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Trading 212 vs. Trade Republic: Welcher Broker lohnt sich mehr?

Letzte Aktualisierung
1. Sept. 2026

Trading 212 gehört zu den günstigsten Neobrokern Europas und ist mittlerweile auch in Deutschland verfügbar. Bei dem britischen Anbieter könnt ihr Aktien und ETFs (unter bestimmten Voraussetzungen) kostenlos handeln. Die App ist modern und aufgeräumt, und seit Kurzem ist der Broker auch steuereinfach.

Doch wie schlägt sich der Broker im direkten Vergleich mit Trade Republic, dem größten Neobroker Deutschlands? Wo genau liegen die Unterschiede, und für wen lohnt sich welcher Broker? Wir zeigen es euch im Test.

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Trading 212
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Das Wichtigste in Kürze:
  • Trading 212 und Trade Republic haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Beide Neobroker sind günstig, unkompliziert und eignen sich gut für den langfristigen Vermögensaufbau mit ETFs.

  • Bei den Kosten hat Trading 212 die Nase vorn, denn Einzelkäufe – von Aktien und ETFs – sind hier oft provisionsfrei, während bei Trade Republic pauschal mindestens ein Euro pro Trade anfällt.

  • Trade Republic bietet dafür das breitere Anlageuniversum, denn neben Aktien und ETFs könnt ihr hier auch Anleihen, Optionsscheine, Zertifikate und Kryptowährungen direkt handeln.

  • Trading 212 wiederum überzeugt mit einigen besonderen Extras, allen voran den „Pie"-Sparplänen, einem Multiwährungskonto und einem überraschend zuverlässigen Support.

Trade Republic vs. Trading 212

Trade Republic und Trading 212 sind zwei Neobroker mit einem ähnlichen Angebot:

  • Trade Republic ist einer der größten und beliebtesten Broker Deutschlands. Das Berliner Unternehmen ging 2019 an den Markt und besitzt seit 2023 eine eigene Vollbanklizenz. Damit kann Trade Republic auch klassische Bankdienstleistungen wie Zinsen aufs Guthaben oder eine eigene Debitkarte anbieten. Der Fokus liegt aber weiterhin auf dem günstigen Handel mit Aktien und ETFs.

  • Trading 212 ist ein britischer Neobroker mit Sitz in London, der 2004 gegründet wurde. Wie viele Neobroker hat sich die Plattform vor allem mit günstigen Konditionen, attraktiven Zinsen und einer benutzerfreundlichen Smartphone-App einen Namen gemacht: Aktien und ETFs lassen sich hier – unter bestimmten Voraussetzungen – komplett kostenlos handeln.

In unserem Depot-Vergleich haben wir 17 Online-Broker gründlich getestet und nach festen Bewertungskriterien verglichen. Trading 212 (Note 1,5) und Trade Republic (Note 1,7) schnitten dabei ziemlich gut ab, weil sie – wie die meisten Neobroker – besonders günstige Konditionen und benutzerfreundliche Apps bieten.

Video
Depot Vergleich 2026 – Die besten 5 Broker im Test

Im folgenden Vergleich der beiden Neobroker schauen wir uns an, wo genau die Unterschiede zwischen den beiden Anbietern liegen, und gehen dafür sechs Kategorien einzeln durch. Am Ende wird sich zeigen, dass die beiden Neobroker – so viel sei verraten – mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen.

1.

Kosten & Gebühren

Bei beiden Anbietern sind die Kosten so niedrig, dass sie im Alltag kaum ins Gewicht fallen. Depotführung und Sparpläne sind bei beiden Brokern kostenlos – nur bei den Ordergebühren zieht Trading 212 an Trade Republic vorbei.

Trading 212 ist nämlich in Deutschland einer der wenigen verfügbaren Broker, der für Einzelkäufe von Aktien oder ETFs oft keine pauschale Gebühr erhebt. Während ihr bei den meisten Neobrokern rund 1 € pro Trade bezahlen müsst, könnt ihr hier in vielen Fällen provisionsfrei handeln – und das ohne Mindestbetrag.

