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Limit-Order: Wann sie sinnvoll ist und wie ihr sie richtig einsetzt

Letzte Aktualisierung
16. Feb. 2026
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Wenn ihr bei einem Kauf oder Verkauf zu einem bestimmten Preis handeln möchtet, ohne den Markt ständig im Blick zu behalten, ist eine Limit-Order das passende Werkzeug. Damit legt ihr im Voraus fest, zu welchen Bedingungen ein Kauf oder Verkauf stattfinden darf.

Wir verraten, wie die Limit-Order funktioniert, wann sie sinnvoll ist – und wie ihr sie im Depot konkret erteilen könnt.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Limit-Order ist eine Kauf- oder Verkaufsorder mit fester Preisvorgabe. Sie wird nur ausgeführt, wenn der Markt diesen (oder einen besseren) Preis erreicht.

  • Während eine Marktorder sofort zum aktuellen Preis ausgeführt wird, legt ihr bei einer Limit-Order den Preis selbst fest. Sie gibt euch Kontrolle über den Preis, garantiert aber keine Ausführung.

  • Damit sind Limit-Orders ein Instrument für gezieltes Market-Timing, etwa bei Einmalinvestments oder aktiveren Handelsentscheidungen. Sie richten sich vor allem an aktive Anleger:innen.

  • Wenn ihr hingegen primär per Sparplan investiert und langfristig breit gestreut in ETFs anlegt, spielen Limit-Orders in der Praxis kaum eine Rolle. Hier gilt: Time in the Market beats Timing the Market.

Was ist eine Limit-Order?

Eine Limit-Order ist eine Börsenorder mit klarer Preisvorgabe. Ihr sagt der Börse nicht nur, was ihr kaufen oder verkaufen wollt, sondern auch zu welchem Preis. Die Order wird nur ausgeführt, wenn dieser Preis erreicht oder besser wird – nicht früher, nicht schlechter. Ohne Limit entscheidet der Markt über den Ausführungspreis. Mit Limit entscheidet ihr.

Stellt euch einen Flohmarkt vor. Ihr seht eine Jacke und sagt: „Ich nehme sie für 30 €.“ Der Verkäufer kann zustimmen oder ablehnen. Mehr als 30 € zahlt ihr aber nicht. Genauso funktioniert ein Kauf mit Limit.

Die Limit-Order ist also das bewusste Festlegen eines Preises an der Börse. Das geht sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf.

„Buy Limit“ vs. „Sell Limit“

Je nachdem, ob ihr kaufen oder verkaufen wollt, unterscheidet man zwischen Buy Limit und Sell Limit:

  • Buy Limit: „Ich kaufe nur, wenn der Preis höchstens X Euro beträgt.
    Ein Kauf-Limit schützt euch davor, teurer einzukaufen als geplant. Liegt der Preis über eurem Limit, passiert nichts.

  • Sell Limit: „Ich verkaufe erst, wenn ich mindestens Y Euro bekomme.
    Ein Verkaufs-Limit stellt sicher, dass ihr eure Wertpapiere nicht unter Wert verkauft. Erst wenn der Markt euren Wunschpreis hergibt, wird verkauft.

Warum Limit-Orders wichtig sein können

Warum solltet ihr euch überhaupt mit Limits beschäftigen? Weil sie euch vor teuren Überraschungen schützen können und euch mehr Kontrolle über eure Käufe und Verkäufe geben.

1.

Preis-Kontrolle statt Überraschung

Mit einer Limit-Order wisst ihr vorab, zu welchem Preis ihr maximal kauft oder mindestens verkauft. Ohne Limit gebt ihr diese Kontrolle ab. Dann entscheidet der Markt, was ihr bezahlt oder bekommt. Das kann gutgehen – muss es aber nicht. Gerade bei größeren Beträgen oder in unruhigen Marktphasen können ein paar Cent Unterschied pro Anteil schnell ins Geld gehen.

Market-Orders: Der Markt bestimmt den Preis

Normale Orders – sogenannte Market Orders werden sofort ausgeführt. „Sofort“ bedeutet dabei „zum nächstbesten verfügbaren Preis“.

Das Problem an der Sache: Dieser Preis steht vorher nicht fest. Liegt gerade wenig Liquidität im Markt oder bewegt sich der Kurs schnell, kann eure Order deutlich teurer oder günstiger ausgeführt werden, als ihr erwartet habt.

