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Trade Republic Kosten: Gibt es versteckte Gebühren?

Letzte Aktualisierung
6. Juli 2026
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Trade Republic lockt – wie alle Neobroker – mit niedrigen Gebühren und kostenlosen Sparplänen. Doch wie günstig ist die Plattform wirklich, vor allem im Vergleich zu anderen Depots?

Wir erklären das Gebührenmodell von Trade Republic und verraten, welche Kosten in der Praxis auf euch zukommen.

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Trade Republic
kostenlose Sparpläne
Trades für 1 €
großes ETF- und Aktienangebot
1,8
Testergebnis
gut
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Das Wichtigste in Kürze
  • Trade Republic erhebt keine Kosten für die Depotführung oder Sparpläne. Mit Sparplänen könnt ihr also gebührenfrei in ETFs, Aktien und Kryptowährungen investieren.

  • Die Mindestsparrate liegt bei nur 1 €, ihr könnt somit schon mit kleinen Summen lossparen.

  • Bezahlen müsst ihr nur für reguläre Trades: Für jede Kauf- oder Verkaufsorder fällt eine Pauschale von 1 € an, unabhängig vom Volumen.

Video
Trade Republic Kosten: Wo sind die Haken?

Wie viel kostet Trade Republic?

Trade Republic macht es euch mit seinem Gebührenmodell ziemlich einfach: Für jeden Trade – also jeden Kauf und Verkauf eines Wertpapiers – wird eine Fremdkostenpauschale von einem Euro fällig. Selbst diese Kosten könnt ihr aber vermeiden, wenn ihr via Sparplan in die ETFs oder Aktien eurer Wahl investiert.

Sehen wir uns die Gebührenstruktur von Trade Republic noch einmal genauer an:

1.

Keine Depotführungskosten

Die Depotführung ist bei Trade Republic, wie mittlerweile bei den meisten Online-Depots, komplett kostenlos. Es gibt keine monatlichen Grundgebühren oder Mindestumsätze. Im Gegenteil: Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird bei Trade Republic üblicherweise verzinst.

2.

Keine Sparplangebühren

Auch Sparplanausführungen sind bei Trade Republic komplett gebührenfrei. Das gilt für alle Sparpläne, ob auf ETFs, Aktien oder Kryptowährungen.

Die Mindestsparrate liegt zudem nur bei einem Euro. Ihr könnt also auch mit kleinen Beträgen sparen, ohne Angst haben zu müssen, dass eure Sparsumme von Gebühren aufgefressen wird.

Sparpläne sind bei Trade Republic gebührenfrei.

Trade Republic ist damit einer von zehn Brokern aus unserem Test, bei denen Sparpläne grundsätzlich kostenlos sind. Hier seht ihr die Sparplangebühren der Depotanbieter aus unserem Test im Vergleich:

Trade Republic
1822direkt
comdirect
Consorsbank
DKB
finanzen.net zero
flatex
ING
justTRADE
maxblue
N26
Postbank
S Broker
Scalable Capital
Smartbroker
Traders Place
Trading 212
Kosten je Ausführung
0 €
1,5 %
1,5 %
0
1,50 €
0 €
0 €
0 €
0 €
1,25 %
0 €
0
1,25 %
0 €
0 €
0
0 €
Kostenlose ETF
2972
100
592
1700
470
2000
1855
800
177
380
2174
380
1000
2700
2000
2324
5000
Kosten nach Sparrate
50 € Sparplan
0 €
1,5 €
0,75 €
0 €
1,5 €
0 €
0 €
0 €
0 €
0,63 €
0 €
0 €
0,63 €
0 €
0 €
0 €
0 €
100 € Sparplan
0 €
1,5 €
1,5 €
0 €
1,5 €
0 €
0 €
0 €
0 €
1,25 €
0 €
0 €
1,25 €
0 €
0 €
0 €
0 €
500 € Sparplan
0 €
7,5 €
7,5 €
0 €
1,5 €
0 €
0 €
0 €
0 €
6,25 €
0 €
0 €
6,25 €
0 €
0 €
0 €
0 €
1.000 € Sparplan
0 €
14,9 €
15 €
0 €
1,5 €
0 €
0 €
0 €
0 €
12,5 €
0 €
0 €
12,5 €
0 €
0 €
0 €
0 €
Sparpläne sind bei Trade Republic komplett kostenlos.

