Rentenlücke: Wie viel soll man sparen?

Rentenlücke - Wie viel soll man sparen?

Seien wir ehrlich.

Am liebsten würden wir beim Sparen nach dem Prinzip verfahren:

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Denn Sparen bedeutet, weniger Geld auszugeben. Also auf Konsum zu verzichten.

Da braucht es schon einen guten Grund, um den vielfältigen Verlockungen der Überflussgesellschaft standzuhalten.

Und dieser Grund hat einen Namen. Die Rede ist von der Rentenlücke.

Sie ist die Antwort auf die Frage …

Wie viel Geld brauche ich später über die gesetzliche Rente hinaus, um meinen Lebensstandard zu halten?

Was sie nicht verrät:

Wie viel muss ich dafür monatlich sparen?

Genau das erfährst du in diesem Artikel.

Bonus: Lade dir die PDF-Version dieses Artikels runter – gratis! Ideal zum Nachlesen, Ausdrucken und Verschicken an Freunde.

Auch wenn es unverbesserliche Optimisten anders sehen mögen, aber …

Die gesetzliche Rente ist unsicher

Wieviel Vertrauen setzt du darin, später allein mit der gesetzlichen Rente über die Runden zu kommen?

Die folgenden drei Entwicklungen lassen diesbezüglich nicht allzu viel Hoffnung aufkommen:

#1 Der demographische Wandel

Dieser wird in den westlichen Industrienationen bedingt durch zwei Faktoren:

1. die niedrige Geburtenrate (1,5 Geburten pro Frau in Deutschland)

2. die steigende Lebenserwartung (83 Jahre für Frauen, 78 Jahre für Männer)

Beide Faktoren zusammen verändern die Altersstruktur der Bevölkerung über die Zeit.

Die sogenannte Bevölkerungspyramide (mehr Junge als Alte) wird dadurch auf den Kopf gestellt:

Mehr Menschen im Rentenalter sorgen logischerweise dafür, dass …

#2 Die Kosten steigen

Schon heute wird die Rentenkasse massiv aus Steuergeldern bezuschusst. Bald ein Drittel des gesamten Bundeshaushaltes fliesst in die Versorgung der Rentner.

Allein aus den Beiträgen zur Rentenversicherung kann sich das System schon lange nicht mehr finanzieren.

Und die Beitragssätze können auch nicht beliebig angehoben werden.

Weil sie den Faktor Arbeit verteuern und damit direkten Einfluss auf die Einstellungspolitik der Unternehmen haben.

Beide bisher genannten Faktoren führen dazu, dass …

#3 Das Rentenniveau sinkt

Beim Rentenniveau, auch Sicherungsniveau vor Steuern genannt, handelt es sich um eine abstrakte Rechengröße:

Die Standardrente beruht auf einer Modellrechnung: Es ist die Rente, die ein Versicherter bei 45 anrechnungsfähigen Versicherungsjahren erhält, wenn er im Verlauf dieser Zeit ein Entgelt in Höhe des Durchschnittsentgelts aller Versicherten bezogen hat.
Quelle: sozialpolitik-aktuell.de

Das Rentenniveau setzt die Netto-Standardrente vor Steuern in Bezug zum durchschnittlichen Jahresentgelt und wird in Prozent angegeben.

Derzeit beträgt das Rentenniveau 48 Prozent und soll bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent absinken.

Während das Renteneintrittsalter aller Voraussicht nach weiter steigen wird.

Weil es eine der wenigen Stellschrauben ist, um das System weiter auf Kurs zu halten.

Muss man Pessimist sein, um davon auszugehen, dass das Geld später nur für das Nötigste reichen wird?

Es entsteht also eine Differenz zwischen dem, was in der Ruhestandsphase gebraucht und dem, was tatsächlich an Rente gezahlt werden wird:

Die Definition der Rentenlücke

Rentenlücke

Die Kluft zwischen dem heutigen Arbeitseinkommen und der morgen zu erwartenden Rentenzahlung wird auch als Versorgungslücke bezeichnet.

Sogenannte Rentenlückenrechner beziehungsweise Versorgungslückenrechner sollen dabei helfen, die Höhe des Fehlbetrags zu ermitteln.

Der Sinn dahinter:

Wenn die Höhe der Rentenlücke bekannt ist, lässt sich diese durch private Vorsorge, sprich: Vermögensaufbau, schließen.

Die Ergebnisse solcher “Husch die Waldfee”-Kalkulationen sollte man allerdings besser mit Vorsicht genießen, denn …

Rentenlückenrechner sind Kaffeesatzleserei

Ihre Berechnungen basieren auf einer Reihe von Annahmen, die sich “im echten Leben” völlig anders entwickeln können als vorausgesagt:

  • Das derzeitige Arbeitseinkommen (kann sich über die Jahre ändern)
  • Die tatsächliche Höhe der späteren Rente (kann nur geschätzt werden)
  • Die spätere Besteuerung der Rente (kann nicht vorausgesagt werden)
  • Familienstand (wird irgendwann geheiratet, sind Kinder geplant?)
  • Der Lebensstandard (es wird in der Regel davon ausgegangen, dass in der Ruhestandsphase nur noch 80 Prozent vom vorherigen Nettoeinkommen zum Leben benötigt werden)

Und es gibt noch weitere Unbekannte in der Gleichung, die eine zuverlässige Prognose erschweren …

Wann wirst du aufhören zu arbeiten?

Ruhestand

Orientierst du dich dabei am gesetzlichen Renteneintrittsalter von derzeit 67 Jahren oder hast du andere Pläne?

Vielleicht macht dir deine Arbeit ja so viel Spaß, dass du mit 79 noch begeistert dabei bist?

Vielleicht willst du aber schon mit 60 raus aus der Tretmühle Job?

Wie soll man das heute wissen?

Beide Szenarien erfordern in jedem Fall völlig andere Vorsorgeanstrengungen, wie wir später noch sehen werden.

Der nächste Punkt …

Woher weißt du wie lange du lebst?

Statistisch betrachtet hat ein heute 50jähriger Mann noch knapp 30 Lebensjahre vor sich, eine heute 50jährige Frau sogar 34 Jahre:

Statistik: Durchschnittliche weitere Lebenserwartung in Deutschland nach Geschlecht und Altersgruppen laut der Sterbetafel 2010/12 (in Jahren) | Statista
Quelle: Statista

Doch die durchschnittliche Lebenserwartung hilft uns leider nur begrenzt weiter.

Denn genau so wenig wie eine einzelne Frau 1,45 Kinder bekommen kann, wirst auch du nicht durchschnittlich 77,72 (Männer) oder 82,73 (Frauen) Jahre alt.

Sondern vielleicht nur 70 oder auch biblische 102 Jahre.

Wer weiß das schon?

Sterbetafeln mit durchschnittlichen Lebenserwartungen sind Grundlage für die Kalkulation von Versicherungstarifen.

Sie liefern uns aber keine verwertbaren Informationen über unsere individuelle Lebenserwartung.

Verständlicherweise möchten wir alle gerne zu den 50 Prozent gehören, die älter werden als der Durchschnitt …

Halten wir fest:

Wir wissen weder, ab wann wir von unseren Ersparnissen leben werden, noch wie lange diese reichen müssen.

Die nächste große Unbekannte:

Die Inflation

Sie entwertet das Geld Jahr für Jahr und nagt so an unserem Vermögen.

