in Gold dient vielen Anlegern als Schutz vor (Hyper)Inflation, Währungsreformen und ganz allgemein als krisensicheres Investment.

Schaut man sich die nackten Zahlen an, mag Gold vieles bieten. Sicherheit gehört allerdings nicht dazu:

Im Zeitraum zwischen 1900 und 2017 konnte mit einem Gold-Investment eine durchschnittliche Jahresrendite von mageren 0,7 Prozent (inflationsbereinigt) erzielt werden. Die jährliche Schwankungsbreite der Jahresrenditen (Volatilität) betrug allerdings satte 23 Prozent!

 
Es gab und gibt also immer wieder Jahre, in denen Gold-Anleger mit satten Negativrenditen leben müssen. So wie Aktien-Anleger auch …

Letztere werden für ihre Leiden wenigstens mit einer satten Realrendite belohnt. Gold-Anleger nicht.

Zum Vergleich: Im selben Zeitraum war mit einem Investment in den weltweiten Aktienmarkt eine jährlich Durchschnittsrendite von 5,2 Prozent drin. Bei einer vergleichsweisen moderaten Volatilität von 17 Prozent.

Gold ist also keineswegs der „sichere Hafen“ fürs Vermögen, den sich die meisten Anleger darunter vorstellen.

 
Geschafft!

Damit hätten wir alle unnützen Geldanlagen hinter uns gelassen. Die gute Nachricht: die Liste der sinnvollen Anlageklassen ist deutlich(!) kürzer …

#2 Vermögenserhalt – Geldanlage mit Zinsen

Geldanlage mit Zinsen

Wer sein Vermögen erhalten will, träumt nicht von hohen Renditen. Sondern wünscht sich in erster Linie Sicherheit.

Im Idealfall rentiert sich die Kapitalanlage mit moderaten Einkünften. Vor allem sollen aber Verluste vermieden werden.

Falls du dich nun fragst: Wie lege ich mein Geld an?

Hier kommen vier Anlagetipps für den Vermögenserhalt:

Tagesgeldkonto

Wer sich beim Geld anlegen Zinsen wünscht, hat schon bessere Zeiten gesehen als diese. Auch beim Tagesgeld tendieren die meisten Angebote – von Neukunden-Aktionen mal abgesehen – mittlerweile in Richtung „Nullnummer“.

Dafür bietet ein Tagesgeldkonto eine hohe Liquidität. Man kommt also schnell an sein Geld, wenn man es braucht.

 
Zudem garantieren Tagesgeldkonten eine hohe Sicherheit durch die gesetzliche Einlagensicherung (nach den Vorgaben der EU). Der Mindestschutz der Einlagen beträgt 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Kontoführungsgebühren fallen beim Tagesgeldkonto in aller Regel nicht an. Es gibt also keine Kosten, welche die schmale Verzinsung dezimieren.

Festgeldkonto

Die Geldanlage Festgeld unterscheidet sich vom Tagesgeld vor allem in einem Punkt: der Liquidität.

Wenn du nicht schnell über dein Geld verfügen musst oder willst, ist ein Festgeldkonto eine gute Option. Denn hier wird ein gewünschter Geldbetrag für einen vorab definierten Zeitraum fest angelegt.

 
Der Zinssatz ist ebenfalls fix und gilt für die gesamte Laufzeit. Diese beträgt typischerweise wenige Monaten bis mehrere Jahren.

Allerdings wachsen auch beim Festgeld die Bäume nicht in den Himmel, was die Zinsen angeht.

Bei deutschen Banken stellt selbst bei 5-jähriger Laufzeit eine Verzinsung von 0,9% p.a. derzeit das Ende der Fahnenstange dar.

Eine Variation des Festgeld-Prinzips ist der Sparplan (Banksparplan): bei diesen zahlt der Anleger das Geld peu à peu über einen festgelegten Zeitraum ein.

Fremdwährungskonto

Wer dem Euro als Gemeinschaftswährung nach wie vor sein absolutes Vertrauen schenkt, kann direkt zum nächsten Punkt springen.

Wenn du aber – so wie ich – der Meinung bist, dass der Euro seine besten Zeiten hinter sich hat und früher oder später von einer neuen (oder alten) Währung abgelöst werden wird …

…ist ein Fremdwährungskonto eine gute Idee.

Praktisch bedeutet das, eine Summe in X in Euro zu verkaufen und dafür, in Abhängigkeit vom aktuellen Wechselkurs, die Summe Y in einer Fremdwährung zu erhalten.

 
Zum Beispiel US-Dollar (USD) oder Schweizer Franken (CHF).

Einer Verzinsung der Spareinlagen bieten Fremdwährungskonten häufig nicht. Aber es geht uns an dieser Stelle ja auch vorzugsweise um den Vermögenserhalt, sollte der Euro als Währung tatsächlich eines Tages kippen …

Staatsanleihen

Mit dem Kauf einer Anleihe überlässt der Anleger dem Herausgeber (dem Staat) für einen festgelegten Zeitraum Kapital und erhält dafür von diesem Zinszahlungen.

Die Rendite einer Staatsanleihe, auch Bond oder Rente genannt, wird zusätzlich von gewissen Kursentwicklungen beeinflusst.

Die Gesamtrendite einer Anleihe ergibt sich also aus der Summe von Zinszahlungen und Kursgewinnen/-verlusten.

Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit einer Anleihe, desto höher der Zinsanspruch (auch Kupon genannt). Denn das Risiko einer Zinsänderung nimmt mit der Länge der Laufzeit einer Anleihe zu.

 
Zumindest in der Theorie, denn angesichts der aktuellen Zinspolitik rentieren die Staatsanleihen europäischer Industrienationen – von wenigen Ausnahmen abgesehen – negativ. Und das selbst bei Laufzeiten von 10 Jahren.

Trotzdem sind Staatsanleihen höchster Bonität und kurzer Restlaufzeit als risikoarme Anlage zu betrachten und damit für den Vermögenserhalt einsetzbar.

Zum Beispiel in Form von ETFs (exchange traded funds).

Per Indexfonds lässt sich ohne Aufwand in ein ganzes Portfolio von Staatsanleihen investieren. Das Kaufen und Verkaufen der einzelnen Anleihen übernimmt dabei praktischerweise das Fondsmanagement des ETF.

Unternehmensanleihen sind im Vergleich zu Staatsanleihen nur bedingt als sichere Kapitalanlage zu betrachten. Es liegt auf der Hand, dass einzelne Unternehmen eher Pleite gehen als ganze Staaten.

Letztere haben einfach eine dickere Kapitaldecke.

Nicht zuletzt deswegen, weil sich Staaten über den Zugriff auf das Privatvermögen ihrer Einwohner – entsprechende Steuern und Gesetze vorausgesetzt – jederzeit refinanzieren können.

Kommen wir vom Vermögenserhalt zum …

#3 Vermögensaufbau – Wie Geld anlegen?

Wie Geld anlegen

Eine gute Anlage für den Vermögensaufbau zeichnet sich vor allem durch zwei Dinge aus:

Erstens, durch eine langfristig positive Realrendite. Das heißt, nach Abzug aller Kosten (inklusive Steuern) und der Inflation profitiert der Anleger von einem echten Wertzuwachs.

Zweitens, durch ein vertretbares Risiko. Verlustrisiken müssen sich durch Diversifikation und einen langen Anlagezeitraum minimieren lassen.

Beide Kriterien werden von den Anlageklassen Aktien und Immobilien erfüllt. Diese werden auch als Sachwerte bezeichnet und weisen eine vergleichbare Langfristrendite auf: rund 7 Prozent pro Jahr (im Betrachtungszeitraum von 1870 bis 2015).

 
Dieser Wert ist inflationsbereinigt, wir sprechen hier also über einen echten Wertzuwachs für das Vermögen in Höhe von 7% p.a.

Beschäftigen wir uns zuerst mit der Anlageklasse …

A. Aktien

Aktien

Aktionäre werden auf zwei Wegen am Gewinn eines Unternehmens beteiligt: durch die Dividende und den Kursgewinn.

Privatanleger – insbesondere Einsteiger – sollten aus meiner Sicht jedoch nicht direkt in Aktien investieren, also keine einzelnen Aktien kaufen.

Weil auf diesem Weg keine ausreichende Risikostreuung zu erreichen ist. Und wenn, dann nur mit unverhältnismäßig hohen Transaktionskosten.

Die indirekte Investition in Aktienfonds mit breiter Streuung bietet hingegen automatisch ein Mindestmaß an Diversifikation.

Selbst wenn einzelne Wertpapiere stark an Wert verlieren oder durch eine Pleite des betreffenden Unternehmens sogar wertlos werden …

…können diese Verluste durch andere Wertpapiere im Fonds aufgefangen werden, die sich positiv entwickelt haben.

Denn was man nie vergessen darf: die hohe Rendite von Aktien kommt nicht von ungefähr!

Sie ist nichts anderes als eine Entschädigung für die Inkaufnahme von Risiken. Insbesondere das Risiko von Wertverlusten (Kursschwankungen).

Aktienfonds

Das Problem mit klassischen Investmentfonds ist allerdings dieses:

Die meisten aktiv gemanagten Aktien-fonds schneiden selbst über kurze Zeiträume von nur zwei Jahren schlechter ab als ihr Vergleichsindex (siehe S&P Persistance Scorecards).

 
Das liegt in erster Linie an den Kosten, die das Fondsmanagement verursacht.

Dazu zählen zum einen die Verwaltungsgebühren, die für europäische Fondsdomizile mit etwa 1,3 Prozent pro Jahr zu Buche schlagen.

Hinzu kommen fondsinterne Transaktionskosten, die klassischen Investmentfonds durch das häufige Handeln von Wertpapieren entstehen.

Unter dem Strich entstehen dem Anleger so Einbußen bei der Rendite von schätzungsweise 2-3 Prozent pro Jahr.

Die genannten Kosten sind größtenteils vermeidbar, was uns zur nächsten Produktkategorie führt …

ETFs (exchange traded funds)

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Ihr Wert entwickelt sich in Abhängigkeit vom Verlauf des zugrunde liegenden Aktienindex.

Ihr großes Plus ist die geringe Gesamtkostenquote (in der Regel unter 0,5% p.a.).

Wie bereits gesagt: Je geringer die Kosten eines Fonds, desto höher die zu erwartende Rendite für den Anleger.

 
Es gibt allerdings noch einen weiteren Unterschied: Anders als bei klassischen Investmentfonds wird der Preis von ETFs fortlaufend berechnet.

Damit sind ETFs an der Börse handelbar wie Aktien und können jederzeit gekauft und verkauft werden.

Und das ist Fluch und Segen zugleich.

Denn es verleitet viele Privatanleger leider dazu, mit ETFs zu spekulieren. Sprich: diese häufiger zu kaufen und verkaufen. Mit negativen Folgen für die Rendite ihres Depots.

Besser ist ein möglichst…

Langer Anlagehorizont

Wer auf lange Sicht Vermögen aufbauen will, sollte Aktien-ETFs kaufen und die Anteile lange halten.

Diese Anlagestrategie wird als „buy-and-hold“ oder auch „passives Investieren“ bezeichnet.

Die Anlagedauer beträgt idealerweise mindestens 15, besser 20 und mehr Jahre.

Denn es gibt immer wieder Phasen, in denen die Rendite des Aktienmarkts negativ ausfällt. Dies war beispielsweise im Zeitraum zwischen 2000 und 2009 der Fall (- 3,4% p.a.)

Je länger der Anlagezeitraum gewählt wird, desto wahrscheinlicher ist eine positive Rendite für das Wertpapierdepot des Anlegers.

 
Eine „Gebrauchsanweisung“ für den erfolgreichen Vermögensaufbau mit ETFs bekommst du hier.

Ich weiß, nicht jeder kann sich für den Aktienmarkt erwärmen. Der nächste Abschnitt richtet sich daher an den Anlegertyp „Betongold“ …

B. Immobilien

Immobilien

Wer bei der Frage „Wie am besten Geld anlegen?“ an Immobilien denkt, hat im Wesentlichen diese drei Optionen:

  • Eigenheim – die selbstgenutzte Immobilie
  • Mietobjekte – Immobilien zur Vermietung
  • Immobilienaktien (REITs)

Starten wir mit dem …

Eigenheim – die selbstgenutzte Immobilie

Das Eigenheim trägt auf zwei Wegen zum Vermögensaufbau bei:

Im Idealfall erfährt die selbstgenutzte Immobilie beziehungsweise das Grundstück über die Zeit eine Wertsteigerung.

Allzu viel sollte man sich hiervon nicht versprechen, denn die langfristige Durchschnittsrendite(!) liegt bei nur bei etwa 1 Prozent pro Jahr.

Die „laufende Rendite“ des Eigenheims liegt viel mehr in der eingesparten Miete. Dieser indirekte Kapitalgewinn ist in Deutschland steuerfrei.

In einigen europäischen Ländern wird hingegen eine sogenannte Eigenmietwertbesteuerung durchgeführt …

Ein weiterer Benefit des Eigenheims für den Vermögensaufbau: die monatlichen Kreditraten der Bankfinanzierung zwingen den Eigentümer zum Sparen.

 
Die selbstgenutzte Immobilie ist allerdings keine reine Kapitalanlage, sondern für die meisten Menschen ein ebenso emotionales Investment.

Mittels Ein-, An- und Umbauten wird gerne in „Verschönerungen“ investiert, für dies es beim Verkauf allerdings selten eine adäquate Kompensation gibt.

