Geldanlage

Geld anlegen für Anfänger:innen: So gelingt euch euer Start an der Börse

Letzte Aktualisierung
29. Sept. 2026
* Werbehinweis: Für Links auf dieser Seite erhält Zendepot.de ggf. eine Provision vom Anbieter. Das hat keinen Einfluss auf die Bewertung – unsere Empfehlungen sind immer redaktionell unabhängig.

„Eigentlich müsste ich mein Geld auch endlich anlegen“ – und dann wird der Plan doch wieder auf die lange Bank geschoben. Häufig finden Anfänger:innen nicht den richtigen Zugang oder trauen sich nicht zu, eigenständig mit dem Vermögensaufbau zu starten. Dabei ist der erste Schritt gar nicht so schwer.

In unserem Artikel zeigen wir euch, wie ihr auch ohne großes Vorwissen mit dem Investieren starten könnt und welche Optionen es gibt.

Kostenloser E-Mail-Kurs
„Ich zeige dir in nur 7 Tagen, wie du mit dem passiven Investieren startest“
Henriette von Zendepot
100 % kostenlos – jederzeit abmelden
Das Wichtigste in Kürze
  • Bevor ihr mit dem Investieren startet, solltet ihr eure Konsumschulden tilgen und einen Notgroschen aufbauen. So müsst ihr bei unerwarteten Ausgaben nicht auf eure Investments zurückgreifen.

  • Wie ihr das übrige Geld anlegt, hängt davon ab, wofür ihr spart, wann ihr das Geld wieder braucht und welche Kursschwankungen ihr aushalten könnt.

  • Für kurzfristige Sparziele können Tages- und Festgeld geeignet sein. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist der Aktienmarkt deutlich attraktiver. Allerdings solltet ihr nur Geld investieren, das ihr mindestens 10–15 Jahre nicht benötigt.

  • Mit einem breit gestreuten Aktien-ETF könnt ihr euer Geld auf viele Unternehmen, Länder und Branchen verteilen. Das reduziert euer Risiko, ihr müsst aber trotzdem zwischenzeitliche Kursverluste aushalten können.

  • Mit einem ETF-Sparplan könnt ihr jeden Monat automatisch Geld in einen ETF investieren. Ist der Sparplan einmal eingerichtet, müsst ihr nichts weiter tun – ihr baut ganz automatisch und passiv Vermögen auf.

Was bedeutet „Geld anlegen“ überhaupt?

Geld ist zunächst einmal zum Ausgeben da: Wir bezahlen damit im Alltag unsere Miete und unser Essen, es ermöglicht uns, in den Urlaub zu fahren oder uns andere Wünsche zu erfüllen. Wir können unser Geld aber auch investieren, um es wachsen zu lassen – damit wir uns später größere Wünsche erfüllen oder im Alter davon leben können.

Ein Ziel der Geldanlage ist, dass sich das Geld vermehrt. An der Börse kann man mithilfe eines Brokers Wertpapiere wie beispielsweise Aktien kaufen und darauf hoffen, dass ihr Wert steigt. Aber es gibt auch noch andere Gründe und Wege, Geld anzulegen – und die schauen wir uns in den folgenden Abschnitten an.

Warum solltet ihr euer Geld anlegen?

Wenn euer Geld auf eurem Girokonto liegt, hat dies einen Vorteil: Ihr könnt jederzeit darüber verfügen und es ausgeben. Allerdings ist genau das auch oft das Problem: Es kann sehr verführerisch sein und euch zum Konsum verleiten.

Es gibt drei gute Gründe, warum es ratsam ist, einen Teil eures Geldes zu investieren, solange ihr es nicht für die nötigen Belange im Alltag braucht:

  • 1.

    Schutz vor Konsum
    Wenn ihr einen Teil eures Geldes investiert, könnt ihr nicht so unmittelbar darauf zugreifen wie auf euer Guthaben auf dem Girokonto. Bevor ihr das Geld ausgeben könnt, müsstet ihr erst eure Wertpapiere verkaufen. Diese zusätzliche Hürde kann euch helfen, Konsum zu vermeiden.

  • 2.

    Wertverlust durch Inflation
    Erinnert ihr euch noch, was eine Kugel Eis gekostet hat, als ihr Kind wart? Inflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Durchschnitt steigen. Dadurch verliert euer Geld an Kaufkraft.

    Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 % an. 10.000 € auf einem unverzinsten Girokonto bleiben zwar 10.000 € – doch mit der Zeit könntet ihr euch für das gleiche Geld weniger leisten.

  • 3.

    Wertsteigerung durch den Zinseszinseffekt
    Legt ihr euer Geld langfristig an, könnt ihr von den möglichen Wertsteigerungen und Erträgen wie Zinsen oder Dividenden profitieren. Legt ihr diese Erträge erneut an, können auch sie wiederum neue Erträge erwirtschaften. So wachsen euer investiertes Geld und die bereits erzielten, wiederangelegten Erträge weiter. Je länger ihr investiert bleibt, desto stärker kann dieser sogenannte Zinseszinseffekt wirken.

Ihr wollt den Zinseszinseffekt in Aktion sehen? Unser Zinseszinsrechner verdeutlicht, wie stark sich das Wiederanlegen eurer Erträge langfristig auf den Wert eures Investments auswirken kann:

Startkapital
10.000 €
Monatliche Sparrate
0 €
Anlagedauer
10 Jahre
Zinssatz
6 % p.a.
Bei einem Startkapital von 10.000 €, einer monatlichen Sparrate von 0 € und 6 % Zinsen über 10 Jahre, erhältst du insgesamt 8.194 € Zinsen, wenn du die Zinsen direkt reinvestierst.
Ohne das Reinvestieren der Zinsen hättest du nur 6.000 € Zinsen erhalten.
Der zusätzliche Ertrag durch den Zinseszins beträgt demnach 2.194 € (Zinseszinseffekt).
JahrStartkapitalMonatliche EinzahlungenWertsteigerung
110.000 €
617 €
210.617 €
1.272 €
311.272 €
1.967 €
411.967 €
2.705 €
512.705 €
3.489 €
613.489 €
4.320 €
714.320 €
5.204 €
815.204 €
6.141 €
916.141 €
7.137 €
1017.137 €
8.194 €
10.000 €
Einmalige Einzahlung
0 €
monatl. Einzahlungen
8.194 €
Zinsen
Berechnung anzeigen 

Welche Wege gibt es, um als Anfänger:in Geld zu investieren?

Es gibt viele Wege, wie ihr euer Geld anlegen könnt – aber nicht alle eignen sich für Anfänger:innen. Hier sind die Optionen, die ihr zumindest auf dem Schirm haben solltet:

  • Tagesgeld
    Das Tagesgeldkonto ist das bessere Sparbuch. Das Geld darauf ist täglich verfügbar. In der Regel werden hier Zinsen gezahlt, die allerdings von Bank zu Bank unterschiedlich hoch sind. Außerdem ist der Zinssatz nicht festgelegt. Die Bank kann den Zinssatz jederzeit ändern – im besten Fall sollte er die Inflation ausgleichen.

  • Festgeld
    Beim Festgeld steht der Zinssatz für eine vereinbarte Laufzeit fest. Während dieser Zeit könnt ihr meist nicht auf das Geld zugreifen. Manche Banken verlangen bei dieser Anlageform eine Mindesteinlage.

  • Aktien
    Mit einer Aktie kauft ihr einen kleinen Anteil an einem Unternehmen und partizipiert damit auch an dessen künftigen Gewinnen. Allerdings kann eine Aktie auch an Wert verlieren.

    Statt einzelne Aktien auszuwählen, könnt ihr auch in einen Fonds oder ETF investieren, der zahlreiche Aktien bündelt. Breit gestreute Aktien-ETFs verteilen euer Geld auf viele Unternehmen und eignen sich deshalb besonders gut für den langfristigen Vermögensaufbau (mehr dazu gleich).

  • Anleihen
    Mit einer Anleihe leiht ihr einem Staat oder Unternehmen Geld – ihr werdet also Kreditgeber:innen und bekommt hierfür Zinsen. Ein Anleihen-ETF bündelt viele solcher Wertpapiere.

    Ganz ohne Risiko geht dies allerdings nicht: Denn auch ein Schuldner kann zahlungsunfähig werden. Deswegen solltet ihr immer nur Geld verleihen, wenn z. B. das Land von den Rating-Agenturen hoch (z. B. AAA) eingestuft wird – wie es bei Deutschland der Fall ist.

