ETF Statistiken: Die wichtigsten Daten und Trends 2026
Dass ETFs in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt haben, ist kein leeres Gerede – die Zahlen sprechen für sich. Doch nicht alle Trends zeigen nach oben. Wie ist es wirklich um das Angebot, die Beliebtheit und das Wachstum des ETF-Marktes bestellt?
In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf aktuelle ETF-Statistiken und zeigen auf, wie sich die ETF-Landschaft in den letzten Jahren konkret verändert hat.

Die Anzahl der in Deutschland erhältlichen ETFs hat sich seit 2010 fast vervierfacht – von 759 auf 2.804 ETFs (Stand 2025).
Das verwaltete Vermögen in ETFs ist seit 2010 auf das mehr als Vierzehnfache gestiegen und erreichte 2025 mit 2,27 Billionen Euro ein neues Allzeithoch.
Die Nachfrage nach ETFs, gemessen am Google-Suchinteresse, hat sich nach einem vorübergehenden Rückgang 2022/2023 erholt und erreichte 2025 sowohl in Deutschland als auch weltweit ein neues Allzeithoch.
Das verwaltete Vermögen in nachhaltigen ETFs ist seit 2011 auf das mehr als 2.900-Fache gestiegen. 2025 gab es erstmals einen leichten Rückgang.
ETF-Angebot: Anzahl der ETFs seit 2010 fast verdreifacht
Die Zahl der in Deutschland erhältlichen ETFs ist seit 2010 kontinuierlich gewachsen – von 759 im Jahr 2010 auf 2.804 im Jahr 2025. Das entspricht fast einer Vervierfachung des Angebots innerhalb von 15 Jahren.
Hinter diesem Wachstum steckt vor allem die steigende Nachfrage von Privatanleger:innen sowie die Ausweitung auf neue Themen und Marktsegmente: Neben klassischen Aktien-ETFs auf breite Indizes wie den MSCI World sind heute auch ETFs auf Anleihen, Rohstoffe, Immobilien oder spezifische Branchen und Regionen weit verbreitet. Auch nachhaltige ETFs haben in den letzten Jahren stark zugelegt.
| Jahr | ETF |
|---|---|
| 2010 | 759 |
| 2011 | 899 |
| 2012 | 1.021 |
| 2013 | 1.038 |
| 2014 | 1.045 |
| 2015 | 1.113 |
| 2016 | 1.155 |
| 2017 | 1.226 |
| 2018 | 1.373 |
| 2019 | 1.532 |
| 2020 | 1.624 |
| 2021 | 1.762 |
| 2022 | 2.040 |
| 2023 | 2.216 |
| 2024 | 2.419 |
| 2025 | 2.804 |
Quelle: Deutsche Börse, eigene Berechnung (Stand Mai 2026)
Wie setzt sich dieses Angebot zusammen? Das könnt ihr in unserer interaktiven Statistik selbst herausfinden: Über das Dropdown-Menü unter „Welcher ETF?“ könnt ihr die Statistiken nach Art des ETFs, Ertragsverwendung (thesaurierend vs. ausschüttend), Replikationsmethode und Nachhaltigkeit anzeigen lassen.
Eine detaillierte Einordnung und Analyse dieser Zahlen findet ihr hier:
ETF-Vermögen: Verwaltetes Vermögen in ETFs seit 2010 mehr als vervierzehnfacht
Noch eindrucksvoller als die bloße Anzahl der ETFs ist das Wachstum des darin verwalteten Vermögens. Von 159 Milliarden Euro im Jahr 2010 ist es laut der Deutschen Börse auf 2,27 Billionen Euro im Jahr 2025 gestiegen – das entspricht mehr als einer Vervierzehnfachung innerhalb von 15 Jahren.
Das Wachstum verlief dabei nicht immer gleichmäßig: 2022 gab es einen deutlichen Rückgang – von 1.094 Mrd. Euro (2021) auf 1.024 Mrd. Euro –, der vor allem auf fallende Kurse an den Aktienmärkten zurückzuführen war. Seitdem hat sich das Vermögen jedoch kräftig erholt und erreichte 2025 ein neues Allzeithoch.