Das Heimtückische daran ist: Es geschieht so langsam, dass wir es kaum bemerken.

Die Höhe der Inflationsrate für die nächsten 20 oder gar 30 Jahre vorauszusagen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Ökonomen gelingen kaum zutreffende Prognosen für die nächsten paar Jahre.

Die Bandbreite der Inflationsrate lag in den letzten 56 Jahren zwischen -1,0 Prozent im Jahr 1986 (de facto Deflation, also Zunahme des Geldwertes) und furchterregenden 7,9 Prozent in 1973.

Mit einer durchschnittlichen Inflationsrate in Höhe von 2-3 Prozent sollte man sicher rechnen.

Hinzu kommt:

Das Leben ist eines der härtesten

Schicksal

Schicksalsschläge wie …

  • Krankheiten
  • Unfälle
  • Berufsunfähigkeit
  • Jobverlust
  • Scheidung
  • Tod des Ehepartners

…haben das Potenzial, jede finanzielle Planung über den Haufen zu werfen.

Gegen manche Lebensrisiken kann man sich zwar versichern, finanziell folgenlos bleiben sie häufig trotzdem nicht.

Spätestens jetzt sollte klar sein …

Wir können nicht auf Punkt und Komma berechnen, wie viel Geld wir später zum Leben brauchen.

Denn eine Vielzahl von Unbekannten lässt Prognosen für die ferne Zukunft zur bloßen Spekulation verkommen.

Wenn die meisten Prognosen aber mehr oder weniger deutlich von der Wirklichkeit abweichen, wovon bei langen Zeiträumen auszugehen ist …

…was sind die Berechnungen dann überhaupt wert?

Warum Zahlen trotzdem helfen

Rentenlücke berechnen

Auch wenn die erwähnten Unbekannten bei allen Berechnungen durch Prognosen ersetzt werden müssen:

Die Rentenlücke vermittelt zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, in welcher Größenordnung sich der finanzielle Bedarf in der Zukunft bewegen wird.

Damit ist allerdings immer noch unklar, wie viel man denn nun (heute) sparen muss?

Denken wir deshalb die Sache vom Ende her und sehen uns an …

Was (vorzeitiger) Ruhestand kostet

Die Sicherung des Lebensstandards im Alter sollte die Pflicht sein.

Den Ruhestand vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter anzutreten die Kür.

Zuerst zur Pflichtaufgabe:

Die Rentenlücke schließen

Bevor du dir über Dinge wie “Rente mit 60” den Kopf zerbrichst, sollte die Versorgungslücke geschlossen sein.

Auch wenn wir diese – wie bereits gesagt – nicht wirklich berechnen, sondern nur ungefähr schätzen können.

Rechnen wir das Ganze einmal beispielhaft durch:

Rentenlücke - Beispiel

Max ist 1980 geboren, seit 2007 berufstätig und verdient 60.000€ brutto pro Jahr. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

Der Versorgungslückenrechner von Biallo liefert auf Basis dieser Eingaben folgende Werte (gerechnet pro Monat):

Nettogehalt: 3.268€
Zu erwartende Rente: 2.260€ Rente (vor Steuern!)
Rentenlücke: 354€

Die Rentenlücke errechnet sich so:
2.614€ (80% vom Nettoeinkommen) – 2.260€ (Rente) = 354€

Woher weiß Max nun, wie viel er heute sparen muss, um später 354 Euro übrig zu haben?

Indem er sich zuerst diese beiden Fragen beantwortet:

#1 Wie lange soll das Vermögen reichen?

Ab Eintritt in den Ruhestand (mit 67) benötigt Max jeden Monat 354 Euro aus seinem angesparten Vermögen.

Berechnung des Vermögens

Würde Max 77 Jahre alt, bräuchte er 42.480 € (354 € * 12 Monate * 10 Jahre).

Bei 87 Jahren wären es 84.960 €, bei 97 Jahren 127.440 €.

Max geht lieber auf Nummer Sicher und rechnet damit, dass er 100 wird. Damit bräuchte er ein Vermögen von 140.184 € (354 € * 12 M * 33 J).

Auf zur nächsten Frage …

#2 Welche Rendite kann mit dem Ersparten erzielt werden?

Jetzt wird es spannend. Denn …

Rendite und Sparrate

Die Rendite auf das angesparte Kapital bestimmt wesentlich über die Höhe der notwendigen Sparrate.

Bei 1 Prozent Rendite in der Ansparphase (nach Abzug aller Kosten, Steuern und Inflation) muss Max monatlich 285 Euro sparen, um sein Ziel zu erreichen.

Bei 4 Prozent Rendite sind es hingegen nur 174 Euro pro Monat.

Es gilt also:

Je höher die Rendite in der Ansparphase ist, desto geringer kann die notwendige Sparrate ausfallen.

Ein guter Teil des Vermögensaufbaus wird nämlich vom Zinseszinseffekt übernommen.

Dieser wirkt sich umso stärker aus, je länger die Laufzeit und je höher die Rendite ist.

Über welche monatliche Sparraten reden wir aber, wenn vorzeitiger Ruhestand das Ziel ist?

Angenommen, Max träumt von der …

Rente mit 60

Rente mit 60

Max möchte also ganze sieben Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter aufhören zu arbeiten.

Das heißt, er muss sieben Jahre überbrücken, in denen er weder ein Arbeitseinkommen noch Rente bezieht.

(Es wird in diesem Beispiel unterstellt, dass Max die gesetzliche Rente erst mit 67 in Anspruch nimmt, um empfindliche Abschläge zu vermeiden)

Welches Kapital ist notwendig, um sich diesen Wunsch zu erfüllen?

Vorzeitiger Ruhestand - Beispiel

Wir erinnern uns:
Max´ Nettogehalt lag bei 3.268€
80% des Nettoeinkommens sind 2.614€

Der Kapitalbedarf liegt demnach bei gut 220.000€ (2.614€ * 12 M * 7 J)

Max hat immerhin 23 Jahre Zeit, das notwendige Kapital anzusparen. Trotzdem sind die notwendigen Sparraten nicht ohne …

Früher in Rente gehen – ein teurer Spaß

Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 4 Prozent (nach Abzug aller Kosten, Steuern und Inflation) müssen dafür monatlich 490 Euro gespart werden.

Zusätzlich zu den 174 Euro, die für die Schließung der Rentenlücke zurückgelegt werden.

Max Sparrate müsste in Summe also 664 Euro betragen, um das Ziel Rente mit 60 erreichen zu können.

Das wären rund 20 Prozent seines Nettoeinkommens.

Nicht eingerechnet ist allerdings der Abschlag bei der Rente, wenn Max zwischen seinem 60. und 67. Lebensjahr keine Beiträge zur Rentenversicherung leistet.

Hier entsteht die nächste Lücke, die mit weiteren Sparanstrengungen geschlossen werden muss …

Mehr Rendite oder mehr sparen

Weniger lustig sähe das Vorhaben bei einer durchschnittlichen Rendite von 1 Prozent in der Ansparphase aus:

Dann wären monatlich happige 994 Euro fällig.

709 Euro für die Finanzierung der Rente mit 60 plus 285 Euro für die Schließung der Rentenlücke.

Das wären schon mehr als 30 Prozent von Max´ Monatseinkommen. Nicht unmöglich, aber sicherlich ambitioniert …

So sparst du richtig

Ziele beim Sparen

Um deine finanziellen Ziele zu erreichen, ist zuerst einmal wichtig, dass du dir überhaupt Ziele setzt.