Wichtig: Gebührenfrei sind nur die Ausführungen der Sparpläne. Wenn ihr eure ETFs oder Aktien irgendwann verkauft, was ja auch bei langfristigen Anlagen das endgültige Ziel ist, müsst ihr die Verkaufsgebühren bezahlen. Und: Die Konditionen können sich ändern.

3.

Käufe und Verkäufe: 1 € pro Trade

Gebühren werden bei Trade Republic vor allem dann fällig, wenn ihr aktiv Wertpapiere kauft oder verkauft. Eine klassische Orderprovision gibt es nicht, stattdessen fällt bei jedem Trade eine Fremdkostenpauschale von einem Euro an.

Damit zählt Trade Republic zu den günstigsten Brokern auf dem Markt. Bei einigen Neobrokern (Traders Place, SMARTBROKER+, finanzen.net zero) fällt die Ordergebühr zwar unter Umständen ganz weg, aber erst ab einem Ordervolumen von 500 €. Nur Trading 212 verzichtet vollständig auf Ordergebühren.

Bei klassischen Bank-Depots sind Ordergebühren hingegen oft volumenabhängig und damit – vor allem bei größeren Trades – deutlich teurer.

Bei Käufen und Verkäufen gibt es eine Gebühr von einem Euro.

Hier seht ihr die Ordergebühren der Broker im Vergleich:

Trade Republic
1822direkt
comdirect
Consorsbank
DKB
finanzen.net zero
flatex
ING
justTRADE
maxblue
N26
Postbank
S Broker
Scalable Capital
Smartbroker
Traders Place
Trading 212
Kosten je Order
1 €
4,90 € + 0,25 %
3,90 €
4,95 € + 0,25 %
10 - 30 €
0-1 €
5,9 €
4,90 € + 0,25 %
1 €
0,25 %
0.90 €
9,95 - 69,95 €
4,99 € + 0,25 %
0 - 0,99 €
0 - 4 €
0-3 €
0 €
Kosten nach Order-Höhe
500 € Order
1 €
9,9 €
3,9 €
9,95 €
10 €
0 €
5,9 €
6,15 €
1 €
8,9 €
0,9 €
9,95 €
8,99 €
0,99 €
0 €
0 €
0 €
1.000 € Order
1 €
9,9 €
3,9 €
9,95 €
10 €
0 €
5,9 €
7,4 €
1 €
8,9 €
0,9 €
9,95 €
8,99 €
0,99 €
0 €
0 €
0 €
5.000 € Order
1 €
29,9 €
3,9 €
17,45 €
10 €
0 €
5,9 €
17,4 €
1 €
12,5 €
0,9 €
29,95 €
17,49 €
0,99 €
0 €
0 €
0 €
10.000 € Order
1 €
54,9 €
3,9 €
29,95 €
15 €
0 €
5,9 €
29,9 €
1 €
25 €
0,9 €
39,95 €
29,99 €
0,99 €
0 €
0 €
0 €
50.000 € Order
1 €
54,9 €
3,9 €
69 €
30 €
0 €
5,9 €
69,9 €
1 €
58,9 €
0,9 €
69,95 €
54,99 €
0,99 €
0 €
0 €
0 €
100.000 € Order
1 €
54,9 €
3,9 €
69 €
30 €
0 €
5,9 €
69,9 €
1 €
58,9 €
0,9 €
69,95 €
54,99 €
0,99 €
0 €
0 €
0 €
Pro Trade wird eine Fremdkostenpauschale von einem Euro fällig.
4.

