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Ordertypen einfach erklärt: Markt-, Limit-, Stop-Orders und mehr im Überblick

Letzte Aktualisierung
8. Dez. 2023

Wenn ihr euer Depot eröffnet habt und zum ersten Mal ein Wertpapier kaufen möchtet, werdet ihr auf Begriffe wie „Marktorder“, „Limit-Order“ oder „Stop-Order“ stoßen. Eine Wertpapierorder kann nämlich verschiedene Formen annehmen – und damit ihr keinen Fehler macht, solltet ihr wissen, was sie bedeuten.

Wir stellen die wichtigsten Ordertypen und Orderzusätze vor und verraten, welche ihr auf jeden Fall kennen solltet und wie sie funktionieren.

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • Ordertypen sind Anweisungen, die ihr eurem Wertpapierdepot gebt, um festzulegen, wie, wann und unter welchen Konditionen ihr bestimmte Wertpapiere kaufen oder verkaufen möchtet.

  • Die wichtigsten Ordertypen sind Markt- und Limit-Orders. Marktorders werden zum aktuell besten Preis ausgeführt; mit Limit-Orders könnt ihr einen bestimmten Preis festlegen, zu dem ihr (ver)kaufen möchtet.

  • Wenn ihr langfristig in breit gestreute ETFs investiert, reicht in der Regel eine einfache Marktorder. Achtet aber darauf, nur während der Handelszeiten zu kaufen.

  • Für fortgeschrittene und Profi-Trader gibt es unzählige Ordertypen und Orderzusätze, um Kauf- und Verkaufsorders exakt an komplexe Handelsstrategien anzupassen.

Was sind Ordertypen und Orderzusätze?

Ordertypen sind Anweisungen, die die exakten Bedingungen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren festlegen. Sie sind wichtig, weil Aktienmärkte ständig in Bewegung sind: Der Kauf- und Verkaufspreis von Aktien und Wertpapieren wie ETFs ändert sich von Sekunde zu Sekunde, weshalb die Konditionen der Transaktion ganz genau festgehalten werden müssen.

Als Anleger:innen habt ihr dabei viel Spielraum: Ihr könnt beispielsweise entscheiden, Wertpapiere sofort zum aktuellen Marktpreis zu kaufen (Marktorder), einen spezifischen Preis für den Handel festlegen (Limit-Order), oder den Verkauf eines Wertpapiers veranlassen, wenn dessen Preis einen bestimmten Punkt erreicht (Stop-Loss-Order).

Wenn euch die vielen Optionen überfordern, weil ihr einfach nur ein ETF-Portfolio aufbauen und langfristig anlegen möchtet, könnt ihr aufatmen: Für passive „Buy and Hold“-Anleger:innen sind eigentlich nur Markt- und Limit-Orders wirklich relevant. Erweiterte Ordertypen und Orderzusätze sind vor allem für aktivere Trader, die häufig Werte kaufen und verkaufen, von Bedeutung.

Ordertypen vs. Orderzusätze

Die Begriffe „Ordertyp“ und „Orderzusatz“ werden meist austauschbar verwendet, auch wenn es sich um unterschiedliche Mechanismen handelt.

Während Ordertypen die Bedingungen festlegen, unter denen eine Order ausgeführt werden soll, geben Orderzusätze zusätzliche Anweisungen zu dieser Ausführung. Beispielsweise können sie bestimmen, wie lange eine Order gültig ist oder wie sie in bestimmten „Was, wenn“-Szenarien ausgeführt werden soll.

Die wichtigsten Ordertypen

Sehen wir uns zunächst die beiden grundlegendsten und für langfristige Anleger:innen wichtigsten Ordertypen an: Marktorder und Limit-Order.

Marktorder

Eine Marktorder ist die einfachste Möglichkeit, Wertpapiere zu kaufen (oder zu verkaufen). Wenn ihr eine Marktorder aufgebt, teilt ihr eurem Broker mit, das ausgewählte Wertpapier zum aktuell bestmöglichen Preis zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Der Vorteil: Eure Order wird – solange ihr während der Handelszeit des gewählten Börsenplatzes kauft – sofort ausgeführt und ihr müsst nicht lange warten, bis die Anteile euch gehören.

Das Risiko der Marktorder ist, dass sich der Preis zwischen eurer Orderaufgabe und dem eigentlichen Kauf ändert, ihr somit teurer kauft oder billiger verkauft als eigentlich geplant. Diese Gefahr besteht besonders bei weniger liquiden oder selten gehandelten Wertpapieren, bei denen sich die Preise schnell ändern können.