Die Sicherung des Lebensstandards sollte dabei an erster Stelle stehen.

In zweiter Linie kannst du darüber nachdenken, ob du deinen Job zu einem früheren Zeitpunkt an den Nagel hängst.

In jedem Fall braucht es zwei Voraussetzungen, um erfolgreich Vermögen aufzubauen:

#1 Die Fähigkeit zu sparen

Deine Sparquote sollte mindestens bei 10 Prozent, besser bei 20 Prozent oder mehr liegen – bezogen auf das Nettoeinkommen.

Klingt viel?

Sieh es mal anders herum: Bei einer Sparquote von 20 Prozent kannst du die anderen 80 Prozent deines Einkommens so ausgeben wie du lustig bist.

Wenn du dich damit bisher schwer getan hast …

Sei unbesorgt: Sparen kann man lernen.

Eine ordentliche Sparquote ist aber nur die halbe Miete. Denn es braucht zusätzlich …

#2 Das Know-how wie man Geld gewinnbringend anlegt

Wie wir gesehen haben, hat die Rendite auf das angelegte Kapital einen unmittelbaren Einfluss auf die monatliche Sparrate.

Je höher die Rendite, desto …

  • mehr Vermögen kann gebildet werden, oder
  • je weniger muss für das gleiche Vermögen gespart werden

Du hast die Wahl.

Bei einer Rendite von 1 Prozent pro Jahr müssen ganz andere Summen zurückgelegt werden als bei 3 oder 4 Prozent.

Mehr Rendite heißt selbstverständlich auch mehr Risiko (für kurzfristige Wertschwankungen), was mit zunehmendem Anlagehorizont aber immer unbedeutender wird.

Je nach Aktienquote sind 3-4 Prozent Rendite pro Jahr absolut realistisch.

Wie du mit Indexfonds (ETFs) und einer passiven Anlagestrategie auf einfache Weise Vermögen aufbauen kannst, lernst du in meinem Online-Kurs ZENinvestor.

Die Message dieses Artikels noch einmal in einem Satz:

Spare so viel du kannst, höre nie damit auf und lege dein Geld optimal an.

Dann brauchst du dir über Dinge wie die Versorgungslücke keinen Kopf zu machen. Und hast darüber hinaus gute Chancen, früher in Rente gehen zu können.

Sofern du das später überhaupt willst …

Rentenlücke: Wie viel soll man sparen?
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Wie schwer fällt es dir, zu sparen? Was motiviert dich, was hält dich ab? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals im März 2013 veröffentlicht und ist seitdem komplett überarbeitet und aktualisiert worden.

  • NLPete 29. März 2013, 00:54

    Hallo Holger,

    ein sehr guter Artikel, der die Notwendigkeit zum langfristigen Sparen mit einer adäquaten Rendite gut herausstellt.

    In welcher Höhe (10% oder mehr) gespart und in welche Anlagen investiert wird, ist interessant und wird später bei größeren Summen immer wichtiger.

    Am Wichtigsten finde ich jedoch, dass überhaupt mit dem Sparen begonnen wird.

    Am Besten noch heute und von mir aus zu Beginn auch mit kleineren Beträgen wie von der Tagessparplan-Methode empfohlen.

    Dadurch verbessert sich wie von selbst das Geldbewusstsein und das retikuläre Aktivierungssystem hält dann automatisch Ausschau nach immer besseren Möglichkeiten, das gesparte Geld anzulegen. Und danach, wie man noch mehr sparen kann, sobald man die Erfolge sehen kann.

    Insofern ist der wichtigste Punkt zu Beginn der Leitsatz “the secret of winning is beginning!”.

    Die Rendite kommt dann zu gegebener Zeit an die Reihe und kann mit zunehmender Erfahrung gesteigert werden.

    Wichtig ist vor allem, das Geld verlustsicher anzulegen, denn windige Aktien und/oder Optionen mit hohen Renditenversprechungen und noch höheren Risiken sind weniger geeignet.

    Besonders gut sind zudem Investitionen, bei denen man eine möglichst hohe Verfügungsgewalt über das Investment hat (Immobilien etc.), damit sich nicht ein paar windige Gestalten mit dem Geld aus dem Staub machen können.

    Soweit meine Meinung dazu.
    Bleib dran und schreibe weiter so gute Artikel!

    Viele Grüße
    NLPete

  • Holger Grethe 29. März 2013, 09:38

    Hallo NLPete,

    ganz herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

    Muss mir zwar noch ansehen, was das “retikuläre Aktivierungssystem” ist, aber du hast recht, Erfolgserlebnisse sind wichtig. 😉

    “Wichtig ist vor allem, das Geld verlustsicher anzulegen, denn windige Aktien und/oder Optionen mit hohen Renditenversprechungen und noch höheren Risiken sind weniger geeignet.”

    Da sprichst du zwei Aspekte an, die mir wichtig sind:

    1. Wirklich sicher ist unser Geld nirgends. Absolute Sicherheit ist eine Illusion, die uns umso unglücklicher macht, je mehr wir an sie glauben.

    2. Aktien sind nicht per se “windig” oder unsicher. Es gibt bei der Geldanlage noch andere Risiken als das Wertschwankungsrisiko, das mit der Anlage in Aktien gleichgesetzt wird. Je nach Blickwinkel können Aktien auch sicherer sein als das gute alte Sparbuch (Stichwort Inflation).

    Viele Grüße
    Holger

    • NLPete 3. Juni 2013, 19:30

      Hallo Holger,

      ja, Du hast recht, dass Geldanlagen in Aktien langfristig eine gute Strategie sind, um eventuelle hohe Inflationsraten auszugleichen.

      Dies gilt für alle Investitionen in Sachwerte wie also auch Immobilien etc.

      Denn wenn nominal die Preise steigen, so steigen auch nominal die Erträge und die Mieten aus vermieteten Immobilien.

      Nur sollte man bei Aktien sehr breit streuen und wie Warren Buffett sehr sichere Unternehmen bevorzugen.
      Denn für die Altersvorsorge ist der Kauf von Aktien von Technologiefirmen wenig sinnvoll.
      Dort kommen auf einen Volltreffer unheimlich viele Nieten und Investitionen sind eigentlich nur für Fachleute, Risikokapitalgeber etc. sinnvoll.
      Zumal Technologiefirmen auch gerne mal wieder sang- und klanglos verschwinden, wenn es eine bessere Ersatztechnologie gibt.

      Der Kleinanleger verliert dort in der Regel langfristig eher sein Geld.

      Insofern bin ich ein echter Fan des “slow money”.

      Viele Grüße
      NLPete

  • Jürgen 8. April 2013, 11:14

    Der wichtigste Punkt beim Sparen sollte auch sein, “Je früher um so besser”.
    Ich bin jetzt 40, habe mit 35 ein Haus auf Kredit gekauft und vorher nichts gespart.
    Hätte ich früh genug angefangen und das, was ich jetzt an Kreditraten zahle auf die Seite gelegt, wär ich Schuldenfrei und könnte jedes Jahr einen schönen Urlaub machen. Ach ja, für den Ruhestand würde auch noch mehr überbleiben.

    • Holger Grethe 8. April 2013, 18:30

      Hallo Jürgen,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Du hast absolut recht, die Zeit ist neben der realen (inflationsbereinigten) Rendite DER Faktor bei der Vermögensbildung. Je früher man anfängt, umso weniger aufwendig ist das Ganze.

