In Aktien investieren: 15 Fehler die du vermeiden solltest

In Aktien investieren - 15 Fehler die du vermeiden solltest

Ist in Aktien investieren kompliziert?

Nicht wirklich.

Diszipliniertes Sparen und die Bereitschaft, sein Geld langfristig zu investieren, machen bereits den Großteil des Erfolgs aus.

Es gibt allerdings auch ein paar Dinge, die man beim Investieren in Aktien suboptimal – um nicht zu sagen falsch – machen kann.

Diese 15 Don´ts fallen mir auf Anhieb ein:

DIESEN ARTIKEL ALS PODCAST HÖREN

1. Vergiss nicht, dass Chance und Risiko zusammengehören

Und zwar unzertrennlich. Es gibt keine risikolose Geldanlage und damit auch keine Gewinnchance ohne Verlustrisiko.

Je höher die zu erwartende Rendite, desto riskanter ist das jeweilige Anlageobjekt. Das gilt auch und gerade für Aktien.

2. Investiere nicht zu 100 Prozent in Aktien – oder zu 100 Prozent in Anleihen

Extreme sind ja selten eine gute Idee. Wenn es dich nicht völlig kalt lässt, dass sich dein Aktiendepot zwischendurch mal im Wert halbiert, dann stecke zumindest 10, 20 oder 30 Prozent in Anleihen (oder alternativ ein Tagesgeldkonto).

Umgekehrt gilt: nur mit Anleihen ziehst du in puncto Rendite keinen Hering vom Teller.

Zumindest solange das Zinsniveau hartnäckig um den Nullpunkt kreist. Mische also zumindest ein paar Prozent Aktien hinzu.

3. Investiere nicht in aktiv gemanagte Investmentfonds

Würdest du eine Putzhilfe dafür bezahlen, dass sie deine Wohnung nicht sauber macht? Oder einen Maler dafür, dass er deine Wände nicht streicht?

Wohl kaum.

Warum solltest du dann einen Fondsmanager dafür bezahlen, dass dieser seinen Job nicht erledigt?

Der darin besteht, mehr Rendite als der Markt zu erzielen. Was 98 von 100 Fondsmanagern zuverlässig nicht hinbekommen.

4. Führe Indexfonds (ETFs) nicht ad absurdum, indem du mit ihnen tradest

Schon richtig, börsengehandelte Indexfonds (= exchange traded funds; ETFs) lassen sich an der Börse so einfach handeln wie Aktien.

Aber nur weil man etwas tun kann, heißt nicht, dass man es auch tun muss.

Wenn du mit ETFs auf lange Sicht Vermögen aufbauen willst, dann pack dir die Dinger ins Depot.

Und lass sie dort liegen.

Lange.

5. Glaube nicht, dass du klüger bist als der Markt

Wer ist dieser “Markt” eigentlich? Ganz einfach: Der Markt ist die Summe aller Anleger, die an der Börse Wertpapiere handeln.

Willst du mehr als die durchschnittliche Marktrendite, musst du bessere Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen als etwa zwei Drittel aller Markteilnehmer.

Wenn du dir das nicht zutraust: investiere besser passiv!

6. Investiere nicht zu viel in die Aktien deines Arbeitgebers

Der Konzern, in dem du arbeitest, bietet dir großzügige Aktienpakete an? Da mag nett gemeint sein, ist aber mangels Risikostreuung nur in Maßen sinnvoll.

Denn sollte es mit der Firma wider Erwarten irgendwann bergab gehen, ist im schlimmsten Fall beides weg: Dein Job und dein Vermögen.

7. Lass die Finger weg von Day-Trading

Es sei denn, du hast den lieben langen Tag nichts besseres zu tun, als mit deinen Ersparnissen riskante Wetten einzugehen.

Oder du hast wirklich Ahnung von spekulativen Börseninvestments. Aber dann dürftest du kaum zur Zielgruppe dieses Blogs gehören.