Die Geschmäcker sind eben verschieden und nicht jeder weiß goldene Wasserhähne im Bad zu schätzen, auch wenn diese teuer waren …

Mietobjekte – Immobilien zur Vermietung

Anders als beim Eigenheim dürfte das emotionale Investment des Anlegers hier geringer ausfallen. Was die nüchterne Betrachtung von Rendite, Kosten und Risiken deutlich erleichtert.

Wer eine attraktive Rendite mit Mietimmobilien erzielen will, muss diese möglichst unter Marktwert kaufen („Der Gewinn liegt im Einkauf“).

Das ist inmitten des schon seit Jahren blühenden Immobilienhypes allerdings keine triviale Aufgabe.

Vor allem unerfahrene Immobilienkäufer tun sich schwer damit, lohnenswerte Objekte zu finden beziehungsweise diese als solche zu erkennen.

Ein weiterer Knackpunkt sind die hohen Kaufnebenkosten von Immobilien.

Diese können – je nach Bundesland – bis zu 16 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Und schmälern die Rendite des Investors.

Zu den Kaufnebenkosten zählen:

  • Grunderwerbssteuer: je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent
  • Notar- und Grundbuchkosten: ca. 2 Prozent
  • Maklerprovision: ca. 3 bis 6 Prozent
  • Renovierungs- und Modernisierungskosten: variabel

Hinzu kommen noch Instandhaltungskosten, welche die Gesamtrendite von Mietobjekten ebenfalls drücken.

Positiv zu werten ist: Der Gewinn durch Wertsteigerung bleibt steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf der fremdvermieteten Immobilie mindestens 10 Jahre liegen.

 
Ob und wie lange die steuerliche Bevorzugung von Mietobjekten noch Bestand haben wird, steht angesichts ständiger Steuererhöhungsphantasien unserer Finanzpolitiker wohl in den Sternen …

Wer nicht direkt in „Betongold“ investieren will, kann dies über den folgenden Anlagehybrid tun …

Immobilienaktien (REITs)

Bei Immobilienaktien handelt es sich um börsennotierte Unternehmen, die in überwiegend gewerbliche Immobilien investieren.

REITs (Real Estate Investment Trusts) sind eine Untergruppe der Immobilienaktien. Sie sind verpflichtet, mindestens 90 Prozent ihres Gewinns in Form von Dividenden an die Anleger auszuschütten.

In ihrem Wesen sind und bleiben REITs allerdings Aktien. Man muss demnach mit ausgeprägten Wertschwankungen rechnen.

Wer allerdings in Immobilien investiert – egal in welcher Form – sollte dies besser langfristig tun. Was den Aspekt von zwischenzeitlichen Kursschwankungen bei REITs deutlich relativiert.

Ein wesentlicher Vorteil von REITs: Mann muss kein Fremdkapital aufnehmen, um in die Anlageklasse Immobilien zu investieren.

 
Anteile von REIT-ETFs lassen sich schon für „kleines Geld“ kaufen …

TEIL 3 – Geld investieren – Wie es richtig geht (Anleitung in 5 Schritten)

Geld investieren

Mit den folgenden 5 Schritten triffst du beim Geld anlegen die richtigen Entscheidungen …

Schritt #1 – Bestimme deinen Anlagehorizont

Frage dich: wann brauche ich das Geld (wieder)? Am Besten denkst du in diesen drei Zeiträumen:

Kurzfristig (< 2 Jahre)

Wenn du dein Geld schon bald wieder brauchst und Sicherheit für dich an oberster Stelle steht, kommt eigentlich nur die Anlage auf einem Tagesgeldkonto in Frage.

Mittelfristig (2-10 Jahre)

Dieser Zeitraum zu kurz, um in Anlageklassen mit hohen Wertschwankungen (wie Aktien) oder hohen Transaktionskosten (wie Immobilien) zu investieren. Festgeld oder Sparpläne (festverzinslich über mehrere Jahre) sind hier denkbar.

Langfristig (>10 Jahre)

Je länger der Anlagehorizont, desto mehr machen Anlageklassen Sinn, die (mitunter stark) im Wert schwanken, dafür aber eine attraktive Rendite bieten. So wie Aktien.

Schritt #2 – Ermittle deine Risikotragfähigkeit

Der Finanzautor William Bernstein gliedert den Begriff Risiko in drei Faktoren, die aus seiner Sicht zusammen betrachtet werden sollten:

  1. Risikotoleranz
  2. Risikokapazität
  3. Risikobedarf

Übergeordnet definiert er Risiko als die Gefahr, im Ruhestand zu wenig Geld zur Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstandards zur Verfügung zu haben.

 
Schauen wir uns die drei Faktoren nun der Reihe nach an:

I. Risikotoleranz

Dahinter verbirgt sich die Frage: Wie viel Risiko hält der Anleger nervlich aus?

Genauer: Wie lange und wie tief müssen die Kurse sinken, bevor er in Panik verkauft?

II. Risikokapazität

Dieser Faktor widmet sich einem anderen Aspekt: Wie viel Risiko ist angesichts der Vermögenssituation des Anlegers vertretbar beziehungsweise überhaupt sinnvoll?

Was damit gemeint ist, wird an folgenden Beispielen deutlich:

Fall 1: Selbständiger im Ruhestand
Es bestehen keine Rentenansprüche, das aufgebaut Kapitalvermögen reicht für etwa 25 Jahre.

Dieser Anleger hat nur eine begrenzte Kapazität für Risiko (also für risikoreiche Anlagen wie Aktien).

Denn er braucht jeden Monat Geld aus seinem Portfolio und braucht entsprechend ausreichend risikoarme Anlagen (wie Anleihen oder Tagesgeld). Um nicht dazu gezwungen zu sein, monatlich Aktienanteile mit Verlust zu verkaufen.

Anders sieht es im nächsten Beispiel aus …

Fall 2: Gut situierter Beamter in Pension
Die Versorgungsansprüche decken seine monatlichen Ausgaben mehr oder weniger vollständig.

Dieser Anleger könnte – unter dem Gesichtspunkt der Risikokapazität betrachtet – einen Großteil seines Kapitalvermögens in Aktien-ETFs stecken.

Denn er verfügt über genügend finanzielle Ressourcen, um nicht in Verlustphasen Anteile verkaufen zu müssen.

III. Risikobedarf

Der dritte Faktor hebt darauf ab, dass es Anleger gibt, die ohne risikoreiche Anlagen auf eine mehr oder minder große Versorgungslücke im Ruhestand zusteuern.

Wer also zu spät mit dem Sparen und Investieren anfängt und mit 40 oder 50 kein oder nur wenig Kapitalvermögen aufgebaut hat …

…der kommt im Grunde kaum daran vorbei, ein gewisses Risiko bei der Geldanlage zu nehmen, um Defizite über eine höhere Rendite auszugleichen.

Schritt #3 – Lege den Anlagebetrag fest

Frage dich: Wie viel Geld kann und will ich investieren?

Geht es darum, einen (größeren) Betrag anzulegen oder willst du in regelmäßigen Abständen (monatlich, quartalsweise etc.) Investments vornehmen? Oder beides?

Je größer die Anlagesumme, desto wichtiger wird das Thema Risikostreuung (Diversifikation). Womit wir bereits beim nächsten Schritt wären …

Schritt #4 – Bestimme die Asset Allocation

Wie bereits erwähnt, sollte man beim Geld anlegen nicht alles auf eine Karte setzen. Sinnvoller ist die Aufteilung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageklassen.

Dabei reicht es fürs Erste, eine Unterscheidung in risikoreiche und risikoarme Kapitalanlagen vorzunehmen.

 
Bevor du daran gehst, langfristig in risikoreiche Anlageformen wie Aktien zu investieren, solltest du über genügend risikoarme Investments verfügen.

Dazu zählt eine finanzielle Notfall-Reserve in Höhe von drei bis sechs Netto-Monatsgehältern.

Leg das Geld auf einem Tagesgeldkonto zurück, damit es via Online-Banking unmittelbar verfügbar ist, wenn du es brauchst (ungeplanter Umzug, Auto kaputt etc.)

Schritt #5 – Wähle die besten Geldanlagen aus

An dieser Stelle macht es Sinn, sich über die konkrete Ausgestaltung deines Anlagen-Portfolios Gedanken zu machen.

Erfreulicherweise ist die Auswahl geeigneter Anlagemöglichkeiten ja recht übersichtlich, wie wir im zweiten Teil dieses Artikels gesehen haben.

Zur Auswahl stehen:

  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Fremdwährungen
  • Staatsanleihen (ETF)
  • Aktienfonds (ETF)
  • Immobilien (direkt und via ETF)

Für Tagesgeld-, Festgeld- und Fremdwährungskonten findest du im Netz einschlägige Vergleichsportale, die dir die Auswahl erleichtern.

Staatsanleihen-, Aktien- sowie REIT-ETF lassen sich über die Suchfunktion von justetf finden und vergleichen.

Beim Thema Immobilien ist der Rechercheaufwand schon höher und lässt sich bei direkten Investments auch nicht allein online bewältigen. Der ein oder andere Besichtigungstermin dürfte sich wohl nicht vermeiden lassen …

Ein letzter Tipp: Halte die Kosten beim Geld anlegen möglichst gering. Nur so holst du das Maximum an Rendite aus deinen Anlagen heraus.

 

Es gibt eine einfache Methode, mit der du fürs Alter vorsorgen und dank einer Rendite von 6-7% p.a. ordentlich Vermögen aufbauen kannst

  • ohne nennenswert Zeit dafür aufzuwenden
  • ohne allzu große Risiken einzugehen
  • ohne dich von der Bank oder einem Finanzberater abhängig zu machen
  • ohne dich bis über beide Ohren für eine Immobilie verschulden zu müssen

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Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals im Januar 2014 veröffentlicht und ist seitdem komplett überarbeitet und aktualisiert worden.
Dr. Holger Grethe
Hallo, ich bin Holger Grethe, ETF-Investor und Gründer von Zendepot! Seit 2013 unterstütze ich Privatanleger dabei, auf zeitsparende Weise Vermögen in Eigenregie aufzubauen. Mehr über mich und diese Website erfährst du hier.

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  • Dennis Sep 21, 2019 @ 19:39

    Super Artikel. Wie immer bin ich über deine kritische Haltung gegenüber Bitcoin nicht glücklich, aber dazu hatten wir ja bereits Mailverkehr. :)

    Es gab in der Geschichte des Bitcoin nur wenige Monate wo man ihn kaufen musste um nun keine positive Rendite zu haben. Daher ist deine Darstellung wirklich extrem Einseitig und ich halte es persönlich für einen Fehler besonders in noch jungen Jahren nicht mit etwa 5-10% seines Kapitals in Bitcoin investiert zu sein. Besonders wenn man darüber nachdenkt in Fremdwährungen zu investieren. Wie Bitcoin tatsächlich performen kann wird sich in der nächsten Finanzkrise zeigen, denn aus einer solchen ist er entstanden.

    VG,
    Dennis

  • AlexJ Sep 20, 2019 @ 19:14

    Super Überblick für Einsteiger, dem ich kaum etwas hinzuzufügen habe, und durchaus die eine oder andere Info, die selbst einen Fortgeschrittenen verblüfft – bei 1,5 % Kosten durch fondsinterne Transaktionen musste ich schlucken, das hätte ich niedriger eingestuft.

    Laut Kommer erzielt die Preissteigerung bei Immobilien zumindest einen Inflationsausgleich, müsste also mehr sein als die 1 % p.a., oder?

    • Holger Grethe Sep 20, 2019 @ 20:44

      Inflationsausgleich bei der Wertsteigerung von Immobilien: die Werte hängen sicherlich immer von der Datenbasis (Zeitraum, einbezogene Länder etc.) ab, daher kommen unterschiedliche Studien zu anderen Ergebnissen …

  • Matthias Feb 26, 2017 @ 18:23

    Hallo Holger,
    Auch lange Jahre zu wenig gespart.
    Dann bei der Geburt meines ersten Kindes eine fondsgebundene Kapitallebensversicherung für das Kind abgeschlossen. Die Abschlusskosten waren so hoch, die Fonds, die zur Auswahl standen, so schlecht. Ich habe nach ein paar Jahren und damit viel zu spät, die Bremse gezogen. Profitiert haben in diesem Fall alle ausser meinem Sohn und mir….
    Wir haben uns 2011 eine Immobilie im Raum München gekauft. Hier bin ich überzeugt, dass dies richtig war und ist. Zum einen der tägliche Wohlfühleffekt. Zum anderen ist die monatliche Belastung geringer als eine realistische Miete. Sicher müsste ich die Erträge aus dem für die Immobilie eingesetztes EK gegenrechnen.

  • Karsten Reuß Feb 6, 2017 @ 11:20

    Schöner Artikel, der viele wichtige Aspekte zusammenfasst.