Jede dieser Anlageklassen hat einen bestimmten Zweck. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich nicht nur auf eine Anlageklasse zu konzentrieren, sondern eine Mischung vorzunehmen. So könnt ihr euch je nach eurem persönlichen Risikoempfinden ganz individuell aufstellen.

Die folgende Tabelle zeigt euch, welches Risiko ihr euch mit den einzelnen Anlageklassen ins Depot holt, wie hoch die zu erwartende Rendite durchschnittlich sein kann und wofür sich das Investment eignet:

Anlageklasse

Risiko

Realistische Rendite p.a.

geeignet für …

Tagesgeld

Gering – Einlagen sind in der Regel bis zu 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich abgesichert.

0,5–3,4 %

… euren Notgroschen oder für kurzfristige Sparziele wie Urlaube oder eine größere Anschaffung. Kann aber auch als defensiver Depotbaustein genutzt werden. Achtet auf eine gute Verzinsung.

Festgeld

Gering – Einlagen sind in der Regel bis zu 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich abgesichert.

2–3,52 %

… planbare Ziele in z. B. ein bis drei Jahren. Der Zinssatz liegt meist etwas über dem Tagesgeld.

Anleihen-ETF

Mittel-gering – Kurs und Rückzahlung hängen vom Marktzins und von der Bonität des Herausgebers ab; bei einem Zahlungsausfall ist ein Totalverlust möglich.

2-4 %

… Stabilität in eurem Depot. Da Anleihen-ETFs nicht so stark schwanken wie Aktien-ETFs, eignen sie sich als risikoarmer Portfoliobaustein.

Aktien-ETF

Mittel – die breite Streuung kann das Risiko gegenüber einzelnen Aktien verringern. Entscheidend sind Zusammensetzung, Gewichtung und Anlagebereich des ETFs.

6–8 %

… euren langfristigen Vermögensaufbau. Durch die breite Diversifikation ist das Risiko geringer als bei Einzelaktien. Trotzdem können die Kurse zwischenzeitlich stark fallen. Investiert daher nur Geld, das ihr mindestens zehn bis 15 Jahre lang nicht braucht.

Einzelaktien

Hoch – die Kurse können stark schwanken; auch ein Totalverlust ist möglich.

stark abhängig vom Unternehmen

… eine gezielte Ergänzung eures Depots, wenn ihr euch intensiv mit einzelnen Unternehmen beschäftigen möchtet. Die Verluste können deutlich höher ausfallen als bei einem breit gestreuten Aktien-ETF, da ihr auf einzelne Werte wettet.

Die Renditeangaben beziehen sich auf den Stand September 2026 und sind bei jeder Anlageklasse stark marktabhängig.

Warum ETFs eine gute Option für Anfänger:innen sind

Welche Anlageform für euch passt, hängt also vor allem davon ab, wann ihr das Geld wieder braucht und wie viel Risiko ihr eingehen möchtet. Für den Notgroschen und kurzfristige Ziele sind Tages- und Festgeldkonten ein guter Parkplatz. Anleihen können einen defensiveren Baustein im Portfolio bilden.

Wenn ihr hingegen über viele Jahre Vermögen aufbauen möchtet, führt kaum ein Weg am Aktienmarkt vorbei.

Am Aktienmarkt könnt ihr allerdings auch viel Geld verlieren. Die Gewinner von morgen zu finden, ist gar nicht so einfach – sonst würde es ja jeder tun. Setzt ihr bei einer Einzelaktie aufs falsche Pferd, droht im schlimmsten Fall sogar ein Totalverlust.

Genau hier kommen ETFs ins Spiel. Ein ETF ist ein Korb voller Wertpapiere. Ihr müsst also nicht selbst einzelne Unternehmen auswählen, sondern könnt euer Geld auf einen Wisch in Hunderte oder sogar Tausende Aktien investieren.

ETFs funktionieren also ähnlich wie klassische Fonds. Der Unterschied liegt in der Verwaltung: Bei ETFs bestimmen (meist) keine Fondsmanager:innen, welche Aktien enthalten sind. Stattdessen bilden sie automatisch einen bestimmten Börsenindex nach. Dadurch sind ETFs in der Regel deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Es gibt unterschiedliche Arten von ETFs. Für Anfänger:innen, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, sind vor allem breit gestreute Welt-ETFs interessant. Damit könnt ihr branchenübergreifend in Unternehmen auf der ganzen Welt investieren und vom Wachstum der Weltwirtschaft profitieren.