2.

Schutz vor Spread und schnellen Kursbewegungen

Zwischen Kauf- und Verkaufspreis liegt der sogenannte Spread. Er beschreibt die Differenz zwischen dem Preis, zu dem ihr kaufen könnt, und dem Preis, zu dem ihr verkaufen würdet. Je größer dieser Abstand ist, desto ungünstiger sind Kauf oder Verkauf.

Eine Limit-Order begrenzt in solchen Situationen den Preis, zu dem ihr tatsächlich handelt. Sie stellt sicher, dass eure Order nur ausgeführt wird, wenn der Markt einen für euch akzeptablen Preis bietet, und schützt so davor, ungewollt zu teuer zu kaufen oder zu günstig zu verkaufen.

Wie hoch der Spread ist, ist vom jeweiligen Wertpapier und der aktuellen Marktsituation abhängig. Bei ETFs ist er während der Haupthandelszeiten meist eng. Außerhalb dieser Zeiten, etwa morgens, abends oder bei ETFs mit internationalen Basiswerten, kann er deutlich größer werden.

3.

Schutz vor impulsiven Entscheidungen

Limit-Orders können euch auch dabei helfen, Entscheidungen strukturiert zu treffen. Ihr legt den gewünschten Preis einmal fest, gebt die Order auf und müsst sie anschließend nicht ständig anpassen.

So vermeidet ihr impulsives Handeln, etwa aus der Sorge heraus, eine Gelegenheit zu verpassen. Gerade solche spontanen Entscheidungen führen an der Börse häufig zu ungünstigen Einstiegs- oder Ausstiegspunkten. Mit einer Limit-Order verlagert ihr die Entscheidung bewusst nach vorne und sorgt damit für mehr Disziplin im Anlageprozess.

Wie funktioniert die Limit-Order technisch?

Damit eine Limit-Order ausgeführt wird, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Der handelbare Preis muss euer Limit erreichen, und im Orderbuch muss ausreichend Volumen verfügbar sein. An der Börse existieren immer zwei Preise:

  • Der Geldkurs (Bid) ist der Preis, zu dem ihr aktuell verkaufen könnt. Er ist meist niedriger als der Briefkurs.

  • Der Briefkurs (Ask) ist der Preis, zu dem ihr aktuell kaufen könnt. Er ist meist höher als der Geldkurs.

Der Kurs, den euer Broker prominent anzeigt, ist häufig der letzte gehandelte Kurs oder ein Mittelwert. Er dient zur Orientierung, ist aber nicht automatisch der Preis, zu dem eure Order ausgeführt wird.

Mit einer Limit-Order tragt ihr euch im Hintergrund in das sogenannte Orderbuch ein. Dort stehen alle Kauf- und Verkaufsaufträge, sortiert nach dem angebotenen Preis und dem Zeitpunkt der Auftragserteilung.

Man kann sich das wie einen Markt mit Warteschlange vorstellen: Orders mit dem besseren Preis stehen vorne. Bei gleichem Preis wird die Order bedient, die früher eingestellt wurde. Wird euer Limit erreicht, heißt das daher nicht automatisch, dass eure Order sofort ausgeführt wird. Zuerst werden alle Orders bedient, die einen besseren Preis haben oder zum gleichen Preis, aber früher eingestellt wurden. Erst wenn ihr an der Reihe seid und ausreichend Stücke verfügbar sind, kommt es zur Ausführung.

Warum wird meine Limit-Order nicht ausgeführt?

Wenn eine Limit-Order offen bleibt, liegt es meist an der Marktsituation oder an der Preisstellung im Orderbuch. Die folgenden Punkte gehören zu den häufigsten Gründen:

  • Der handelbare Preis wurde nicht erreicht: Beim Kauf lag der Briefkurs über eurem Limit, beim Verkauf der Geldkurs darunter.

  • Andere Orders hatten Priorität: Zum gleichen Preis lagen bereits frühere Orders im Orderbuch.

  • Nicht genug Volumen zum Limitpreis verfügbar: In diesem Fall kann es zu einer Teilausführung kommen oder die Order bleibt teilweise offen.