8. Kümmere dich nicht um kurzfristige Marktentwicklungen

Zwei Schritte vor, einen zurück. Börsenkurse wechseln laufend die Richtung. Langfristig spielt das ständige Auf und ab keine Rolle, denn im Durchschnitt wächst der Aktienmarkt um etwa 6 Prozent pro Jahr.

Warum sollte man sich also mit kurzfristigen Ereignissen beschäftigen, wenn entscheidend ist, was am Ende rauskommt?

9. Investiere nicht, bevor du dir finanzielle Ziele gesetzt hast

Welches Vermögen strebst du an? Welchen Betrag musst du monatlich investieren, um bei einer Rendite von X und einer Laufzeit von Y dein Ziel zu erreichen? Welches Risiko bist du dabei bereit zu gehen?

All diese Fragen solltest du für dich beantwortet haben, bevor du dich daran machst, in Aktien zu investieren.

Wie du mit Indexfonds (ETFs) und einer passiven Anlagestrategie auf einfache Weise Vermögen aufbauen kannst, lernst du in meinem Online-Kurs ZENinvestor.

10. Vergiss nicht die Inflation

Denn die schleichende Entwertung des Geldes sorgt dafür, dass du dir für einen Euro in 20 Jahren (sofern es diese Währung dann noch gibt) weniger kaufen kannst, als dass heute der Fall ist.

Deshalb orientiere ich mich bei langfristigen Renditeberechnungen immer an inflationsbereinigten Zahlen und ziehe die Inflation direkt zu Anfang von der Rendite ab.

Beispiel: Lege ich 30 Jahre lang jeden Monat 200€ an und erziele eine Rendite nach Kosten von 5 Prozent pro Jahr, rechne ich bei einer durchschnittlichen Inflation von 2 Prozent mit einer Realrendite von 3 Prozent und kann mich am Ende über 116.036€ freuen.

Und weiß, dass diese Summe dieselbe Kaufkraft wie heute besitzt.

11. Investiere nicht in Aktien, wenn du nicht mindestens 20 Jahre auf das Geld verzichten kannst

Brauchst du dein Geld früher, besteht das Risiko, dass du dein Geld nur unter Inkaufnahme von Verlusten zurückbekommst.

Denn auch wenn die Börsenkurse in 7 von 10 Jahren steigen – in den anderen 3 Jahren tun sie es eben nicht und können so für negative Vorzeichen im Depot sorgen.

Erst über Zeiträume von 20 und mehr Jahren ist man beim Investieren in Aktien mehr oder weniger auf der sicheren Seite, vorausgesetzt man investiert in ein weltweit diversifiziertes Aktienportfolio. Stichwort: Japankrise.

12. Kaufe keine Fonds, weil sie in der Vergangenheit gut abgeschnitten haben

Das gilt insbesondere für klassische Investmentfonds (siehe Punkt 3). Der wichtigste Faktor, der über die zukünftige Performance von Fonds entscheidet, sind die Kosten.

Je niedriger diese sind, desto besser für die zukünftige Renditeerwartung.

13. Erwarte keine zweistelligen Aktienmarktrenditen

Das hohe Zinsniveau sowie das dementsprechend hohe Niveau der Aktienmarktrenditen im Zeitraum von 1980 bis 2008, dem Beginn der Finanzkrise, sind in der langfristigen Rückschau keine Selbstverständlichkeit, sondern positive Anomalien.

Wie ich bereits in diesem Artikel vorgerechnet habe, sollte man für ein Portfolio bestehend aus 70 Prozent Aktien und 30 Prozent Anleihen nicht mit mehr als 3 Prozent Rendite pro Jahr rechnen – unter Berücksichtigung der Inflation und nach Abzug aller Kosten und Steuern.