Hier sind die wichtigsten Vorteile von ETFs im Überblick:

  • Geringeres Risiko als bei Einzelaktien
    Wenn ihr in einen Aktien-ETF investiert, der z. B. die gesamte Weltwirtschaft abdeckt, dann seid ihr mit nur einem Kauf in über 3.000 Unternehmen gleichzeitig investiert. Damit streut ihr euer Risiko, weil ihr nicht, wie bei Einzelaktien, alles auf ein Pferd setzt.

  • Geringe Kosten
    ETFs zählen zu den günstigsten Möglichkeiten, breit gestreut am Kapitalmarkt zu investieren. Die laufenden Kosten, ausgedrückt durch die TER (Total Expense Ratio), liegen bei breit gestreuten Standard-ETFs bei etwa 0,1 bis 0,4 % pro Jahr.

  • Wenig Kapital notwendig
    Mit einem monatlichen Sparplan könnt ihr auch schon mit kleinen Beträgen in einen ETF investieren. Dies ist bei den meisten Brokern schon ab 25 € möglich, bei einigen Brokern sogar bereits ab 1 €.

  • Einfacher Zugang zu vielen Ländern und Branchen
    Mit einem breit gestreuten ETF könnt ihr gleichzeitig in viele Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen investieren. Wie breit euer Geld verteilt ist, hängt vom abgebildeten Index ab.

  • Transparente Geldanlage
    Bei einem physisch replizierenden ETF könnt ihr genau nachvollziehen, welche Wertpapiere der Fonds hält. Ihr könnt außerdem sehen, wie stark einzelne Unternehmen, Branchen und Länder gewichtet sind. Das macht ETFs besonders transparent.

  • Zeitsparend Geld anlegen
    Ihr spart euch die zeitaufwendige Auswahl und den Kauf vieler einzelner Aktien. Ein Kauf reicht, um euer Geld auf mehrere Hundert oder sogar Tausend Unternehmen zu verteilen.

  • Kein Aktien-Expertenwissen notwendig
    Wenn ihr Einzelaktien auswählt, solltet ihr euch mit Geschäftsmodellen, Bilanzen und Kennzahlen beschäftigen. Bei einem breit gestreuten ETF müsst ihr hingegen nicht jedes Unternehmen einzeln analysieren.

So investiert ihr in fünf Schritten

Bevor ihr mit dem Vermögensaufbau mit ETFs anfangt, solltet ihr unbedingt als Erstes teure Konsumschulden tilgen und einen Notgroschen aufbauen. So müsst ihr bei unerwarteten Ausgaben, etwa einer hohen Arztrechnung oder einer kaputten Waschmaschine, nicht auf eure Investments zurückgreifen.

Ist dies erledigt, könnt ihr mit dem Investieren starten. Wir zeigen euch, mit welchen fünf Schritten ihr direkt loslegen könnt:

1.

Legt eure Sparrate, euer Ziel und den Anlagezeitraum fest

Bestimmt zuallererst, welchen Betrag ihr regelmäßig investieren möchtet. Ihr solltet am besten eine Sparrate wählen, die ihr auch konstant durchhalten könnt. Bereits kleine Beträge ab 25 € können für den Anfang ausreichen – wollt ihr nach einiger Zeit mehr investieren, könnt ihr den Sparplan jederzeit kostenfrei anpassen.

Überlegt euch außerdem, wofür ihr das Geld anlegt und wann ihr es wieder braucht. Geld für kurzfristige Ziele wie einen Urlaub oder neue Möbel ist auf einem Tagesgeldkonto besser aufgehoben als im Depot. Geld, das ihr in einen Aktien-ETF investiert, solltet ihr dagegen mindestens in den nächsten zehn bis 15 Jahren nicht benötigen.

Denkt außerdem darüber nach, wie ihr auf Kursschwankungen reagieren würdet. Sicherlich, das ist in der Theorie etwas schwierig. Ihr könnt euch aber fragen, ob ihr generell eher ein ängstlicher Typ seid oder risikoaffin. Wer jetzt schon weiß, dass Kursverluste euch nachts nicht schlafen lassen, sollte den defensiven Anteil in Anleihen-ETFs oder auf dem Tages- oder Festgeld höher gewichten.