      Du sprichst auch den Knackpunkt der Eigenheim-Variante an: Schulden. Ich habe einige Freunde/Bekannte, die offen sagen, dass sie ohne das “Zwangssparen” (Hauskredit abbezahlen) vermutlich gar kein Geld zurücklegen würden, da die Verlockung es auszugeben, einfach zu groß sei.

      Ich habe mich gefragt, woran das liegt und schreibe gerade einen Artikel zum Thema “Sparen und Motivation”, der demnächst hier erscheinen wird.

      Viele Grüße
      Holger

  • Alexander Schwarz 8. April 2013, 19:12

    Hallo Holger,

    danke für den Wake-up-Call! 😉

    Mir gefällt deine nüchterne und klare Herangehensweise. – Kann ich gerade bei dem Thema gut gebrauchen und bin gespannt auf die nächsten Artikel. Danke auch an NLPete für die Idee mit der Tagessparplan-Methode. Ich hab mir das Buch gekauft und werde das jetzt mal als Gewohnheit “installieren”.

    LG, Alex

  • John 31. Mai 2013, 00:14

    Ich sehe Sparen und Investieren als eine Art anerzogene Lebenseinstellung. Ich spare bereits, seitdem ich denken kann (also angefangen mit dem Sparen kleiner Geldbeträge, die ich z.B. mal zum Geburtstag bekommen habe; selbst Geld verdient habe ich als Kind ja nicht).

    Mit dem Investieren habe ich aber erst mit ca. 20 Jahren angefangen. Ich folge bzgl. der Sparsumme keinem einheitlichen System. Mal habe ich mehr verdient, mal weniger und danach hat sich meine Sparsumme gerichtet. Ich habe eher eine einfache Heuristik, die besagt, dass ich so viel wie möglich spare, ohne auf spaß- oder zufriedenheitshervorrufende Dinge zu verzichten.

    Das Sparen an sich ist für mich allerdings ebenso eine Freude, jedoch meinte ich im vorherigen Satz andere Freuden als das Sparen selbst. Ich nehme an, dass die Freude am Sparen daher kommt, dass ich es bereits seit meiner Kindheit als positive Lernerfahrung erlebt habe. Nicht zu sparen, kann ich mir – zumindest sofern ich Geld verdiene – momentan gar nicht vorstellen.

    Sofern man so ist wie ich, sollte man allerdings darauf achten, dass die Sparfreude nicht zu Geiz führt.

    • Holger Grethe 31. Mai 2013, 07:40

      Hallo John,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Die Psychologie des Sparens ist ist wirklich interessant und ob es jemandem leicht fällt zu sparen oder nicht, ist sicherlich zu einem guten Teil angeboren und auch anerzogen. Das habe ich in diesem Artikel beschrieben.

      Ich konnte – zur Verzweiflung meiner Eltern – als Kind überhaupt gar nicht sparen, es musste immer alles raus. 😉

      Später fiel es mir immer leichter und stellt seit einigen Jahren kein Problem mehr da. Ich motiviere mich zum Sparen über Ziele, die ich erreichen möchte.

      Für manche ist allerdings schon das Sparen an sich Befriedigung. Wie du schön beschrieben hast, ist in diesen Fällen der Übergang zum (übertriebenen) Geiz allerdings fließend.

  • W.Obermayer 27. Juni 2013, 14:40

    Hallo Holger,
    ich muss Dich zu folgendem Absatz nochmal etwas fragen:
    4.855€ im Monat sind 58.260€ im Jahr. Für 25 Jahre im Ruhestand benötigen wir 1.456.500€ (25 x 58.260€). Da kann einem schon schwindelig werden. Wir ziehen ein Drittel von dieser Summe ab, denn für diesen Anteil soll ja die gesetzliche Rentenversicherung aufkommen. Es bleiben knapp 975.000€, die wir irgendwie “ersparen” müssen.

    Ich glaube, der errechnete Betrag reicht gar nicht, da uns die Inflation ja auch in den 25 Jahren unseres Ruhestandes begleitet. Es sei denn, wir sind damit zufrieden, dass wir im Laufe der Zeit mit weniger Kaufkraft zufrieden sind. Stimmt das, und wenn ja, wie hoch ist dann der anzusparende Betrag, wenn wir auch für die 25 Jahre des Ruhestandes einen Inflationsausgleich haben wollen. Vielen Dank für Deine Antwort und liebe Grüße
    W.Obermayer

    • Holger Grethe 27. Juni 2013, 20:02

      Danke für deine Frage!

      Ich bin bei meinen Berechnungen davon ausgegangen, dass die 975.000€ in der Entsparphase konservativ angelegt werden, so dass zumindest ein Werterhalt für das Kapital erreicht wird. Das hätte ich vielleicht noch schreiben sollen… 😉

      Die Kaufkraft würde ja nur dann abnehmen, wenn die erwirtschaftete Rendite unterhalb der Inflationsrate läge. Solange man den Aktienanteil im Portfolio auch im höheren Alter nicht auf Null fährt, wird man einen Inflationsausgleich wohl immer hinbekommen, denke ich.

  • Henrietta 4. Juli 2013, 10:13

    Hallo,

    jeder hat die Möglichkeit die eigene Investition zu reduzieren indem staatliche und steuerliche Förderungen genutzt werden – wieviel und welche, ist individuell zu klären.
    Gerne stehe ich bei weiteren Fragen zur Verfügung.

    Liebe Grüße,
    Henrietta

    • Holger Grethe 4. Juli 2013, 20:33

      Hallo Henrietta,

      du hast Recht, steuerliche Förderungen können sich unter Umständen rechnen. Allerdings bin ich der Meinung, dass steuerliche Gesichtspunkte bei der Auswahl von Kapitalanlagen keine führende Rolle spielen sollten.

      Dafür ist mir die Steuergesetzgebung einfach zu unberechenbar. Was sich heute rechnet, kann nach der nächsten Wahl schon ganz anders aussehen.

      Spannender finde ich die Frage, welche Kosten mit dem jeweiligen Anlageprodukt verbunden sind, mit dem ich in den Genuss staatlicher Förderungen kommen will.

      Deiner E-Mail-Adresse entnehme ich, dass du für einen großen Finanzdienstleister arbeitest, der bekanntermaßen als Strukturvertrieb organisiert ist.

      Wie sieht es mit der Kostentransparenz für Eure Kunden aus? Werden alle Provisionen vor Abschluss offengelegt oder belasst Ihr es dabei, vor allem auf die potenzielle Steuerersparnis hinzuweisen, um den Kunden Riester und Co schmackhaft zu machen? 😉

      Viele Grüße
      Holger

  • Dani 25. Juli 2013, 13:22

    Ich bin erschrocken!! Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro, bei geringer Rendite, ca. 1.300 Euro monatlich zu sparen. Das ist doch utopisch! Und selbst bei einer völlig unrealistischen Rendite von 8% monatlich ca. 700 Euro zu sparen, ist auch kaum machbar, wenn man bisher kein Vermögen, keine Immobilie hat, sprich vielleicht auch noch in einer Metropolregion enorme Mieten bezahlen muss….Da bleibt eigentlich nur, sich auf kommende Verarmung und arbeiten bis “man umfällt” (wenn man gern arbeitet, nicht so schlimm) einzustellen….