Trading 212
Trade Republic
Kosten (30%)
Depotführung ?
5/5
Kostenlose Depotführung
5/5
kostenlos
Sparplankosten (ETF) ?
9/9
0,00 €
9/9
0,00 €
Kostenlose ETF-Sparpläne ?
5/5
alle
5/5
3.187
Handelskosten ?
9/9
0,00 €
8/9
1,00 €
Zinsen ?
2/2
Ja
2/2
Ja
  30 / 30 Punkte 29 / 30 Punkte

Kostenlose Depotführung

Eine Depotführungsgebühr gibt es bei keinem der beiden Anbieter. Euer Depot bleibt kostenlos, auch wenn ihr es zeitweise nicht aktiv nutzt. Das ist mittlerweile aber Standard und eine klare Erwartung an einen modernen Broker.

Kostenlose Sparpläne

Auch hier gibt es keine Unterschiede: Bei beiden Brokern sind Sparpläne kostenlos, und zwar auf das gesamte sparplanfähige Angebot. Wenn ihr überwiegend passiv investiert und euch mit ETF-Sparplänen langfristig ein Vermögen aufbauen wollt, müsst ihr euch bei beiden Anbietern keine Gedanken um die Kosten machen.

Ordergebühren: Kostenlos vs. Pauschale

Den größten Kostenunterschied gibt es bei den Einmalkäufen. Bei Trading 212 sind Käufe und Verkäufe von Aktien und ETFs gebührenfrei – unabhängig vom Ordervolumen fällt i. d. R. keine Provision an.

Trading 212 ist einer der wenigen Broker, bei denen ihr wirklich zum Nulltarif handeln könnt.

Bei Trade Republic kostet jede Order pauschal einen Euro. Das gilt aber nur für die automatische Bestpreis-Ausführung, bei der Trade Republic den günstigsten verfügbaren Handelsplatz selbst bestimmt. Möchtet ihr den Börsenplatz stattdessen selbst auswählen, werden zwei Euro fällig (jeweils zzgl. Spreads).

Bei Trade Republic kosten Trades etwas mehr als bei Trading 212, im Branchenvergleich sind die Ordergebühren aber weiterhin günstig.

Hier seht ihr die Ordergebühren im Vergleich:

Trade Republic
Trading 212
Kosten je Order
1-2 €
0 €
Kosten nach Order-Höhe
500 € Order
1 €
0 €
1.000 € Order
1 €
0 €
5.000 € Order
1 €
0 €
10.000 € Order
1 €
0 €
50.000 € Order
1 €
0 €
100.000 € Order
1 €
0 €

Sonstige Kosten bei Trading 212

Völlig kostenlos ist aber auch Trading 212 nicht. An zwei Stellen können Gebühren anfallen, die es in dieser Form bei Trade Republic nicht gibt:

  • 1) FX-Gebühr
    Kauft ihr ein Wertpapier in einer Fremdwährung – etwa eine US-Aktie in US-Dollar –, rechnet Trading 212 euren Betrag zum aktuellen Wechselkurs um und schlägt dabei 0,15 % auf.

    Diesen Kosten könnt ihr aus dem Weg gehen, indem ihr Wertpapiere direkt in Euro kauft oder Geld gleich in der passenden Währung einzahlt. Wenn ihr euer Geld aber nur in Euro habt, muss die Währungsumrechnung irgendwann trotzdem erfolgen, entweder bei Trading 212 oder bereits bei eurer Bank bzw. eurem Zahlungsdienstleister.

  • 2) Einzahlungsgebühr
    Überweisungen sind stets kostenlos, doch bei Einzahlungen per Kredit- oder Debitkarte, Google Pay oder Apple Pay fällt eine Gebühr von 0,7 % an, sobald ihr mehr als 2.000 € einzahlt. Nutzt also am besten die Überweisung oder bleibt unter der Grenze, um unnötige Kosten zu vermeiden. Denn jede Einzahlung wird addiert, bis 2000 € erreicht sind.

Die Nvidia-Aktie wird in US-Dollar gehandelt. Wir haben 10 € investiert und für die Umrechnung einen Cent bezahlt (FX-Gebühr = 0,15%).

Damit kommen wir zu folgender Bewertung in der Kategorie Kosten:

Gewinner: Trading 212

Bei den Kosten hat Trading 212 die Nase vorn. Als einer der wenigen Broker auf dem Markt lässt euch die Plattform Aktien und ETFs (unter den genannten Voraussetzungen) wirklich kostenlos handeln. Bei Trade Republic zahlt ihr mindestens einen Euro pro Trade – das ist zwar Neobroker-Standard und immer noch günstig, aber eben nicht ganz kostenlos.