Einfache Marktorder beim ETF-Kauf meist die beste Wahl

Die potenziellen Risiken von Marktorders sind für langfristige, passive Investor:innen nicht allzu stark ausgeprägt. Wenn ihr einen ETF kaufen möchtet, der einen breiten Marktindex verfolgt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zwischen Orderaufgabe und -ausführung zu einer starken Veränderung kommt, sehr gering.

Somit reicht es meist aus, ETFs einfach per Marktorder zu kaufen. Achtet aber darauf, die Transaktion während der Handelszeiten durchzuführen, um Überraschungen zu vermeiden.

Wenn ihr einen ETF-Sparplan einrichtet, wird übrigens automatisch eine Marktorder verwendet, schließlich wird die Order regelmäßig zum immer wieder gleichen Zeitpunkt (während der Handelszeit) ausgeführt.

Limit-Order

Mit einer Limit-Order könnt ihr den Risiken der Marktorder entgegenwirken. Statt das ausgewählte Wertpapier einfach zum bestmöglichen Preis zu kaufen oder zu verkaufen, setzt ihr ein Limit fest. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus:

  • Kauf eines Wertpapiers: Wenn ihr eine Limit-Order beim Kauf einsetzt, gebt ihr eurem Broker den Befehl, höchstens zum von euch festgelegten Preis zu kaufen.

  • Verkauf eines Wertpapiers: Wenn ihr eine Limit-Order beim Verkauf nutzt, gebt ihr eurem Broker den Befehl, mindestens zum von euch festgelegten Preis zu verkaufen.

Limit-Orders sind also nützlich, wenn ihr den Preis, zu dem ihr eure Wertpapieranteile kauft oder verkauft, besser kontrollieren möchtet. Der Nachteil ist, dass die Order nicht ausgeführt wird, wenn das Limit nicht erreicht wird. Setzt ihr beispielsweise eine Limit-Order zum Kauf und der Preis des Wertpapiers steigt stetig, kann es passieren, dass eure Order nie ausgeführt wird

Einsatzbereiche von Limit-Orders

Es gibt mehrere Szenarien, in denen Limit-Orders die bessere Wahl sind. Einige davon sind auch für ETF-Anleger:innen nützlich, andere vor allem für erfahrenere Investor:innen:

Szenario

Beispiel

Order außerhalb der Handelszeiten: Ihr möchtet eine Order nach Börsenschluss aufgeben.

Angenommen, ihr möchtet eine Kauforder sofort aufgeben, befindet euch jedoch außerhalb der Börsenzeiten. Mit einer Limit-Order könnt ihr festlegen, den Kauf nur auszuführen, wenn der von euch zu erwartende Preis – der letzte Preis vor dem Börsenschluss – noch erreicht wird.

Preisziel: Ihr habt eine klare Vorstellung davon, zu welchem Preis ihr einen ETF oder ein anderes Wertpapier kaufen oder verkaufen möchtet.

Angenommen, ihr habt eine gründliche Analyse eines bestimmten Wertpapiers durchgeführt, und seid der Ansicht, dass es mit einem aktuellen Marktpreis von 110 € etwas überbewertet ist, aber langfristig steigen wird. Dann könnt ihr eine Limit-Order einrichten, um die Aktie erst dann zu kaufen, wenn ihr Marktpreis auf 100 € fällt.

Marktvolatilität: Bei volatilen Märkten können die Preise von Wertpapieren schnell schwanken.

Angenommen, ihr beobachtet die Aktien einer Tech-Firma, die gerade einen bedeutenden Durchbruch in der Forschung bekannt gegeben hat oder vor einer wichtigen Gewinnveröffentlichung steht. Der Aktienpreis schwankt deshalb erheblich. Mit einer Limit-Order könnt ihr sicherstellen, dass ihr nicht mehr als erwartet für die Aktie bezahlt.

Illiquide Märkte: Wenn wenige Käufer oder Verkäufer vorhanden sind, kann der „beste verfügbare Preis“ (wie bei einer Marktorder) weit vom zuletzt gehandelten Preis entfernt sein.

Angenommen, ihr möchtet Aktien eines kleinen Nischenunternehmens kaufen, das nicht oft gehandelt wird. Aufgrund des geringen Handelsvolumens könnte es zwischen dem letzten gehandelten Preis und dem nächsten verfügbaren Verkaufspreis große Diskrepanzen geben. Mit einer Limit-Order könnt ihr einfach abwarten, bis jemand bereit ist, zum festgelegten Preis zu verkaufen.