    • Holger Grethe 25. Juli 2013, 16:30

      Hallo Dani,

      ja, diese Zahlen sind erschreckend. Und du hast Recht: wer nicht erbt und beim Vermögen bei Null startet, muss eigentlich Spitzenverdiener sein UND ordentlich sparen und anlegen, damit über die Jahre nennenswert etwas zusammenkommt.

      Aber was ist die Alternative? Gar nicht sparen/anlegen und sich auf die staatliche Grundsicherung im Alter verlassen?

      Wie ich im heutigen Artikel geschrieben habe, ist wohl am sinnvollsten möglichst einer Arbeit nachzugehen, die Spass macht und gleichzeitig das Optimum aus seinen Ersparnissen zu machen.

      Das bedeutet vor allem, dass man bei Vorsorgeprodukten so wenig Geld wie möglich für Provisionen und andere Gebühren verlieren sollte. Wer sich auf Banken und Provisionsberater/-verkäufer verlässt, bekommt aber genau solche Produkte angeboten.

      Besser, man kümmert sich selber…

  • Norbert 9. August 2013, 11:52

    Hallo Holger,
    erst heute habe ich den Artikel gefunden, der als zukunftsträchtiger gilt, als jede Vorhersage.
    Vorab. Ich finde diese Darstellung super.

    Doch was ist Zukunft?
    Was ist, wenn das Szenario von Zypern, die Banken schließen, auch hier praktiziert wird?
    Woher weiß ich wie lange ich hier sein kann oder darf?
    Ja, alles nur Konzepte.
    Die Menschen benötigen Hilfen und Aussichten. Aber wie lange kann das noch gehen? Wer weiß! 🙂

    Der Satz von Dir gefällt mir am besten:
    Besser, man kümmert sich selber…
    …um sich selbst und um sein Selbst!

    VG
    Norbert

    • Holger Grethe 9. August 2013, 15:34

      Hallo Norbert,

      Sorgen um die finanzielle Zukunft sind verständlich, insbesondere in Zeiten einer noch längst nicht ausgestandenen Finanzkrise.

      Historisch betrachtet sind Banken- und Staatsschuldenkrisen zwar grundsätzlich nichts Neues, wohl aber in diesem besonderen Setting der Europäischen Währungsunion.

      Nur, was hilft´s? Wir können den Lauf der Geschichte nicht ändern. Wir können aber Einfluss nehmen auf die Dinge, die in unserem Kontroll- und Verantwortungsbereich liegen. Zum Beispiel, wie viel Geld wir zurücklegen und wie wir es anlegen.

      Über alles andere versuche ich mir möglichst keinen Kopf zu machen und denke: wird schon schief gehen 😉

  • Turing 8. Januar 2014, 15:20

    Ich jungen Jahren sollte man so viel wie möglich sparen. Noch fallen die Konsumwünsche gering aus, Kinder sind noch nicht da und außerdem profitiert man selbst am meisten vom Sparen.

    Sparen heißt für mich nicht, Ausgabe zu senken. Sparen heißt für mich, Konsumausgaben zu senken. Darunter muss noch nicht einmal die Lebensqualität leiden. Die Lebensqualität steigt doch nicht, wenn ich bei geöffnetem Fenster verschwenderisch heize.

    Mein Leitsatz: Sparen muss man immer. Man muss stetig nach Einsparungspotential suchen und bewerten und eventuell nutzen.

  • Daniel 23. Januar 2014, 14:46

    Ich glaube da ist ein Fehler:
    “Dank der Inflation werden in 30 Jahren aus den 2.000€ stolze 4.855€ pro Monat, die wir benötigen, um unseren Lebensstandard zu halten.”

    Nicht ganz. Wenn wir von den 2000 € monatlich z.B. 800 € sparen, brauchen wir ja auch nur monatlich 1200 € (Inflation eingerechnet 2913 €) im Alter, um den Lebensstandard zu halten, da wir im Alter ja nicht mehr sparen müssen!

    Richtig? Das würde das ganze dann etwas entspannen.

    • Holger Grethe 23. Januar 2014, 22:18

      Ja und nein. Die 2.000€ waren als Lebenshaltungskosten gedacht, exklusive der Sparrate zur Vermögensbildung. Ich gebe dir Recht, dass das etwas missverständlich formuliert ist.

      Statt “Wir haben heute 2.000€ netto pro Monat zur Verfügung” sollte es besser heißen: “Wir benötigen heute 2.000€ zur Deckung unserer Lebenshaltungskosten. Hinzu kommen Aufwendungen für die Altersvorsorge”

    • Denise Linzer 14. Juni 2015, 19:25

      Hallo Holger,
      ich habe versucht deine Rechnung mit dem Kommentar von Daniel zu verbinden.
      Dabei bin ich auf folgende Rechnung für mich gekommen:

      Wenn ich von meinem aktuellen Gehalt 500 € monatlich spare, hätte ich noch 1.170 € zur Verfügung.
      In 38 Jahre plane ich in Rente zu gehen und würde dann 3.597,50 € monatlich benötigen.
      25 Jahre möchte ich dann davon noch leben können. Ich benötige dafür insgesamt 719.500 € (43.170 € jährlich x 25 Jahre = 1.079.250 € – 1/3 Rente von 359.750 €).
      Zurückgerechnet auf die Sparrate müsste ich dann sogar nur 352,66 € monatlich sparen.

      Lieber Holger, passt meine Rechnung so?
      Müsste ich also im ersten Jahr monatlich 352,66 € sparen, im zweiten 363,24 €, im dritten 374,14 €, usw.?
      (Das hätte zur Folge, dass ich zur Altersvorsorge die genannten 352,66 € aufwenden würde. Fürs “Minisparen” für Urlaub und co. wären dann monatlich noch 147,34 € (aufgerundet auf die genannten 500 €) drin.)

      Vielen Dank für deine Hilfe, die du uns allen hier bietest!
      Denise

    • Holger Grethe 14. Juni 2015, 22:04

      Hallo Denise,

      deine Rechnung ist, soweit ich das nachvollziehen kann, richtig.

      Aber: die monatliche Sparrate von 352€ gilt bei einer durchschnittlichen Rendite auf dein Kapital von 5 Prozent pro Jahr. Um diese Rendite zu erreichen, müsstest du mehr oder weniger zu 100% auf die Anlageklasse Aktien setzen.

      Dagegen spricht grundsätzlich überhaupt nichts, da du ja mit 38 Jahren einen sehr langen Anlagehorizont hast. Du solltest dich nur darauf gefasst machen, dass du in diesen 38 Jahren den einen oder anderen “Weltuntergang” (Börsencrash) miterleben wirst. Ist kein echtes Problem, muss man aber wissen 😉

      LG
      Holger

  • Lothar 28. März 2014, 00:11

    Ich kann ja gut verstehen, dass viele frustriert sind, ob der hohen Summen, die es braucht im Alter abgesichert zu sein. Der Schock kommt von der Rechenmethode. In der Zinsrechnung ist die Grundrechenart die Exponentialrechnung. Dafür haben wir kein Gefühl (Schätzungen liegen regelmäßig daneben).

    Wie immer ist aber auch hier das Glas je nach Betrachtung halb leer oder halb voll. Schlägt man den eigenen Schweinehund und beginnt früh zu sparen und schlägt man zudem die Inflation gibt das auch gigantische Chancen!!!!!

    Schlüssel sind: Die Motivation früh mit dem Sparen zu beginnen und Sachwert-orientierte Anlage (also mehr Investieren als Geld verleihen).