2.

Eröffnet euer Depot und richtet den Freistellungsauftrag ein

Wollt ihr ETFs kaufen, benötigt ihr ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Das Depot ist das Konto, über das ihr eure Wertpapiere verwaltet.

Video
Depot Vergleich 2026 – Die besten 5 Broker im Test

Wir haben in unserem Depot-Vergleich 17 Anbieter ausgiebig getestet. Hier findet ihr das Ranking der Anbieter, mit Links zu ausführlichen Testberichten:

0,00 €
Depotgebühr
Scalable Capital
0,00 €
Depotgebühr
Traders Place
0,00 €
Depotgebühr
Smartbroker
0,00 € !
Depotgebühr
Trading 212
alle anzeigen

Tipp: Wenn ihr euer Depot eröffnet habt, solltet ihr sofort euren Freistellungsauftrag einrichten. Damit bleiben Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr steuerfrei. Zusammen veranlagte Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können 2.000 € nutzen.

Mehr zum Thema Steuern bei ETF‑Investments lest ihr in unserm Artikel „ETFs und Steuern“.

3.

Wählt einen breit gestreuten ETF aus

Das beste Basis-Investment für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein breit gestreuter Welt-ETF. Damit investiert ihr auf einen Schlag in Hunderte oder sogar Tausende Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen.

Dafür gibt es unterschiedliche Welt-Indizes, die sich vor allem darin unterscheiden, welche Länder und Unternehmen sie abdecken: Der MSCI World enthält beispielsweise Aktien aus Industrieländern, lässt Schwellenländer aber außen vor. FTSE All-World und MSCI ACWI decken hingegen sowohl Industrie- als auch Schwellenländer ab.

ETFs ▼Wert der ETFs ▼⌀ Kosten ▲Positionen ▼
MSCI World
39 194,0 Mrd. € 0,18 % 1.284
FTSE All World
7 82,0 Mrd. € 0,13 % 3.759
MSCI ACWI
12 50,0 Mrd. € 0,21 % 2.331

Auf diese Indizes gibt es jeweils mehrere ETFs von unterschiedlichen Anbietern, die denselben Index nachbilden. Bei der Auswahl könnt ihr vor allem auf die Kosten und die Größe des ETFs achten. Wählt möglichst einen ETF mit niedriger TER und ausreichend hohem Fondsvolumen – mehr als 100 Mio. € sind ein guter Richtwert.

Hier findet ihr eine Auswahl günstiger ETFs auf breit gestreute Welt-Indizes:

Positionen ▼Anteil Top 10 ▼Anteil größtes Land ▼Anteil größte Branche ▼
Vanguard FTSE All-World
Thesaurierend
IE00BK5BQT80
3.75923,5 %59,5 %USA36,0 %Technologie
Vanguard FTSE All-World
Ausschüttend
IE00B3RBWM25
3.75823,5 %59,3 %USA35,4 %Technologie
iShares FTSE All World
Ausschüttend
IE000OL3XN92
2.73923,3 %59,9 %USA35,1 %Technologie
iShares FTSE All World
Thesaurierend
IE00097WZHZ9
2.73923,3 %59,9 %USA35,1 %Technologie
Amundi PEA Global (MSCI ACWI)
Thesaurierend
Swap
FR0014017NX3
2.331 - 61,9 %USA35,6 %Technologie
iShares MSCI ACWI
Thesaurierend
Swap
IE000CYC2B65
2.331 - 61,9 %USA35,6 %Technologie
BNP Paribas Easy MSCI ACWI
Thesaurierend
Swap
LU3243907741
2.33125,0 %61,9 %USA35,6 %Technologie
BNP Paribas Easy MSCI ACWI
Thesaurierend
Swap
LU3086265710
2.33125,0 %61,9 %USA35,6 %Technologie
iShares MSCI All Country World
Ausschüttend
IE0002FCUS29
2.33123,7 %61,9 %USA35,6 %Technologie
Scalable MSCI AC World Xtrackers
Thesaurierend
LU2903252349
2.33124,6 %61,9 %USA35,6 %Technologie
Zeige 1-10 von 19 ETFs
4.