Ordertypen für Fortgeschrittene

Limit-Orders sind aber nur der Anfang: Je nachdem, welches Depot und welchen Handelsplatz ihr nutzt, stehen viele weitere Ordertypen und Orderzusätze zur Auswahl, die euch noch mehr Kontrolle über eure Wertpapiertransaktionen geben.

Wir erklären sie anhand einiger praktischer Beispiele:

Stop-Order

Mit einer Stop-Order erteilt ihr einen Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers, sobald es einen bestimmten Preis (= Stopp-Preis) erreicht. Sobald dieser Stopp-Preis erreicht wird, verwandelt sich die Stop-Order in eine gewöhnliche Marktorder und wird zum besten verfügbaren Preis ausgeführt.

Das klingt erstmal sehr ähnlich zur Limit-Order. Der Unterschied: Während das Ziel der Limit-Order ist, zu einem günstigeren als dem aktuellen Kurs zu kaufen und teurer zu verkaufen, ist es bei der Stop-Order genau andersherum. Damit könnt ihr teurer kaufen und günstiger verkaufen.

Warum solltet ihr das überhaupt? Hier sind zwei Beispiele:

Szenario

Beispiel

Stop-Buy-Order: Eine Stop-Order beim Kauf nutzen

Stellt euch vor, ihr beobachtet eine Aktie, in deren langfristiges Wachstum ihr großes Vertrauen habt. Aktuell liegt der Marktpreis bei 10 €, doch ihr haltet für wahrscheinlich, dass er kurzfristig wieder etwas sinken wird, und kauft deshalb noch nicht. Gleichzeitig möchtet ihr euch dagegen absichern, einen allzu großen Wachstumsschub zu verpassen. Mit einer Stop-Buy-Order könnt ihr festlegen, dass euer Broker die Aktie kaufen soll, wenn sie eine Höhe von 12 € erreicht, und vom weiteren Anstieg profitieren.

Stop-Loss-Order: Eine Stop-Order beim Verkauf nutzen

Ihr seid im Besitz einer Aktie, die aktuell bei 80 € liegt und euch schon gute Gewinne eingebracht hat. Ihr möchtet sie aktuell nicht wirklich verkaufen, seid euch aber auch nicht ganz sicher, wie es mit der Kursentwicklung weitergehen wird. Mit einer Stop-Loss-Order könnt ihr euch gegen einen allzu starken Abstieg absichern, indem ihr eurem Broker den Befehl erteilt, zu verkaufen, wenn der Preis auf 77 € sinkt.

Stop-Limit-Order

Eine Stop-Limit-Order ist eine Kombination aus einer Stop-Order und einer Limit-Order. Ihr legt damit sowohl einen Stop-Preis als auch einen Limit-Preis fest. Sobald der Stop-Preis erreicht wird, verwandelt sich die Stop-Limit-Order in eine Limit-Order, und das Wertpapier wird nur zum Limit-Preis oder besser gehandelt.

Szenario

Beispiel

Stop-Order in einem volatilen Umfeld

Angenommen, ihr habt eine Aktie gekauft, die derzeit für 100 € gehandelt wird. Ihr könntet eine Stop-Limit-Order mit einem Stop-Preis von 95 € und einem Limit-Preis von 94 € aufgeben. Wenn der Preis auf 95 € oder darunter fällt, wird Ihre Order aber nicht zur Marktorder, sondern zu einer Limit-Order: Die Aktien werden nur dann verkauft, wenn sie zu 94 € oder besser gehandelt werden können.

So vermeidet ihr, aufgrund einer hohen Volatilität für noch weniger zu verkaufen, als ihr per Limit festgelegt habt. Ihr seid nämlich bereit, einen bestimmten Verlust zu akzeptieren, glaubt aber, dass es besser ist, das Wertpapier zu behalten, als es zu einem noch niedrigeren Preis zu verkaufen.

Trailing-Stop-Order

Eine Trailing-Stop-Order ist eine Unterform der Stop-Order. Ihre Besonderheit: Sie ist nicht statisch an feste Grenzen gebunden, sondern bewegt sich mit dem Markt. Anstatt einen fixen Stop-Preis festzulegen, legt ihr einen „Abstand“ fest, der entweder in Prozent oder in absoluten Zahlen ausgedrückt wird.