    Aber einen Punkt möchte ich doch noch anmerken: Auch „passives Investieren“ kann langfristig nach hinten losgehen. Viele schauen dabei immer nur auf den DAX oder Dow Jones, MSCI World, aber der langfristige Aufwärtstrend, den wir aus der Vergangenheit kennen, ist keineswegs selbstverständlich .Schon gar nicht, falls in Zukunft die Bevölkerung einmal aufgrund der Demografie mal deutlicher schrumpfen sollte und langfristig Nullzinsen dominieren. Wie in Japan schon lange. Stellen wir uns zum Beispiel einen japanischen Investor im Jahre 1990 vor und nehmen wir an, es hätte schon ETFs gegeben. Nehmen wir an, er hätteAnfang 1990 einen ETF of den Nikkei gekauft und will jetzt damit heute in 2017 seinen Ruhestand finanzieren. Alles richtig gemacht? Leider nicht: Sein Geld wäre heute nominal nur noch ein Drittel des ursprünglichen Wertes wert (real noch weniger!).
    Nikkei Chart: https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?width=880&height=440&id=NIKKEI225
    Hier findet man den Nikkei Total Return Index (inklusive Dividenden)
    http://indexes.nikkei.co.jp/nkave/archives/news/20121113E_2.pdf

    Auch der Euro Stoxx sieht weitaus weniger gut aus als der DAX, wenn man z.b. im Jahre 2000 reingegangen wäre.
    Klar, unser fiktiver japanischer Investor aus den 1990ern hätte über die ganze Welt diversifizieren sollen…oder aber er hätte doch lernen sollen zu Traden (und das besser als der Durchschnitt)…oder doch ein Häuschen kaufen..oder oder ..im Nachhinein ist man immer schlauer ;)

    • Dennis Sep 22, 2019 @ 9:13

      ich denke noch liegt Holger mit dieser Aussage absolut richtig, bis eben bspw. der MSCI ACWI (oder ein beliebiges anderes ETF-Weltportfolio) eben keine positive Rendite mehr gebracht hat über 20+ Jahre wie es bisher immer der Fall war.
      Spätestens dann müsste man das alles nochmal überdenken. :)

      Wer nur in den DAX, Nikkei, EuroStoxx oder andere kleine lokale Indizes investiert, ist aber wirklich selbst schuld, das ist keine gute Gegendarstellung zu einem Weltportfolio.
      Vergleicht dazu mal wie viele Firmen bspw. im MSCI ACWI enthalten sind.

  • doris Feb 4, 2017 @ 15:09

    Hab‘ Telekom-Aktien gekauft!!! Und lange gehofft, sie steigen auch mal wieder.

  • Reinhold Aug 30, 2016 @ 16:27

    Hallo Holger,
    schöne Darstellung. Ich denke das sind Fehler, bei denen sich mancher wiedererkennt.
    Zum Punkt Immobilien habe ich doch eine Anmerkung:
    Sicherlich hat die Immobilie zur Selbstnutzung einen hohen Stellenwert in Deutschland. Und mancher übernimmt sich mit der Finanzierung bzw. kann sich die Immobilie nur durch langjährigen Konsumverzicht leisten.
    Allerdings ist es natürlich nicht nur eine ökonomische Entscheidung, sondern eine emotionale. Und in Ihr spiegelt sich der subjektive Wunsch im „eigenen“ Heim zu wohnen. Mag es auch unter Renditegesichtspunkten falsch sein, kann es unter dem Aspekt der persönlichen Lebensqualität durchaus Sinn machen in die eigene Immoblie zu investieren.
    Abschliessend möchte ich noch anmerken, dass gerade bei Vermögenden die eigene Immobilie natürlich dazugehört. Geld kann ja immer nur Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck sein. Und ein Zweck ist dann eben das Eigenheim.

  • Jo-Jo Jul 20, 2016 @ 6:52

    Geldanlage Immobilien:
    Umkreis München:
    Kalt- Miete für DHH = 1100€/ Monat
    Vollfinanzierung: 1300€/ Monat
    Nur 200€ mehr, dafür aber in 25 Jahren mietfrei!!!
    +Klar muss man auch in die Instandhaltung der Immobilie Geld reinsetzten…
    Aber!!!
    In den vergangenen 10 Jahren sind die Mieten für die Dhh um wenigstens 300€/ Monat kalt gestiegen…
    Dazu kommt, dass parallel auch die Immobilienpreise extrem gestiegen sind. Wofür ich vor 10 Jahren 300000€ ausgab, muss ich heute 400000€ rechnen!
    Dazu kommt, dass der Kredit bei der Bank langfristig angelegt, aber nur die selbe Monatsrate kostet…
    Und ich irgendwann vor dem schönen Problem stehen könnte: mag ich mein Haus, dass jetzt viel mehr wert ist als dass, was ich vor Jahren reingesteckte sehr gewinnbringend verkaufen oder bleibe ich mietfrei wohnen und kann mir mit den monatlichen Einsparungen Urlaube etc. gönnen?
    Ich habe ja auch nicht etwa 1300€ jeden Monat für dieses Luxusproblem ausgegeben, denn 1100€ wären sowieso für die Miete weg…
    Sondern gerade mal etwa 200€!!!

    Darum meine Frage:
    Wie kann ich diese 200€ Monatlich über 25 Jahre anlegen, um später mir auch dieses Luxusproblem zu haben?

    Klar, werden sich die Lebensumstände ändern:
    Wenn man jung mit dem Immobilienkredit anfängt, dann kommen irgendwann Kinder hinzu. Das ist aber nicht nachteilig, denn:
    1. Kann man anfänglich ohne Kinder durch Vollzeitjob und weniger Lebenserhaltungskosten viel höher Tilgen und so schnell Zinsen sparen.
    2. kann man dann den Tilgungssatzwechsel vornehmen, wenn jemand wegen der Kinder nur noch Teilzeit arbeitet ( Man sollte nur darauf Achten, dass man sich 5 Jahre mit dem 1. Kind Zeit lässt, um vorweg schon gut getilgt zu haben)
    3. Steigen bei jedem Arbeitnehmer die Gehälter mit den Jahren… (Ich verdiene jetzt nach 10 Jahren Arbeit trotz Teilzeitjob (25 h/Woche) fast genausoviel als als Berufsanfänger (42h/Woche).
    4. Wenn die Kinder außer Haus sind, könnte man sich überlegen den gewonnenen Platz -falls baulich möglich- zu vermieten. Oder in etwas kleineres zu ziehen und hat so obendrein das Geld für die Instandhaltung der Immobilie gratis…

    Also wenn man wirklich jung anfängt (Ideal: 25 Jahre Immobilienkauf, 30 Jahre 1.Kind, 50 Jahre Kredit abgezählt, 60 letztes Kind außer Haus…), ist das mit der Immobilie meines Verständnisses nach bei den meisten Fälle der effektivste Weg sich Kapital zu sparen… (Todesfälle/ Trennungen/ Unfälle… Davon geht erst mal keiner aus, aber es gibt Wege sich abzusichern…)

    Wenn man dagegen erst mit 45 Jahren, mit relativ jungen Kindern, als Volltilgerdarlehen anfängt, wird man ggf. Damit rechnen müssen, dass man in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt bei Arbeitsplatzwechsel weniger Wert sein wird… Die Kreditinstitute eine verhältnismäßig kurzen Volltilgerdarlehen fordern wird, wodurch die Flexibilität auf unvorhersehbare Dinge reagieren zu können verloren geht. Zudem wird man sicher nach der Laufzeit nicht noch 30 Jahre lang sich die Miete sparen, wärend man sich darüber freut wie toll sich die Miet- und Immobilienpreise entwickeln, weil man sehr wahrscheinlich gar nicht mehr so lange bei bester Gesundheit lebt…

    Also im Endeffekt hängt es schlussendlich auch vom Alter und der Lebenssituation ab, welche Geldanlage am effektivsten/ sinnvollsten ist…

  • anna Jun 27, 2016 @ 12:02

    ich glaube ganz wichtig ist auch beim langfristig investieren dass man defacto in einen „brand “ einkauft .. wenns dann weiter runtergeht was sich kaum vermeiden lässt macht das auch nichts aus weil man ja langristig denkt

  • Tobias Jun 13, 2016 @ 22:13

    Vorallem bei Punkt 2 musste ich schmunzeln, obwohl das ja eigentlich klar sein sollte! Sich vorab vernünftig zu informieren und sein Geld nicht nur auf ein Pferd zu setzen sind in meinen Augen zwei essentielle Punkte. Leider gibt es ja noch immer mehr als genug Leute die sich blind auf irgendwelche Berater verlassen…

  • Sindy Mai 23, 2016 @ 14:40

    Der größte Bock den ich geschossen habe war ebenfalls das Handeln nach Anleitung eines sogenannten Vermögensberaters. Nun ich war auch noch ganz frisch in Sachen Investieren unterwegs und das Angebot klang einfach zu gut um wahr zu sein. Und das war es dann auch. Nach kurzer Zeit war die Anlage dann futsch, weil die Firma pleite. Außerdem habe ich mit meinen ersten Immobilien auch nicht unbedingt das Optimale gemacht. Aber ich muss sagen, da man ja aus allem lernt und ich jetzt viel schlauer bin, dass sich die Fehler gelohnt haben. Bei meinen Immobilien bin ich jetzt viel schlauer und auch wenn ich damals noch keine Ahnung hatte von diesen Krediten. Jetzt weiß ich worauf ich achten muss. Und ich hatte auch Glück. Denn die Objekte selbst sind klasse. An Hebelprodukte habe ich mich noch gar nicht ran getraut. Einfach weil man da wirklich am Ball bleiben muss, damit genau der Effekt den du beschreibst nicht eintrifft und man schon handeln kann bevor man sich ins Bodenlose hebelt. Interessant und hoch im Kurs steht bei mir momentan das Crowdinvesting und Crowdlending. Damit habe ich einfach recht viel Erfahrung gesammelt und kenne mich aus. Hier habe ich auch schon recht gute Renditen erwirtschaftet. Natürlich kann man nicht immer erkennen ob es was wird und so hat man insbesondere bei Startups immer noch ein hohes Risiko. Aber da mittlerweile auch Immobilien dazu gekommen sind und man durch die kleinen Beträge sehr viel diversifizieren kann minimiert sich auch hier das Risiko. Wenn ich jetzt mal Gewinn und Verlust einberechne, dann liege ich durchschnittlich bei ca. 4% Rendite per anno.

    • Sindy Mai 23, 2016 @ 17:08

      Natürlich wird sich die Rendite erhöhen, da ich ja meine Fehler nicht wiederhole und die Verluste die ich Anfangs hatte aus meinen oben beschriebenen Fehlern ja durch neue Gewinne ausgeglichen werden. ;-)

  • Harald Meinl Mai 17, 2016 @ 10:41

    Lieber Holger,

    vielen Dank für Ihren Artikel! Ich möchte noch etwas ergänzen bzgl. Finanz- und Bankberater als schwarze Schafe. Eine pauschale Verurteilung der ganzen Branche ist meiner Meinung nach nicht angebracht und führt nur zur Verunsicherung der Anleger, die nicht die Möglichkeiten (keine Zeit, kein Interesse, mangelnde Ausbildung, etc) haben, sich mit Geldanlage tiefgreifend zu beschäftigen.
    Natürlich sind Provisionsmodelle teilweise problematisch – die Honorarberatung hat aber ebenfalls schwächen. Jemand, der bereits ein Beratungshonorar bezahlt hat, wird sich aufgrund der Kosten keine Zeit- und Drittmeinung einholen. Und das wäre bei den meisten Veranlagungen nötig!
    Wir haben eine Plattform gegründet, die genau diese Thema adressiert und es Kunden vereinfacht, sich mehrere Bankberater online zu suchen und so rasch mehrere Meinungen einholen zu können. Siehe: https://www.baningo.com/

    Grüße aus Wien
    Harald Meinl

    • Sindy Mai 23, 2016 @ 14:43

      Nun, sind diese Berater bereits finanziell unabhängig allein durch die Anlagen, die sie vertreiben? Nein. also warum sollte mich jemand Beraten der selbst nicht weiß wie es geht? Nun ja, insofern hast du Recht, wenn man es mal so betrachtet: oft landen als Finanzberater gescheiterte Investmentbanker, zumindest wissen die immer noch ein wenig mehr als Otto-Normal-Verbraucher.
      Auf jeden Fall wird es nichts großes.

  • Vito Mrz 23, 2016 @ 13:47

    Hi Holger,
    wirklich ausgezeichnete Tipps die Du gibst!
    Da ist schon viel dran, dass man aus Fehlern von anderen lernen sollte, um sie selbst nicht zu machen. Aber leider sind so manche Menschen lernresistent oder Sie müssen einfach Fehler erst selbst begehen, um wirklich dazu zu lernen. Zu den letzteren zähle ich wohl in manchen Bereichen leider selbst und die Unfähigkeit anderen auf Anhieb zu glauben, machte schon die eine oder andere fragwürdige Entscheidung aus. Zum Glück meist mit einem gutem Ausgang – denn dann hatte ich wirklich dazu gelernt und konnte das meiste wieder drehen.

    Was aber den richtigen Zeitpunkt betrifft, den Du und andere so oft erwähnen, den gibt es in einigen Fällen schon. Auch wen es Warren Buffet immer wieder sagen, antizyklisch anlegen und nicht auf den Herdentrieb hören, kann einen auch viel Rendite kosten. Man muss nur gut beobachten (oder beobachten lassen) und den Zeitpunkt wählen, wenn sich „die Herde“ in Bewegung setzt um davon zu profitieren und nicht erst wenn sie schon bis zum letzten Büffel in Bewegung ist! Ich sage dazu nur die richtigen Signale finden und automatisiert handeln. Ist natürlich einfacher gesagt als getan aber mit den richtigen Tools und Strategien funktioniert es. Und man kann immer mit dem Markt oder gegen den Markt gehen, also hat man immer zwei Möglichkeiten, eine Bewegung zu nutzen. Aber dazu gehört eben eine aktive Strategie und leider keine passive.

    In den anderen Punkten stimme ich voll und ganz mit Dir überein!

    Ach ja und mein größter Bock den ich beim Geldanlegen geschossen habe ist, sich auf „unabhängige“ Vermögensberater und zuvor auf den Bankberater zu verlassen und denen eine Menge Geld anzuvertrauen. So etwas wie echte Unabhängigkeit findet man nur in den Tiefen des Internets bei einzelnen Personen und nicht bei Unternehmen und Konzernen.