    Drei kleine Tricks, die mir geholfen haben:
    1. Gehaltserhöhungen nutzen:
    Jede Gehaltserhöhung bietet die Chance mehr zu sparen, ohne auf den bisherigen Lebensstandard zu verzichten. Wer Gehaltserhöhungen einfach so “durchrauschen” lässt, der wird rückblickend feststellen, dass er die ganze schöne Gehaltserhöhung wie selbstverständlich verjubelt hat. Das geht ganz automatisch, was auf dem Konto ist wird auch ausgegeben. Man gewöhnt sich ja so schnell dran. Also einen Teil sparen – ganz bewusst!

    2. Das gute alte “Ultimo”-Sparen hilft. Das ist ein Dauerauftrag bei der Bank, alles was am Monatsultimo noch auf dem Konto ist, wird auf das Sparkonto umgebucht und ist erst mal aus dem Blick.

    3. Bewusstes Ausgeben: Ich habe mir angewöhnt meine Ausgaben mit anderen Augen zu sehen. Teuer ist nicht das, was viel kostet, sondern das, was ich nicht oder selten brauche: Das Kleid oder der Pulli, den ich 1x anhabe ist “verdammt teuer”. Der PC, der Fernseher, der Kochtopf, die ich jeden Tag brauche sind umgerechnet auf Preis pro Nutzung dagegen “spott billig”.

    Als gelernter Finanzplaner noch ein Hinweis: Da das Planen über lange Zeiträume so schwierig ist, sollte man es regelmäßig wiederholen, denn jedes Jahr kommt man dem Ziel ein Stück näher und die Rechnung wird realistischer.

    Außerdem planen wir immer linear (also in einer Linie z.B. 3% p.a. Inflation die nächsten 30 Jahre – im Durchschnitt), das Leben ist jedoch volatil, dass heißt die Wellen sind mal hoch und mal niedrig. Da heißt es, am Ball bleiben!

    • Holger Grethe 29. März 2014, 10:40

      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar, Lothar. Da stecken viele wertvolle Gedanken drin!

  • ute 28. Juni 2014, 10:16

    hallo holger,

    ganz ganz großartig!
    die übersicht, nach der ich ewig gesucht hatte.
    und am ende das gute gefühl, es selber eigentlich ziemlich richtig zu machen…
    danke und werd bloß nicht müde beim schreiben 😉

    ute

    • Holger Grethe 28. Juni 2014, 15:00

      Hallo Ute,

      danke für deinen Zuspruch. Keine Sorge, noch bin ich nicht schreibmüde 😉

  • Ralf 17. August 2014, 18:57

    Hallo Holger,

    Bin durch Zufall auf dieser Seite gelandet.
    Muss gestehen ich habe mir bisher nie wirklich Gedanken gemacht was das Alter und den Lebensstandard angeht, weil ich immer denke “…wird schon werden…”

    Habe bisher auch nie wirklich Geld an Seite gelegt für schlechte Zeiten. Bin jetzt 30 Jahre jung.

    Mein Gehalt liegt bei rund 1300,- netto, hinzu kommen noch monatlich ca. 300 – 400€.

    Ich war jetzt vor ca zwei Monaten bei meiner Bank und ein Berater meinte ob ich nicht mal Lust und Zeit hätte mich dem Thema Altersvorsorge zu widmen. Um es kurz zu machen, ich zahle jetzt jeden Monat 100€ in einen Bausparvertrag ein, für die nächsten 8 Jahre. Hinzu kommt die Rieste Rente mit 120€ monatlich.

    Allerdings sehe ich das auch ein bisschen anders. Ich plane keine Familie zu gründen, geschweige denn ein Eigenheim zu bauen. Führen tue ich ein sehr minimalistisches Leben und kaufe mir nur das nötigste, ich bezweifle das sich das jemals ändern wird.

    Was mich allerdings interessiert wäre deine Meinung dazu, da ich in diesem oder einen anderen Artikel gelesen habe das die Riester Rente nicht so die beste Methode sein soll.

    Meine Ziele sind eigentlich kurzfristig möglichst viel Geld zu sparen. Ich Handhabe es so das ich immer möglichst viel und schnell spare, meinen Job für mehrere Monate an den Nagel hänge um durch die Welt zu tingeln.

    Ich bin mir bewusst darüber das das sicher nicht jedermanns Sache ist und viele das sicher auch nicht nachvollziehen können, hoffe aber mal auf ein paar Tipps von dir, da ich denke das ich mit der Riester Rente total falsch beraten worden bin, da die ja die meiste Zeit eh ruht wenn ich nicht in Deutschland am arbeiten bin. Ist es sinnvoller Geld einfach so auf dem Konto zu sparen? Oder hast du noch andere Ideen? Bin was das Thema Vorsorge angeht eine absolute Null, werde mir jetzt erstmal deine Seite hier weiter vornehmen

    • Holger Grethe 17. August 2014, 22:49

      Hallo Ralf,

      sortieren wir mal: Du willst einerseits Geld kurz- bis mittelfristig sparen, um damit Reisen finanzieren zu können, richtig? In Sachen Altersvorsorge hat dir dein Bankberater einen Bausparvertrag verkauft, obwohl du nicht vor hast, Wohneigentum zu erwerben…Was soll man dazu sagen!? 😉

      Dann hast du noch eine Riester-Rente, in die du nur mit Unterbrechungen einzahlst, weil du nur phasenweise angestellt bist. Dementsprechend wird es wohl auch bei der staatlichen Förderung des Vertrages Abzüge geben. Also langfristig gesehen sicher keine optimale Lösung.

      “Ist es sinnvoller Geld einfach so auf dem Konto zu sparen? Oder hast du noch andere Ideen?”

      Ja, habe ich! 😉 Langfristig wärst du mit einem Wertpapierportfolio sicherlich besser bedient.

      Zum einen könntest du damit einiges an Produkt- bzw. Vertriebskosten sparen, die den Bausparvertrag und die Riester-Rente belasten. Zum anderen wärst du damit deutlich flexibler als mit lang laufenden Sparverträgen.

      Ob das was für dich ist, kannst du auf diesen beiden Themenseiten herausfinden:
      https://zendepot.de/passiv-investieren/
      https://zendepot.de/warum-sparen-und-anlegen/

      Viele Grüße
      Holger

  • toni 26. September 2014, 23:08

    Hey Holger, habe dein Artikel mit Spannung gelesen.
    Echt auch mit den Kommentaren ein interessanter Einblick.
    Ich selber komme aus einer SparerFamilie und bin mit meinen relativ jungen 27 Jahren schon laenger an dem Thema optimales Sparen gestolpert.

    Ich bin Beamter und aus vieler Sicht abgesichert im Alter. Jedoch bekommen auch Beamte zurzeit nur noch 71% ihres letzten Bruttoeinkommens. Tendenz sinkend.

    Nun schaffe ich es jeden Monat 350 Euro in eine Art Ruhestandtskonto anzulegen. Welches ich jeden Monat kuendigungen kann.

    Insgesmat komme ich auf ca 600 bis 700 Euro die ich sparen kann. Aber wie ich damit je nen normalen Mittel klasse Bmw und nen Haus abbezahlen soll. Keine Ahnung.

    Ich habe das Gefühl , die Gesellschaft will das wir uns Verschulden mit autokredit etc. Wer kann sich ein Auto fuer 50000 ts kaufen?
    Die Tendentz ist erschreckend. Viele leben nur noch im Dispo und es ist ihnen egal, denn es sind nur zahlen.