  • Zu eng gesetztes Limit in bewegten Märkten: Der Kurs erreicht euer Limit nur kurzzeitig, während sich Bid und Ask schnell verschieben.

Wie finde ich den richtigen Limit-Kurs?

Ein gutes Limit orientiert sich an den aktuell handelbaren Preisen und an der Marktsituation. Ziel ist ein Preis, der für euch akzeptabel ist und gleichzeitig realistische Chancen auf Ausführung hat.

Dabei geht es nicht um die grundsätzliche Frage, ob ein Preis inhaltlich fair oder attraktiv ist. Diese Entscheidung basiert auf eurer eigenen Analyse, Recherche oder Anlagestrategie. In diesem Abschnitt schauen wir ausschließlich darauf, wie ihr ein Limit technisch sinnvoll setzt, damit eure Order korrekt und planbar ausgeführt werden kann.

1.

Auf den richtigen Preis schauen

Wenn ihr ein Limit setzt, solltet ihr euch nicht am „großen Kurs“ orientieren, der in der App prominent angezeigt wird. Dieser Kurs ist oft nur ein Richtwert, etwa der zuletzt gehandelte Preis oder ein Mittelwert. Er sagt nicht zuverlässig, zu welchem Preis ihr in diesem Moment wirklich kaufen oder verkaufen könnt.

Für die Ausführung zählt immer, wie oben schon erwähnt, der handelbare Preis:

  • Beim Kauf zählt der Briefkurs (Ask)
    Das ist der Preis, den Verkäufer:innen aktuell mindestens haben wollen. Wenn ihr kaufen wollt, müsst ihr diesen Preis bezahlen. Ein Kauf-Limit wird nur ausgeführt, wenn der Ask auf euer Limit fällt oder darunter liegt.

  • Beim Verkauf zählt der Geldkurs (Bid)
    Das ist der Preis, den Käufer:innen aktuell zu zahlen bereit sind. Wenn ihr verkauft, bekommt ihr diesen Preis. Ein Verkaufs-Limit wird nur ausgeführt, wenn der Bid euer Limit erreicht oder darüber liegt.

Praktisch heißt das: Wenn ihr ein Kauf-Limit setzt, schaut auf den Ask und überlegt: „Wie viel bin ich maximal bereit zu zahlen?“ Liegt der Ask gerade bei 100,20 €, dann führt ein Kauf-Limit von 100,00 € nicht zur Ausführung. Eure Order wartet, bis Verkäufer:innen bereit sind, für 100,00 € oder weniger zu verkaufen.

Wenn ihr ein Verkaufs-Limit setzt, schaut auf den Bid und überlegt: „Ab welchem Preis will ich mindestens verkaufen?“ Liegt der Bid bei 99,80 €, dann wird ein Verkaufs-Limit von 100,00 € nicht ausgeführt. Erst wenn Käufer:innen 100,00 € oder mehr bieten, kommt der Verkauf zustande.

2.

Den Spread mitdenken

Der Spread zeigt, wie weit Kauf- und Verkaufspreis auseinanderliegen. Je größer dieser Abstand ist, desto vorsichtiger solltet ihr mit sehr engen Limits sein. Bei engen Spreads, etwa bei großen ETFs zu Xetra-Zeiten, können Limits nah am aktuellen Preis sinnvoll sein. Wird der Spread größer, steigt das Risiko, dass ein zu knapp gesetztes Limit schlicht nicht erreicht wird oder lange im Orderbuch liegen bleibt.

3.

Realistisch bleiben

Ein Limit ist kein Wunschpreis. Wer zu ambitioniert ansetzt, etwa deutlich unter dem aktuellen Briefkurs beim Kauf, muss damit rechnen, dass die Order nicht ausgeführt wird. Gerade in ruhigen Märkten bewegen sich Kurse oft nur langsam. Ein sehr enges oder weit entferntes Limit kann dann über Tage oder Wochen liegen bleiben, ohne dass etwas passiert.

Wann ist eine Limit-Order sinnvoll – und wann nicht?

Eine Limit-Order ist ein hilfreiches Werkzeug, aber nicht in jeder Situation die beste Wahl. Ob sie sinnvoll ist, hängt davon ab, wie ihr investiert, in welchem Marktumfeld ihr handelt und ob euch der konkrete Preis wichtiger ist als eine sofortige Ausführung.