Für langfristig orientierte Anleger:innen ist der Unterschied in der Praxis allerdings gering. Weil Sparpläne bei beiden Brokern kostenlos sind, fällt die 1 €-Pauschale bei Trade Republic nicht so sehr ins Gewicht.

2.

Handelsangebot

Genauso wichtig wie die Kosten ist die Frage, was ihr überhaupt handeln könnt. Hier zeigen sich die größten Unterschiede zwischen den beiden Brokern - und Trade Republic ist am Ende etwas breiter aufgestellt:

Trading 212
Trade Republic
Handelsmöglichkeiten (15%)
Anlageklassen ?
2.5/5
ETF Aktien Crypto
4/5
ETF Anleihen Aktien Crypto Optionsscheine Zertifikate
Anzahl ?
3/4
8.000 Aktien 5.000 ETFs
3.5/4
11.500 Aktien 3.187 ETFs
Unterstützte Handelsplätze ?
2.5/3
  • 2 Inlandsbörsen
  • Außerbörslich
  • USA
  • weitere Länder
2.5/3
  • 2 Inlandsbörsen
  • Außerbörslich
  • USA
  • weitere Länder
Ordertypen ?
1/2
Stop-Order Limit-Order Market-Order Stop-Limit-Order
0.75/2
Stop-Order Limit-Order Market-Order
Wertpapiere zeichnen ?
0/1
-
0/1
Nein
  9 / 15 Punkte 10.75 / 15 Punkte

Anlageklassen: Trade Republic bietet mehr

Beim normalen Invest-Konto beschränkt sich Trading 212 auf Aktien und ETFs. Anleihen, Fonds, Zertifikate oder Optionsscheine könnt ihr hier gar nicht handeln. Kryptowährungen gibt es nur indirekt über ETPs.

Bei Trade Republic ist die Auswahl breiter: Neben Aktien und ETFs handelt ihr hier auch Anleihen, Optionsscheine, Zertifikate und Kryptowährungen direkt. Nur klassische Investmentfonds fehlen bei beiden Anbietern.

Anzahl: Beide gut aufgestellt

Bei den reinen Zahlen liegen die Broker nah beieinander:

Trade Republic
Trading 212
Aktien
11.500
8.000
ETF
3.187
5.000
Fonds
Anleihen
Optionen
Optionsscheine
Zertifikate
Crypto
52
(ETP)

Trade Republic hat mehr Aktien im Angebot, Trading 212 mehr ETFs. Für die meisten Anleger:innen spielt das kaum eine Rolle: Alle wichtigen Titel für einen erfolgreichen Vermögensaufbau (etwa breite Welt-ETFs) findet ihr bei beiden Anbietern.

Handelsplätze

Lange lief bei Trade Republic alles nur über einen einzigen Handelsplatz (LS Exchange). Seit Juli 2026 hat sich das geändert: Der Broker ermittelt jetzt automatisch den besten Preis oder lässt euch aus rund 30 Handelsplätzen selbst wählen (dann zahlt ihr aber wie erwähnt etwas mehr – nämlich 2 € pro Trade).

Auch Trading 212 bietet Zugang zu mehreren Börsen im In- und Ausland sowie außerbörslichen Handel. Den Handelsplatz könnt ihr hier aber nicht selbst wählen – Orders laufen hier nur automatisch nach dem besten Preis, auch Best-Execution-Prinzip genannt.

Für langfristige Anleger:innen ist die Wahl der Börse ohnehin selten entscheidend.

Gewinner: Trade Republic

Beim Handelsangebot hat Trade Republic die Nase vorn. Der Broker bietet die breitere Auswahl an Anlageklassen – vor allem Anleihen, Optionsscheine und Krypto – und die größere Aktienauswahl. Trading 212 punktet mit der größeren ETF-Auswahl, bleibt bei den Anlageklassen aber auf Aktien und ETFs beschränkt. Es gibt zwar noch den CFD-Handel, aber von solchen Zocker-Papieren sollten Anfänger:innen besser die Finger lassen.