Richtet einen Sparplan ein

Nun müsst ihr bei eurem Broker nur noch festlegen, wie viel Geld ihr in welchem Rhythmus investieren möchtet. In der Regel eignet sich eine monatliche Ausführung, gleich nach dem Gehaltseingang. Viele Broker ziehen das Geld ganz bequem direkt mit einem SEPA-Lastschriftverfahren von eurem Konto ein.

Bei den meisten Brokern ist die Einrichtung eines Sparplans sehr unkompliziert. Alex zeigt euch in unseren Tutorial-Videos, wie es bei ausgewählten Anbietern geht:

Scalable Capital Sparplan erstellen 2026 – Schritt-für-Schritt-Anleitung
8.587 Aufrufe
ING Sparplan erstellen 2026 – Schritt-für-Schritt-Anleitung
3.728 Aufrufe
Trade Republic Sparplan erstellen 2026 – Schritt-für-Schritt-Anleitung
32.202 Aufrufe
Trading 212 Pies: Der bessere ETF-Sparplan? [Anleitung]
2.214 Aufrufe
finanzen.net ZERO Sparplan erstellen 2026 – Schritt-für-Schritt-Anleitung
1.077 Aufrufe
SMARTBROKER+ Sparplan erstellen 2026 – Schritt-für-Schritt-Anleitung
1.050 Aufrufe
5.

Sparplan laufen lassen und anpassen

Ist der Sparplan eingerichtet, heißt es vor allem: dranbleiben. Kursschwankungen gehören zu einem Investment in Aktien-ETFs dazu. Fallen die Kurse, solltet ihr deshalb nicht aus Nervosität gleich euren Sparplan stoppen.

Ganz im Gegenteil: Bei niedrigeren Kursen bekommt ihr für eure Sparrate sogar mehr ETF-Anteile. Erholt sich der Markt später wieder, steigt auch der Wert dieser günstiger gekauften Anteile. Ob und wann sich die Kurse erholen, lässt sich allerdings nicht vorhersagen.

Überprüft euren Sparplan etwa einmal im Jahr. Fragt euch dabei: Passt meine Sparrate noch zu meinem Einkommen? Hat sich mein Sparziel verändert? Passen Anlagezeitraum und Risikoverteilung noch zu meiner Situation? Falls nicht, könnt ihr euren Sparplan entsprechend anpassen, pausieren oder wieder aufnehmen.

Habt ihr zwischendurch zusätzliches Geld übrig, könnt ihr auch eine Einmalzahlung in euren ETF tätigen. So könnt ihr zusätzliches Geld direkt für euren Vermögensaufbau nutzen.

Die häufigsten Anfängerfehler

Habt ihr euer Depot eröffnet und euren Sparplan eingerichtet, müsst ihr nicht mehr viel tun. Deshalb nennt man diesen Ansatz auch „passives Investieren“. Passiv bleiben ist aber auch eine Herausforderung: Was, wenn die Kurse in den Keller rutschen – oder der Markt boomt?

Viele Anlagefehler entstehen aus Emotionen wie Angst, Ungeduld und Unsicherheit. Damit ihr schon wisst, welche Fallen auf euch warten, haben wir die typischen Anfänger:innenfehler für euch gesammelt:

  • Auf den perfekten Zeitpunkt warten
    Der beste Zeitpunkt für den Start war immer gestern. Der zweitbeste ist heute. Jeder Tag, an dem euer Geld langfristig investiert ist, zählt. Wartet daher nicht auf ein höheres Einkommen oder vermeintlich bessere Einstiegsmomente am Markt.

  • Angst vor Verlusten haben
    Kursrücksetzer gehören zum Investieren in Aktien-ETFs dazu. Wer aus Angst, dass der Markt mal heruntergehen könnte, nicht mit dem Investieren startet, verpasst die Chance, von steigenden Märkten zu profitieren. Verluste sind erst einmal nur Buchverluste – erst wenn ihr in schwachen Marktphasen verkauft, realisiert ihr das Minus.

  • Die Sparrate zu hoch ansetzen
    Ist eure Sparrate zu hoch, müsst ihr euch im Alltag womöglich zu stark einschränken. Startet deshalb lieber mit einer Sparrate, die ihr problemlos durchhalten könnt. Nach ein paar Monaten könnt ihr sie immer noch erhöhen.