  • Jan Dez 14, 2015 @ 11:08

    Mein größter Fehler war die Riester Rente. Die Gebühren haben die Rendite gefressen. Zum Glück nur 2 Jahre und dann mit Verlust raus…

    Hauskauf? Ich habe meine Eigentumswohnung vermietet und ein Haus gekauft. Nettoeinnahme tilgt Zinsen. Aber halt eine Entscheidung für die nächsten 10 Jahre.

  • Tim Nov 26, 2015 @ 11:06

    Ein paar gute Anregungen, die Du hier gibst. Gerade Punkt 4 finde ich enorm wichtig, da die meisten Menschen wohl vergessen, dass ein fremdfinanziertes Eigenheim wirtschaftlich gesehen kein gutes Geschäft ist. Natürlich ist die gesellschaftliche Prägung dahingehend enorm. Dennoch wird vor dem Hintergrund der Mietersparnis häufig ausgeblendet, dass auch Wohneigentum häufig mit hohen Folgekosten verbunden ist.

  • kostafastgarnichts Okt 27, 2015 @ 22:09

    Mein Größter Fehler: Griechische Anleihen in der Hoffnung sie werden zu 100% bedient )-;

  • John Okt 25, 2015 @ 2:11

    DIe größten Fehler die ich gemacht habe, waren nicht wirklich welche für die ich bestraft wurde, sprich ich habe noch nie einen Verlust erlitten, da ich ohnehin eher vorsichtig bin und mich vorher lange belese. Es war also eher zu wenig Erfahrung. Da wären die Klassiker wie keine Diversifikation, zu hohe Beträge in eine Aktie oder zum eindeutig falschen Zeitpunkt kaufen, weil es gerade in den FIngern juckte, außerdem wusste ich nicht was ein Dividendenabschlag war und habe eine Aktie mit 3 € Gewinn verkauft nicht wissend, dass die Divi aus dem Kurs gerechnet wurde.
    Ansonsten kann ich nicht zustimmen, dass man nicht in Einzeltitel investieren sollte, denn nur hier erzielt man eine Rendite die man auch so nennen kann. 3 % Rendite wäre für mich nicht akzeptabel und dafür würde ich auch nicht investieren. Ich komme regelmäßig auf eine zweistellige Rendite und ich glaube nicht, dass ich mich jetzt besonders schlau anstelle. ETFs habe ich auch, die sind aber in der Tat echt langweilig und dienen für mich ledigtlich der Diversifikation.
    Zur Inflation wäre noch zu sagen, dass diese höchst subjektiv ist. Es lohnt sich darüber mal etwas länger nachzudenken und nicht einfach den veröffentlichen Wert als bare Münze zu nehmen. Am leichtesten lässt sich herausfinden wie es damit für einen selbst aussieht, indem man ein Haushaltsbuch führt. Der allgemeingültige Warenkorb ist doch ziemlich fürn A….und dürfte für die meisten Leute nicht gelten. Und meistens ist es doch so, dass wenn etwas merkbar zu teuer wird, man sich eine Alternative sucht. Außer gegen Mieterhöhungen kann man eigentlich immer etwas tun, um die Kosten konstant zu halten.

  • Sven Okt 5, 2015 @ 16:10

    Hallo Holger,

    Vielen dank für deinen ehrlichen Artikel und die große sowie qualitativ hochwertige Menge an Infos! Ich bin noch so ahnungslos, dass ich meine Geldsenken bisher nicht vollständig überblicken kann. Eine Lebensversicherung ist zumindest dabei.

    Beste Grüße,
    Sven

  • Fanage.de Jul 25, 2015 @ 20:59

    Hallo Holger,

    ein sehr schöner Artikel wie wir finden. Wir packen es ein wenig anders an, aber das liegt wohl auch in der Natur der Sache. Wir möchten nur kurz auf deine fünf Hauptpunkte eingehen.

    1. Zu wenig gespart >> sicherlich ist dies individuell zu sehen, aber du hast recht, wir leben in einer Wegwerf- / Konsumgesellschaft. Aber das „Sparen“ bzw. Geld sparen gehört finden wir dazu, so wie wir auch denken dass jeder sich mit seiner Altersvorsorgen beschäftigen sollte.

    2. Geld anlegen ohne Strategie und Ziel >> ja hier geben wir dir zu 100 % recht. Daher beraten wir ausschliesslich ziel- bzw. wunschdefiniert, z.B. auf ein Auto, eine Immobilie, die Altersvorsorge etc. und geben konkrete Allokationen bzw. Strategien vor

    3. Auf Berater verlassen >> ja, die Schwarzen Schaafe, es gibt sie und man kann sie auch nicht wegdiskutieren. Wir sagen aber auch ganz klar, dass auch der Anleger ein Stück Eigeninteresse aufbringen sollte. Daher macht eine unabhängige Beratung immer Sinn.

    4. Zu lange mit dem „Traum“ vom Eigenheim beschäftigt >> klar Eigenheim ist wichtig aber auch nicht alles. Auch diejenigen, die meinen eine Altersvorsorge gestützt auf Eigenheim reicht aus können wir nur empfehlen sich hierzu mal beraten zu lassen. Denn Eigenheim ist schön aber nicht ad hoc liquidierbar in Notsituationen bzw. bedarf auch in Zukunft Eigenkaopital für Modernisierungsmassnahmen

    5. Nicht passiv investiert >> auch hier geben wir dir zu 100 % recht. ETFs sind günstig klar, aber sind i.d.R. nicht besser als gute aktiv gemanagte Fonds.

    Viele Grüße

    Fanage.de

  • Mutti Jun 23, 2015 @ 10:44

    Das erste Kind kam im Studium, dh. ich habe noch nie Kapital aufbauen können, da ich wegen ungewollt großer Altersabstände der Kinder seit 18 Jahren im Erziehungsurlaub bin. Insofern helfen mir gute Anlagemöglichkeiten nicht so richtig weiter, weil wir eh kein Kapital haben.
    Mit 3 Kindern wurde die Dreizimmerwohnung zu eng. Eine 4-Zm-Whg hätte 1000,- Miete gekostet. Dasselbe haben wir in eine Hausfinanzierung gesteckt, und nach 12 Jahren war das Haus abbezahlt. Wir haben jetzt 5 Kindern, und große Mietwohnungen sind selten und teuer. Für die Finanzierung hatten wir einen Kredit mit 3% Tilgung und viel Eigenkapital hatten – vorgezogenes Erbe, Bausparverträge. Mit diesen Daten bezweifle ich, daß Miete billiger gewesen wäre. Aber natürlich muß man wissen, daß ein Kredit am Ende die doppelte Summe gekostet hat, und daß Sparen und Warten immer besser als eine Finanzierung ist!
    Wir haben Kids-Policen, damit wir nicht 2 Studenten gleichzeitig durchfüttern müssen. Mein Mann verdient zu viel, als daß BaföG zu erwarten wäre, aber zu wenig, als daß wir bei 7 Personen sparen können. Insofern zahlen meine Kinder hoffentlich mal Eure Rente. Ich selbst bin Hausfrau mit Uniabschluß und bekomme dafür, daß meine Kinder ein Instrument lernen, selbstbekocht und vielfältig angeregt werden (was eine Erwerbstätigkeit meinerseits ausschließt – Nummer 5 ist noch im Kindergarten), immerhin auch fast 500,- Rente. Zum Heulen, wenn man bedenkt, daß ich als Ingenieuse arbeiten könnte.
    Es reicht hinten und vorne nicht. Wir könnten auf diese Kids-Policen verzichten, aber dann holt es uns in 10 Jahren ein. Wir konsumieren wenig, machen vieles selbst, aber allein die 19% Mehrwertsteuer für 5 hungrige Mäuler und das große Auto können wir nicht einsparen.
    Wo kann man anfangen? Was empfiehlst Du für Kleinanleger, die tatsächlich keine Ersparnisse haben – warum auch immer es soweit gekommen ist?
    Kinder sind ein Armutsfaktor, obwohl mein Mann sehr gut verdient. Wir bereuen es nicht, aber wir fragen uns, wie es besser laufen könnte. Ein Schulranzen kostet 130,-, was wir nicht einsehen. Doch meine Kinder sind die einzigen, die mit einem Gebrauchten eingeschult werden. Das macht sie nicht beliebt, denn die Umgebung achtet sehr auf solche Äußerlichkeiten. Da fällt es doppelt schwer, seinen eigenen und wie wir finden, sinnvolleren Weg zu gehen.

  • Flamingo Jun 22, 2015 @ 17:20

    Vielen Dank! Ich werde es mir mal anschauen. Ich habe allerdings noch überhaupt keine Ahnung davon und muss mich da nochmal einlesen :-)

    • Max Jun 22, 2015 @ 22:33

      Hallo Flamingo,

      zusätzlich zu Holgers richtigem Rat würde ich Dir empfehlen 3 Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto zu lassen. Wenn Du mal kurzfristig Cash brauchst, ist es dumm, wenn Du wieder ETFs verkaufen musst (wg. der Transaktionskosten und wg. der Kursschwankungen).

      Für mich ist es wichtig genügend Cash für die eigenen Ausgaben zu haben, da mich dann die Kursschwankungen meines Depots nicht wirklich interessieren.

      Viele Glück
      Max

  • Flamingo Jun 22, 2015 @ 13:53

    Ich mache mir auch schon lange nen Kopf, wie ich etwas zusammensparen kann. Mein Fehler war im Übrigen auch der Weizen :-/ 500 Euro verloren!!! Für mich ist das wirklich viel!! Wir haben drei Kinder (0,2 und 4 Jahre). Vor lauter schlechtem Gewissen über meine eigene Dummheit beim Daytraden habe ich schon eine ganze Weile nichts mehr für mich gekauft… Ich schaffe momentan gerade mal 300 bis 400 Euro zu sparen pro Monat, da ich auch noch in Elternzeit bin. Also was soll ich mit den 300 Euro am besten machen??? Ich habe circa 4 Nettomonatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto gespart. Vielen Dank an Euch Alle!

  • Sparer Mai 2, 2015 @ 13:56

    Danke für den schönen Artikel. Erinnert mich an das Buch „Finanzberatung nein Danke“. Nur dass dort Dividendenaktien empfohlen werden, weil man weiß in was man investiert. Bei einem ETF kenne ich nicht alle Firmen. Aber egal, habe beides. ;-)

    Zu meiner immer gleichen Frage:
    Wie kommt ihr überall auf einige Monatsgehälter für das Tagesgeldkonto. Ich muss davon auch ein „neues“ gebrauchtes Auto kaufen können.
    Für mich ist es (bisher / erst wieder angefangen nach Autokauf, neue Wohneinrichtung) so:
    – sparen monatl. 1000 Euro aufs Tagesgeld
    – monatl. 200 Euro in ETFs
    (MSCI World und Comstage Stoxx 600)
    Sind auf dem Tagesgeld die 30.000-50.000 erreicht, dann würde ich die Sparraten verschieben auf 50 / 50, 30 / 70.

    Was sehe ich falsch?
    Was übersehe ich hier?
    Bin für jegliche Augenöffner dankbar ;-)

    Möchte ja schließlich nach einem Autokauf (ordentliches ca. 20.000) auch noch etwas auf dem Tagesgeld verfügbar haben. Das ist der Hintergrund, weshalb ich die paar Monatsgehälter Tagesgeld nicht checken will.

    • Max Mai 2, 2015 @ 14:26

      @sparer: Du machst nicht unbedingt etwas falsch, aber der Unterschied zu mir ist, dass Du mehr (teurer) konsumierst und weniger sparst als ich. Ich spare 2000 pro Monat und den kompletten Bonus, den ich am Jahresende erhalte. Ich habe noch nie eine neue Wohnungseinrichtung gekauft, sondern immer nur das ergänzt, was ich schon hatte. Mein gebrauchtes Auto, das inzwischen 13 Jahre alt ist hat 17000 gekostet und für das was ich in Zahlung gegeben hatte habe ich 11000 erhalten.
      Ich benötige als Sicherheit also ca 20000 Cash. Allerdings lebe ich auch in einer schuldenfreien Wohnung.

    • Sparer Mai 2, 2015 @ 14:33

      Danke. Auch nachvollziehbar. :-)

  • Axel Walldorf Apr 11, 2015 @ 2:12

    Guter Beitrag! Vor allem der Punkt, sich auf die Berater zu verlassen, die aber Ihren eigenen Vorteil als primäres Ziel haben und nicht den des Anlegers, ist äußerst prekär.
    In meinen Augen nutzen Sie die Angst der Leute aus, nicht das Risiko eingehen zu wollen, sich selbst um die Finanzen zu kümmen und in Eigenregie zu investieren.

  • Christian Mrz 4, 2015 @ 17:36

    @Holger
    was hälst du davon seinem Depot einen gewissen Anteil an
    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)
    beizumischen?
    Pro: Mehr Dividenden (passiver Geldfluß)
    Contra: eine Position mehr (Gebühren/Handling), bringt die Ziel Allocation durcheinander, Aktien bringen Geld durch Kurswachstum UND Dividenden, Fokus auf Dividenden nicht sinnvoll
    Gruß, Christian

  • plutusandme Feb 22, 2015 @ 12:50

    der größte Bock ?……waren eigentlich Aktien, die mit Bauchgefühl gekauft wurden.
    Dazu gehörten Bremer Vulkan ( pleite ) , Lycos ( Pleite ) und das schlimmst, da aus meiner Branche, Cargolifter ( pleite ).
    Seitdem werden Firmen genauer unter die Lupe genommen. Es wird sich die Zeit genommen sich über das Investment zu informieren, wenn möglich versuchen wir die Unternehmen auch mal zu besuchen, geht natürlich nur in Deutschland.
    Wir kontrollieren jährlich die Aktien / Fonds hauptsächlich um zu prüfen ob die Balance noch stimmt.
    Die Zeit , die wir bei der Suche invetiert haben, lohnt sich immer, dies haben wir aber auch erst später festgestellt. Die Werte stellten sich als sehr solide heraus und es wurde eigentlich immer bisher dazu gekauft, selten verkauft ( einmal fiel die dt. Telekom unter dem Stopp Kurs, da war ssie dann weg ).
    Ich kann hier nur bestätigen: Gedult ist wichtig und sich Zeit zum nachdenken gönnen.