    Der Sparwille und die Möglichkeit finanziell zu sparen geht jeden Tag in unsere Gesellschaft weiter auseinander.

    Konsum Konsum…Kinder wissen teilweise nicht was 10 € wirklich wert sind und was man dafuer machen muss.

  • Marco 1. Dezember 2014, 19:29

    Hallo Holger,

    einen super Blog und Podcast hast Du hier in den letzten Monaten auf die Beine gestellt – Hut ab! Als Student vertreibe ich mir gerne auf diversen Finanz-Blogs meine freie Zeit. Ich bin schon länger auf Deinen Seiten unterwegs und lausche in meinen Freitags- und Sonntags-Pendlerbahnen mit großem Vergnügen und Interesse Deinem Poscast. Vielen Dank an dieser Stelle für all Deine zahlreichen und vor allem wertvollen Tipps zur Geldanlage sowie Deinen Gedankenantreibenden philosophischen Ausführungen.

    Bei diesem Artikel ist mir eine kleine Frage in den Sinn gekommen: Müsste bei einer Spardauer von 35 Jahren nicht auch der Vermögensbedarf für die 35 Jahre neu berechnet werden? Heißt, für die zusätzlichen 5 Jahre ebenfalls die 3% Inflationsrate mit einbezogen werden, sodass man einen Vermögensbedarf von 1.125.544€ erreicht und somit bei einer jährlichen Rendite von 2% nicht auf eine monatliche Sparrate von 987€, sondern auf 1.140€ kommt? Ist mir hier ein Denkfehler unterlaufen oder wolltest Du lediglich aufzeigen, dass man sich darüber Gedanken machen sollte, nicht erst in 5 Jahren mit dem Anlegen anzufangen, sondern am Besten sofort?

    Vielen Dank schonmal für Deine Antwort!

    Besten Gruß,
    Marco

    • Holger Grethe 2. Dezember 2014, 15:09

      Hallo Marco,

      vielen Dank für deine lobenden Worte!

      Der Vermögensbedarf bemisst sich an der (geschätzten) Länge der Entspar– bzw. Ruhestandsphase. Die Länge der Ansparphase wiederum wirkt sich auf die Höhe der Monatsraten aus, um das angestrebte Vermögen in der vorgegebenen Zeit zu erreichen.

      Und ja, wenn möglich, sollte man früh mit dem Sparen beginnen, um den Zinsezinseffekt maximal zu nutzen.

  • Johannes W. 25. Juli 2015, 15:22

    Was die Finanzberater gerne machen ist die Rentenlücke berechnen nach dem motto:

    netto heute * Inflation – gesetzl. rente= rentenlücke
    allein um den lebensstandart zu halten.
    hierbei kommen die größten beträge raus, der finanziell ungebildete staunt nicht schlecht und zahlt über 500 euro in einen rentenvertrag ein.

    Doch entspricht unser lebensstandart heute wirklich unserem netto?
    Im Alter müssen wir nicht mehr Kinder versorgen, (im studium gerne mal 1000€ im monat mit allem drum und dran) und auch die wohn-frage sollte zur einen oder anderen seite hin geklärt sein. Entweder man sitz im Haus und muss “nur noch” betrag X für reperaturen etc einberechnen oder man zieht im alter in eine kleinere wohnung, da man die mit 2 kinderzimmer einfach nicht mehr braucht.
    Zudem gibt es viele dinge die wir uns bis dahin “angeschafft” haben und nun nicht mehr kaufen müssen. z.b. Möbel, Küchen, all sowas.
    Hinzu kommt das wir im Alter ja nicht mehr für das Alter vorsorgen müssen.

    So ist es vollkommen überzogen, dass man zum halten des lebensstandarts sein netto gehalt von mit 40-50j haben muss, wenn die Ausgaben, die den lebensstandart überhaupt nicht erhöhen, am höchsten sind.

    In den augen der finanzindustrie kann die rentenlücke nie groß genug sein !

  • Jan 12. November 2015, 11:55

    Hallo,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Momentan sieht bei mir alles rosig aus. Ich bin jung, verdiene gut und habe meinen Lebensstandard seit Studienende nur minimal hochgeschraubt. Ich kann also jeden Monat gut etwas zurücklegen. Wenn ich von meiner momentanen Sparrate von über 50% meines Einkommens ausgehe sieht auch die Zukunft suoper aus. Wäre da nicht die Unsicherheit. Was ist mit Familie usw.? Höchstwahrscheinlich kann die Sparquote irgendwann nicht mehr aufrecht erhalten werden. Kinder an sich kosten Geld und wenn die Frau zweitweise zu Hause bleibt sinkt das Familieneinkommen ebenfalls.
    Mein größtes Problem mit allen Rechnungen ist immer die Unsicherheit.

    VG
    Jan

    • Holger Grethe 13. November 2015, 17:36

      Das größte Problem ist immer die Unsicherheit 😉

      John Lennon hat einmal gesagt: “Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.

  • Ex-Studentin 20. März 2016, 19:12

    Leider realistische Anahmen. Deswegen denke ich, dass es das Ziel sein sollte, sich keinen ausschweifendes Lebenstil anzueignen. Schade, dass manche zum Schluss kommen, dass Kinder nicht in die Lebensplanung passen. Ohne Kinder gibt es auch immer weniger Rentenzahler. Außerdem hat man jemanden im Alter, der einen unterstützt. In Ländern ohne ausgeprägtes Sozialsystem sind Kinder normalerweise die beste Altersvorsorge.

  • Alejandro 24. März 2016, 19:24

    Struktur ist das A & O. Die 5 existentiellen Risiken: Kranken-, Pflege, Haftung, Einkommenssicherung (BU/KT bzw KG) absichern und als Orientierung die 1/3 Regelung anwenden:
    vom Netto 1/3 für Wohnen, 1/3 Lebenshaktung, 1/3 Sparen. Von diesem 1/3 auf kurzfristige (Liquidität), mittelfristig (Investition) und langfristig (Altersvorsorge) verteilen. Ziele setzen, quantifizieren und ANFANGEN diese zu besparen, auch wenn es symbolisch ist. Keine Position darf auf Null sein! Sobald man die grundlegenden Strukturen gesetzt hat, kann man diese nach eigenen Prioritäten gewichten. Von den Investments her, gilt der gleiche Grundsatz: Diversifikation!
    Saludos Alejandro

  • Boris 20. Juni 2016, 20:01

    Hallo,

    Woher kommt die Annahme einer Inflation von im Schnitt 3%? Das scheint mir etwas hoch gegriffen. Bei im Schnitt 2 % würde ich deiner Rechnung folgend im 30 Jahren ca 3625 EUR benötigen, ergo bereits gut 1200 EUR im Monat weniger.

    Allgemeine Anmerkung noch zum Thema Altervorsorge. Aufgrund meines persönlichen Erfahrungen habe ich den Eindruck, dass die meisten Menschen es nicht schaffen, im Alter zu entsparen, was psychologisch ja auch erklärbar ist. Wenn ich mein ganzes Leben gespart habe, fällt es schwer im Alter nichts mehr zur Seite zu legen.

  • Jakob 26. Juni 2016, 16:06

    Hallo,

    danke für tollen Beitrag und eine etwas differenzierte Alternative zur Berechnung der Versorgungslücke im Alter!