Sonstige Kosten von Trade Republic

Neben den Ordergebühren gibt es noch ein paar andere potenzielle Kostenquellen bei Trade Republic:

  • Bestellgebühren für Karten
    Mittlerweile hat Trade Republic auch eine Visa-Debitkarte im Angebot. Virtuelle Karten sind kostenlos, doch für physische Karten wird eine einmalige Bestellgebühr fällig. Die Classic Card kostet 5 €, die Mirror Card 50 €.

  • Gebühren für Abhebungen vom Guthabenkonto („Cash“)
    Abhebungen ab 100 € sind kostenlos, doch für jede Abhebung unter 100 € bezahlt ihr eine Gebühr von einem Euro.

  • Stimmkarte für die Hauptversammlung
    Möchtet ihr mit Inhaberaktien an einer Hauptversammlung teilnehmen und eure Stimmrechte ausüben, benötigt ihr in der Regel eine Stimm- bzw. Eintrittskarte. Die Bestellung kostet bei Trade Republic 25 €.

  • Eintragung von Namensaktien
    Bei Namensaktien könnt ihr euch ins Aktienregister der jeweiligen Gesellschaft eintragen lassen. Trade Republic berechnet dafür eine Gebühr von 2 €.

Eine komplette Auflistung der Kosten findet ihr in der Preisübersicht von Trade Republic.

Depot-unabhängige Kosten

Bitte beachtet, dass es sich bei den oben genannten Gebühren nur um die Kosten handelt, die direkt mit der Nutzung des Trade Republic-Depots verbunden sind. Darüber hinaus gibt es noch weitere Kosten, die nicht vom Broker beeinflusst werden, z. B.:

  • Laufende Kosten bei Fonds und ETFs
    Die Total Expense Ratio (TER) beschreibt die laufenden Verwaltungskosten von Fonds und ETFs. Diese Gebühren werden automatisch aus dem Fondsvermögen abgezogen und mindern die Rendite. Die Höhe der TER variiert je nach Anbieter und Fondsart. Bei ETFs liegt sie in der Regel zwischen 0,04 % und 1 %, bei aktiv gemanagten Fonds sind Kosten zwischen 1,5 und 2,0 % die Norm.

  • Spread beim Handel
    Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Wertpapiers. Wenn ihr eine Aktie kauft, zahlt ihr immer den Kaufpreis, der höher ist als der Verkaufspreis, den ihr erhalten würdet, wenn ihr die Aktie verkauft. Dadurch entstehen beim Handel „unsichtbare“ Kosten.

    Der Spread kann je nach Handelszeit, Liquidität und Volatilität des Marktes variieren. Um hohe Spreads zu vermeiden, handelt ihr am besten während der Handelszeiten der Referenzbörse – in Deutschland ist das der Börsenplatz Xetra, der werktags zwischen 9 und 17:30 Uhr geöffnet hat.

  • Steuern bei Gewinnen
    Auch Steuern sind Kosten – und natürlich dürft ihr bei Gewinnen aus Wertpapiergeschäften die Kapitalertragsteuer nicht vergessen. Die liegt derzeit bei 25 %, zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag – also insgesamt bei 26,375 %. Falls ihr Kirchenmitglied seid, kommt noch Kirchensteuer hinzu. Die Steuer wird von Trade Republic automatisch abgeführt.

Wie verdient Trade Republic Geld?

Ihr wundert euch vielleicht, wie sich Trade Republic diese günstigen Gebühren überhaupt leisten kann. Der Anbieter selbst schreibt dazu: "Wie viele andere Broker erhalten auch wir Rückvergütungen von Handelspartnern. In Kombination mit unseren effizienten Strukturen können wir hohe Orderprovisionen vermeiden."