  • Markus Kuhn Jan 31, 2015 @ 14:29

    Guten Tag
    Ich finde bislang, dass Max Otte eine gute Strategie zur Vermögensbildung anbietet. Mich würde Holger Grethes Meinung zu diesem Fonds (WKN A1J3AM) interessieren.
    Zur Kostenminimierung wählte ich ein gebührenfreies Depot bei der Consorsbank und lies avl-investmentfonds.de als Vermittler eintragen. Auf diesem Weg sind die Ausgabe- und Depotbühren außerordentlich niedrig und die Nachteile der ETF-Fonds sind auch umgangen, siehe http://www.boerse-express.com/pagesfoonds/8287
    Vielen Dank für eine Einschätzung und einen Schönen Tag

  • Hans Dez 18, 2014 @ 12:54

    Sehr guter Beitrag Harald. Wenn man zukünftig bestehen zu können, muß man neue Wege gehen, leider ist dies mit oben genannten Merkmalen nur marginal möglich.

  • Harald Dez 16, 2014 @ 19:04

    „Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“ Der Spruch gefällt mir!
    Ich mache das seit über 25 Jahre schon so. Statt mich abends stundenlang vor der Glotze von unsinnigen Shows und Werbung berieseln zu lassen, lese ich den Politik- , Wirtschafts- und Finanzteil einer großen, überregionalen Tageszeitung. Hin und wieder kommt eine Finanzzeitschrift hinzu. Was einst nützliches Hobby war, ist heute Berufung. Das alles erweitert meinen Horizont mehr als Seifenopern im Fernsehen. Seit ca. 15 Jahren setze ich mein Wissen auch auf Honorarbasis für Freunde und Bekannte ein. ETFs sind gut, würden mir persönlich allerdings nicht reichen. Wie jeder für sich an die Sache herangehen kann, kann man auf http://www.honorarberatung-drkaiser.de/invest.htm nachlesen.
    VG Harald

  • Hans Okt 23, 2014 @ 9:29

    Hallo zusammen,

    warum muss alles immer so spekulativ sein mit sehr wenig Rendite Aussicht? Zeithorizont, Risikofähigkeit und -bereitschaft sowie die Renditeerwartungen muss analysiert und akkurat aufeinander abgestimmt werden. Der durchschnittliche Anleger hat nicht das Fachwissen und auch nicht die zeit um gute Renditen zu erzielen. Zu sagen ist das die Rendite nicht vordergründig ist, sondern die Sicherung des Vermögens! Hier sind gute Vermögensverwalter gefragt die nicht in Aktien oder sonstigen artverwandten Produkten investieren, sondern andere Wege gehen die leider der Masse nicht zur Verfügung stehen, besser gesagt nicht publik sind.

    Frei nach Rockefeller: : „Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“

    In diesem sinne…

    Hans

    • Holger Grethe Okt 23, 2014 @ 21:45

      Nur so aus Interesse: Was sind das denn für geheimnisvolle Wege, die nur „guten Vermögensverwaltern“ zur Verfügung stehen und nicht der Masse?

    • Hans Okt 24, 2014 @ 8:21

      Einfach mal Googlen über MTN secondary market, gibt 2 gute Anbieter die seriös und sauber arbeiten!

    • Dummerchen Okt 25, 2014 @ 15:18

      „Der durchschnittliche Anleger hat nicht das Fachwissen und auch nicht die zeit um gute Renditen zu erzielen.“

      Das liegt vor allem daran, dass Anlageberater, Banken und Versicherungen behaupten, dass der durchschnittliche Anleger eh keine Chance auf „gute“ Renditen habe und man den „Profis“ das Feld doch bitte überlassen sollte. Ich halte diese Aussage für groben Unfug, die nur der Verunsicherung der Kleinanleger dienen soll, schließlich kann man dem dummen Kunden ja quasi alles verkaufen.

      Wer breit über verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen streut und mit ruhiger Hand agiert, sollte „gute“ Renditen erwirtschaften. Dazu braucht es weder großartiges Fachwissen noch besondere, geheimnisvolle Zugänge zu elitären Finanzkreisen.

      Dass Medium Term Notes, also Schuldverschreibungen mittlerer Laufzeit nun die Antwort auf die Frage nach der vermeintlich richtigen Geldanlage sind, erscheint mir übrigens auch eher zweifelhaft. Da braucht man vermutlich tatsächlich gute Vermögensverwalter, um langfristig (und nicht nur in Phasen allgemein sinkender Zinsen) höhere Renditen zu erzielen als über ein einfach zu erstellendes ausgewogenes Portfolio aus Anleihen und weltweit streuenden Aktien.

      PS: Wäre übrigens extrem cool gewesen, wenn Du nicht nur nebulös über Produkte/Produktklassen schreiben, sondern Ross und Reiter beim Namen nennen würdest. So ist der konkrete Mehrwert Deiner Aussage für den interessierten Leser leider nahe Null.

      LG
      Dummerchen

  • Theo Okt 22, 2014 @ 13:20

    Hallo,

    noch eine Frage zu dem LevDax-Produkt. Ich habs mal nachgerechnet.
    Geht man davon aus, dass der Dax wertmäßig leicht schwankt, also z.B. von 100
    1) auf 95, dann
    2) auf 105, dann
    3) zurück auf 100,
    entspricht das in Prozent
    1) -5%
    2) +10,53%
    3) -4,76%

    Mit einem Hebel von 2 (heißt das so?), wären das
    1) -10%
    2) +21,05%
    3) -9,52%
    Bliebe unterm Strich +1,53%

    Dass bei Bewegungen nach oben der Prozentsatz immer höher ausfallen muss, als bei Bewegungen abwärts, ist mir klar. Aber damit müsste so ein Leverage-Produkt doch eigentlich gewinnen? Oder wo ist mein Rechenfehler?

    Ist hier nur ein Randthema, aber ich würds gerne verstehen…

    Viele Grüße
    Theo

    • Holger Grethe Okt 22, 2014 @ 15:09

      Hallo Theo,

      solche eine Fragestellung ist natürlich ein gefundenes Fressen für einen bekennenden Nichtmathematiker wie mich ;-)

      Aber probieren wir es mal:
      Deine Berechnung ist so richtig. Aber es sind auch andere Szenarien denkbar:

      Gehen wir in einem Beispiel mal davon aus, dass ein fiktiver Index den einen Tag um 5% zulegt und am nächsten Tag wieder um 5% fällt. Am darauf folgenden Tag steigt er erneut um 5%, dann fällt er wieder um 5%.

      So geht das eine Weile hin und her und es gibt sich folgendes Bild (beginnend bei einem Indexstand von 100 Punkten):
      100 -> 95 = – 5%
      +5% = 95 -> 99,75
      99,75 -> 94,76 = – 5%
      +5% = 94,76 -> 99,5
      99,5 -> 94,53 = -5%
      +5% = 94,54 -> 99,3

      Dieses Szenario wäre ein Markt in Seitwärtsbewegung mit leicht fallender Tendenz. Sowas kommt an der Börse ja schon mal vor.

      Hebelt man das Ganze um den Faktor 2, verstärkt sich der Abwärtstrend zwangsläufig und der ETF verliert (überproportional) an Wert.

      Ein LevDAX-ETF ist ein spekulatives Produkt und funktioniert in steigenden Märkten. Dafür ist er konstruiert. Als Teil eines buy-and-hold-Portfolios ist er sinnlos.

    • Dummerchen Okt 22, 2014 @ 16:52

      Ich versuche mal dem bekennenden Nichtmathematiker unter die Arme zu greifen ;-):

      Hallo Theo,
      ich fürchte, Du hast da einen Denkfehler gemacht. Nimmt man Deine Entwicklung:
      100->95->105->100 z.B. an drei aufeinander folgenden Tagen, so wäre die prozentuale Entwicklung so wie von Dir aufgelistet:
      -5%; +10,53%; -4,76%
      Für den LevDax mit Hebel 2 würde dies bedeuten, dass die prozentualen Entwicklungen verdoppelt werden (so wie von Dir genannt):
      -10%; +21,06%; -9,52%
      Aber das ist nicht das entscheidende – wichtig ist der Kurswert, der sich am Ende des letzten Tags ergibt:
      Aus 100 am Anfang werden:
      90 am Ende des ersten Tags (-10%)
      108,95 am Ende des zweiten Tags (+21,06%) und
      98,57 am Ende des dritten Tags (-9,52%).

      Ergo: Hat ein Dax-Anleger hier nach drei Tagen wieder genau den Ausgangswert im Depot, so hat der „gehebelte Dax“-Anleger 1,43% vom Ausgangswert verloren.

      Liebe Grüße
      Dummerchen

    • MöchtegernMathematiker Jun 7, 2015 @ 11:34

      Hallo,
      die Grundaussage ist sowohl in dem Artikel als auch in den vorherigen Antworten korrekt, allerdings sind die Beispiele etwas missverständlich.

      In dem Artikel wird richtigerweise gesagt, dass man 25% Gewinn benötigt um 20% Verlust auszugleichen. Dies ist aber im realen Leben auch der Fall, solange man Long investiert, d.h. wenn der DAX von 10000 auf 8000 fällt und wieder auf 10000 steigt (jeweils innerhalb eines Tages), dann ergibt sich die Performance -20% und +25%. Dies ist prinzipiell für den LevDax nicht das KO-Kriterium, aber für jeden ShortDax (also umgekehrte Kurspartizipation). Beim ShortDax hätte man ausgehend von 1000€ * 1,2 * 0,75 = 900€.

      Der LevDax hat das Problem, dass Prozentzahlen nicht multiplikativ sind, d.h. man kann sie nicht ohne weiteres vervielfachen. Bei obiger DAX Entwicklung (10000->8000->10000) hätte man gehebelt mit Faktor 2 -40% +50%. Konkret ergibt sich dann 1000€ * 0,6 * 1,5 = 900€, also nicht der Ausgangswert.
      Noch deutlicher wird es bei Tagesveränderungen -50% und +50% im DAX, dann würde der LevDax -100% und +100% realisieren also im Endeffekt bei 0€ enden (1000€*0*2=0€)!

      Zusammengefasst liegt es in der Tat an den Tücken der Prozentrechnung. Ich hoffe, die Beispiele konnten zeigen, dass es allerdings eine leicht andere Tücke ist :)

  • Jack the Ecken Sep 10, 2014 @ 11:12

    Also spätestens bei den Immobilien musste ich abbrechen. Ich widerspreche dem Artikel ja in fast allen Punkten!! Es gibt KEINE bessere Altersvorsorge als eine Immobilie und das kann man sich auch noch mit ü40 anschaffen! Es muss ja nicht gleich ein Haus sein, es reicht doch eine Wohnung, welche man sein Eigen nennt und keine Miete zahlt. Sollte man im alter pflegebedingt ins Altersheim o.ä. müssen, kann man die Wohnung ja vermieten und hat seine Altersvorsorge in Gebrauch. Finanzielle Altersvorsorge für ü25 Jahre hingegen sind völliger Schwachsinn!! (Den ich leider auch schon gemacht habe und nicht rückgängig machbar ist) Wenn du wirklich glaubst, das in 25 Jahren dein Geld inc Zins auch nur annähernd den Wert hat als wenn du dir heute was von gekauft hättest, bist du unglaublich naiv.

  • Didi Sep 7, 2014 @ 0:05

    Sofern man sonst keine Probleme hat, als dass man nicht weiß wohin mit seinem Geld, hat man doch zugegebener Maßen gar keine Probleme. Ich bin zwar „erst“ 26 und am Anfang meines Vermögensaufbaus, beschäftige mich aber seit einigen Jahren mit der Geldanlage. Mehr aus Interesse, als zur Altersvorsorge.

    Aktien, ETFs, Daytrading und einige Konten habe ich bereits durch. Von Versicherungen lasse ich persönlich die Finger. Die sind wie Casinos – die Bank gewinnt immer! In manchen Branchen machen Versicherungen vllt Sinn. Aber als Informatiker habe ich so schnell z.B. eine Berunfsunfähigkeit nicht zu befürchten.

    Viele lassen sich bei Langfristigen Anlagen von den Auszahlungen blenden, unterschätzen aber die Inflation und bekommen dann nur einen Bruchteil der Kaufkraft, die sie erwarten. Die Gier frisst wieder den Verstand und in dem Fall zudem noch die Flexibilität. Also gilt es erstmal den Inflationshai zu bändigen und dennoch liquide zu bleiben. Ein Festgeldkonto kriegt es gerade noch so hin. Auf Aktien sollte man nur das Geld setzen, auf das man auch verzichten könnte. Denn die Nerven sind es einfach nicht Wert, sein Vermögen den Marktschwankungen auszusetzen.

    Wer Dauermieter ist, hat meiner Meinung nach von Geldanlage nichts verstanden. Denn egal wie hoch oder niedrig eure Miete ist, es ist genug Geld um die Kosten des Vermieters zu decken und ihm sogar nach Abzug der Einkommenssteuer von eurer Miete, noch zusätzlich einen Gewinn einzubringen.