3.

Sparpläne

Beide Broker bieten gebührenfreie Sparpläne ab 1 € Mindestsparrate, gehen bei der Einrichtung aber unterschiedliche Wege.

Trading 212
Trade Republic
Sparpläne (20%)
Sparplan-Typen ?
4/6
ETF Aktien
4.5/6
ETF Aktien Crypto
Sparplan-Anzahl ?
8/8
8.000 Aktien 5.000 ETFs
7/8
3.806 Aktien 2.972 ETFs
Mindestsparbetrag ?
1/1
1 €
1/1
1 €
Ausführungsoptionen ?
3.5/5
  • 3 Intervalle
  • Automatische Wiederanlage
  • Lastschrifteinzug von Drittkonten
  • Mehrere Wertpapiere pro Sparplan
1.5/5
  • 3 Intervalle
  • Lastschrifteinzug von Drittkonten
  16.5 / 20 Punkte 14 / 20 Punkte

„Pies“ vs. Einzelsparpläne

Trade Republic setzt auf „normale“ Sparpläne mit einzelnen Wertpapieren. Ihr wählt ein Wertpapier, legt Rate und Intervall fest, und fertig. Das könnt ihr mit so vielen Aktien oder ETFs machen, wie ihr wollt. Das ist einfach, bietet aber wenig Extras. Ihr könnt die Sparrate etwa nicht automatisch erhöhen (Dynamisierung) oder einrichten, dass Dividenden automatisch wiederangelegt werden sollen.

Sparpläne sind bei Trade Republic wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich ausführbar.

Trading 212 nutzt für Sparpläne stattdessen seine sogenannte „Pie“-Funktion. Ein Pie ist ein Korb aus mehreren Aktien und ETFs, den ihr euch selbst zusammenstellt und mit einem Sparplan – bei Trading 212 heißt die Funktion „AutoInvest“ – besparen könnt.

Die Gewichtung legt ihr selbst fest, und sogar das Rebalancing übernimmt Trading 212 auf Wunsch automatisch. Damit lassen sich eigene Portfolios besonders einfach umsetzen und ganz automatisch in der gewählten Gewichtung halten.

Hier seht ihr ein einfaches Portfolio aus einem breiten Welt-ETF (90%) + Apple-Aktien (10%). Da wir „Selbstausgleichend“ gewählt haben, findet hier ein automatisches Rebalancing statt.

Bei den sparplanfähigen Titeln liegt Trading 212 vorn und bietet mehr Auswahl:

Trade Republic
Trading 212
ETF
2.972
5.000
Aktien
3.806
8.000
Fonds
Zertifikate
Crypto
52
(ETP)
Gewinner: Trading 212

Bei den Sparplänen hat Trading 212 die Nase vorn (16,5 zu 14 Punkten). Der Broker bietet mehr sparplanfähige Aktien und ETFs und punktet mit den flexiblen „Pies", die euch das Rebalancing abnehmen. Fürs ETF-Sparen sind aber beide Anbieter gut aufgestellt.

4.

Handelsplattform & App

Beide Broker setzen auf den mobilen Handel per Smartphone. Die Apps sind modern und einsteigerfreundlich, unterscheiden sich aber im Detail: Trading 212 bietet mehr Funktionen, Trade Republic ist etwas schlichter, was aber kein Nachteil sein muss.

Trading 212
Trade Republic
Einrichtung & Bedienung (20%)
Freischaltung ?
2/2
sofortige Freischaltung
2/2
Sofort
100% Digital ?
1/1
Ja
1/1
Ja
Ident-Verfahren ?
1/2
Identitätsnachweis + Überweisung
1/2
Video Foto
Benutzerfreundlichkeit ?
11/15
  • moderne, einfach zu bedienende Smartphone-App
  • viel Spielerei (Social-Funktionen, KI-Analysen)
  • brauchbares Web-Dashboard mit erweiterten Ansichten
12/15
  • Smartphone: modern und intuitiv
  • Neue Desktop-Oberfläche seit 2026 inkl. Profi-Funktionen für aktive Trader
  15 / 20 Punkte 16 / 20 Punkte

Kontoeröffnung: Bei beiden schnell

Die Einrichtung läuft bei beiden Brokern komplett digital und in wenigen Minuten ab. Ihr werdet direkt freigeschaltet und könnt sofort loslegen. Den Unterschied macht hier höchstens das Ident-Verfahren, das aber bei beiden unkompliziert ist. Bei Trade Republic nutzt ihr am besten den Video-Ident, bei Trading 212 reicht es, wenn ihr euren Ausweis und ein Foto von euch hochladet.

