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Money Mindset: 11 Eigenschaften erfolgreicher Anleger

Letzte Aktualisierung
7. Jan. 2018

Wenn du in Wertpapiere investieren willst, brauchst du ohne Frage Know-how.

Doch das tollste Fachwissen nützt dir wenig, wenn dafür etwas anderes fehlt:

Die richtige Einstellung.

Denn es gibt eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen und Charaktereigenschaften, die den Erfolg beim Vermögensaufbau begünstigen oder ihn überhaupt erst ermöglichen.

Elf solcher Eigenschaften fasse ich in diesem Artikel unter dem Begriff „Money Mindset“ zusammen.

In welchen Punkten erkennst du dich wieder?

#1 Positive Einstellung

Es hilft in jedem Fall, positiv in die Zukunft zu sehen. Zum einen kommst du so schneller über zwischenzeitliche Rückschläge hinweg.

Zum anderen macht es einfach mehr Spaß, sich auf positive Aspekte wie Zinsen, Dividenden, Zinseszinseffekt, Rendite etc. zu konzentrieren.

Anstatt vor allem über die negativen Seiten wie Steuern, Inflation oder Kursschwankungen zu grübeln.

Es ist allerdings wenig sinnvoll (und sicher ziemlich anstrengend), ausschließlich positiv zu denken.

Denn was das Leben ausmacht, ist Abwechslung: Das Aufeinanderfolgen von Gewinn und Verlust, Erfolg und Misserfolg, Glück und Unglück.

Natürlich sollten die positiven Seiten auf Dauer überwiegen. Aber es braucht ab und zu auch schlechte Zeiten, um die guten überhaupt erst als solche erkennen zu können.

#2 Mut zum Risiko

Es erscheint wie ein Naturgesetz: Rendite ist nichts anderes als das Spiegelbild des Risikos, das mit einer bestimmten Anlageform verbunden ist.

Risikofreie Kapitalanlagen kann und wird es niemals geben. Weil absolute Sicherheit den Ausschluss des Zufalls bedeuten würde.

So funktioniert die Welt aber nicht.

Wenn du beim Investieren Erfolg haben willst, brauchst du also etwas Mut zum Risiko. Aber auch nicht zu viel davon. Jedenfalls nicht so viel, dass Gier die Oberhand gewinnt.

Denn natürlich wirkt die Aussicht auf einen (hohen) Gewinn motivierend. Deshalb solltest du möglichst immer nüchtern überdenken:

Was kann bei diesem Investment schief gehen? Welche Risiken muss ich im Blick haben?

#3 Entscheidungsfreude

Erfolgreiche Menschen kommen schnell zu einer Entscheidung. Und ändern ihre Meinung, wenn überhaupt, nur langsam.

Erfolglose Menschen hingegen entscheiden, wenn überhaupt, nur sehr langsam. Und ändern dafür laufend ihre Meinung.

Es reicht allerdings nicht, nur über Investments nachzudenken.

Irgendwann musst du eine Entscheidung darüber treffen, wie du dein Geld tatsächlich investieren willst. Und zu dieser Entscheidung solltest du dann auch stehen.

Übrigens: Deadlines steigern die Entschlusskraft auf nahezu magische Weise.

Wann immer es darum geht, ein Vorhaben in die Tat umzusetzen, setze dir selbst eine Frist!

#4 Pragmatismus

Pragmatiker sind Menschen, die auch mal „fünf gerade sein lassen“ können. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche und haben es dadurch im Leben einfacher.

Perfektionisten hingegen sind detailverliebte Meister im Planen. Dafür kommen sie nur schwer zu Potte.

Man ist eben nie „fertig“, weiß nie genug, versteht nicht alles bis ins letzte Bißchen.

Perfektionisten macht das wahnsinnig. Denn immer steckt irgendwo noch ein Detail, das man übersehen haben könnte …

Eine Investment-Entscheidung muss aber gar nicht perfekt sein. Es reicht, wenn sie gut genug ist, um damit das selbst gesteckte Ziel zu erreichen.

Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt:

#5 Zielorientierung

In seinem Besteller Denke nach und werde reich stellt der Autor Napoleon Hill fest:

Eine elementares Erfolgsprinzip besteht schlicht darin, zu wissen, was man will.

Klingt simpel.

Aber in Wahrheit lauert für viele Menschen bereits hier die erste große Hürde auf dem Weg zum finanziellen Erfolg.

Es ist nämlich gar nicht so leicht, Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu finden:

Was will ich erreichen? Was ist mein Ziel? Wofür bin ich bereit, mich anzustrengen?