    Was ich eigentlich sagen will ist: versucht nicht Geld zu vermehren, sondern Geld zu verdienen!
    Außerdem kauft nicht jeden Scheiß der euch angeboten wird, reduziert eure Ausgaben ohne auf etwas verzichten zu müssen und vorsicht bei langjährigen, inflationsungebundenen Anlagen.

    Oder macht es einfach wie Holger :-)
    Eine Homepage, die beim Googeln weit oben auftaucht, mit Tipps fürs Leben, nach denen oft gesucht wird. Mit etwas mehr Werbung auf der Seite, sollte da schon was angespült kommen…

  • Angelika Aug 22, 2014 @ 9:21

    Vielen Dank für die tollen Informationen. Beim Geldanlegen, wie bei fast allem im Leben, sollte man schon wissen, was man tut. Ich denke aber, dass jeder so seine anfänglichen Schwierigkeiten hat.

  • Jan Apr 7, 2014 @ 14:13

    Hallo Holger, danke für diesen tollen Beitrag!
    Ich denke mein größter Fehler (wahrscheinlich der beliebteste Fehler bei den meisten) war das Anlegen ohne Strategie. Ich habe mehr oder weniger auf gut Glück Aktien gekauft und leider nur zu oft verkauft weil ich plötzlich Angst bekommen habe.
    In meinen Augen ist es der beste Weg sich vorher einmal ausgiebig Gedanken zum Thema zu machen und festzulegen, wie zum einen das Porfolio auszusehen hat und zum anderen welche Strategie dahinter steht. Das wichtige ist, dass die Strategie feste Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte vorgibt. Denn nur so wird es möglich sich nicht zu stark von seinen Emotionen leiten zu lassen.
    Leider ist selbst das Einhalten einer Strategie oft schon sehr schwer. Aber ich versuche weiterhin dran zu bleiben.

    VG Jan

    • Holger Grethe Apr 7, 2014 @ 16:37

      Hallo Jan,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Was die Notwendigkeit einer Anlagestrategie angeht, bin ich ganz bei dir. Planlos sollte man beim Geld anlegen nicht vorgehen.

      Beim Thema „feste Einstiegs- und Ausstiegspunkte“ bin ich als Anhänger des passiven bzw. prognosefreien Investierens allerdings etwas anderer Meinung. Da man keine idealen Ein- uns Ausstiegspunkte finden kann (weil Market Timing auf Dauer bekanntermaßen nicht funktioniert), sollte man in jeder Marktphase investiert bleiben.

  • Max Feb 8, 2014 @ 16:26

    @Gunsamui
    >Ich beschäftige mich seit 9 Monaten mit Aktien und
    >habe von April bis heute 23.000 Euro nur an Kursgewinnen erzielt.

    Erstmal herzlichen Glückwunsch! Das ist einfach super!

    Allerdings war es in den letzten 2 Jahren keine große Kunst ordentliche Renditen mit Aktien zu erzielen. Der Aktienmarkt ist einfach allgemein hochgegangen.
    Stell Dir mal vor, Du hättest im März 2000 investiert. Dann wären Deine Aktien 3 Jahre lang runtergegangen. Man muss sehr gute Nerven haben, um da ruhig zu bleiben.

    Deshalb würde ich zuminstest empfehlen auch in andere Assetklassen zu investieren (Euro Anleihen / Fremdwährungsanleihen und evtl. einen kleinen Anteil in Edelmetalle).
    Wenn der Aktienmarkt mal abstürzt, sollte einfach ein Teil Deines Portfolios nicht betroffen sein. Das ist besser für die Nerven.

    Viele Grüße und viel Glück, weiterhin
    Max

  • Dieter Feb 2, 2014 @ 5:57

    Hallo Gunsamui,
    meinen herzlichen Glueckwunsch zu deinen Erfolgen im Aktieninvestment.
    In welche 50 Aktien hast Du denn konkret investiert ?
    Unter welchen Umstaenden wuerdest Du aus einem Wert rausgehen bzw. wechseln in einen anderen Wert ?

    Viele gruesse und weiterhin eine glueckliche hand

    Dieter

  • Mike Jan 30, 2014 @ 0:43

    Danke für den ehrlichen Artikel! Habe viel darüber schmunzeln müssen :-)

    Mein größter Bock bislang war der Einkauf von Goldrohstoff Fonds 2009 mitten in der Finanzkrise. Mein Berater verkaufte mir diese als total sicher und mit hohen Wachstumschancen für die Zukunft, weil die Leute in unsicheren Zeiten ja in Gold investieren. Dumm nur, dass sie dies zu dem Zeitpunkt bereits getan hatten und ich Fonds kaufte, die bei meinem Einstieg bereits den 3-5 fachen Wert verglichen zu den 10 Jahres-Durchschnittswerten hatten. Aber O-Ton meines Beraters: „Rohstoffe sind ja mit materiellem Gegenwert hinterlegt und aufgrund der Verknappung der Ressourcen ist mit Preissteigerungen/Gewinnen zu rechnen“

    Aber sicher! ;-)

  • Stefan Jan 28, 2014 @ 21:06

    Hallo Holger,

    wieder einmal hältst du mir mit diesem erstklassigen Artikel den Spiegel vor die Augen. Mit Ausnahme von Punkt 4 (Eigenheim) stimme ich dir vollumfänglich zu.

    Mein größter Fauxpas, der zum Glück halbwegs glimpflich ausging, war eine hochriskante, da hochgehebelte Spekulation mit einem Turbo Knock-Out Bull auf den Dax – im Gegenwert eines kleinen Neuwagens. Der Kurs ging kurz nach dem Kauf in den Sinkflug über und ich saß regungsunfähig mit pochendem Herzen vor’m Monitor – tatsächlich unfähig, die Reißleine zu ziehen. Unglaubliche 12 Punkte vor’m Knock-Out drehte der Kurs und ich kam halbwegs glimpflich aus dem Deal ‚raus (50% Verlust …). Diesen Trade werde ich nie vergessen!

    Zum Punkt 4, Eigenheim, möchte ich doch noch ein paar Worte schreiben:
    Die emotionalen Wogen schlagen hoch, wenn im Land der Häuslebauer bewusst auf eine eigene Immobilie verzichtet wird.
    Grundsätzlich stimme ich dem Kommentator Anton zu. Aber: Diese eigentlichen Baukosten sind nur die „halbe Miete“! Wie du, Holger, in einem anderen Artikel korrekt schreibst, müssen beizeiten für die künftigen Instandsetzungsarbeiten nicht unerhebliche Mittel angespart werden (Parallel zur Tilgung …).
    Hinzu kommen Kosten für die Gartengestaltung und -pflege (Pflanzen, Pflaster, …), die ohne weiteres im 5stelligen Bereich liegen können.
    Und zu guter Letzt braucht’s für die vielen Quadratmeter im Haus auch passendes Mobiliar ….
    Mein Resümee lautet jedenfalls: Baue nur dann, wenn du dir über die vorgenannten Kostenfaktoren wirklich bewusst bist! Eigenkapital, handwerkliches Geschick und Leidensfähigkeit sind gefragt ;-)

    Viele Grüße,
    Stefan

  • Couponschneider Jan 26, 2014 @ 22:32

    Mein größter Fehler war, dass ich nicht früher an die Börse ging und dass ich nicht früher meine Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr gekündigt habe.

    Nun gut, als Student hätte ich nicht viel investieren können, aber ein paar tausend Euro waren fast immer auf dem Girokonto. Ich ärgere mich einfach, dass ich nicht früher auf das Thema finanzielle Freiheit gestoßen bin.

    Ärgerlich auch: Meine ersten Transaktionen waren recht klein. 3 x Bechtle für 11 € das Stück. Gebühren: 15 € + Spesen. :-) Ich hätte besser die Gebührentabelle lesen sollen. :-) Aber man lernt daraus und solche Minitransaktionen passieren nun kein zweites Mal.

    Das gehört nun nicht zum Geldanlegen, aber zum Konsum. Ich kaufte vor fünf Jahren Wäscheklammern. Ich ging in den Rossmann, mit dem Plan, Klammern aus Holz zu kaufen. Es wurden dann doch Klammern aus Plastik, weil zu den Plastikklammern ein Körbchen war. Und billiger waren sie sowieso. Ich könnte nichts falsch machen, dachte ich. Ich packte das zu Hause aus und das Körbchen war beim ersten Anfassen schon entzwei. Ich nahm eine Klammer heraus, um damit ein Wäschestück zu befestigen und schon ist das Ding auch schon kaputt. Etliche Klammern gingen kaputt. Ich habe noch heute ein paar dieser Plastikkklammern und ab und zu greife ich dann auch zu einer diesen. Und immer noch passiert es (ca. alle zwei Monate), dass eine entzwei bricht. Diese Wäscheklammern dienen mir als Mahnung, auf Qualität zu achten und sich nicht wegen vermeintlicher Vorteile und Extras (damals war es das Körbchen) umstimmen zu lassen.

  • Gerhard Jan 25, 2014 @ 11:31

    Hallo zusammen,

    an Holger gerichtet: vielen Dank dafür, dass Du hier auch von Fehlern/Irrtümern sprichts, die Du selbst gemacht hast. Das nimmt anderen die Angst überhaupt sich an die Sache heran zu wagen !

    Auf eine mögliche Fehlerquelle erlaube ich mir an dieser Stelle noch hinzuweisen:

    Die meisten leben ja nicht alleine, sondern in einer Partnerschaft. Gerade hier kann es beim Thema Konsumverhalten/ Geld/Sparen doch zu ganz unterschiedlichen Ansichten kommen.
    Nicht immer kann man hier mit einer getrennten Kontenführung Frieden schaffen, denn Themen wie Immobilien, Versicherungen, … greifen in die finanzielle Hoheit beider Partner (ggf. auch der Kinder) ein.

  • Thomas Jan 25, 2014 @ 11:04

    Hallo Holger,
    Gratulation. wie immer lesenswert mit vielen Anregungen.

    Mein größter Fehler war schlicht mangelnde Erfahrung mit Aktien. Als ich damit begonnen habe, hatte ich eine Aktie, die nach dem Kauf erst mal 20% Kursverlust hatte. In Panik habe ich sie dann gleich wieder verkauft. Danach ist sie dann so richtig abgegangen. Ich habe das erst mal unter Anfängerfehler abgebucht und den Schluss gezogen, beim nächsten Mal nicht so panisch zu reagieren.

    Das nächste Mal kam dann bei der Finanzkrise. Ich hatte ein sogenanntes Witwenpapier im Portfolio. Eine langweilige Bankaktie, die immer gute Renditen gebracht hat, ohne spektakulären Kursverlauf. Plötzlich brach der Kurs ein. Erst nur um 10%, dort verharrte er ein paar Tage, um dann stetig gegen Null zu gehen.

    Reaktion meinerseits: Verwunderung, Ungläubigkeit, Missachtung aller Warnhinweise und eisernes Festhalten an dem Papier. Ich habe es übrigens immer noch im Portfolio, weil heute der Verkauf teurer wäre, als das Behalten.

    Ich konnte mir schlicht nicht vorstellen, dass die Bankmanager dieses Instituts mit windigen Fondskonstruktionen in Irland alles verzockt haben und es keiner der Aufseher gemerkt haben will. Heute weiß ich es besser.

    Seitdem bin ich auch passiver Investor und der größte Teil steckt in ETFs. Die aktuelle Börsenphase habe ich genutzt, um fast alle Aktien zu verkaufen. Mal sehen, wie lange ich diese Strategie beibehalte oder ob ich es bald besser weiß, nachdem ich schwarzen Schafen auf den Leim gegangen bin.

    Vor ein paar Wochen lief in der ARD im Spätprogramm ein Feature über die Machenschaften von BlackRock. Die haben 2009 Barclay Global Investors übernommen und damit auch iShares.

    Seitdem überlege ich ernsthaft, ob ich schon aus rein ethischen Gründen alle iShares ETFs verkaufen soll. Fragt sich nur, was sind die Alternativen? db x-trackers der Deutschen Bank. Ist das ethisch besser?

    Keine Ahnung und in diesem Punkt ziemlich ratlos. Vielleicht wäre das mal ein Thema für einen Blog. Wer steckt hinter den Herausgebern der ETFs und wie ist deren Handeln ethisch zu bewerten?

  • Jannes L. Jan 24, 2014 @ 22:09

    Hallo Holger,
    interessanter und lesenswerter Artikel! Ich finde diesen Einblick in deine eigenen Fehler bei der Vermögensbildung sehr lehrreich. Allein die Fähigkeit, seine eigenen Entscheidungen kritisch zu reflektieren ist schon viel Wert.

    Dem Eigenheim stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Aus finanzieller Sicht kann ich dir nur zustimmen und besonders deine 8 Immobilien-Irrtümern nur bestätigen. Jedoch gibt es einige nicht-monetäre Aspekte, wie bspw. eventuelle Willkür des Vermieters in Bezug auf Mietkosten oder Kündigung, Problemen bei Anpassung an eigene Wünsche o.Ä.
    Definitiv ist das ein sehr komplexes Thema, aus Sicht des Investors kann ich dir jedoch nur Recht geben.

    Ich werde deinen Blog weiter gespannt verfolgen!

    Ein schönes Wochenende,
    Jannes

  • KLEINANLEGER Jan 24, 2014 @ 16:53

    Zur realistischen Renditeerwartung: 3% real wäre sicherlich okay; 3% nominal wäre etwas wenig. Was ist denn gemeint?