Ihr könnt euch damit beispielsweise – genau wie mit einer regulären Stop-Order – gegen fallende Kurse absichern, den Stop-Preis aber gleichzeitig nach oben korrigieren, falls die Kurse doch erst einmal weiter steigen sollten. Hier ein Beispiel:

Szenario

Beispiel

Absicherung zusätzlicher Gewinne bei einer Stop-Order

Ihr habt eine Aktie für 70 € gekauft, derzeit liegt sie bei 100 € – ihr habt also schon gute Gewinne gemacht. Ihr könnt euch vorstellen, dass der Kurs weiter ansteigen wird, möchtet also noch nicht verkaufen. Gleichzeitig möchtet ihr den Großteil eurer Gewinne nicht verlieren, falls es doch wieder bergab gehen sollte.

Das Problem: Wenn ihr jetzt eine „reguläre“ Stop-Loss-Order mit einem Limit bei 95 € setzt, der Kurs dann aber weiter auf 105 € ansteigt, bevor er wieder auf unter 95 € abfällt, habt ihr nichts von diesem kurzfristigen Anstieg und verkauft die Aktie zu 95 €.

Wenn ihr hingegen eine Traling-Stop-Order nutzt und einen Trailing-Abstand von 5 € festlegt, passt sich das Verkaufslimit dem Kursanstieg an, wächst also bei einem Kurs von 105 € auf 100 €. Wenn der Kurs dann auf 95 € abfällt, verkauft ihr bei 100 € – und sichert einen größeren Teil eures Gewinns.

Ordertypen und Orderzusätze für Profis

Jetzt haben wir zwar die wichtigsten Ordertypen abgedeckt, kratzen aber immer noch nur an der Oberfläche der Möglichkeiten, die professionellen Trader:innen zur Verfügung stehen. Hier sind einige weitere Ordertypen, die euch begegnen könnten:

One-Cancels-Other-Order

Eine OCO-Order besteht aus zwei Teilen: einer Limit-Order und einer Stop-Order. Wenn eine der beiden Orders ausgeführt wird, wird die andere automatisch storniert. Beispielsweise könntet ihr eine OCO-Order verwenden, um eine Aktie zu verkaufen, wenn sie entweder einen bestimmten Gewinn erreicht (Limit-Order) oder einen bestimmten Verlust (Stop-Order) überschreitet.

Iceberg-Order

Eine Iceberg-Order ist eine Order, bei der nur ein Teil der gesamten Ordermenge im Orderbuch sichtbar ist. Der größte Teil der Aktienmenge, also der bildsprachliche Eisberg, bleibt verborgen. Dieser Ordertyp wird oft von institutionellen Investor:innen genutzt, die große Mengen an Wertpapieren kaufen oder verkaufen wollen, ohne den Markt zu sehr zu beeinflussen (beispielsweise, indem sie durch den Verkauf eine Panik verbreiten).

If-Done-Order

Eine If-Done-Order besteht aus zwei Orders, wobei die zweite Order nur dann aktiviert wird, wenn die erste Order ausgeführt wurde. Dies kann nützlich sein, wenn ihr einen Trade plant, der auf der Ausführung eines anderen Trades basiert.

Market-to-Limit-Order

Eine Market-to-Limit-Order ist eine Order, die als Marktorder platziert wird und versucht, so viele Aktien wie möglich zum besten verfügbaren Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Wenn die Order nicht vollständig ausgeführt werden kann, wird der verbleibende Teil der Order als Limit-Order zum letzten ausgeführten Preis umgewandelt.

Next-Order

Mit einer Next Order erteilt ihr – ähnlich wie bei der If-Done-Order – zwei Aufträge auf einmal. Es gibt eine Basisorder, deren Erfüllung die zweite Order auslöst. So könnt ihr komplexe Handelsstrategien umsetzen, die auf einer Kette von Ereignissen basieren.

Orderzusätze

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von Orderzusätzen, mit denen ihr unterschiedliche Ordertypen weiter spezifizieren könnt. Folgende zum Beispiel:

  • Good-Til-Canceled (GTC): Die Order bleibt so lange aktiv, bis sie vollständig ausgeführt oder vom Händler storniert wird.

  • Day-Order: Die Order verfällt, wenn sie am Ende des Handelstages nicht ausgeführt wurde.

  • Fill-Or-Kill (FOK): Die Order muss sofort und vollständig ausgeführt werden oder wird sonst storniert.

  • Immediate-Or-Cancel (IOC): Die Order muss sofort ausgeführt werden. Der nicht sofort ausführbare Teil der Order wird storniert.

  • All-Or-None (AON): Die Order muss vollständig ausgeführt werden oder gar nicht.

  • Good-Til-Date/Time (GTD): Die Order bleibt bis zu einem bestimmten Datum oder Zeitpunkt aktiv.