  • Ständig ins Depot sehen
    Wer sein Depot zu oft kontrolliert, kann schnell nervös werden, falls die Kurse absacken. Schaut also nicht ständig ins Depot, wenn sich an eurer Anlagestrategie ohnehin nichts geändert hat.

  • Den Freistellungsauftrag vergessen
    Ohne Freistellungsauftrag behält eure Bank Steuern auf Kapitalerträge ein. Dabei steht euch ein Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr zu. Zusammen veranlagte Ehepaare können 2.000 € nutzen. Habt ihr ihn vergessen, könnt ihr zu viel gezahlte Steuern über die Steuererklärung zurückholen – das ist jedoch Arbeit, die ihr euch sparen könnt.

  • Angst, etwas zu verpassen
    Gespräche über vermeintliche Hypes, die man auf gar keinen Fall verpassen sollte, erzeugen schnell das Gefühl, eine Chance zu verpassen. Ihr solltet keinen lauten Empfehlungen, gerade aus sozialen Medien, folgen, ohne sie gründlich zu prüfen.

Fazit: Nicht aller Anfang ist schwer

Viele schieben das Investieren vor sich her, weil sie Angst davor haben, Fehler zu machen. Ihr braucht aber für den Einstieg weder viel Geld noch tiefgreifendes Börsenwissen. Tilgt zuerst eure Konsumschulden und baut einen Notgroschen auf. Danach könnt ihr euch ein passendes Depot und einen breit gestreuten ETF suchen und mit eurem ersten Sparplan starten.

Setzt euch dabei nicht unter Druck, gleich die perfekte Entscheidung treffen zu müssen. Viel wichtiger ist, dass eure Geldanlage zu euren Zielen, eurem Anlagezeitraum und eurer Risikobereitschaft passt. Ihr könnt eure Sparrate später immer noch anpassen und eure Strategie über die Jahre weiterentwickeln.

Ist euer Sparplan einmal eingerichtet, müsst ihr nur noch dranbleiben. Dabei solltet ihr berücksichtigen, dass Kursschwankungen beim Investieren dazugehören. Die Erfahrung zeigt: Je länger und regelmäßiger ihr investiert, umso mehr wird eure Geldanlage zu einer neuen Gewohnheit. Und über die Jahre könnt ihr den Zinseszinseffekt in eurem Depot immer deutlicher sehen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld brauche ich, um mit dem Investieren zu beginnen?
⊖

Ihr braucht kein großes Kapital – auch mit kleinen Beträgen könnt ihr mit dem Investieren starten. Entscheidend ist, dass die Sparrate zu eurem Geldalltag passt.

Welche Geldanlage eignet sich für Anfänger:innen?
⊖

Bei kurzfristigen Sparzielen wie z. B. dem nächsten Urlaub oder einer neuen Küche eignet sich ein gut verzinstes Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Wollt ihr aber fürs Alter vorsorgen oder Vermögen aufbauen, ist ein breit gestreuter Welt-ETF eine gute Wahl.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Geld anzulegen?
⊖

Der perfekte Zeitpunkt bei einer langfristigen Geldanlage war immer gestern. Warum? Je länger ihr euer Geld investiert lasst, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken. Wenn ihr also vorhabt, mit dem Investieren zu starten, dann legt im besten Fall noch heute los – aber nur mit dem Geld, das ihr für 15 Jahre nicht benötigt.

Kostenloser E-Mail-Kurs
„Ich zeige dir in nur 7 Tagen, wie du mit dem passiven Investieren startest“
Henriette von Zendepot
100 % kostenlos – jederzeit abmelden
Henriette Dieckhoff ist Finanzcoach aus Berlin und darauf spezialisiert, vornehmlich Frauen zu empowern, ihre Finanzen eigenständig zu meistern. In Workshops, Vorträgen und Coachings vermittelt sie mit Leichtigkeit und Leidenschaft, wie ein souveräner Umgang mit Geld gelingt – inklusive erfolgreichem Investieren in ETFs.
* Werbehinweis: Bei mit einem Stern markierten Links erhält Zendepot.de ggf. eine Provision des Anbieters. Die Provision hat keinen Einfluss auf die redaktionelle Bewertung.
Mehr zum Thema