Der ultimative ETF Guide: Alles über Exchange Traded Funds

von Holger Grethe Letztes Update: 22. Jan 2017

Guide: ETF - Alles über Exchange Traded Funds

Börsengehandelte Indexfonds – im Englischen als Exchange Traded Funds oder ETFs bezeichnet – werden immer beliebter.

Wie für jedes andere Anlageprodukt gilt auch hier:

Du solltest dich mit der Funktionsweise sowie den Chancen und Risiken von ETFs vertraut machen, bevor du dein Geld investierst.

Dabei hilft dir dieser Guide.

In 5 Kapiteln findest du alles, was du unbedingt über ETFs wissen musst.

(Es schadet natürlich nicht, noch mehr über ETFs zu wissen. Aber mit diesem Guide bekommst du die wesentlichen Grundlagen in aller Kürze)

Bonus: Hol dir die PDF-Checkliste mit den 3 wichtigsten Kriterien zur ETF-Auswahl – direkt in deinen Posteingang (gratis)!

Die Geschichte der Indexfonds

Der erste Indexfonds wurde 1971 von der amerikanischen Wells Fargo Bank aufgelegt. Er blieb institutionellen Händlern vorbehalten.

1975 gründeten John Bogle und Burton Malkiel die Investmentgesellschaft Vanguard. Diese etablierte ein Jahr später mit dem “Vanguard 500” den ersten Indexfonds für Privatanleger.

Mit dem “Standard & Poor’s Depositary Receipt” (SPDR) kam 1993 der erste Exchange Traded Fund in den USA auf den Markt.

Seit April 2000 kann auch in Deutschland in ETFs investiert werden.

Warum aber sollte man das tun? Die Antwort ist einfach:

ETFs performen besser als klassische Investmentfonds

ETFs stellen eine sinnvolle Alternative zu klassischen Investmentfonds dar. Denn zahlreiche Studien belegen:

Die allerwenigsten aktiv gemanagten Aktienfonds schneiden selbst über kurze Zeiträume von nur zwei Jahren besser ab als ihr Vergleichsindex.

In einer Untersuchung des Indexbetreibers Standard & Poor´s (S&P) Ende 2016 heißt es:

Von 631 untersuchten Investmentfonds, die sich im September 2014 unter den besten 25 Prozent befanden, schafften es bis zum September 2016 nur 2,9 Prozent diese Position zu halten.
Quelle: Persistence Scorecard (December 2016)

Noch schlechter fiel das Ergebnis bei einem Betrachtungszeitraum von drei Jahren aus:

Nach Ablauf der 3-Jahres-Periode konnten nur rund 20 Prozent der untersuchten Fonds ihre Position in der oberen Hälfte halten.

Mit anderen Worten:

80 Prozent gelang es nicht, selbst über den geringen Zeitraum von drei Jahren besser abzuschneiden als der Durchschnitt aller betrachteten Fonds.

Es besteht grundsätzlich eine inverse Beziehung zwischen dem Zeithorizont und der Fähigkeit von “Top-Performer”-Fonds, ihren Status zu behalten. Kein einziger Large-Cap oder Mid-Cap Fonds schaffte es, seine Position in den oberen 25 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren zu verteidigen.

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Die Verteilung hinsichtlich der Performance scheint sich also eher nach dem Zufallsprinzip zu richten.

Daraus ergibt sich ein praktisches Problem für Fondsanleger:

Was nützt es mir, heute einen vermeintlichen „Sieger-Fonds“ auszuwählen, wenn dieser schon morgen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den “Losern” gehört?

Zumal die meisten aktiv gemanagten Fonds schon auf mittlere Sicht (deutlich) hinter ihrem Vergleichsindex zurückbleiben.

Auf Sicht von 10 Jahren schneiden 99 von 100 klassischen Investmentfonds mit amerikanischen Aktien schlechter ab als ihr Vergleichsindex S&P 500 (siehe “SPIVA Europe Scorecard Mid-Year 2016”).

Das Fazit

In aktiv gemanagte Aktienfonds zu investieren, lohnt sich nicht!

Aus diese Grund scheinen immer mehr Anleger die Vorteile von ETFs zu erkennen …

Die Nachfrage nach ETFs steigt

Was sich nicht zuletzt in der Anzahl der monatlichen Suchanfragen bei Google widerspiegelt:

ETF Google Trends

Seit Jahren fließen immer größere Summen in börsengehandelte Indexfonds.

Weltweit sind mittlerweile (Stand 2016) mehr als 3 Billionen USD in ETFs investiert. Der Löwenanteil entfällt mit 2,1 Billionen USD auf die USA.

In Europa sind gut 500 Mrd. EUR investiert, in Deutschland vergleichsweise bescheidene 9,2 Mrd. EUR.

Der ETF-Markt in Deutschland

Das gesamte Geldvermögen der Deutschen betrug im Jahr 2015 etwa 5,3 Billionen Euro.

Davon entfallen auf Publikums-Investmentfonds 883 Mrd. EUR. Was einem Anteil von ca. 17 Prozent am gesamten Geldvermögen entspricht.

In ETFs steckt hingegen nur etwa 1 Prozent des in Fonds investierten Kapitals.

Und damit lediglich 0,17 Prozent des Geldvermögens der deutschen Privatanleger.

Um Mainstream-Produkte handelt es sich bei ETFs offensichtlich also noch lange nicht.

Doch der Markt wächst auch in Deutschland:

Während es in 2009 erst 2,2 Mrd. EUR waren, betrug das in ETFs verwaltete Vermögen Ende 2016 bereits 9,2 Mrd. EUR.

 
In den folgenden fünf Kapiteln dieses Guides erfährst du alles Wesentliche über ETFs. Wenn du bereit bist, starte jetzt mit dem ersten Kapitel …

 
 


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