Das starke Wachstum spiegelt zweierlei wider: zum einen die steigende Zahl an Anleger:innen, die in ETFs investieren, zum anderen die allgemeine Kursentwicklung der zugrunde liegenden Indizes, beides zusammen treibt das verwaltete Vermögen nach oben.
| Jahr | ETF |
|---|---|
| 2010 | 159 Mrd. |
| 2011 | 157 Mrd. |
| 2012 | 206 Mrd. |
| 2013 | 230 Mrd. |
| 2014 | 286 Mrd. |
| 2015 | 358 Mrd. |
| 2016 | 408 Mrd. |
| 2017 | 527 Mrd. |
| 2018 | 524 Mrd. |
| 2019 | 710 Mrd. |
| 2020 | 788 Mrd. |
| 2021 | 1.094 Mrd. |
| 2022 | 1.024 Mrd. |
| 2023 | 1.290 Mrd. |
| 2024 | 1.733 Mrd. |
| 2025 | 2.131 Mrd. |
Quelle: Deutsche Börse, eigene Berechnung (Stand Mai 2026)
Auch die Statistiken zum ETF-Vermögen könnt ihr nach Art der ETFs, Ertragsverwendung, Replikationsmethode und Nachhaltigkeit filtern.
ETF-Nachfrage: Nach kurzem Rückgang 2022/2023 auf neuem Allzeithoch
Das starke Wachstum beim verwalteten Vermögen spiegelt sich auch in der Nachfrage wider. Gemessen am Google-Suchinteresse hat das Interesse an ETFs in Deutschland und weltweit seit 2010 stark zugenommen, mit einem zwischenzeitlichen Rückgang 2022 und 2023, auf den jedoch eine deutliche Erholung folgte.
Für die Einschätzung der ETF-Nachfrage stützen wir uns auf die Suchen nach entsprechenden Keywords via Google Trends. Das Diagramm veranschaulicht das Suchinteresse relativ zum höchsten Punkt (= Wert 100) im ausgewählten Zeitraum.
Deutschland
In Deutschland ist das Interesse an ETFs laut Google Trends zwischen 2014 und 2021 stark gestiegen – auf etwa das Vierzehnfache des Ausgangswerts von 2010. Nach einem Rückgang in den Jahren 2022 und 2023 hat die Nachfrage seitdem wieder kräftig angezogen: 2025 wurde ein neues Allzeithoch erreicht.
Das zeigt: ETFs sind kein kurzlebiger Trend, sondern haben sich als fester Bestandteil der privaten Geldanlage in Deutschland etabliert.
| Jahr | Wert |
|---|---|
| 2010 | 5,3% |
| 2011 | 7% |
| 2012 | 5,3% |
| 2013 | 7% |
| 2014 | 8,8% |
| 2015 | 12,3% |
| 2016 | 12,3% |
| 2017 | 19,3% |
| 2018 | 22,8% |
| 2019 | 31,6% |
| 2020 | 59,6% |
| 2021 | 73,7% |
| 2022 | 59,6% |
| 2023 | 56,1% |
| 2024 | 87,7% |
| 2025 | 100% |
Weltweit
Auch international zeigt sich ein ähnliches Bild: Das weltweite Suchinteresse stieg zwischen 2010 und 2021 kontinuierlich an, fiel 2022 und 2023 zurück und erreichte 2025 ebenfalls ein neues Allzeithoch. Im Vergleich zu Deutschland verlief der Anstieg bis 2019 etwas langsamer. Das deutet darauf hin, dass ETFs hierzulande früher und stärker in den Fokus von Privatanleger:innen gerückt sind.
| Jahr | Wert |
|---|---|
| 2010 | 14,5% |
| 2011 | 14,5% |
| 2012 | 9,1% |
| 2013 | 10,9% |
| 2014 | 10,9% |
| 2015 | 12,7% |
| 2016 | 12,7% |
| 2017 | 16,4% |
| 2018 | 18,2% |
| 2019 | 20% |
| 2020 | 34,5% |
| 2021 | 41,8% |
| 2022 | 32,7% |
| 2023 | 32,7% |
| 2024 | 54,5% |
| 2025 | 100% |
Nachhaltige ETFs: Verwaltetes Vermögen seit 2011 mehr als zweitausendfach gestiegen
Das verwaltete Vermögen in nachhaltigen ETFs hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Von 0,12 Milliarden Euro im Jahr 2011 stieg es bis 2024 auf 353 Milliarden Euro – das entspricht einem Anstieg auf das mehr als 2.900-fache innerhalb von 13 Jahren.