Doch nur wenn du dein Ziel kennst, wirst du dich auf den richtigen Weg machen, um es zu erreichen.

#6 Selbstwirksamkeitserwartung

Eine mit dem Optimismus eng verknüpfte Eigenschaft, ist die sogenannte Selbstwirksamkeitserwartung:

Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung sind davon überzeugt, ihr Schicksal zu einem großen Teil in den eigenen Händen zu halten.

Sie machen nicht äußere Umstände, andere Personen, Zufälle oder pures Glück für den Lauf der Dinge verantwortlich.

Erfolgreiche Menschen setzen alles daran, auf den Verlauf ihres Lebens Einfluss zu nehmen. Indem sie selbständig handeln und Entscheidungen treffen (siehe Punkt 3).

#7 Durchhaltevermögen

Durchhaltevermögen ist ein weiterer, essenzieller Faktor auf dem Weg zum finanziellen Erfolg.

Viele Menschen starten mit großen Ambitionen, lassen aber beim kleinsten Misserfolg ihre Ziele fallen und geben auf.

Die Erfolgreichen hingegen machen immer weiter, allen Widrigkeiten zum Trotz. Bis sie ihr Ziel erreicht haben.

Indem sie sich ihre Wünsche und Ziele immer wieder vor Augen führen, gelingt es ihnen, ihre Willenskraft stetig hoch zu halten.

„Mit Durchhaltevermögen kommt der Erfolg. Es gibt keinen Ersatz für Durchhaltevermögen, sein Mangel kann durch keine andere Eigenschaft kompensiert werden!“
Napoleon Hill

#8 Selbstdisziplin

Selbstdisziplin braucht es vor allem bei der Steuerung des Konsumverhaltens.

Denn wenn immer alles rausgeht, was reinkommt, bleibt nichts zum Investieren übrig. Und dann wird es mit dem Vermögensaufbau logischerweise schwierig.

Mach es dir deshalb zur Gewohnheit, jeden Monat einen gewissen Prozentbetrag deines Einkommens auf die Seite zu packen.

Eine wichtige Regel in diesem Zusammenhang lautet: Spare zuerst und konsumiere dann.

Lege also am Anfang des Monats Geld zurück und gebe dann den Rest aus. Nicht umgekehrt.

#9 Lernbereitschaft

Erfolgreiche Menschen hören niemals damit auf, ihre Fähigkeiten zu erweitern. Ihr Wissensdurst ist nahezu unersättlich.

Auf Basis ihres stetig wachsenden Wissens sowie ihrer Erfahrungen treffen erfolgreiche Investoren mit der Zeit immer bessere Anlageentscheidungen.

Eine Eigenschaft, die mit der Bereitschaft zu lernen einhergeht, ist die Offenheit für Neues:

Erfolgreiche Menschen wissen das Bewährte zu schätzen, lassen sich aber gerne auf neue Dinge ein.

Nur so können sie Chancen entdecken und diese nutzen …

#10 Selbstreflexion

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Fähigkeit zur kritischen Selbstbetrachtung:

Was kann ich und was kann ich nicht? Wo liegen meine Grenzen?

Nur wer in der Lage ist, seine Kompetenzen und Inkompetenzen richtig einzuschätzen, trifft bei der Geldanlage die richtigen Entscheidungen.

Weil er oder sie teure Fehler vermeidet und sich im Zweifel auf die Bescheidenheit besinnt …

Ich weiß, dass ich nicht weiß.
Sokrates

#11 Unangepasstheit

Erfolgreichen Menschen schwimmen häufig gegen den Strom. Sie machen das Verhalten der Masse nicht zum Maßstab für ihr eigenes Handeln.

Insbesondere wer an der Börse Erfolg haben will, muss sich vom Mainstream lossagen.

Zum einen einen von der Mehrheit der Nicht-Aktionäre, die ein Investment in Wertpapiere grundsätzlich für eine dumme Idee halten.

Und zum anderen von der Masse der Investoren, die dem Trend hinterherlaufen und kaufen, wenn alle kaufen. Und verkaufen, wenn alle verkaufen.

Herdentiere haben beim Investieren leider keine guten Karten …

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Autor: Holger Grethe
Holger hat Zendepot Anfang 2013 gegründet und dort als einer der ersten deutschen Blogger regelmäßig über passives Investieren mit ETFs und weitere Finanzthemen informiert. Im Juni 2021 beschloss Holger, das Projekt Zendepot für sich abzuschließen, um sich auf sein Kerngeschäft, die eigene Praxis, zu konzentrieren. Die Beiträge von Holger können jedoch weiterhin im Zendepot-Blog abgerufen werden.
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