Diese Rückvergütungen funktionieren über ein System namens Payment for Order Flow, kurz PFOF:

PFOF ist ein System, bei dem Broker von Market-Makern (Handelsfirmen) bezahlt werden, wenn sie die Handelsaufträge ihrer Kunden an diese weiterleiten. Die Market-Maker verdienen durch den Spread an jeder Order etwas, und ein Teil dieses Gewinns fließt zurück an den Broker. Das ermöglicht günstige oder sogar kostenlose Trades für die Kunden.

Aufgrund eines EU-Verbots ist PFOF allerdings seit Juli 2026 nicht mehr erlaubt.

Bisher hat sich durch das Verbot für Kund:innen kaum etwas geändert. Dass die Kosten plötzlich explodieren, ist auch unwahrscheinlich. Trotzdem könnten die Broker ihre Geschäftsmodelle – und damit auch ihre Konditionen – künftig anpassen. Wie sich das auf die Kosten von Trade Republic und anderen Neobrokern auswirkt, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Fazit: Kosten sind hier zweitrangig

Gut für Einsteiger
Trade Republic
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(37.746 )
Trade Republic besticht durch attraktive Konditionen mit kostenlosen Sparplänen, 1-€-Trades und 2 % Zinsen auf Cash-Guthaben. Es ist eine gute Wahl für Anleger:innen, die schnell, günstig und unkompliziert investieren möchten – doch auf den Support ist kein Verlass.
kostenlose Sparpläne
Trades für 1 €
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schwacher Support
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Depotgebühr
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3 Arten
Sparplan-Gebühr
0 €
Order-Gebühr
1 €
Trade Republic Depot
 0,00 €
monatlicher Effektivpreis 

Trade Republic punktet nicht nur mit grundsätzlich niedrigen Kosten, sondern auch mit einer einfachen und geradlinigen Gebührenstruktur. Für Sparpläne und die Depotführung bezahlt ihr gar nichts – Kosten werden primär bei normalen Käufen und Verkäufen fällig, und auch diese sind mit einer Pauschale von nur 1 € pro Trade unerheblich.

Trade Republic zählt somit zu den günstigsten Neobrokern auf dem Markt. Beachtet allerdings, dass es neben Depotgebühren noch andere Kostenquellen gibt: Bei Fonds und ETFs müsst ihr laufende Kosten in Form der TER bezahlen, bei Kauf und Verkauf können Spreads anfallen und bei Gewinnen werden natürlich Steuern fällig.

Trotzdem spielen die Depot- und Handelskosten beim langfristigen Vermögensaufbau – gerade bei günstigen Neobrokern wie Trade Republic – eine untergeordnete Rolle.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet Trade Republic?

Die Depotführung und Sparpläne sind bei Trade Republic völlig kostenlos. Für jede Kauf- oder Verkaufsorder fällt eine Fremdkostenpauschale von 1 € an.

Ist Trade Republic wirklich kostenlos?

Ja, für die Depotführung und Sparplanausführungen entstehen bei Trade Republic keine Kosten. Gebühren fallen hauptsächlich bei Käufen und Verkäufen von Wertpapieren und für andere Funktionen (z. B. Karten und Abhebungen) an.

Gibt es bei Trade Republic versteckte Kosten?

Bei Trade Republic gibt es keine versteckten Kosten. Es können aber zusätzliche, nicht vom Broker verursachte Kosten anfallen, z. B. Spreads beim Handel sowie laufende Kosten (TER) bei Fonds und ETFs. Außerdem werden bei Gewinnen Steuern fällig.

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Martin schrieb schon im Studium über Finanzthemen: Seine Masterarbeit verfasste er über die Geschichte amerikanischer Zentralbanken, später forschte er zum Thema Wahlkampffinanzierung. Privat investiert er seit mehreren Jahren in ETFs und Aktien. Heute lebt er in London und arbeitet als freier Texter in den Bereichen Technologie und Finanzen.
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