Besonders dynamisch verlief das Wachstum ab 2019: Innerhalb von nur fünf Jahren stieg das verwaltete Vermögen von 22 Mrd. Euro auf 353 Mrd. Euro (2024) – ein Anstieg um den Faktor 16.
2025 ist das verwaltete Vermögen erstmals leicht zurückgegangen – auf 320 Milliarden Euro. Ein möglicher Grund dafür: Die ESMA, die EU-Marktaufsichtsbehörde, hat neue Leitlinien eingeführt, die vorschreiben, unter welchen Bedingungen sich ein Fonds oder ETF offiziell „nachhaltig", „ESG" oder „klimafreundlich" nennen darf.
Konkret müssen mindestens 80 % der Anlagen nachhaltige Kriterien erfüllen. Für neue Fonds gelten diese Regeln seit November 2024, für bestehende Fonds lief die Übergangsfrist bis Mai 2025. Produkte, die die Anforderungen nicht erfüllten, mussten umbenannt oder umklassifiziert werden, was das ausgewiesene Vermögen in der Kategorie „nachhaltige ETFs“ statistisch verringert haben dürfte. Ob darüber hinaus auch eine strukturelle Trendwende stattfindet, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.
| Jahr | ETF |
|---|---|
| 2010 | 0,09 Mrd. |
| 2011 | 0,12 Mrd. |
| 2012 | 0,19 Mrd. |
| 2013 | 0,33 Mrd. |
| 2014 | 0,53 Mrd. |
| 2015 | 0,99 Mrd. |
| 2016 | 1,9 Mrd. |
| 2017 | 3,5 Mrd. |
| 2018 | 6,4 Mrd. |
| 2019 | 22 Mrd. |
| 2020 | 63 Mrd. |
| 2021 | 168 Mrd. |
| 2022 | 201 Mrd. |
| 2023 | 274 Mrd. |
| 2024 | 353 Mrd. |
| 2025 | 320 Mrd. |
Quelle: Deutsche Börse, eigene Berechnung (Stand Mai 2026)
Doch was sind nachhaltige ETFs überhaupt – und was ist dran am Versprechen des „nachhaltigen Investierens“? Mehr dazu lest ihr hier:
Noch nicht investiert? So startet ihr mit ETFs
Wer die Zahlen sieht und selbst in ETFs investieren möchte, braucht dafür zunächst ein Depot. Welcher Broker am besten zu euch passt, hängt von euren individuellen Bedürfnissen ab, etwa davon, ob ihr einen Sparplan einrichten, eine Einmalanlage tätigen oder beides kombinieren möchtet.
In unserem Depotvergleich haben wir die wichtigsten Anbieter für euch unter die Lupe genommen und nach den Kriterien verglichen, die für ETF-Anleger:innen wirklich relevant sind:
Fazit
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: ETFs sind in den vergangenen 15 Jahren vom Nischenprodukt zum Mainstream-Anlageinstrument geworden – sowohl in Deutschland als auch weltweit. Das Angebot hat sich fast vervierfacht, das verwaltete Vermögen mehr als vervierzehnfacht, und die Nachfrage erreichte 2025 ein neues Allzeithoch.
Gleichzeitig zeigen die Daten, dass der ETF-Markt nicht immun gegen Schwankungen ist: Das verwaltete Vermögen ging 2022 vorübergehend zurück, die Nachfrage sank 2022 und 2023 – beides hat sich seitdem jedoch erholt. Auch bei nachhaltigen ETFs gab es 2025 erstmals einen leichten Rückgang, dessen Bedeutung sich erst mit der Zeit zeigen wird.
Die Statistiken zeigen jedoch nicht, ob ETFs für die eigene Situation die richtige Wahl sind. Das hängt von individuellen Faktoren ab, etwa dem Anlagehorizont, der Risikobereitschaft und den persönlichen Zielen. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet bei Zendepot alle nötigen Grundlagen.