    Wenn wir unter den getroffenen Annahmen innerhalb von 30 Jahren mit einer durchschnittlichen Rendite von 5% p.a. 975.000€ Kapital ansparen, dann bedeutet das natürlich, dass in etwa 35% der Sparleistung, ca. 340.000€ in den letzten 5 Jahren vor allem durch den Zinses-Zins-Effekt entstehen. Sollte in den letzten Jahren der Ansparphase das Portfolio nicht überwiegend konservativ, also risikoarm gestaltet werden? Wenn dies so ist, wäre es dann nicht realistischer eine, zumindest in der zweiten Hälfte der Ansparphase, moderat abnehmende Rendite zu unterstellen? Senken wir die Rendite also moderat Jahr für Jahr z.B. fiktiv im letzten Drittel der Ansparphase, da wir in risikoärmere Anlageklassen umschichten, so entstehen nochmals zusätzliche Kosten und unser Wunschkapital von 975’€ rückt unter anderem durch die geringeren Renditen in weite Ferne. Gerade bei der Gestaltung einer Altersvorsorge ist ein realistisches und gut geplantes Ablaufmanagement mit das wichtigste. Kann man dies einem Laien auf eigene Faust zumuten oder entpuppt sich das Ganze letztendlich doch als sehr komplexes und schwieriges Thema? Wie entwickelt sich die Fiskalpolitik bzgl. der Kapitalertragssteuer? Könnten Kapitalerträge schon bald mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern sein? Welche Auswirkungen hat dies auf meine zu erreichende Nettorendite?
    Vielleicht ist gerade für Menschen die nicht viel mit diesem Thema zu tun haben, eine Diversifikation nicht nur durch unterschiedliche Anlageklassen, sondern vor allem auch durch unterschiedliche Anlageprodukte empfehlenswert? Eine reine Altersvorsorge durch Geldanlage am Kapitalmarkt deckt weder biometrische Risiken ab, noch gibt sie mir die Möglichkeit auf Garantien, Steuerstundungseffekte oder zB das Halbeinkünfteverfahren einer klassischen privaten Vorsorge. Warum nicht eine Kombination aus beidem?

    Trotz der schwierigen Zins-Situation sollte denke ich jeder Mensch in seiner Altersvorsorge eine solide Basis aufbauen. Dies ist zum Beispiel durch eine lebenslange garantierte monatliche Rente aus einer klassischen Altersvorsorge möglich. Steht diese Basis und das Sparpotential erlaubt Investitionen am Kapitalmarkt, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen – auch beim Laien nicht!

    Beste Grüße
    Jakob

  • AW 3. Juli 2016, 11:21

    Hallo,

    ich habe gerade Ihre Ausführung überflogen und habe eine Frage.

    Wenn man davon ausgeht, dass man momentan 2.000€ verdient und davon z.B. 1000€ sparen muss um später seinen Standard halten zu können. Kann dann wirklich davon ausgegangen werden, dass man einen Standard von 2.000€ nach 30 Jahren weiter halten muss? Denn mein jetziger Standard verringert sich ja durch das Sparen auf 1.000€/Monat. Dann braucht man doch keine 4.855€ monatlich in 30 Jahren sondern nur 2.427 € Euro um sein Lebensstandard von jetzigen 1.000€ beibehalten zu können? (weiter sparen möchte ich ja schließlich nicht, wenn ich 60 bin)

    • Holger Grethe 4. Juli 2016, 21:14
    • AW 16. Juli 2016, 19:33

      Danke für die Verlinkung. Jedoch sind aus meiner Sicht auch diese Lebenserhaltungskosten anzupassen, da ich finde, dass die Altersvorsorge nicht mehr einberechnet werden sollte. Das sind doch wirklich Ausgaben die wegfallen müssen, anders als Miete/Essen etc.

      Dennoch ist das eine tolle Seite auf der man einige Anregungen finden kann!

  • Christian 8. Februar 2017, 01:04

    Hi,
    toller Beitrag der aufzeigt, dass man besser früh als spät mit dem sparen und investieren anfängt und der mir wieder mal bestätigt hat, dass es für mich die richtige Entscheidung ist, so zu kalkulieren, dass ich gar keine Rente mehr bekomme und vollständig auf mich selbst gestellt bin. So kann ich falls es in gut 40 Jahren noch so etwas wie eine Rente gibt, dies als Bonus ansehen.
    Ein kleiner Schnitzer hat sich bei dir beim Durchschnitt eingeschlichen. 😉 Ansonsten aber ein schöner Artikel. Auch wenn er aufzeigt, dass es ziemlich schwierig wird frühzeitig finanziell frei zu werden, motiviert mich das nur umso mehr 😀
    Viele Grüße
    Christian

  • Bankenmärchen 8. Februar 2017, 07:07

    Ein schöner Artikel und ein sehr guter Aufbau. Was ich bei meinen Lesern festgestellt habe ist, dass trotz allen Argumenten die Angst vor dem Schritt an die Börse groß ist. “Das Geld könnte weg sein.” “Man muss wieder ganz von vorn beginnen mit dem Sparen.” “Das ist alles nicht so sicher.” “Ich verstehe nicht wie das da funktioniert.” Auch wenn alle Fakten dagegen sprechen, zögern tatsächlich sehr viele. Vlt. wäre dieses Thema auch nochmal ein Artikel wert… 🙂

  • Christian 8. Februar 2017, 15:15

    Hi,
    ein toller Beitrag der aufzeigt, dass man besser früh als spät mit dem Sparen und Investieren beginnen sollte. Da es bis zu meinem Renteneintritt noch über 40 Jahre sind, gehe ich in meinen Kalkulationen immer davon aus, dass ich einmal gar keine Rente mehr beziehen werde. Alles was man vielleicht doch noch erhält, sehe ich dann als Bonus. Ich verlasse mich aber lieber auf mich selbst und versuche selbstständig vorzusorgen.
    Ein kleiner Schnitzer hat sich bei dir beim Durchschnitt eingeschlichen:
    “Verständlicherweise möchten wir alle gerne zu den 50 Prozent gehören, die älter werden als der Durchschnitt” Das wäre der Median gewesen 😉 Trotzdem gefällt mir der Artikel sehr gut. Auch wenn daraus hervorgeht, dass es ziemlich schwer wird die finanzielle Freiheit zu erreichen, so motiviert mich das nur umso mehr.
    Viele Grüße
    Christian

  • Ferhat 9. Februar 2017, 12:08

    Hi,

    Danke für den tollen Artikel! 🙂

    Ich muss zugeben, dass ich sehr selten über die Rente nachdenke. Normalerweise wäre das absolut fahrlässig. Ich habe das Glück, dass ich auch so gerne investiere und damit das Problem quasi umgehe. Ich weiß aber, dass für die meisten Menschen das nicht zutrifft. Dein Artikel passt da perfekt!

    Ich muss zugeben, dass ich deinen Blog erst vor kurzem gefunden habe, werde aber ab jetzt häufiger vorbeischauen. 😉

    Alles Gute und frohes Sparen,

    Ferhat von http://weniger-schlecht-investieren.de/

  • Chris 14. Februar 2017, 09:18

    https://www.youtube.com/watch?v=ofn3hRhI7pM

    Lohnt sich mal anzugucken.

    Vorsorgen muss man natürlich trotzdem. Was bleibt einem sonst übrig.
    Trotzdem sind die Gründe für die Rentenlücke im Artikel meiner Ansicht nach nicht die wahren Gründe.

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