    Gruß vom KLEINANLEGER

    • Holger Grethe Jan 24, 2014 @ 17:48

      Ich schrob: „…und dann Inflation, Anlagekosten, Steuern sowie […] abziehen.“

      Also 3 Prozent Realrendite. Sonst wäre es wirklich was mau…

  • Dummerchen Jan 24, 2014 @ 16:53

    Gerade für Neueinsteiger ins Thema „Geldanlage“ finde ich es gut zu sehen, dass auch die „alten Hasen“ wie Holger mal unbedarft angefangen haben und aus kleinen oder größeren Fehlern gelernt haben. Sie alle hätten noch einen größeren Fehler begehen können und gar nicht sparen können. Das wäre schlimmer gewesen als die meisten der „suboptimalen“ Anlagen.

    Und natürlich habe auch ich mein Geschichtchen beizutragen. Ganz unbedarft habe ich nach Studienende und Berufsbeginn die Dienste eines „Drei-Buchstaben“-Finanzberaters in Anspruch genommen – Kontakte waren schon zu Studienzeiten mit Bewerbungstrainings ganz perfide etabliert worden. Und unbedarft und unwissend wie ich war, habe ich vertraut und mir das „Rundum-Sorglos-Paket“ andrehen lassen:
    Girokonto mit Kreditkarte (man fängt ja erstmal unkritisch an), fondsbasierter VL-Vertrag (mit schrecklichem Fonds), eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine „normale“ Kapitallebensversicherung, eine fondsgebundene Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatzvertrag (ganz wichtig: immer schön alles koppeln, dann kündigt sich schwerer!), und dazu dann noch eine private Krankenversicherung. Das hat sich provisionsmäßig mal richtig gelohnt! (Peinlich, gell?!)
    Glücklicherweise hatte meine heutige Frau seinerzeit einen Termin bei der Verbraucherzentrale, in dem beiläufig der Begriff der „3-Buchstaben-Firme“ fiel und der Berater schnell geschaltet hat und ich somit glücklicherweise wenig später dort ebenfalls eine Beratung hatte und schnell merkte, dass ich nicht wirklich clever gewesen bin. Der BdV war mir dann eine große Stütze bei der Rückabwicklung der meisten Verträge (insbesondere der beiden LV). Ein Girokonto und eine BU habe ich noch, aber nicht mehr mein meinen „3-Buchstaben-Freunden“ ;).

    Das Internet in seinen Anfängen gepaart mit Usenet-Gruppen (Web 2.0 mit Foren usw. gab es so noch nicht) hat mich dann alles gelehrt, was beim Geldanlegen wirklich wichtig ist. Auch das Thema Immobilie habe ich dank zahlreicher Diskussionen als „nicht generell sinnvoll“ einzustufen gelernt.

    Der „Vorteil“ dieses Crash-Starts ins Finanzleben war wohl, dass ich dadurch früh gemerkt habe, dass ich mich selbst kümmern muss. Lehrgeld wird wohl jeder zumindest im kleinen Rahmen zahlen, aber wie ich eingangs schon sagte, besser nicht alles optimal machen als gar nichts zu sparen. (Dabei aber immer schön auf die Kosten und die Flexibilität der Anlage achten ;)!!)

    • Holger Grethe Jan 24, 2014 @ 17:47

      Sehr schön beschrieben, dein Werdegang als mündiger Anleger ;-)
      Ich nehme an, mit BdV ist der Bund der Versicherten gemeint, oder?

    • Dummerchen Jan 24, 2014 @ 22:30

      Ja, genau.

  • Olaf Jan 24, 2014 @ 16:34

    Hallo Holger,
    es hat sich als Fehler herausgestellt, daß ich das Haus meiner Eltern nicht so schnell wie möglich zu einem bescheideneren Preis verkauft habe. Genaueres steht als neuer Kommentar bei den Immobilienirrtümern Teil 2.
    Gruß Olaf

  • Martin Jan 24, 2014 @ 15:18

    Mein größter bisheriger Anlagefehler war es, erst viel zu spät eine professionelle Honorarberatung in Anspruch zu nehmen. Ich bin bis dahin einfach viel zu lange davon ausgegangen, dass ich mir schon selbst (mit Hilfe der emsigen Bankberater oder einer ausgefeilten Portfoliostrategie mit Trailing Stopps und Abstauberlimits) einen guten Überblick über meine Altersvorsorge bilden kann. Wenn ich überlege, wie viel Kapital ich z.B. durch die daraufhin gekündigte Lebensversicherung verschenkt habe, oder dadurch, dass ich mich erst sehr spät mit dem Thema Immobilien auseinander gesetzt habe, waren die 500 EUR für den Berater Peanuts.

    • Holger Grethe Jan 24, 2014 @ 17:44

      Auch wenn ich der Meinung bin, dass man als DIY-Investor grundsätzlich gut klar kommen kann, so ist eine gute (und zu 100% von Provisionen und Kick-Backs befreite) Honorarberatung sicherlich eine Alternative.

  • Chris Jan 24, 2014 @ 5:52

    Hallo Holger,

    seit einigen Monaten bin ich stiller Leser Deines Blogs, „musste“ jetzt aber einfach kommentieren, weil ich mich in den von Dir angeführten Punkten fast zu 90% selbst sehe.

    Mein größter Fehlgriff war wohl das Investment in einen Aktienfond kurz vor dem Ende der Dotcom-Blase (wird noch ausgesessen) und der Abschluss einer Rentenversicherung über eine große Deutsche Bank, die ich hier nicht beim Namen nennen möchte :)
    Im letzten Jahr habe ich einige Experimente mit eher kurzfristigen ETF-Investments gesammelt, habe aber durch die verwendeten Stop-loss Orders regelmäßig Verluste realisiert.

    Mittlerweile bin ich zu einer regelmäßigen Einzahlung in ein (ausschüttendes) ETF-Depot übergegangen (Aktien/Anleihen), wobei ich meine Sparquote auch deutlich erhöht habe. Obwohl ich mich noch etwas mulmig dabei fühle, aber jetzt läuft dies alles ohne irgendwelche Stop-Orders. Gerade dieses „risikobehaftete“ Vorgehen hat schon einige Diskussionen mit hauskaufenden Freunden zur Folge gehabt. Vielleicht kannst Du demnächst mal Deine Sichtweise auf Stop-Orders in Verbindung mit einer passiven Investmentstrategie darlegen, ich könnte mir vorstellen, dass gerade Einsteiger in diese Thematik diesen „Sicherheitsmechanismus“ gerne verwenden.

    Grüße
    Chris

    • geldexperimente Jan 24, 2014 @ 10:16

      hallo, Chris!

      also mMn. schließen sich passives Investieren und Stop-Loss-Limits aus, da man damit so was wie automatisches Market-Timing betreibt. Wenn eine Stop-Loss-Order ausgeführt wurde, stellt sich das Problem, wann man wieder einsteigen soll (und verpasst damit wahrscheinlich den neuerlichen Aufschwung).

      Meine Erfahrung mit Stop-Loss war, dass sie meistens kurz vor dem Tief und der anschließenden Trendumkehr ausgelöst wurden (kann natürlich Zufall sein).

      Am besten man lässt es und hilft sich psychologisch: Kurseinbrüche bedeuten günstigere Kurse beim nächsten planmäßigen Nachkauf.

      Sich mit dem täglichen Auf und Ab an den Börsen zu beschäftigen, bereitet nur zuviel Kopfzerbrechen.

      ciao,
      christian

    • Holger Grethe Jan 24, 2014 @ 17:41

      Hallo Chris,

      freue mich immer sehr, wenn aus „stillen“ Lesern Kommentatoren werden!

      Zum Thema Stop-Loss-Order und Passives Investieren erzähle ich in dieser Podcastfolge etwas:
      https://zendepot.de/podcast-010-leser-stellen-kluge-fragen/

  • Anton Jan 23, 2014 @ 20:26

    Hallo alle!

    Eure negativen Gedanken zur eigenen Immobilie kann ich nicht wirklich verstehen. Ich selbst wohne in der Schweiz, habe ein Häuschen und bin sehr zufrieden. 2/3 (= CHF 500’000) des Geldes stammt von der Bank, der Rest von mir. Ich zahle kaum Hypozinsen (CHF 750/Monat), da die Zinsen bekanntlich im Keller sind. Die Mieten hier in der Schweiz sind trotz der tiefen Zinsen hoch. Für dasselbe Haus müsste ich mindestens mit einer Miete von CHF 2’500/Monat rechnen. Ich kann da wirklich keinen Haken erkennen.

  • Ute Jan 23, 2014 @ 20:02

    Hi Holger,

    cooler Artikel, cooles Thema, finde ich gut auch Fehler aufzugreifen.
    Mein wirklich größter Fehler war die Hoffnung auf eine gute Einigung bei einer anstehenden Entscheidung und das daraus resultierende Nichtentscheiden meinerseits, sondern hoffen. Das hat mich sehr viel Geld gekostet und wird mir nicht mehr passieren.

    Ansonsten frage ich mich beim Einkaufen oft, ich bin ja Frau ;=), brauche ich das wirklich? Und dann hat es sich auch schon erledigt. Ich finde das fühlt sich toll an und führt dazu das kein unnötiges Zeugs mehr bei mir in der Wohnung landet. Ich schätze das.

    Grüße Ute

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 22:05

      Hi Ute,

      die Frage „brauche ich das wirklich?“ lässt sich zwar theoretisch immer positiv beantworten und der Kauf irgendwie rationalisieren, aber man wird dadurch sicherlich viel bewusster und kauft weniger impulsiv.

  • Capri Jan 23, 2014 @ 19:41

    Nun ja mir wäre persönlich die Unterscheidung für „ganz kurz“ und „ganz lang“ für eine Monetäre Planung zu wenig. Gerade weil ich die Zukunft nicht hervorsehen kann, sind doch 6 Monatsgehälter mager.

    Ganz ehrlich kann ich mit 30 doch ganz andere Sachen erleben als später mit 65 – was soll ich da mit 200 k € auf dem Konto? Man sollte hier ganz klar seine Sparrate untergliedern. Das Konzept ist mir zuträglicher als das starre 6 Monate Netto-Gehalt.

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 22:00

      Ich kann die Zukunft auch nicht vorhersehen, könnte mir aber vorstellen, dass ich mit Mitte 70 ein Alter erreicht habe, wo ich ganz froh bin, wenn ein gewisses finanzielles Polster für einen entspannten Lebensabend sorgt.

      Und irgendwann muss man nun mal anfangen, dieses Polster zu bilden. Je früher, desto schmerzloser (siehe Zinseszinseffekt)…

    • Max Feb 8, 2014 @ 16:10

      Ich kann Dir sagen, was ich mit 200k auf dem Konto mache:
      Ich lasse sie da liegen und habe damit die Gewissheit mir im Job nicht alles gefallen lassen zu müssen, denn ich bin nicht auf mein Einkommen aus Arbeit angewiesen.
      Das erhöht meine Lebensqualität ungemein.
      Viele Grüße
      Max

  • Anna Jan 23, 2014 @ 19:09

    Holger,

    vielen Dank hierfür! Ich freu‘ mich jedes Mal über Bestätigung, dass ich kein Interesse am Eigentum habe. In Geduld muss ich mich noch üben was andere Spar- bzw. Anlege-Bereiche betrifft. Aber Motivation kommt ja regelmäßig via zendepot. Merci! :-)

    LG
    Anna

  • Thorsten Jan 23, 2014 @ 19:07

    Ich sage nur Immofond mit Ostimmobilien, zwecks Steuerersparnis.
    Gier frisst Hirn und wenn es um Steuern geht erst recht.

    Lieber zahle ich Steuern, auch KAP Steuern, kann aber ruhig schlafen, den mein Geld ist wenigstens nicht weg.

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:55

      Wie war das noch mit dem Steuerspartrieb, der bei den Deutschen stärker ausgeprägt sein soll als der Fortpflanzungstrieb…?

  • Dieter Jan 23, 2014 @ 18:39

    ich möchte hier mal allen Interessierten empfehlen: http://www.ifa.com/.
    Index-Portfolios, historische Renditen über Jahrzente usw. usw.
    Eine Fundgrube für Langfristanleger und noch Suchende, eine tolle Ergänzung zu Holger´s Zendepot

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:51

      Danke für den Link, Dieter!