14. Verzettle dich beim Investieren nicht im Klein-Klein

Egal ob du dich für die Anlage in einzelne Aktien oder für Indexfonds (ETFs) entscheidest: Du wirst nie alles über die betreffenden Anlageobjekte in Erfahrung bringen können.

Finanzielle Entscheidungen müssen demnach immer auf Basis unvollständiger Informationen getroffen werden.

Perfektionisten kommen mit dieser Tatsache erfahrungsgemäß weniger gut klar. Was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Artikel über die Angst vor finanziellen Fehlentscheidungen.

15. Ruiniere nicht deine Gesundheit, während du mit Aktien Vermögen bildest

Du rauchst Kette, bist stark am Glas und meinst, 4 Stunden Schlaf pro Nacht seien mehr als genug?

Dann könnte es gut sein, dass du dein Aktiendepot später gar nicht mehr brauchst.

Weil du mit großer Wahrscheinlichkeit aus den Latschen kippst, noch bevor du überhaupt dazu kommst, deine Anteile zu verkaufen.

Deshalb: Sei nicht nur gut zu deinem Geld, sondern auch zu dir selbst.
 
Welche “No Gos” bei Aktien-Investments fallen dir ein? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Bildquelle: Pixabay (bearbeitet), lizensiert unter CC0 1.0

  • Jens 13. November 2016, 10:11

    Vielen Dank Holger, ich finde es sehr hilfreich, sich die Fallstricke bei der Aktienanlage bewusst zu machen!

    “Zumindest solange das Zinsniveau hartnäckig um den Nullpunkt kreist.”
    Reale Minusrenditen bei kurzfristigen Staatsanleihen sind übrigens nichts neues und auch keine Seltenheit:
    http://www.nzz.ch/finanzen/private-finanzen/gerd-kommer-weist-auf-denkfehler-hin-das-maerchen-vom-anlagenotstand-ld.15551

  • Volker 13. November 2016, 10:43

    Hallo,
    was ist denn sinnvoll, wenn ich auf 10 – 12 Jahre rechne? Aktienfonds, ETFs oder ? Oder ist es zu spät dafür?

    Danke
    Volker

    • Stefan Meisel 13. November 2016, 11:31

      Hallo Volker,

      bei der Beantwortung deiner Frage hilft dir möglicherweise die Rechnung, die ich gestern aufgestellt habe.

      https://stefansboersenblog.com/2016/11/12/aktien-investieren-langfristig/

      @ Holger
      Danke für den tollen Beitrag. Ich stimme dir in allen 15 Punkten zu.

      Viele Grüße, Stefan

    • uli 13. November 2016, 14:11

      Als allgemeine Faustregel sagt man der Aktienanteil im Depot sollte 100% minus Alter in Jahren nicht überschreiten. Für einen 30ig Jährigen würde ein Depot also aus 70% Aktien und aus 30% Anleihen/Tagesgeld/“risikofreies“ Kapital bestehen. Beides lässt sich wunderbar über entsprechende ETF abbilden.

      Wie gesagt. Faustregel! Wenn du nachts nicht mehr ruhig schlafen kannst, ist der Aktienanteil im Depot zu hoch.

  • Tom 14. November 2016, 08:32

    Da ich gerade den guten Graham lese, klingt das alles irgendwie bekannt 😉

  • Till 14. November 2016, 10:40

    16 – Eher kein monatlicher Sparplan, da unnötige Gebühren. Pro Quartal reicht zur Diversifizierung aus.
    17 – Lieber beim Broker als bei einer Direktbank, wenn es für einen selbst OK ist, die Steuern zu machen, bzw. man ohnehin einen Steuerberater in Anspruch nimmt (hier sollte man die zusätzlichen Kosten, natürlich ebenfalls abwägen).

  • Felix 14. November 2016, 11:00

    “Investiere nicht, bevor du dir finanzielle Ziele gesetzt hast.”