Smartphone-App: Zwei Ansätze

Trade Republic hält die App bewusst schlicht. Alle wichtigen Funktionen sind übersichtlich und schnell verinnerlicht, auch für Einsteiger:innen.

Die Trade Republic-App ist bewusst schlicht gehalten und konzentriert sich auf das Wesentliche: Geld einzahlen, suchen, kaufen, verkaufen.

Trading 212 packt deutlich mehr Funktionen in seine App. Neben dem Handel gibt es ein Multiwährungskonto für Guthaben in bis zu zwölf Währungen, KI-Analysen fürs Portfolio und Social-Funktionen, über die ihr die Portfolios anderer Nutzer:innen anschauen und kopieren könnt.

Trading 212 bietet neben dem Handel auch Communitys zum Austausch, KI-Analysen fürs Portfolio und öffentliche „Pies“, die ihr von anderen Nutzer:innen übernehmen könnt.

Das sorgt für mehr Möglichkeiten, kann aber auch ablenken. Für den langfristigen Vermögensaufbau braucht ihr die Social-Features und KI-Tipps grundsätzlich nicht – und fremde Portfolios solltet ihr ohnehin nicht blind übernehmen.

Am Desktop: Beide stark aufgestellt

Am Computer haben beide Broker in letzter Zeit nachgelegt. Trade Republic hat seine Weboberfläche im Juli 2026 grundlegend überarbeitet: Statt einer simplen Browser-Version der App gibt es jetzt ein professionelles Web-Terminal mit anpassbaren Widgets, Echtzeit-Marktdaten und einem Aktien-Screener.

Seit Juli 2026 bietet Trade Republic ein neues Web-Terminal mit Widgets, Echtzeitkursen und Aktien-Screener.

Auch Trading 212 bietet ein vollwertiges Web-Dashboard mit erweiterter Ansicht: größere Charts, mehr Analysewerkzeuge und eine professionelle Oberfläche. Wer lieber am großen Bildschirm handelt, ist damit bei beiden Brokern gut bedient.

Das Web-Dashboard von Trading 212 bietet eine erweiterte Ansicht mit größeren Charts und zusätzlichen Analysewerkzeugen.

Gewinner: Trade Republic

Rein nach Punkten liegt Trade Republic hier knapp vorn (16 zu 15). Die App ist aufgeräumt und für Einsteiger:innen besonders leicht zugänglich, weil sie sich aufs Wesentliche beschränkt.

Trading 212 bietet mit dem Multiwährungskonto und den Zusatzfunktionen dafür mehr Möglichkeiten. Am Desktop haben beide zuletzt deutlich nachgelegt und sind inzwischen etwa gleichauf, nur: Bei Trading 212 gibt es mehr Ablenkung für euch (Social Pies, KI-Analyse etc).

Am Ende ist die Wahl vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks.

5.

Support

Bei Neobrokern ist der Support oft die Schwachstelle – irgendwo müssen für die günstigen Preise schließlich Abstriche gemacht werden. Hier zeigt sich ein etwas größerer Unterschied zwischen den beiden Anbietern.

Trading 212
Trade Republic
Support (15%)
Support-Kanäle ?
2/3
  • E-Mail
  • Live-Chat
2/3
  • Chat
  • Telefon
Support-Qualität ?
4/6
  • schnelle Antworten, sowohl im Chat als auch per E-Mail
  • Antworten wirkten individuell
  • vermutlich automatisch übersetzt
2.5/6
  • in der Vergangenheit eher schwach
  • automatische Antworten, lange Wartezeit
  • gute Erfahrung mit neuem Telefon-Support
  • relativ kurze Wartezeit
  9 / 15 Punkte 5 / 15 Punkte

Trading 212: Schneller erreichbar

Direkte Hilfe bekommt ihr bei Trading 212 per Live-Chat und über ein Kontaktformular. Der Chat ist rund um die Uhr verfügbar. In unseren Tests dauerte es nur wenige Minuten, bis wir an einen Mitarbeiter weitergeleitet wurden, auch auf E-Mails kam schnell eine Antwort.