  • Market-On-Open (MOO): Die Order wird ausgeführt, sobald der Markt öffnet.

  • Market-On-Close (MOC): Die Order wird ausgeführt, kurz bevor der Markt schließt.

  • Limit-On-Open (LOO): Eine Limit-Order, die ausgeführt wird, sobald der Markt öffnet.

  • Limit-On-Close (LOC): Eine Limit-Order, die ausgeführt wird, kurz bevor der Markt schließt.

  • Periodische Gültigkeit: Eine Order, die zu bestimmten, festgelegten Zeiten gültig ist, beispielsweise täglich oder wöchentlich zu einer bestimmten Uhrzeit.

Welches Depot für welche Ordertypen?

Welche Ordertypen verfügbar sind, hängt sowohl vom Depot als auch dem gewählten Handelsplatz ab. Der folgenden Tabelle könnt ihr entnehmen, welche der fünf wichtigsten Ordertypen von den 15 Depots aus unserem Vergleich angeboten werden:

Traders PlaceTrade RepublicSmartbrokerScalable CapitalS BrokerPostbankmaxbluejustTRADEINGflatexfinanzen.net zeroDKBConsorsbankcomdirect1822direkt
Market-Order
Limit-Order
Stop-Order
Stop-Limit-Order
Trailing-Stop-Order
One-Cancels-Other-Order
Market-to-Limit-Order
If-Done-Order
Next-Order
Summe
4
3
4
4
6
4
3
6
6
6
6
5
7
5
6

Fazit

Jedes Mal, wenn ihr über euer Depot Wertpapiere kauft oder verkauft, könnt ihr die Transaktion mit verschiedenen Ordertypen und Orderzusätzen weiter anpassen. Ihr könnt damit eure Handelsstrategie optimieren und individualisieren. Die Auswahl des richtigen Ordertyps hängt von euren Anlagezielen, eurer Risikotoleranz und eurer Handelsstrategie ab.

Wenn ihr langfristig in breit gestreute ETFs investieren möchtet, reicht es aus, die wichtigsten Ordertypen zu kennen: Mit Marktorders könnt ihr schnellstmöglich zum aktuellen Bestpreis handeln, Limit-Orders geben euch etwas mehr Kontrolle über den Preis. Für die meisten passiven Investor:innen reicht eine Marktorder während der Handelszeiten vollkommen aus.

Für fortgeschrittene und professionelle Trader, die den Markt genau beobachten und ständig versuchen, den richtigen Ein- und Ausstiegspunkt für ihre Investitionen zu finden, gibt es eine Vielzahl weiterer Ordertypen. Sie bieten zusätzliche Kontrolle und Flexibilität und können in bestimmten Marktbedingungen besonders nützlich sein – aber nur für Leute, die wirklich wissen, was sie tun.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Ordertypen bei Aktien?

Ordertypen bei Aktien sind Anweisungen, die ihr eurem Broker gebt, um festzulegen, wie und wann ihr Aktien in eurem Wertpapierdepot kaufen oder verkaufen möchtet. Ihr könnt Transaktionen damit an bestimmte Zeitpunkte, Preise oder andere Bedingungen knüpfen.

Welche Ordertypen gibt es?

Es gibt unzählige Ordertypen. Die grundlegendsten sind Marktorders, die zum besten verfügbaren Preis ausgeführt werden, und Limit-Orders, bei denen ihr einen bestimmten Preis festlegt, zu dem ihr kaufen oder verkaufen möchtet. Darüber hinaus gibt es beispielsweise Stop-Orders, Stop-Limit-Orders, Trailing-Stop-Orders, One Cancels Other-Orders (OCO), Iceberg Orders und viele andere Ordertypen und Zusätze.

Wann ist eine Limit-Order besser, wann eine Stop-Order?

Limit-Orders sind nützlich, wenn ihr Wertpapiere zu besseren Preisen als den aktuellen kaufen oder verkaufen möchtet – also wenn ihr darauf warten möchtet, dass sich der Markt für euch günstig entwickelt. Stop-Orders können euch dabei helfen, Verluste zu begrenzen oder Gewinne zu sichern.

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Martin schrieb schon im Studium über Finanzthemen: Seine Masterarbeit verfasste er über die Geschichte amerikanischer Zentralbanken, später forschte er zum Thema Wahlkampffinanzierung. Privat investiert er seit mehreren Jahren in ETFs und Aktien. Heute lebt er in London und arbeitet als freier Texter in den Bereichen Technologie und Finanzen.
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