Unsere Übersicht zeigt, wann Limit-Orders sinnvoll sein können – und wann eher nicht:

  • Bei geplanten Investitionen
    Wer vorab festlegt, zu welchem Preis gekauft oder verkauft werden soll, trifft strukturiertere Entscheidungen und handelt weniger impulsiv.

  • Größere Beträge
    Schon kleine Preisabweichungen können bei größeren Orders spürbare Auswirkungen haben. Ein Limit sorgt dafür, dass der Preis im Rahmen bleibt.

  • Illiquide Werte oder spezielle ETFs
    Bei dünnem Handel schützt ein Limit davor, mehrere Preisstufen im Orderbuch zu durchlaufen.

  • Handel außerhalb der Kernzeiten
    Morgens, abends oder bei internationalen Märkten sind Spreads oft größer. Ein Limit begrenzt das Risiko ungünstiger Ausführungen.

  • Wenn der Preis wichtiger ist als die sofortige Ausführung
    Die Order darf auch liegenbleiben, solange der gewünschte Preis nicht erreicht ist.

  • Wenn ihr langfristig und passiv Vermögen aufbauen wollt
    Wer regelmäßig investiert und Jahrzehnte Zeit hat, muss nicht jeden Einstieg optimieren. Hier zählt vor allem „Zeit im Markt“, kein Timing des Markts. Bei Sparplänen sind Limits in der Regel ohnehin nicht möglich.

  • Wenn eine sofortige Ausführung entscheidend ist
    Müsst ihr schnell reagieren oder eine Position zügig auf- oder abbauen, kann eine Market Order praktischer sein.

  • Bei sehr engen Spreads und hoher Liquidität
    In ruhigen Marktphasen ist der Preisunterschied oft minimal. Hier bringt ein Limit kaum Vorteile.

  • Bei sehr kurzfristigem Handel
    Wer häufig handelt, muss Limits ständig anpassen. Das erfordert Aufmerksamkeit und Disziplin.

  • Wenn Unsicherheit über einen realistischen Preis besteht
    Wird ein Limit ohne klare Preisvorstellung gesetzt, bleibt die Order oft lange liegen oder wird nie ausgeführt.

Welche Risiken gibt es bei einer Limit-Order?

Eine Limit-Order schützt vor ungünstigen Preisen, ist aber kein Garant für eine Ausführung. Die größten Risiken entstehen nicht durch das Instrument selbst, sondern durch unrealistische oder unbedachte Einstellungen.

  • Limit wird nie erreicht
    Wird das Limit zu ambitioniert gesetzt, bleibt die Order im Orderbuch liegen. Das ist die Konsequenz einer Preisvorstellung, die der Markt nicht hergibt.

  • Vergessene Orders
    Limits können über Tage oder Wochen gültig sein. Wird die Gültigkeit nicht im Blick behalten, kann eine Order zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden, der nicht mehr zur ursprünglichen Einschätzung passt.

  • Zu enge Limits in bewegten Märkten
    In hektischen Marktphasen können sich Bid und Ask schnell verändern. Sehr eng gesetzte Limits führen dann häufig dazu, dass die Order nicht ausgeführt wird, obwohl der Kurs kurzzeitig in die gewünschte Richtung läuft.

  • Teilausführungen und Kosten
    Wird eine Order nur teilweise ausgeführt, kann es zu mehreren Ausführungen kommen. Je nach Broker können dabei zusätzliche Gebühren anfallen.

Wie setze ich eine Limit-Order?

Die Aufgabe einer Limit-Order läuft bei den meisten Brokern sehr ähnlich ab. Unterschiede gibt es im Detail, die grundlegenden Schritte sind jedoch nahezu identisch.

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung orientiert sich am Broker Scalable Capital* und zeigt, an welchen Stellen ihr ein Verkaufs-Limit und den Handelsplatz festlegt und wie ihr eure Order bei Bedarf wieder stornieren könnt.

Schritt 1: Navigiert zum Wertpapier, für das ihr die Limit-Order einrichten möchtet. Klickt auf den roten „Verkaufen“-Button. Bei einer Limit-Order handelt es sich nämlich um einen Verkauf, auch wenn er nicht unmittelbar stattfindet.

Möchtet ihr eine Limit-Verkaufsorder aufgeben, klickt ihr zunächst auf den Button „Verkaufen“.