      Die IFA-Seite ist sicher eine sehr gute Fundgrube, aber den Jungs müsste dringend mal ein Webdesigner auf die Pelle rücken. Ich kenne wirklich keine Seite (im Jahr 2014), die so was von unübersichtlich und konfus gestaltet ist… ;-)

  • geldexperimente Jan 23, 2014 @ 18:32

    hallo, Holger!

    da ICH natürlich keine fehler beim investieren mache, kann ich nur über meine beste entscheidung schreiben: und zwar Aktien eines einzigen unternehmens zu kaufen. da ich so ein toller Hengst bin und wusste, dass das eine todsichere Sache war, hat sich dieses investment hervorragend entwickelt. (und jetzt im ernst: es war ein großer blödsinn einzelaktien zu kaufen und ich hatte einfach Glück, dass das nicht in die hose gegangen ist (aber ich werde es wahrscheinlich trotzdem „nebenbei“ nochmal machen – das ist dann meine LED-pfeffermühle)).

    abgesehen davon hab ich mich mal an bonuszertifikaten auf den euro stoxx 50 versucht, dummerweise war das 2008…

    ciao,
    christian

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:48

      Da hast du aber grad noch die Kurve gekriegt, Christian! ;-)

    • Gunsamui Feb 1, 2014 @ 21:33

      Hallo Christian,

      ich bin nicht deiner Meinung, dass es falsch ist in Einzelaktien zu investieren.
      Es ist das Beste was Du machen kannst, um heute noch eine vernünftige
      Rendite zu erzielen. Ich beschäftige mich seit 9 Monaten mit Aktien und
      habe von April bis heute 23.000 Euro nur an Kursgewinnen erzielt. Mein
      Ziel sind aber Dividenden als zusätzliches Einkommen zu erzielen und
      es gibt in den USA viele Aktien, die montl. ausschütten. Ich erhalte also
      jeden Monat Geld und lege das wieder mit an. Man muss halt streuen und
      viele Bereiche abdecken ( Immo, Finanzen, Strom, Gas, Biotech, etc…
      Diversifikation hält dein Depot im Gleichgewicht. Ich halte momentan
      50 verschiedene Aktienwerte, und wenn da mal einer um 20 % sinkt,
      dann merke ich das nicht einmal. Ich nutze den Abfall der Aktie um
      nachzukaufen, da die Dividenden bis zu 19 % bei mir betragen. Im
      Mittel liege ich bei 8,35 % Dividende auf das Gesamtdepot. Und
      noch was, nehme eine Aktie aus dem Dax und schaue mal was die
      vor 20 Jahren gekostet hat. Jetzt stelle Dir mal vor dein Vater hätte
      da 10.000 DM angelegt. der wäre heute Millionär und das obwohl
      wir Kriege, Krisen und Börsencrashs hatten. Wichtig ist halt das
      Du Dich mit den Unternehmen identifizierst. Ein Beispiel ist da die
      deutsche Post ( 45 % im Plus, 4,3 % Dividende ). Alle kaufen online
      ein ( Amazon, Ebay, Zalando, etc… ). Was glaubst Du wer die ganzen
      Pakete bringt und bei Nichtgefallen wieder abholt, genau – die deutsche
      Post. Das kann man nachvollziehen und die werden in den nächste Jahren
      richtig gut verdienen. Wenn Du so an Aktienkäufe herangehst, dann hast Du
      auch Erfolg. Kaufe nur Aktien, die eine Dividende ab 4 % jährlich ausschütten.
      Diese Firmen haben Erfolgsdruck und keiner will die Aktionäre verärgern. Der
      richtige Zeitpunkt um Aktien zu kaufen ist immer heute, da die Börse in den
      nächsten 20 Jahren weiter steigen wird und auch wenn es zu Kursrücksetzern
      kommt, halte immer 30 % an Cash, um dann nachzukaufen. Geld auf der Bank
      verliert jedes Jahr ca. 4.5 % an Kaufkraft, Du verlierst also so oder so Kapital.
      Bei Aktien hast Du wenigstens die Chance dein Kapital zu erhalten, aber
      wahrscheinlich wirst Du es vermehren, wenn Du es in Dividendenaktien
      anlegst. Was glaubst Du warum alle reichen Leute in Aktien investiert sind.
      Leider habe ich diese Erkenntnis viel zu spät gemacht, aber ich lerne auch
      täglich dazu und für mich ist es der richtige Weg um kein Geld zu verlieren.
      Ach ja, da gibt es noch den Stopp / Loss, um dein Aktienwert abzusichern.
      So kannst Du deine möglichen Verluste gezielt eingrenzen und wenn die
      Aktien steigen mit nach oben ziehen. Aktie um 30 % gestiegen, dann den
      Stopp / Loss auf 15 % mit nach oben ziehen. Die 15 % Gewinn nimmt Dir
      keiner mehr weg. Ich hoffe Du findest deinen Weg an der Börse. Ich bin
      leider viel zu spät auf diese Möglichkeit gestoßen und ärgere mich, dass
      ich nicht schon 2009 eingestiegen bin. So hätte ich anstatt 120.000 Euro
      daraus locker 500.000 Euro gemacht, bis einschl. 01.02.2014.

      Gruß Gunsamui

    • geldexperimente Feb 2, 2014 @ 11:49

      hallo, Gunsamui!

      Du musst ja Geld wie Heu und Nerven wie Stahl haben, aber mir wäre das zu risikoreich und stressig ein 100%-Aktien Depot zu führen. Den richtigen Zeitpunkt zum Ein- und Ausstieg sieht man erst im Nachhinein und Emotionen können einem auch einen Strich durch die Rechnung machen.

      Seit 2009 scheint an den Börsen wie z.B. dem DAX die meiste Zeit die Sonne. 2009 hätte man zufällige Aktien aus einem Hut ziehen können und würde heute glauben man wäre ein großartiger Investor. Da konnte man nicht viel falsch machen. Aber die Wetterlage kann schneller umschlagen als man glaubt. Und dann sollte man auch einen Regenschirm haben (Anleihen).

      alles gute,
      christian

  • slowxman Jan 23, 2014 @ 17:15

    Würg. 100 BVB Aktien für 850 € gekauft.
    für 252 € verkauft.
    Einmaliger Ausrutscher

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:47

      Das Geld wäre für Stadionkarten besser angelegt gewesen, oder?
      Ich hoffe, der „echten Liebe“ zum BVB hat dieser finanzielle Ausrutscher keinen Abbruch getan… ;-)

  • pikappaesse Jan 23, 2014 @ 16:17

    Der größte Bock? Hmmm..
    Griff ins fallende Messer zu Zeiten des Neuen Marktes oder Kauf von Aktien eines Vermögensverwalters – das muss sich erst noch zeigen.

    Toller Blog!

  • Folio Jan 23, 2014 @ 15:00

    Hallo Holger,

    vielen Dank für den wieder einmal sehr gelungenen Artikel. Zu deiner Frage vom größten Bock:

    Mein größter Fehler war, auf den schnellen Gewinn mit Aktien zu hoffen und auf Tipps von vermeintlichen Börsengurus zu hören. Und dann mit schnellen Trades zu versuchen, die Verluste wieder aufzuholen.

    Der größte Fortschritt in meiner Persönlichkeitsentwicklung in bezug auf Geldanlage war daher, die Coolness zu gewinnen, die Geldanlage wirklich als ultralangfristig zu betrachten. Das richtige einzukaufen und davon auszugehen, dass ich nie wieder verkaufen muss.

    Zum LevDAX: Jetzt habe ich endlich verstanden, wie der Emittent beim LevDAX den Hebel finanziert! Ich wollte schon einen kaufen, aber das lass ich jetzt mal lieber… Danke für die Erklärung :)

    Zum Eigenheim: Ich kann dir nur zustimmen. Ich habe gerade geheiratet und jetzt fragen alle, wann wir uns denn ein Haus kaufen/bauen. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden und sind glücklich damit.

    Wenn ich sehe, wieviel Zeit und Sorgen unsere Freunde darin investieren, bin ich nicht nur froh um das freie Geld, sondern vor allem die viele Zeit, die wir für schöne Dinge übrig haben!

    Viele Grüße,
    Folio

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:44

      Hi Folio,

      ist auch meine Erfahrung: sobald man die Eigenheimfrage abgehakt hat, ist man viel entspannter.

      Man sollte sich zudem von dem Gedanken lösen, dass man es nur im Leben geschafft oder zu etwas gebracht hat, wenn man ein Haus sein Eigen nennen darf. Ist ja durchaus verbreitet, diese merkwürdige Vorstellung…

  • Omar Jan 23, 2014 @ 14:49

    Vielen Dank für diesen Artikel und diesen Blog.

    Als selbstständiger Mittdreißiger finde ich hier gerade eine Fülle an Informationen, die mich zwingendermaßen interessieren müssen (Altersvorsorge, Anlagehorizont etc.).
    Da ich gerade erst begonnen habe den ganzen Investmentkomplex zu durchdringen, bin ich leider noch ziemlich häufig verunsichert.

    Die WiWo schreibt zB aktuell, dass für indexbasierte ETFs der Zug bereits abgefahren sei. Und man soll dem Herdentrieb widerstehen… blabla… Bullen… bla… Bären…bla..

    Ich muss sagen, wenn ich sowas lese, vergeht mir die Lust am Thema.
    Wenigstens ist man inzwischen auch in der sog. Fachpresse dazu übergegangen, auf die Empfehlung der Basis-Rente zu verzichten (den Namen mit Rü… nehme ich nicht mehr in den Mund, ebenso wie den eines gewissen Walter R.).

    Danke für Deine erfrischende Art und weiter so!
    Gruß
    Omar

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:34

      Hallo Omar,

      das ist auch genau der Vorwurf, den ich dem sogenannten „Qualitätsjournalismus“ mache: viele Artikel verunsichern gerade Einsteiger, indem sie suggerieren, dass dringender Handlungsbedarf für irgendwas besteht.

      Man bekommt ständig unter die Nase gerieben, dass man die tolle DAX-Rallye ja längst verpasst hat oder dass „Experte XY“ eine Blase/Trendwende/Kurskorrektur am Horizont sieht.

      Langfristig gesehen ist das irrelevanter Nonsens. Aber was sollen die Finanzjournalisten sonst in die Zeitung schreiben? Außerdem verkauft sich latente Panikmache immer am Besten…

  • Wolfgang Jan 23, 2014 @ 12:05

    Hallo Holger,

    woher kennst Du meine Geschichte ausgerechnet mit der elektr. Pfeffermühle…? GENAU so ist das! Ich habe mind. drei Stück davon…, keine funktioniert mehr… ich werde dem nächsten Angebot widerstehen:-)

    Dein Artikel ist super!

    W.

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:25

      jaja, die legendäre elektrische Pfeffermühle… ;-)

  • Stefan Jan 23, 2014 @ 11:51

    Gerade Punkt 4 ist bei mir zentraler denn je. Meine Freundin möchte gerne ein Eigenheim haben, hat ein bisschen geerbt und will das Geld nicht nur so rumliegen lassen. Das „Problem“ ist, dass diese Summe zwar ein gutes Eigenkapitalpolster ist, aber nicht ausreicht eine Immobilie komplett daraus zu bezahlen. Ich selber stehe der Sache aber eher negativ gegenüber, eben weil ich eine Immobilie als Luxusobjekt sehe und man sich einen Klotz ans Bein bindet, den man so um die 15-20 Jahre mit sich rumträgt.
    Sie wiederum sieht auch, dass sie kaum Zinsen bekommt, will aber nicht in Aktien oder ähnliches investieren.

    Zum „Glück“ sind die Preise in und um Hamburg ziemlich hoch, es wird fast nur noch Schrott angeboten oder eben viel zu teuer, weshalb die Suche erstmal auf Eis liegt.

    Was macht man in so einer Situation? So lange sie „nur“ meine Freundin ist, würde ich quasi Miete bei ihr zahlen, wenn sie gekauft hätte. Fände ich in Ordnung.

    Ich selber investiere valueorientiert in Aktien und baue nach und nach ein Dividendendepot auf.

    • Ute Jan 23, 2014 @ 19:57

      Hi Stefan,
      was aus meiner Erfahrung in so einer Situation helfen kann, falls ihr das noch nicht getan habt, ist sich bei der Bank mal eine Finanzierung rechnen zu lassen und zwar über die komplette Laufzeit und die kompletten voraussichtlichen Kosten. Sprich was kommt unterm Strich zusammen, das öffnet oft die Augen wenn dann bei einer Kreditsumme von 100.000 € als Bsp. inkl. Zinsen 250.000 € zurück bezahlt werden. Summen sind rein fiktiv, aber so ungefähr werden sie zusammen kommen. Der nächste Punkt ist, was wenn Kinder kommen (kenne jetzt eure Situation nicht), ist die Finanzierung dann auch noch zu stemmen. Und was gerne von den Banken vergessen wird, sind die Nebenkosten, und damit meine ich jetzt nicht die Erwerbsnebenkosten, sondern die monatlichen. Die kommen ja zur Rate dazu. Macht man die Rechnung so auf, sind schon manche aufgewacht. Und das ist ja was die Realität ist. Zumal ja noch dazu kommt dass Immobilien einfach immobil machen. Für mich kommt Immobilieneigentum nicht mehr in Frage, zu unflexibel und zu teuer.
      Vielleicht hilft das ja :)
      Grüße Ute

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:24

      Hi Stefan,

      was hat denn deine Freundin gegen Aktien? Kann sie das argumentativ begründen oder ist es nur ein Bauchgefühl?

    • Stefan Jan 30, 2014 @ 13:22

      Hallo Ute und Holger,

      zunächst einmal Schande über mein Haupt ;) Hab hier garnicht aktiv mehr mitgelesen bzw. war lange nicht mehr hier.

      Zu Ute: Also wir beide sind jetzt nicht so unbeschlagen, dass wir ohne jeglichen Finanzierungsplan, Vorstellung der monatlichen Belastung durch die Finanzierung + Nebenkosten an die Sache rangegangen sind. Das hat schon alles Hand und Fuß. Hat meine Freundin aber nicht erschreckt. Aber im Moment suchen wir auch nicht mehr intensiv.

      Zu Holger:

      Meine Freundin kennt sich einfach nicht aus mit Aktien. Ich empfinde es als vernünftig sich dann zunächst nicht auf das Spiel am Aktienmarkt einzulassen. Ich werde auch alles andere tun als Ihr vorschläge zu machen in welche Titel sie eventuell investieren könnte. Die Verantwortung muss sie natürlich selber tragen und hat sich zunächst für den Weg der Immobilie entschieden.

      Wie gesagt aktuell suchen wir nicht mehr aktiv und werden uns in abehbarer Zeit keine Immobilie zulegen.

  • Walter Moers Jan 23, 2014 @ 11:32

    My worst ooops:
    Termingeschäfte mit Weizen :-(
    Üble Nummer …

    • Holger Grethe Jan 23, 2014 @ 21:21

      Weizen? Klingt nach einem grundsoliden Investment ;-)

  • zentrader Jan 23, 2014 @ 9:40

    Holger, danke für diesen ehrlichen und authentischen Artikel…

    Wie heißt es doch so schön:

    „Ein Experte in einem Bereich wird man, in dem man in diesem alle Fehler einmal macht UND aus ihnen lernt“…