    Ich glaube, dass ist einer der wichtigsten Punkte. Warum? Ich denke schon, dass viele private Anleger den Sinn des langfristigen Investments verstanden haben. Finanzielle Freiheit klingt toll, monatliche Dividendenzahlungen lassen die Augen leuchten. Daher wird alles Geld ins Depot gepumpt, was verfügbar ist. Auf einmal kommen aber private Ausgaben: Immobilie, Auto, Kinder etc. Teile des Depot müssen aufgelöst werden, weil nicht genug Cash zur Reserve bereit liegt (beim Hauskauf ja ohnehin nicht möglich).
    Wenn das zum falschen Zeitpunkt geschehen muss – und dieser ist in den ersten Monaten und Jahren recht häufig – dann stehen am Ende Verluste.

    Nur eine Annahme von mir – aber ich bin mir sicher, dass einige Anleger in diese Falle tappen.

  • Dani 14. November 2016, 11:56

    Tipp 15 ist neu bei dieser Art von Listen. Gefällt mir. Sei gut auch zu dir selbst. Mutig, das so klar anzusprechen, weil das ja sehr persönlich ist. Okay, du bist Arzt. Ich halte das aber auch prinzipiell für den richtigen Ansatz, wenn es um den Vermögensaufbau geht: Lebe gut, sorge für dich (und deine Lieben) heute und morgen. Und da gehört das eben für mich auch dazu.

    Der folgenreichste Fehler ist imA. wie Felix auch anmerkt, sich kein finanzielles Ziel zu setzen und planlos draufloszuinvestieren. Deshalb gehen die meisten “Investments” schief. Zumindest ist das mein Fazit.

    Immer wieder sehr lesenswert deine Artikel. Danke, Holger.

  • Oliver Jordanov 15. November 2016, 10:02

    Hallo Holger,

    das waren doch mal tolle und knackige 15 Punkte, die einen guten Einstiegspunkt für neue Aktienanleger bilden können.

    Weiter so!

    Viele Grüße

    Oliver

  • Vermögensanleger 15. November 2016, 11:48

    Hallo Holger,

    deine Auflistung würde ich zu 100% unterschreiben. Trotzdem kann man sicher noch den ein oder anderen Punkt ergänzen.

    Besonders gut gefällt mir, dass du auch der Meinung bist, dass man sich nicht zu sehr in Details verlieren sollte. Für eine seriöse und erfolgreiche Geldanlage ist es nicht erforderlich Analystenkommentare und Chartanalysen zu wälzen. Hat man sich einmal das nötige Grundwissen angeeignet, kann man seine Vermögensanlage ruhig automatisiert ablaufen lassen.

    Eine Investition an den Kapitalmärkten macht meiner Meinung nach erst dann Sinn, wenn man ein Konzept zum Umgang mit Geld erstellt hat und seine Arbeitskraft und sein Vermögen gegen die Gefahren des Lebens mit den richtigen Versicherungen abgesichert hat. Ebenfalls sollte man möglichst Schuldenfrei sein. Zu diesen Voraussetzungen habe ich auf meinem Blog die wichtigsten Informationen aus der Sicht eines “Normalos” ohne Provisionshintergedanken zusammengetragen und veröffentlicht.

    Schöne Grüße
    Marco

  • Bankenmärchen.de 18. November 2016, 20:20

    Eine tolle, knackige Zusammenfassung! Insbesondere Tipp 5 finde ich außerordentlich wichtig. Oft ist man versucht einzugreifen weil man denkt, man weiß wohin sich der Markt bewegt. Doch dieser Irrtum führt zu nichts anderem als einem willkürlich zufälligen Erfolg oder Misserfolg. Erfolg ist wie atmen – der letzte Atemzug war wichtig, doch der nächste ist noch viel wichtiger