Die Antworten wirken allerdings maschinell ins Deutsche übersetzt – ein eigenes deutschsprachiges Support-Team scheint es nicht zu geben. Inhaltlich waren sie aber hilfreich.

Ein kleiner Vorbehalt: In den Kundenbewertungen wird der Support oft gelobt, doch Trading 212 fällt auch durch auffällig gleichförmige Empfehlungen im Netz auf. Solche Bewertungen solltet ihr daher mit etwas Vorsicht lesen.

Trade Republic: Neuer Telefon-Support

Trade Republic stand beim Support lange in der Kritik – vor allem wegen langer Antwortzeiten, automatisierter Erstreaktionen und des fehlenden Telefonsupports.

Seit April 2026 ist der Support wieder telefonisch erreichbar, und das laut Trade Republic rund um die Uhr. In ersten Tests funktionierte das gut: Nach etwa drei Minuten waren wir mit einer Mitarbeiterin verbunden, die kompetent weiterhalf.

Seit 2026 ist der Support wieder telefonisch erreichbar – laut Anbieter rund um die Uhr.

Ob sich das dauerhaft bestätigt, muss sich aber erst noch zeigen. In den Kundenbewertungen überwiegt bislang noch das negative Bild aus der Vergangenheit.

Gewinner: Trading 212

Nach Punkten liegt Trading 212 beim Support aktuell klar vorn (9 zu 5). Der Support war in unseren Tests schnell und zuverlässig erreichbar, was bei einem Broker dieser Preisklasse (leider) nicht selbstverständlich ist.

Trade Republic hat mit dem neuen Telefon-Support aber nachgebessert und in ersten Versuchen einen guten Eindruck hinterlassen. Ob die Besserung von Dauer ist, wird sich zeigen. Exzellenten Support solltet ihr bei beiden lieber nicht erwarten.

6.

Sicherheit

Gerade bei einem Broker aus England stellt sich für euch vielleicht die Frage nach der Sicherheit. Ein wenig Home Bias ist normal – vielen ist bei einer deutschen Firma einfach wohler. Doch wie sicher ist euer Geld hier wirklich?

Beide Broker werden von der deutschen BaFin reguliert und sind grundsätzlich seriöse Anbieter. Eure Wertpapiere sind bei beiden Sondervermögen: Sie gehören rechtlich immer euch und bleiben auch bei einer Pleite des Brokers geschützt.

Beim nicht investierten Bargeld funktionieren beide Broker fast identisch. Weder Trading 212 noch Trade Republic verwahren euer Geld selbst: Es liegt bei Partnerbanken und fließt ab bestimmten Beträgen teilweise in Geldmarktfonds.

Für das Guthaben bei den Partnerbanken greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank. Der Anteil im Geldmarktfonds ist dagegen als Sondervermögen geschützt.

Gewinner: Unentschieden

Beim Thema Sicherheit müsst ihr euch bei keinem der beiden große Sorgen machen, zumindest nicht mehr als bei anderen Brokern. Beide sind BaFin-reguliert und nutzen im Kern dieselbe Konstruktion zur Verwahrung eures Geldes. Eure Aktien und ETFs sind als Sondervermögen geschützt und gehören rechtlich immer euch, auch bei einer Insolvenz.

Da die gesetzliche Einlagensicherung aber bei 100.000 € pro Bank endet, kann für größere Summen ein Tagesgeldkonto bei einer klassischen Bank die bessere Wahl sein. Viele Banken sind zusätzlich Mitglied einer freiwilligen Einlagensicherung, die deutlich darüber hinausgeht.

7.

Zinsen & Extras

Neben dem reinen Wertpapierhandel bieten beide Broker einige Extras. Hier kommt es darauf an, was euch persönlich wichtig ist, denn beide Anbieter setzen unterschiedliche Schwerpunkte:

Zinsen aufs Guthaben: Trading 212 zahlt mehr

Auf euer nicht investiertes Guthaben zahlen beide Broker Zinsen. Geld, das gerade auf dem Verrechnungskonto des Brokers liegt oder auf die nächste Sparplan-Ausführung wartet, arbeitet also für euch.