Schritt 2: Als Nächstes legt ihr fest, für wie viele Anteile ihr die Limit-Order aufgeben möchtet. Alternativ könnt ihr auch einen Zielbetrag angeben.

Anschließend gebt ihr den Betrag oder die Stückzahl ein, die ihr verkaufen möchtet.

Schritt 3: Optional könnt ihr einen Handelsplatz auswählen, über den eure Limit-Order ausgeführt werden soll. Zur Auswahl stehen etwa Börse München (gettex), EIX oder Xetra. Die Euroangaben hinter den Handelsplätzen zeigen die Ordergebühren, die bei einer Ausführung über diesen Platz anfallen.

Wählt den Handelsplatz aus, über den die Order ausgeführt werden soll.

Schritt 4: Nachdem ihr Stückzahl oder Zielbetrag festgelegt und den Handelsplatz ausgewählt habt, klickt ihr auf „Order vorbereiten“.

Klickt auf „Order vorbereiten“.

Schritt 5: In der nächsten Ansicht legt ihr über die Auswahl der Orderart den Limitpreis fest. Dieser Preis bestimmt, zu welchem minimalen Preis ihr verkaufen möchtet. Anschließend klickt ihr auf „Verkaufen“, um die Order zu platzieren. Die Limit-Order wird damit ins System eingestellt, aber nicht sofort ausgeführt. Sie wird erst dann ausgeführt, wenn der Markt euren festgelegten Limitpreis erreicht oder übersteigt.

Legt nun den Limitpreis fest, zu dem euer Verkauf ausgeführt werden soll.

Schritt 6: Nach dem Absenden erhaltet ihr eine Bestätigung, dass euer Auftrag eingegangen ist und zur Ausführung gemäß eurer Anweisung weitergeleitet wurde.

Ihr erhaltet eine Bestätigung, dass euer Auftrag eingegangen ist.

Zusätzlich erscheint ein Popup, in dem ihr auswählen könnt, ob ihr bei einer Ausführung der Order per Benachrichtigung informiert werden möchtet.

Aktiviert die Benachrichtigung für den Fall, dass die Order ausgeführt wird.

Schritt 7: Wenn ihr die Details eurer Limit-Order noch einmal überprüfen möchtet, findet ihr sie auf der jeweiligen ETF-Detailseite in eurem Depot, im Bereich „Transaktionen“. Dass die Order noch nicht ausgeführt wurde, erkennt ihr daran, dass sie noch „ausstehend“ ist.

Unter „Transaktionen“ seht ihr, dass eure Order derzeit als ausstehend gekennzeichnet ist.

Schritt 8: Wenn ihr darauf klickt, könnt ihr euch die Orderdetails noch einmal in einer Übersicht ansehen und die Order bei Bedarf stornieren, sodass sie künftig nicht mehr ausgeführt wird.

In der Detailansicht der Order seht ihr alle Informationen und könnt die Order bei Bedarf stornieren.

Die Stornierung wird anschließend auf der Übersichtsseite der jeweiligen Aktie oder des ETFs angezeigt. In der Transaktionsliste erscheint hinter der Order nun der Hinweis „Storniert“.

Unter „Transaktionen“ seht ihr, dass die Order als storniert gekennzeichnet ist.

Wollt ihr zu einem bestimmten Preis kaufen, könnt ihr genauso mit einer Limit-Order arbeiten. Der Ablauf ist derselbe wie beim Verkauf. Statt auf „Verkaufen“ klickt ihr zu Beginn einfach auf „Kaufen“ und legt anschließend euren maximalen Kaufpreis als Limit fest. Die Order wird dann nur ausgeführt, wenn der Markt diesen Preis erreicht oder unterschreitet.

Das Setzen einer Order ist in der Regel kostenlos. Wenn ihr eure Meinung ändert, könnt ihr eine offene Order jederzeit kostenlos anpassen oder stornieren.

Welche Depots unterstützen Limit-Orders?

So ziemlich jeder moderne Broker unterstützt Limit-Orders, sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf. Bei allen 16 Anbietern aus unserem Depot-Vergleich zählen Limit-Orders zur Standardausstattung. Unterschiede gibt es vor allem bei erweiterten Ordertypen wie Trailing-Stop-Orders oder One-Cancels-Other-Order.