  • Stephan 26. November 2016, 12:53

    Lieber Holger,

    der 4. Punkt interessiert mich sehr, da meine Bank gerade ein Angebot diesbezüglich hat, mein Geld in ETF’s anzulegen. Hast du dazu einen weiteren Beitrag? Ich danke dir schon mal herzlich für deine Antwort und für deine wirklichen hilfreichen Beiträge 🙂

  • Thomas 1. Dezember 2016, 15:17

    Hallo Holger,

    mich treibt seit einigen Tagen die Frage um, ob es sich für mich überhaupt noch lohnt, in ETF’s zu investieren.
    Ich gehe stramm auf das 51. Lebensjahr zu, habe 2 schulpflichtige Kinder, noch mindestens 10 Jahre zu versorgen. Und ich habe bisher nur negative bis neutrale Erfahrungen mit Wertpapieren gemacht. Derzeit habe ich unsere bescheidenen Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto geparkt.

    Ich hatte mein erstes (lohnenswerte) Geld Mitte der 90er in Bundesschatzbriefe angelegt, und habe enorme Zinsen und Zinseszinsen erwirtschaftet. Mittlerweile wurde die Emission von Bundesschatzbriefen leider eingestellt.
    Parallel hatte ich Aktienfonds der Citibank gekauft, die allerdings überhaupt nicht liefen, und die ich dann nach ca. 5 Jahren, ohne erwähnenswerte Verluste, wieder verkauft habe. Im Jahr 2000 habe ich die Postaktie erworben, die sich vom ersten Tag an nach unten entwickelte. Dazu habe ich in Top-DWS-Investmentfonds investiert. Allerdings stagnierte der Aufwärtstrend in dem Moment, in dem ich Anteile erworben hatte. Auch diese Fonds habe ich nach ca. 8 Jahren ohne nennenswerte Verluste wieder verkauft. 2012 brauchte ich dringend 5000 Euro für einen Autokauf, aufgrund zweier Berufswechsel innerhalb eines halben Jahres, war keine Bank bereit, mir diese EUR 5000 für 1 Jahr zu leihen. Selbst meine Hausbank, bei der ich einen regelmäßigen, stetig steigenden Geldeingang verbuchen konnte, wollte mir nicht helfen. Da mein Geld in Bundeschatzbriefen und Aktien steckte, ich aber durch unvorhergesehene Ausgaben keine Bargeldreserven mehr hatte, habe ich mich notgedrungen von meinen Postaktien trennen müssen. Aufgrund der sicher zu erwartenden Zinsen der Bundeschatzbriefe, habe ich diese natürlich behalten. Kurz darauf setzte der Aktienboom ein, und der Wert der Postaktie hat sich nahezu verdoppelt…
    Jetzt frage ich mich, ob es eigentlich nur hobbymäßige Geldvernichtung wäre, jetzt in den Aktienmarkt einzusteigen, weil es m.E. zu einem weltweiten Börsencrash (vielleicht auch nur zu einem Abflauen des Booms) kommen wird. D.h. alles, was ich jetzt investiere wird zumindest mittelfristig reduziert. Also warum sollte ich mein Geld riskieren, wenn ich es unters Kopfkissen legen könnte? Dadurch zwar keine Gewinne erzielen kann, aber zumindest sichere Verluste vermeide?

    Wie mein Beispiel zeigt, hat es auch nicht unerheblich mit Glück und persönlicher Situation (mit Familie ist es nicht so einfach, das Geld zusammenzuhalten) zu tun, wie erfolgreich oder erfolglos man an der Börse agiert. Hinzu kommt noch, dass ausländische, thesaurierende ETF’s auch eine kleines steuerrechtliches Problem bzw. Risiko beinhalten.
    Nach intensiver Recherche (Zendepot, Stiftung Warentest; justetf, etc.) habe ich mir auch schon zwei ETF’s ausgesucht. MSCI ACWI und einen auf Staatsanleihen (iboxx eurozone).
    Ich habe bereits ein Depot bei der OnVista beantragt, den Antrag aber mittlerweile wiederrufen. Allerdings habe ich auch ein Online Depot bei meiner Hausbank mit recht günstigen Konditionen. Ich würde eigentlich sowieso nur 1x im Jahr ordern, so dass die Depot-Kosten nicht sonderlich ins Gewicht fallen würden.