Beim Zinssatz liegt aktuell Trading 212 vorn: Für Euro-Guthaben gibt es derzeit 3,5 % pro Jahr, die täglich berechnet werden. Bei Trade Republic sind es aktuell 2,25 %, monatlich ausgezahlt.

Beide Sätze können sich jederzeit ändern, vor allem wenn die EZB ihre Leitzinsen anpasst. Den genauen Wert solltet ihr also immer aktuell prüfen und das am besten in der App selbst. Die Angaben auf der offiziellen Website von Trading 212 können z. B. von der tatsächlichen Verzinsung in eurem Depot abweichen.

Debitkarte: Beide mit Cashback

Auch eine eigene Debitkarte bieten inzwischen beide Anbieter. Bei beiden fließt das Cashback allerdings in einen Sparplan, statt ausgezahlt zu werden.

Trade Republic gibt euch eine Visa-Debitkarte mit 1 % Saveback: 1 % eurer Kartenzahlungen (maximal 15 € im Monat) wandern automatisch in einen Sparplan eurer Wahl.

Voraussetzung ist ein laufender Sparplan von mindestens 50 € im Monat.

Bei Trade Republic fließen 1 % eurer Kartenzahlungen automatisch in einen Sparplan – maximal 15 € pro Monat.

Bei der 212-Card (Mastercard) von Trading 212 sind es seit Juni 2026 bis zu 1,5 % Cashback, ebenfalls gedeckelt bei 15 € im Monat. Der Haken: Ihr bekommt den Satz nur, wenn ihr zwei Bedingungen erfüllt.

Erstens müsst ihr „Cashback Reinvest“ aktivieren, wodurch euer Cashback automatisch in einen Pie investiert wird. Zweitens muss ein laufendes Abo (etwa Netflix oder Spotify) über die Karte abgebucht werden. Fehlt eine der beiden Bedingungen, sinkt euer Cashback auf 0 %.

Bis zu 1,5 % Cashback gibt es bei Trading 212 nur mit aktiviertem „Cashback Reinvest“ und einem laufenden Abo auf der Karte.

Schlussendlich sind sich beide Modelle sehr ähnlich: Das Cashback landet in jedem Fall in eurem Depot, nicht auf eurem Konto.

Weitere Extras

Trade Republic geht dank Vollbanklizenz über das reine Brokerage hinaus: Ihr bekommt ein Verrechnungskonto mit eigener IBAN, das wie ein Girokonto funktioniert.

Trading 212 punktet dafür mit dem Multiwährungskonto: Ihr könnt Guthaben in bis zu zwölf Währungen halten und internationale Aktien direkt in der jeweiligen Währung kaufen. Dazu kommen die bereits erwähnten „Pie“-Sparpläne.

Gewinner: Unentschieden

Hier kommt es darauf an, was euch wichtiger ist. Trade Republic bietet mit dem vollwertigen Konto dank eigener Banklizenz das rundere Banking-Paket. Trading 212 punktet dafür mit einem aktuell höheren Zinssatz, dem Multiwährungskonto und den Pie-Sparplänen.

Falls ihr noch mehr über die beiden Broker wissen wollt: Wir haben beide für euch getestet:

Fazit: Trading 212 liegt knapp vorne, aber...

... ganz so einfach ist es nicht. Weil die beiden Neobroker mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben, gibt es keinen eindeutigen Gewinner – und beide Plattformen haben Stärken und Schwächen.

  • Trading 212 ist günstiger und bietet etwas mehr Funktionen für erfahrenere Anleger:innen.

    Die „Pie“-Funktion mit kostenlosem Rebalancing ist praktisch, um komplexere ETF- und Aktienportfolios umzusetzen und automatisch in Balance zu halten (kostenloses Rebalancing). Das ist ein Feature, das es sonst kaum irgendwo kostenlos gibt (außer bei Robo-Advisorn). Und wer öfter einzelne Aktien oder ETFs handelt, fährt hier natürlich besser, weil das wirklich für null Euro möglich ist.

  • Trade Republic richtet sich stärker an Anleger:innen, die in erster Linie unkompliziert investieren möchten.