Hier seht ihr, welche Ordertypen von welchen Anbietern unterstützt werden:

Traders Place
Trade Republic
Smartbroker
Scalable Capital
S Broker
Postbank
N26
maxblue
justTRADE
ING
flatex
finanzen.net zero
DKB
Consorsbank
comdirect
1822direkt
Market-Order
Limit-Order
Stop-Order
Stop-Limit-Order
Trailing-Stop-Order
One-Cancels-Other-Order
Market-to-Limit-Order
If-Done-Order
Summe
4
3
6
4
6
4
1
3
6
6
6
6
5
6
5
6

Ausführliche Testberichte und Vergleiche der Broker findet ihr hier:

1.
Scalable Capital
1,4
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2.
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Testergebnis
sehr gut
3.
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1,5
Testergebnis
gut
4.
Traders Place
1,6
Testergebnis
gut
6.
Trade Republic
1,8
Testergebnis
gut
7.
N26
2,0
Testergebnis
gut
8.
justTRADE
2,1
Testergebnis
gut
9.
flatex
2,2
Testergebnis
gut
10.
comdirect
2,2
Testergebnis
gut
11.
Consorsbank
2,3
Testergebnis
gut
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Depot Vergleich 2026 – Die besten 5 Broker im Test

Alternativen zur Limit-Order

Eine Limit-Order gibt euch Kontrolle über den Preis, garantiert aber keine Ausführung. Je nach Ziel kann es sinnvoll sein, auf andere Ordertypen oder Strategien zurückzugreifen. Welche Alternative passt, hängt davon ab, ob euch der Preis oder die sichere Ausführung wichtiger ist.

Neben der Limit-Order gibt es weitere Orderarten, die Kauf- oder Verkaufsentscheidungen automatisieren, aber andere Schwerpunkte setzen:

  • Stop-Order (Stop-Loss)
    Eine Stop-Order wird erst aktiv, wenn ein festgelegter Kurs erreicht wird. Ab diesem Punkt wird sie als Market Order ausgeführt. Sie wird häufig zur Verlustbegrenzung genutzt und schützt nicht vor schlechten Ausführungspreisen bei Kurslücken.

  • Stop-Limit-Order
    Die Stop-Limit-Order kombiniert Stop- und Limit-Order, indem bei Erreichen des Stop-Kurses eine Limit-Order in den Markt gelegt wird. Sie bietet mehr Preiskontrolle als eine klassische Stop-Order, garantiert aber keine Ausführung.

  • Trailing-Stop-Order
    Eine Trailing-Stop-Order passt sich automatisch an steigende Kurse an. Der Stop-Kurs folgt dem Kurs mit einem festgelegten Abstand nach oben.

    Beispiel: Ihr setzt einen Trailing Stop mit 10 % Abstand. Steigt der Kurs von 100 auf 110 €, zieht der Stop von 90 auf 99 € nach. Fällt der Kurs anschließend, bleibt der Stop stehen und wird bei Erreichen ausgelöst.

Fazit: Limit-Orders als Werkzeug für mehr Preiskontrolle

Mit einer Limit-Order legt ihr fest, zu welchem Preis ihr kaufen oder verkaufen wollt. Das kann euch vor unangenehmen Überraschungen schützen – etwa bei größeren Spreads oder in unruhigen Marktphasen. Gleichzeitig gilt: Wird euer Preis nicht erreicht, bleibt die Order offen. Entscheidend ist, dass ihr realistische Limits setzt und offene Orders im Blick behaltet.

Limit-Orders sind vor allem bei einzelnen, bewusst geplanten Käufen oder Verkäufen sinnvoll. Wer langfristig und überwiegend per Sparplan investiert, muss sich darum meist nicht kümmern. Beim Vermögensaufbau über Jahre zählt vor allem, investiert zu sein – nicht der perfekte Einstieg.

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Henriette Dieckhoff ist Finanzcoach aus Berlin und darauf spezialisiert, vornehmlich Frauen zu empowern, ihre Finanzen eigenständig zu meistern. In Workshops, Vorträgen und Coachings vermittelt sie mit Leichtigkeit und Leidenschaft, wie ein souveräner Umgang mit Geld gelingt – inklusive erfolgreichem Investieren in ETFs.
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