    Was mich derzeit abschreckt, sind die m.E hohen Verlustrisiken bei heutigem Einstieg. Und die komplizierte steuerrechtliche Behandlung der wiederangelegten Gewinne.

    Und überhaupt, lohnt es sich an der Börse zu investieren, wenn die Gesamt-Investition unter EUR 100.000,00 liegt, und diese 100.000 EUR nicht weniger als ca. 10% meines Vermögens ausmachen?

    Was soll ich machen?

    Viele Grüße und weiterhin gutes Gelingen,
    Thomas

    P.S.: Eine Immobilie stand bei uns schon häufiger zu Debatte, allerdings teile ich die hier im Blog aufgeführten Bedenken, und bin ein glücklicher, flexibler Mieter geblieben. Mit Ausnahme von 9 Jahren als junger Eigentümer, die mich allerdings auch nicht glücklicher gemacht haben…

  • EasyWISA 8. Dezember 2016, 13:51

    Hallo Holger,

    schöne Liste, die für Otto-Normal-Investor sehr hilfreich sein sollte. Der würde aber wahrscheinlich auch nicht auf die Idee kommen, selbst Aktien zu kaufen.

    zu 1. Daumen hoch
    zu 2. Daumen hoch
    zu 3. Hier sollte man aber auch anmerken, dass aktiv gemanagte Investmentfonds langfristig immer noch besser sind, als Tagesgeld, Sparbuch oder Kapitallebensversicherung.
    zu 4. Daumen hoch
    zu 5. Verdammt. Ich dachte immer, ich bin ein überdurchschnittlicher Investor. Also so überdurchschnittlich, wie die anderen 95 % auch 🙂
    zu 6. Daumen hoch. Sind aber oft die einzigen Einzelinvestments derjenigen im Depot…
    zu 7. Daumen so was von hoch
    zu 8. So grob sollte man aber doch den Überblick haben, in welcher Marktphase man sich befinden könnte.
    zu 9. Den würde ich als einzigen Punkt streichen.
    zu 10. Inflation ist beim Investing selbst irgendwie auch nicht außer Acht zu lassen. Denn die Umsatzsteigerungen bei Nestle und Co. kommen zu einem Großteil auch davon. Kann mich noch gut erinnern, dass Ritter Sport mal 99 Pfennig gekostet hat.
    zu 11. 20 Jahre ist vielleicht ein wenig hochgegriffen, aber im Prinzip hast du Recht.
    zu 12. Daumen hoch. Gilt genau so für alle anderen Anlageformen (inkl. Aktien).
    zu 13. Hier musste ich an einen Trader-Blog denken, in dem ich vor kurzem einen Beitrag gelesen hatte. Da meinte der Autor (20 Jahre oder so), dass er mit Trading 5 % pro Woche erreichen will, um damit seinen Ausgaben zu finanzieren.
    zu 14. Für Otto-Normal-Investor ja. Für Stockpicker kann das fatal werden. Hier würde ich eher das ‘Margin of Safety’-Konzept anführen. Man soll sich den unvollständigen Informationen bewusst sein und einfach einen kleinen Puffer in seine Bewertung einbauen.
    zu 15. Daumen hoch. Versuche mich dran zu halten. Es kann aber auch Gegenbeispiele geben: Helmut Schmidt hat viel geraucht und sehr wenig geschlafen. Über seine Trinkgewohnheiten konnte ich nix finden 🙂

22 Shares
Share22
Tweet

FINDE DIE BESTEN ETFs

Hol dir die Checkliste mit den 3 wichtigsten Kriterien zur ETF-Auswahl - direkt in deinen Posteingang