    Der Broker ist bewusst einfach aufgebaut und bietet mit Anleihen zudem eine Anlageklasse, mit der sich auch defensivere Portfolios aufbauen lassen. Das ist gut für vorsichtige Anleger:innen, die keine zu großen Schwankungen aushalten können. Der eine Euro mehr pro Trade ist verkraftbar: Wenn ihr hauptsächlich per Sparplan investiert, ist die Ordergebühr ohnehin nicht so wichtig, denn ETF-Sparpläne sind bei beiden Anbietern kostenlos.

Für ETF-Sparer:innen, die langfristig Vermögen aufbauen möchten, sind beide Broker eine gute Wahl. Falls ihr jedoch noch unentschlossen seid oder euch noch gründlicher mit anderen Brokern auseinandersetzen wollt, dann lest gerne unsere ausführlichen Depot-Testberichte oder schaut euch die aktuellsten Videos zu den Anbietern auf unserem Kanal an.

Video
Neobroker-Vergleich: Kampf der Discount-Depots

Häufig gestellte Fragen

Was ist besser: Trading 212 oder Trade Republic?

Das hängt von euren Zielen ab. Trading 212 ist günstiger (0 € pro Order) und gut für erfahrenere Anleger:innen, die mit den „Pies“ eigene Portfolios aufbauen wollen. Trade Republic ist leichter für Anfänger:innen, bietet das breitere Anlageuniversum – inklusive Anleihen – und die Sicherheit einer deutschen Vollbank. Für ETF-Sparpläne sind beide gut geeignet.

Ist Trading 212 in Deutschland steuereinfach?

Ja. Trading 212 führt die Kapitalertragsteuer auf Gewinne und Dividenden mittlerweile automatisch ans Finanzamt ab. Damit müsst ihr euch – anders als bei vielen anderen internationalen Brokern – nicht selbst um die Versteuerung in der Steuererklärung kümmern.

Ist mein Geld bei Trading 212 trotz Sitz in England sicher?

Grundsätzlich ja. Der Handel für deutsche Kund:innen läuft über die BaFin-regulierte Trading 212 EU GmbH (ehemals FXFlat), eure Wertpapiere sind als Sondervermögen geschützt. Beim nicht investierten Bargeld solltet ihr aber wissen, dass es teils in Geldmarktfonds liegt und daher nicht vollständig unter die gesetzliche Einlagensicherung fällt.

Was sind die „Pies" bei Trading 212?

Ein Pie ist ein selbst zusammengestellter Korb aus mehreren Aktien und ETFs (oder auch nur einem Papier), den ihr mit einem einzigen Sparplan besparen könnt. Die Gewichtung legt ihr selbst fest, und Trading 212 hält euer Portfolio auf Wunsch per kostenlosem Rebalancing automatisch in Balance – praktisch für alle, die eine eigene Strategie umsetzen wollen.

Kann ich bei beiden Brokern gleichzeitig ein Depot haben?

Ja, das ist problemlos möglich und nicht ungewöhnlich, da die Depotführung ja kostenlos ist. Manche nutzen zum Beispiel Trade Republic für Anleihen oder Krypto und Trading 212 für den kostenlosen Aktienhandel. Beachtet nur, dass ihr euren Sparerpauschbetrag dann per Freistellungsauftrag auf beide Depots aufteilen müsst.

Sollte ich wegen der 0 € Ordergebühr zu Trading 212 wechseln?

Für Einsteiger:innen ist der Kostenunterschied selten das entscheidende Argument. Der eine Euro bei Trade Republic (oder maximal zwei Euro) fällt beim langfristigen Vermögensaufbau kaum ins Gewicht, zumal Sparpläne bei beiden kostenlos sind. Wer allerdings häufig einzelne Aktien oder ETFs handelt, spart bei Trading 212 natürlich etwas Geld.

Top Depots 2026
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Benjamin Schulz ist Finanzredakteur aus München und schreibt seit vielen Jahren über Finanzen und ETF. Als Redakteur arbeitete er für größere Finanzportale, Plattformen zur Portfolioverwaltung, unabhängige Finanzberater und verfasste Texte für einen führenden Robo-Advisor. Bei Zendepot erklärt er komplexe Themen rund um ETFs, Geldanlage und Finanzbildung verständlich und anwendungsnah – mit Fokus auf nachhaltige, langfristige Strategien.
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